Steinmeier warnt vor Blutvergießen in Ost-Ukraine
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat an die Regierungen in Moskau und Kiew appelliert, das Genfer Vierertreffen an diesem Donnerstag als Chance für eine friedliche Lösung des Ukraine-Konfliktes zu nutzen. "Ein Scheitern ist nicht erlaubt", sagte Steinmeier der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Denn die Lage im Osten der Ukraine werde "immer bedrohlicher". Die Besetzung öffentlicher Gebäude in der Ost-Ukraine provoziere Reaktionen der Sicherheitsbehörden, so der Minister. Es drohten erneut Tote und Verletzte, wenn kein Ausstieg aus der Spirale der Gewalt gefunden werde. "Diese Verantwortung kann keiner auf sich laden, auch nicht die, die sich von außen an der Organisation des Chaos beteiligen", sagte Steinmeier.
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Die Grünen fordern aktuell eine stärkere Kontrolle für die Ausfuhr von Kriegswaffen. "Die Bundesregierung muss durch das Parlament bei Rüstungsexporten kontrolliert werden können. Es kann nicht sein, dass über solch kritische Entscheidungen hinter verschlossenen Türen gemauschelt wird", sagte Anton Hofreiter, Ko-Chef der grünen Bundestagsfraktion, dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Schwarz-Rot setze den "traurigen, intransparenten Kurs" von Schwarz-Gelb fort. "Das freut allein die deutsche Rüstungslobby", sagte Hofreiter, der ein gesondertes Gremium im Bundestag anregte, das sich mit Rüstungsexporten befasst. Skeptisch äußerte sich Hofreiter auch zur Ankündigung von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), ein geplantes Panzergeschäft mit Saudi-Arabien stoppen zu wollen.