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Die zentrale Forschungsplattform im Verbundprojekt besteht aus einer Photovoltaik-Anlage als Energiequelle, einer Vanadium-Redox-Flow-Batterie als Energiespeicher und vier Ladestationen für Elektrofahrzeuge.  IZES gGmbH

Elektromobilität im Fokus: Regenerative Energien für Elektrofahrzeuge intelligent und komfortabel nutzen

Die zentrale Forschungsplattform im Verbundprojekt besteht aus einer Photovoltaik-Anlage als Energiequelle, einer Vanadium-Redox-Flow-Batterie als Energiespeicher und vier Ladestationen für Elektrofahrzeuge.  IZES gGmbH
Die zentrale Forschungsplattform im Verbundprojekt besteht aus einer Photovoltaik-Anlage als Energiequelle, einer Vanadium-Redox-Flow-Batterie als Energiespeicher und vier Ladestationen für Elektrofahrzeuge. IZES gGmbH

Beim klimaneutralen Laden von Elektrofahrzeugen gibt es eine
versorgungsbedingte Herausforderung: Regenerativer Strom aus Wind- und
Sonnenenergie ist nicht durchgehend in den erforderlichen Mengen
verfügbar. Zwischenspeicher und intelligente Systeme, die Lademengen
möglichst exakt vorhersagen, sollen die Umweltbilanz und den Nutzerkomfort
der Elektromobilität steigern und so die Verkehrswende unterstützen. Ein
entsprechendes Gesamtkonzept hat das Verbundprojekt OptiCharge PLUS im
Blick. Aufgabe der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) als
Forschungspartner ist es, eine cloudbasierte Lösung für ein
angebotsgesteuertes Ladungsmanagement zu entwickeln.

Als Forschungsplattform steht eine regenerativ versorgte,
speichergestützte Ladeinfrastruktur zur Verfügung. Diese besteht aus einer
Photovoltaik-Anlage als Energiequelle, einer Vanadium-Redox-Flow-Batterie
als Energiespeicher und vier Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Alle
Komponenten sind über ein IT-gestütztes Energiemanagementsystem verknüpft
und mit umfangreicher Messtechnik ausgestattet. Im Rahmen von OptiCharge
PLUS wird die bestehende Plattform weiterentwickelt und unter anderem mit
künstlicher Intelligenz ausgestattet, um die gespeicherte Sonnenergie noch
effizienter zu nutzen und Versorgungslücken zu reduzieren.

„Wir haben uns im Vorgängerprojekt angeschaut, wie sich Angebot und
Nachfrage an regenerativen Energien bei einer Flotte von Dienstfahrzeugen
möglichst deckungsgleich bringen lassen“, erläutert Daniel Görges, der das
Fachgebiet für Elektromobilität an der TUK vertritt. „Fazit war, dass es
nicht ausreicht, die benötigte Lademenge nur anhand von Parametern wie dem
Durchschnittsverbrauch der Fahrzeuge und der geplanten Fahrstrecke zu
berechnen sowie zusätzlich einen zeitlichen Sicherheitspuffer für das
Laden vorzuhalten. Wenn es um eine effiziente Auslastung der
Fahrzeugflotte und das wirtschaftliche Haushalten mit Ladestrom geht,
müssen wir weitere Aspekte berücksichtigen.“ Genau hier setzt der Beitrag
der TUK im aktuellen Verbundprojekt OptiCharge PLUS an. Die Forschenden
vernetzen das Buchungssystem für die Elektrofahrzeuge mit dem Internet of
Things und erschließen somit online zugängliche Informationsquellen.
Daniel Görges: „Wenn ein Dienstfahrzeug gebucht wird, ziehen wir künftig
das Fahrziel zur Vorhersage heran. Anhand von individuellen
streckenbezogenen Parametern wie etwa topographischen Daten und Hinweisen
zur Verkehrssituation, die wir über das Internet erhalten, können wir den
zu erwartenden Energiebedarf letztlich viel exakter bestimmen.“

Über OptiCharge PLUS
Im Rahmen von OptiCharge PLUS arbeiten insgesamt drei Forschungspartner
und zwei Industrieunternehmen zusammen. Die Gesamtprojektleitung hat die
IZES gGmbH in Saarbrücken inne. Deren weitere Aufgabe ist es, ein
Planungstool zu entwickeln, um die Nutzung des Gesamtkonzepts
mittelfristig in die Praxis zu überführen. Ebenso verantwortet IZES den
Umbau, den Betrieb sowie die wissenschaftliche Begleitung der
Gesamtanlage. Die Universität des Saarlandes (Transferzentrum Nachhaltige
Elektrochemie, Prof. Rolf Hempelmann) beschäftigt sich mit der
Verbesserung des Batteriespeichers auf elektrochemischer Ebene,
insbesondere durch die Entwicklung von Elektrolytzusätzen. Auf Systemebene
wird der Batteriespeicher durch die Firma Schmid Energy Systems GmbH mit
Sitz in Freudenstadt optimiert. Dabei geht es nicht allein darum, die
verschiedenen Betriebszustände zu verbessern, sondern auch den Speicher
und damit die Gesamtanlage inselnetzfähig zu machen. Die Freiburger Trumpf
Hüttinger GmbH + Co. KG liefert hierzu die passende Leistungselektronik
und bindet diese in das Internet of Things ein.

Das Projekt wird im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms vom
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unter dem
Förderkennzeichen 03ETE021A-E gefördert. Die Projektbegleitung erfolgt
durch den Projektträger Jülich (PtJ). Ein Expertengremium begleitet das
Forschungsvorhaben und trägt so dazu bei, dass die Ergebnisse einem
breiten Kreis an Interessenten zur Verfügung gestellt werden.

Weiterführende Informationen sind einsehbar unter: www.projekt-
opticharge.de

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Emissionsbericht der Automobilindustrie

Autohersteller müssen mit Bußgeldern in Höhe von 11,4 Milliarden Euro rechnen, wenn sie die CO2-Ziele der EU überschreiten

Emissionsbericht der Automobilindustrie
Emissionsbericht der Automobilindustrie

Studien zeigen, dass den zehn größten Autoherstellern im Jahr 2021 eine kollektive Geldbuße von 114,6 Milliarden Euro droht, wenn sie ihre CO2-Bilanz nicht drastisch reduzieren. Die Daimler AG ist am weitesten von der Erfüllung der CO2-Ziele der EU für 2021 entfernt, was zu möglichen jährlichen Strafen in Höhe von 13,3 Milliarden Euro auf der Grundlage der Flottenemissionen führt.

Die Groupe PSA hat im vergangenen Jahr die umweltschädlichsten Bestseller-Modelle hergestellt, deren Kompensation allein 1,263 Milliarden Euro kosten würde.

Kein Autohersteller ist derzeit auf dem Weg, die EU-Ziele zu erreichen, da der Transportsektor immer noch für 24% der jährlichen globalen CO2-Emissionen verantwortlich ist.

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Deutscher Verkehrssicherheitsrat Deutsche EU-Ratspräsidentschaft: DVR fordert mehr Engagement für Verkehrssicherheit

Anlässlich der heute beginnenden EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands fordert der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) von der Bundesregierung ein starkes Engagement für mehr Verkehrssicherheit im urbanen Raum und für die Weiterentwicklung von Fahrerassistenzsystemen.

„Deutschland hat sich 2017 mit der Unterzeichnung der Valletta-Deklaration dazu bekannt, sich verstärkt für Maßnahmen einzusetzen, die die Anzahl der Verkehrstoten in der Europäischen Union zwischen 2020 und 2030 um die Hälfte reduzieren“, sagt Prof. Dr. Walter Eichendorf, Präsident des DVR. „In den nächsten sechs Monaten kann die Bundesregierung zeigen, dass sie zu diesem Ziel steht, indem sie der Sicherheit im Straßenverkehr im Rahmen ihrer Ratspräsidentschaft eine hohe Priorität einräumt.“

Deutsches Engagement für nachhaltige und intelligente Mobilität

Die Europäische Kommission entwickelt derzeit eine neue Strategie für nachhaltige und intelligente Mobilität und überarbeitet das Maßnahmenbündel für urbane Mobilität (Urban Mobility Package). „Nachhaltiger Straßenverkehr funktioniert nie ohne, nur mit Verkehrssicherheit“, so der Präsident. Unter anderem müsse die Vision Zero wesentlicher Bestandteil bei der geplanten Neuauflage des Urban Mobility Package sein.

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise haben viele Städte in Europa – auch in Deutschland – Radwege und Fußgängerzonen ausgeweitet, um der steigenden Anzahl von Fahrrad Fahrenden und zu Fuß Gehenden mehr Raum zu gewähren. Fördermittel, die im Rahmen des Urban Mobility Packages zur Umgestaltung des städtischen Verkehrsraums zur Verfügung gestellt werden, sollten an konkrete Auflagen, die auch die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmenden berücksichtigen, geknüpft werden.

Standardisierung von Fahrerassistenzsystemen vorantreiben

Mit Blick auf die bereits verabschiedete „General Safety Regulation“ appelliert Eichendorf: „Entscheidend ist es nun, dass die Gespräche in den entsprechenden europäischen Gremien über die Standardisierung verschiedener Fahrerassistenzsysteme zügig voranschreiten.“ Dies sei wichtig, damit Systeme wie zum Beispiel der Notbrems-Assistent für Pkw oder der Unfalldatenschreiber wie geplant EU-weit ab 2022 in neue Fahrzeugtypen bzw. ab 2024 in neue Kraftfahrzeuge verbaut werden könnten. Auch hier könne Deutschland positive Akzente für sichere Verkehre in ganz Europa setzen und zur Reduktion der Getöteten und Schwerverletzten in der EU beitragen.

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Deutscher Verkehrssicherheitsrat E-Scooter: DVR und DEKRA veröffentlichen 11 Vorschläge zur Erhöhung der Sicherheit

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und DEKRA haben gemeinsam elf Vorschläge entwickelt, wie das Fahren mit E-Scootern sicherer werden kann. Allein in Berlin ereigneten sich seit der Zulassung der Kraftfahrzeuge am 15. Juni 2019 bis 31. März 2020 über 350 Unfälle. Dabei wurde ein Mensch getötet, 38 schwer verletzt.

Die Empfehlungen der beiden Organisationen richten sich an die Politik, die Verwaltung und auch an die Sharing-Anbieter. „Wir wollen, dass der Straßenverkehr auch mit E-Scootern sicher ist. Dazu ist es notwendig, dass alle Beteiligten ihren Beitrag leisten“, sagt DVR-Präsident Prof. Dr. Walter Eichendorf.

Clemens Klinke, Mitglied des Vorstands bei DEKRA und Vizepräsident des DVR betont: „Das Zusammentreffen unterschiedlicher Verkehrsteilnehmer mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten auf engem Verkehrsraum birgt Risiken. Deshalb muss jeder, der sich im Straßenverkehr bewegt, die Regeln kennen. Mit unseren Vorschlägen wollen wir einen Beitrag für mehr Sicherheit im Umgang mit E-Scootern leisten.“

Die Vorschläge im Überblick:

  1. Verpflichtende Ausstattung mit Fahrtrichtungsanzeigern ("Blinkern")
  2. Erhöhte Sichtbarkeit durch retroreflektierende Folien
  3. Wegenutzung an den Radverkehr angleichen
  4. Schaffung ausgewiesener Parkzonen für das Entleihen und Abstellen
  5. Anpassung des Mindestalters zur Nutzung von E-Scootern auf 15 Jahre und Einführung einer Prüfbescheinigung
  6. Perspektivwechsel stärker in der Fahrausbildung verankern
  7. Anpassung der Bußgelder  beim Befahren von Fußwegen
  8. Regelmäßiges und geordnetes Aufstellen und Einsammeln von E-Scootern
  9. Automatisierte Geschwindigkeitsbegrenzungen für Einsteigerinnen und Einsteiger, bei bestimmten Wetterlagen, in den späten Abendstunden, an Wochenenden sowie anlässlich größerer Events
  10. Miettarife nach Entfernung statt nach Zeit berechnen
  11. Eindeutige Ansprechperson für Behörden und die Polizei

11 Vorschläge für mehr Verkehrssicherheit im Umgang mit E-Scootern (PDF)

 

 

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