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Grüner Star: Experten geben Empfehlungen für Glaukom-Früherkennung

Ob und wann eine Untersuchung zur Glaukom-Früherkennung erfolgen sollte,
ist zwischen Experten und Krankenkassen umstritten. Jetzt haben DOG
Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) und der Berufsverband der
Augenärzte Deutschlands (BVA) eine neue Leitlinie zur Glaukom-
Früherkennung vorgelegt. Welche Empfehlungen die deutschen Augenärzte zur
Vorsorge geben, erläutern Experten auf der Online-Pressekonferenz zum DOG-
Kongress. Der Kongress findet vom 9. bis 11. Oktober 2020 online statt.

Der Grüne Star, eine Erkrankung des Sehnervs, wird von den Betroffenen
selbst lange Zeit nicht bemerkt. „Zeigen sich verschwommenes Sehen oder
andere Beschwerden, ist es bereits sehr spät, und eingetretene Schäden
lassen sich nicht wieder rückgängig machen“, erläutert Professor Dr. med.
Alexander Schuster vom Zentrum für ophthalmologische Epidemiologie und
Versorgungsforschung an der Augenklinik und Poliklinik der
Universitätsmedizin Mainz. Wird ein Glaukom dagegen rechtzeitig erkannt,
lässt sich die Erkrankung durch Augentropfen, Lasereingriffe oder
chirurgische Maßnahmen aufhalten oder verzögern. Unbehandelt droht
Blindheit.

Untersuchung beider Sehnervenköpfe plus Innendruckmessung

Aus diesem Grund werben die Augenärzte für eine Glaukom-Früherkennung.
„Sie besteht aus der Untersuchung der Sehnervenköpfe beider Augen mit
einem Spezialmikroskop sowie einer Augeninnendruckmessung“, erklärt
Schuster. Die Krankenkassen übernehmen allerdings die Kosten dafür
aufgrund fehlender Daten nicht. „Augenärzte können sie daher nur als
individuelle Gesundheitsleistung anbieten“, so der Mainzer DOG-Experte.
Die Patienten müssen für die Früherkennung zwischen 20 und 40 Euro zahlen.

Um zu klären, wann und wie häufig Patienten die Vorsorge in Anspruch
nehmen sollten, haben Experten von DOG und BVA alle verfügbaren
wissenschaftlichen Belege zu den Risikofaktoren für das Glaukom untersucht
und auf dieser Basis in einer neuen Leitlinie Empfehlungen ausgesprochen.
„Die Leitlinie bietet Ärzten und Patienten damit
Orientierungsmöglichkeiten“, sagt Schuster.

Früherkennung ab dem 40. Lebensjahr

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass allen Personen ab dem 40.
Lebensjahr die Glaukom-Früherkennungsuntersuchung angeboten werden sollte.
„In der Altersgruppe zwischen 40 und 59 Jahren sollte die Untersuchung
alle fünf Jahre wiederholt werden, ab dem Alter von 60 Jahren alle zwei
bis drei Jahre – vorausgesetzt, es liegen keine weiteren Risikofaktoren
vor“, erklärt Schuster.

Zu diesen Risikofaktoren zählen Verwandte ersten Grades, die an einem
Glaukom leiden, aber auch ein erhöhter Augeninnendruck. Bei einer
Kurzsichtigkeit von mindestens minus vier Dioptrien ist das Risiko für
einen Grünen Star zwei bis dreifach so hoch wie bei normalsichtigen Augen,
und auch Ablagerungen auf der Linse und im Kammerwinkel verstärken die
Erkrankungsgefahr.

Bei mehreren Risikofaktoren Untersuchungsabstände verkürzen

„Liegt neben dem Alter ein weiterer Risikofaktor vor, sollten bei Menschen
ab 40 Jahren die Abstände zur nächsten Untersuchung auf zwei bis drei
Jahre, bei Menschen ab 60 Jahren auf ein Jahr verkürzt werden“, erläutert
Schuster. Bei drei oder mehr Risikofaktoren gilt: In diesem Fall sind
Betroffene gut beraten, sich schon ab 40 Jahren jährlich untersuchen zu
lassen.

„Glaukom Früherkennung ist sehr sinnvoll und wichtig, da gibt es keine
Frage“, betont DOG-Präsident Professor Dr. med. Hans Hoerauf. „Eine
Studie, die den direkten Nutzen nachweist, kann es und wird es nicht
geben, eine Kontrollgruppe ohne Früherkennung wäre aus augenärztlicher
Sicht ethisch nicht vertretbar. Die Sinnhaftigkeit dieser Untersuchung
immer wieder in Frage zu stellen, ist aus meiner Sicht unverständlich“,
setzt der Direktor der Augenklinik der Universitätsmedizin Göttingen
hinzu.
Auf der Online-Kongress-Pressekonferenz wird Professor Dr. med. Alexander
Schuster neue Zahlen und Erkenntnisse zum Glaukom präsentieren, siehe
Terminhinweis und Programm untenstehend.Terminhinweise:

•       Online-Kongress-Pressekonferenz
Termin: Freitag, 9. Oktober 2020, 11.00 bis 12.00 Uhr
Link zur Anmeldung:
<https://attendee.gotowebinar.com/register/8460294884277009168>

•       Symposium: „Ophthalmologie in Zahlen – Epidemiologie und
Versorgung ophthalmologischer Volkskrankheiten“
Termin: Sonntag, 11. Oktober 2020, 14.30 bis 15.15 Uhr, Channel Helmholtz

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DOG: Forschung – Lehre – Krankenversorgung
Die DOG ist die medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft für
Augenheilkunde in Deutschland. Sie vereint unter ihrem Dach mehr als 7.750
Ärzte und Wissenschaftler, die augenheilkundlich forschen, lehren und
behandeln. Wesentliches Anliegen der DOG ist es, die Forschung in der
Augenheilkunde zu fördern: Sie unterstützt wissenschaftliche Projekte und
Studien, veranstaltet Kongresse und gibt wissenschaftliche
Fachzeitschriften heraus. Darüber hinaus setzt sich die DOG für den
wissenschaftlichen Nachwuchs in der Augenheilkunde ein, indem sie zum
Beispiel Stipendien vor allem für junge Forscher vergibt. Gegründet im
Jahr 1857 in Heidelberg ist die DOG die älteste augenärztliche
Fachgesellschaft der Welt und die älteste fachärztliche Gesellschaft
Deutschlands.

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Kongress-Pressekonferenz zur DOG 2020 online
Termin: Freitag, 9. Oktober 2020, 11.00 bis 12.00 Uhr
Link zur Anmeldung:
<https://attendee.gotowebinar.com/register/8460294884277009168>

Themen und Referenten:

Die DOG im von-Graefe-Jahr:
Augenheilkunde im Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Medizin
Professor Dr. med. Hans Hoerauf
Präsident der DOG; Direktor der Augenklinik der Universitätsmedizin
Göttingen

Kann Corona ins Auge gehen?
Aktuelle Erkenntnisse zum Stand der Übertragungswege bei COVID-19
Professor Dr. Dr. med. Clemens Lange
Klinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Freiburg

Mehr sehen, besser operieren?
Wie moderne Imaging-Techniken die Augenchirurgie beeinflussen
Professor Dr. med. Claus Cursiefen
Direktor des Zentrums für Augenheilkunde an der Uniklinik Köln
sowie
Professor Dr. med. Lars-Olof Hattenbach
Direktor der Augenklinik des Klinikums Ludwigshafen

Neue Daten zum Glaukom:
Optimale Früherkennung – dem Grünen Star auf der Spur
Professor Dr. med. Alexander Schuster
Zentrum für ophthalmologische Epidemiologie und Versorgungsforschung,
Augenklinik und Poliklinik, Universitätsmedizin Mainz

Moderation:
Anne-Katrin Döbler, Pressestelle DOG, Stuttgart

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Opioide als wirksame Mittel gegen den Schmerz?! Experten empfehlen kritischen Umgang

Deutscher Schmerzkongress 2020
Jahrestagung der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. und der Deutschen
Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) e.V. vom 21. bis 24. Oktober
2020 in Mannheim und online

Opioide als wirksame Mittel im Kampf gegen den Schmerz?! Experten
empfehlen kritischen Umgang

Opioide gehören zu den stärksten Schmerzmitteln mit relevantem
Suchtpotential. Weltweit gehört Deutschland zu den Ländern mit den meisten
Opioidverordnungen – rund 70 Prozent davon erfolgen bei chronischen nicht-
tumorbedingten Schmerzen (CNTS).

Dennoch liegt in Deutschland keine Opioidkrise vor, sagen Experten auf der
Online-Pressekonferenz zum Deutschen Schmerzkongress 2020, die am
Mittwoch, den 21. Oktober von 11 bis 12 Uhr, stattfindet. Sie empfehlen in
der aktualisierten Leitlinie zur Schmerztherapie einen kritischen Umgang
mit Opioiden bei chronischen nicht-tumorbedingten Schmerzen.
Medienvertreter können sich unter:
<https://register.gotowebinar.com/register/2515898518007216397>  für die
Pressekonferenz anmelden. Der Schmerzkongress findet in diesem Jahr online
und live in Mannheim statt. Veranstalter sind die Deutsche
Schmerzgesellschaft e.V. und die Deutsche Migräne- und
Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) e.V.

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Die Behandlung chronischer Schmerzen – tumorbedingt oder nicht-
tumorbedingt – ist eine Herausforderung. Häufig kommen dabei Opioide zum
Einsatz. Sie gehören zu den stärksten Schmerzmitteln. „Da mit der
Verwendung der Schmerzhemmer bei CNTS zahlreiche Nebenwirkungen wie
Übelkeit, Schwindel und Müdigkeit einhergehen  – und gleichzeitig die
Wirkung bei CNTS bei vielen Patienten nur gering ist – sollte ihr Einsatz,
gerade auch wegen dem Risiko einer Abhängigkeit,  kritisch hinterfragt und
überprüft werden“, sagt Professor Dr. Frank Petzke von der Abteilung
Schmerzmedizin der Klinik für Anästhesiologie, Universitätsmedizin
Göttingen. Das hätten beispielsweise die dramatischen Erfahrungen mit der
Opioidkrise in den USA gezeigt, die durch die unkritische Verordnung
medizinischer Opioide mit ausgelöst und unterhalten wurde. Mittlerweile
wird die Krise durch die illegale Einnahme von Heroin und illegal
hergestelltem Fentanyl und Fentanylanaloga verschärft. 2018 gab es in den
USA circa 46000 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Opioid-Überdosierung,
davon etwa ein Drittel durch medizinisch verordnete Opioide. Geschätzt 1,7
Millionen Amerikaner sind von medizinisch verordneten Opioiden abhängig.
Gerade weil in Deutschland im weltweiten Vergleich viele Opioidverordungen
durchgeführt werden, beobachten Schmerzexperten die Entwicklungen
hierzulande mit einem kritischen Blick. Von einer Opioidkrise wollen sie
jedoch nicht sprechen – auch wenn Unter-, Fehl- und Überversorgungen im
klinischen Alltag zu finden sind. „Damit die Gabe der Schmerzhemmer
sozusagen in kontrollierten Bahnen erfolgt, hat es sich die Deutsche
Schmerzgesellschaft bereits früh zur Aufgabe gemacht, Einsatzgebiete und
Grenzen einer Schmerztherapie mit Opioiden zu definieren und Vorschläge
für eine gute klinische Praxis zu erarbeiten“, erklärt Petzke.

Die Aktivitäten in diesem Bereich erfolgen schon seit vielen Jahren:
Bereits 2009 erschien die erste Version einer Leitlinie zur
Langzeitanwendung von Opioiden bei chronischen nicht-tumorbedingten
Schmerzen (LONTS). Darin wurde darauf hingewiesen, dass Opioide im
Durchschnitt nur geringe Wirkeffekte bei CNTS zeigen und dass deren
Einsatz verantwortungsvoll erfolgen sollte. Zum Ausbleiben einer
Opioidkrise in Deutschland trägt nach Einschätzung von Schmerzexperten zum
einen diese Leitlinie bei, zum anderen auch das Gesundheitswesen: Hier
werden auch Kosten für die oft wirksameren nicht-medikamentöse
Schmerztherapien erstattet und Opioidverschreibungen reguliert.

Ein interdisziplinäres Team unter Beteiligung von Vertretern aus 30
medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften sowie von zahlreichen
Organisationen hat unter der Koordination der Deutschen
Schmerzgesellschaft e.V. nun die dritte Version von LONTS erarbeitet
(siehe untenstehender Link). Die Experten haben darin mögliche
Indikationen, aber auch Kontraindikationen für Opioide bei CNTS definiert
und Voraussetzungen für eine seriöse Entscheidungsfindung und
Therapiebegleitung geschaffen. „In der überarbeiteten Leitlinie haben wir
beispielsweise die Indikationen für eine Opioidbehandlung von mehr als
vier Wochen bei chronischen Rücken- und Arthroseschmerzen weiter
eingeengt“, sagt Petzke. Behandler und Patienten müssten demzufolge
bereits vor Beginn der Behandlung gemeinsam Therapieziele definieren,
sozusagen als zukünftige Marker eines individuellen Therapieerfolgs. Zudem
haben die Experten in enger Zusammenarbeit mit suchtmedizinischen Experten
in der Leitlinie diagnostische Kriterien zur Identifikation eines
missbräuchlichen/abhängigen Gebrauchs von medizinisch verschriebenen
Opioiden und Empfehlungen für Therapien erarbeitet.

„Die Leitlinie soll Therapeuten und Patienten bei der individuellen
Entscheidung unterstützen, wann Opioide bei chronischen Schmerzen zum
Einsatz kommen sollten und wann nicht“, fasst der Schmerzexperte zusammen.
Individualisierte Ansätze in der Schmerzmedizin werden auch in weiteren
Vorträgen der Online- Pressekonferenz angesprochen, nämlich im Rahmen
einer Antikörpertherapie oder bei der individualisierten Diagnostik von
chronischen Schmerzen. Als Beispiel für die Digitalisierung der
Schmerzmedizin stellt eine Expertin den Einsatz von Apps bei Migräne vor.

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Link:

Leitlinie zur Langzeitanwendung von Opioiden bei chronischen- nicht
tumorbedingten Schmerzen (LONTS):
<https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/145-003.html>

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Gemeinsam stark für die Einheit der Inneren Medizin: DGIM veröffentlicht Imagefilm

Die DGIM ist mit über 27 000 Mitgliedern eine der größten und
traditionsreichsten medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften in
Europa. Sie vereint alle 11 medizinischen Schwerpunkte des Fachgebiets von
Angiologie bis Rheumatologie unter ihrem Dach. Seit ihrer Gründung vor 138
Jahren in Wiesbaden steht sie für die Einheit in der Inneren Medizin –
etwa für fachübergreifendes Handeln innerhalb der Disziplinen zum Wohl des
Patienten. In einem aktuell veröffentlichten 3,5-minütigen Film gibt die
DGIM einen kurzen Überblick darüber, wer sie ist, was sie antreibt und was
sie leistet. Das Video ist ab sofort auf der Startseite unter
<www.dgim.de> abrufbar.

„Die meisten internistischen Krankheitsbilder halten sich nicht an die
Grenzen der betroffenen Organe“, sagt Professor Dr. med. Georg Ertl,
Generalsekretär der DGIM aus Würzburg. „Wird etwa das Herz schwach, leidet
die Durchblutung der Nieren, und das Blut staut sich in der Lunge“, nennt
er ein Beispiel. Nierenerkrankungen andererseits gingen häufig mit
Bluthochdruck einher. Deshalb sollten sie auch gemeinsam von den
entsprechenden Fachärzten, etwa im letzteren Fall von Nephrologen und
Kardiologen, behandelt werden.

Diese Zusammenhänge bei vielen Krankheiten erkannte schon der
Gründungsvater der DGIM, Professor Dr. med. Friedrich Theodor Frerichs.
Unter anderem deshalb gründete er 1882 in Wiesbaden die Deutsche
Gesellschaft für Innere Medizin und rief im selben Jahr vor Ort den ersten
Internistenkongress ins Leben. „Ich fordere Sie auf, an der Einheitsidee
des menschlichen Organismus festzuhalten und diese Idee auszuarbeiten“,
wird er aus seiner Eröffnungsrede des Kongresses im Imagefilm zitiert.

Diese Einheitsidee in der Inneren Medizin sei aktueller denn je, findet
auch Universitäts-Professor Dr. med. Jürgen Floege, 1. stellvertrender
Vorsitzender der DGIM aus Aachen: „Je tiefer das Wissen geht und je mehr
Spezialisten in den medizinischen Einzel-Fachgebieten tätig sind, desto
mehr brauchen wir auch die allgemeinen Internisten.“

Die DGIM vertritt deshalb die Interessen der gesamten Inneren Medizin.
Ständige Kommissionen unterstützen Vorstand und Ausschuss in der Erfüllung
ihrer wissenschaftlichen, wissenschaftspolitischen und berufspolitischen
Aufgaben, wie im Imagefilm deutlich wird. Sie erarbeiten Stellungnahmen,
Resolutionen oder Positionspapiere zu Themen wie „Klug entscheiden in der
Medizin“, Arzneimitteltherapie und -sicherheit, Struktur- und
Krankenversorgung und zu digitaler Transformation. „Dank ihrer Übersicht
erkennt die DGIM wichtige fachübergreifende und interdisziplinäre Themen
frühzeitig und ist Initiatorin bahnbrechender Kampagnen“, so Universitäts-
Professor Dr. med. Sebastian Schellong, DGIM-Vorsitzender 2020/2021. Der
von der DGIM formulierte Ärzte-Codex etwa gibt Ärzten Rückhalt für ein
patientenorientiertes Handeln in Zeiten zunehmenden ökonomischen Drucks.

Im Zentrum der Arbeit steht auch der jährliche Internistenkongress. Jedes
Frühjahr diskutieren in der Gründungsstadt Wiesbaden rund 8500 Besucher,
darunter Ärzte, Wissenschaftler und Vertreter angrenzender Berufe, vier
Tage lang die aktuellsten und relevantesten Entwicklungen der gesamten
Inneren Medizin.

Die DGIM vereint Tradition und Fortschritt und ist dabei auch noch jung:
53 Prozent der Mitglieder sind Assistenzärzte. Ganz oben auf der Agenda
der Fachgesellschaft steht daher die Förderung des medizinischen und
wissenschaftlichen Nachwuchses durch verschiedene Seminar- und
Fortbildungsformate sowie großzügige Forschungsstipendien. Die DGIM
istauch eine der ersten Fachgesellschaften, die sogenannte Clinician
Scientists, klinische Nachwuchsforscher, zu fördern. Auch dies wird im
Film thematisiert.

„Wir sind historisch gesehen die Mutter der einzelnen Organ-
Fachgesellschaften in der Inneren Medizin“, fasst Professor Ertl zusammen.
„Wir verfügen über ein hervorragendes Netzwerk, sind breit aufgestellt,
wissen, wo es den Ärzten unter den Nägeln brennt, und können wirklich
etwas für die Innere Medizin bewegen.“

Mehr über das Selbstverständnis und die Aktivitäten der DGIM finden
Interessierte im Imagfilm der Fachgesellschaft unter: <www.dgim.de>

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Grippeimpfung in der Coronavirus-Pandemie besonders wichtig - BZgA ruft zur Grippeschutzimpfung auf

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ruft mit der
Kampagne „Wir kommen der Grippe zuvor” zur Grippeschutzimpfung auf und
weist auf die Bedeutung der Impfung im Kontext der Coronavirus-Pandemie
hin: Insbesondere Risikogruppen sollten sich im Herbst mit der
Grippeschutzimpfung vor einer möglichen Influenza-Infektion schützen, da
sie ein erhöhtes Risiko für einen schweren Grippeverlauf haben. Ziel ist,
dass in der Pandemie möglichst viele Menschen durch eine Impfung vor der
Grippe geschützt sind, um zu verhindern, dass der Höhepunkt der Grippe-
Infektionen mit einem möglichen Anstieg an Corona-Infektionen
zusammenfällt.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ruft mit der
Kampagne „Wir kommen der Grippe zuvor” zur Grippeschutzimpfung auf und
weist auf die Bedeutung der Impfung im Kontext der Coronavirus-Pandemie
hin: Insbesondere Risikogruppen sollten sich im Herbst mit der
Grippeschutzimpfung vor einer möglichen Influenza-Infektion schützen, da
sie ein erhöhtes Risiko für einen schweren Grippeverlauf haben. Ziel ist,
dass in der Pandemie möglichst viele Menschen durch eine Impfung vor der
Grippe geschützt sind, um zu verhindern, dass der Höhepunkt der Grippe-
Infektionen mit einem möglichen Anstieg an Corona-Infektionen
zusammenfällt.

Prof. Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung, betont: „Die Grippeschutzimpfung ist die
wichtigste Präventionsmaßnahme gegen diese Infektionskrankheit. Durch die
Impfung lässt sich das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs senken.
Daher sollten sich insbesondere Menschen mit erhöhtem Risiko – also
Ältere, chronisch Kranke und auch Schwangere – unbedingt impfen lassen und
am besten schon jetzt einen Impftermin vereinbaren. Denn nach der Impfung
dauert es 10 bis 14 Tage, bis der Körper einen ausreichenden Schutz gegen
die Grippeviren aufgebaut hat.“

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Grippeschutzimpfung für
Personen ab 60 Jahren, chronisch Kranke aller Altersstufen, Schwangere,
Medizin- und Pflegepersonal, Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und
Pflegeheimen sowie Kontaktpersonen bestimmter Risikogruppen.

Um eine Ansteckung zu vermeiden, wird neben einer Impfung auch
regelmäßiges, gründliches Händewaschen mit Seife und Abstandhalten
empfohlen, denn Grippeviren können über Tröpfcheninfektion beim Husten
oder Niesen und über Hände und Oberflächen übertragen werden – und das
noch bevor sich Krankheitszeichen bemerkbar machen.

Im Mittelpunkt der Kampagne steht die Internetseite <www.impfen-
info.de/grippeimpfung/>. Flankiert wird sie in den kommenden Wochen und
Monaten mit Großflächenplakaten und City-Light-Postern, um bundesweit auf
die Bedeutung der Grippeschutzimpfung aufmerksam zu machen. Die Kampagne
spricht insbesondere drei Zielgruppen an: Ältere ab 60 Jahre, Schwangere
sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen. Sie sollen begleitend über
Anzeigen in Zeitschriften und mit Broschüren in Arztpraxen zur Impfung
motiviert werden. Darüber hinaus informieren kostenfrei zu bestellende
BZgA-Materialien zur Grippeimpfung sowie Broschüren und Poster für die
jeweiligen Risikogruppen, verfügbar in mehreren Sprachen. Das medizinische
Personal stellt eine wichtige Zielgruppe der Impfung dar und ist darüber
hinaus die wichtigste Informationsquelle für Menschen, die sich impfen
lassen wollen. Zur Unterstützung der impfenden Ärzteschaft hat das Robert
Koch-Institut ein neues Faktenblatt zur Influenza-Impfung veröffentlicht.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung-Informationen zum Thema
Grippeschutz:
<www.impfen-info.de/grippeimpfung/>

Informationen zu „Sicherheit und Wirksamkeit der Grippeimpfung“ und zu
„Fragen und Antworten zur Grippeimpfung“:
<www.impfen-info.de/grippeimpfung/fragen-und-antworten/>

Erregersteckbrief Influenza:
<www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/grippe-influenza/>

Neue Motive „Wir kommen der Grippe zuvor”:
<www.bzga.de/presse/pressemotive/impfaufklaerung-und-hygiene/>

Informationen des RKI und der STIKO zum Thema Influenza:
•Bericht zur Epidemiologie der Influenza in Deutschland Saison 2018/19
(RKI):
https://influenza.rki.de/Saisonbericht.aspx
•Faktenblatt zur Influenza-Impfung:
<www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/Faktenblaetter/Faktenblaetter_Tab.html>
•Aktuelle Stellungnahme der Ständigen Impfkommission zur Influenza-Impfung
in Anbetracht der COVID-19-Pandemie:
https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/6901/32-33_2020_DOI_STIKO.pdf?sequence=4&isAllowed=y

Bestellung der kostenfreien BZgA-Informationsmaterialien:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 50819 Köln
E-Mail: <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.>
Fax: 0221/8992257
<www.bzga.de/infomaterialien/>

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