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Gesundheit und Lebensfreude

Der Zusammenhang zwischen Gesundheit und Lebensfreude

Gesundheit und Lebensfreude
Gesundheit und Lebensfreude Symbolbild

Der persönliche Gesundheitszustand setzt sich aus mehreren Aspekten zusammen. Das hat zur Folge, dass auch unterschiedliche Faktoren diesen beeinflussen. Gleiches gilt für die Lebensfreude und das Wohlbefinden. Heutzutage wird deutlich, dass es einen klaren Zusammenhang zwischen der Gesundheit und der Lebensfreude gibt. Körperliche oder psychische Beschwerden wirken sich auf das Gemüt aus. Häufig führen Krankheitssymptome zu einem allgemeinen Unbehagen sowie einer Abgeschlagenheit. Viele Aufgaben fallen vermehrt schwer. Deutlich zu erkennen ist das im Alltag sowie im Berufsleben. Leidet die Gesundheit, fehlt es zwangsläufig an Kraft und Energie. Doch woran lässt sich ein Zusammenhang festmachen? Der folgende Artikel enthält wertvolle Informationen und gibt Tipps zu einem gesünderen Leben. 

Welche Folgen hat ein schlechter Gesundheitszustand?


Wer schon einmal unter Erkältungssymptomen litt, kennt die allgemeine Abgeschlagenheit. Schmerzen und körperliche Beschwerden wirken lähmend. Selbst leichte Arbeiten kann man kaum noch verrichten. Alles gleicht einem großen Kraftakt und zerrt an den Energiereserven. Das gilt für temporäre als auch für chronische Erkrankungen wie dem Diabetes Mellitus. Liegt keine Krankheit oder Infektion vor, können dennoch Problematiken und Symptome auftreten. 

Besonders deutlich wird dies bei Gelenk- und Muskelbeschwerden. Immer häufiger leiden Menschen unter Verspannungen. Diese sind oftmals mit Schmerzen und einer gewissen Eingeschränktheit verbunden. Meist sind es Blockaden, die diese Beschwerden hervorrufen. Stundenlanges Sitzen oder Stehen sowie Fehlhaltungen können diese Problematiken auslösen. Des Weiteren kann das falsche Bewegen oder ruckartige Bewegungen die Ursache sein. Besteht eine Blockade, sollte man diese schnellstmöglich behandeln. Professionelle Unterstützung erhält man unter anderem auf osteopathieinduesseldorf.de. Das geschulte Personal erkennt rasch, wo sich die Blockade befindet und löst diese mit wenigen Handgriffen. Der betroffene Bereich ist dann wieder beweglich und wird mit ausreichend Sauerstoff sowie Blut versorgt. Eine osteopathische Behandlung kann man bei Akutfällen sowie als vorbeugende Maßnahme nutzen. Man trägt dazu bei, dass Blockaden erst gar nicht entstehen. 

Wodurch wird die Lebensfreude bestimmt?


Zwischen der eigenen Gesundheit und der persönlichen Lebensfreude besteht ein eindeutiger Zusammenhang. Rheumatische Erkrankungen zum Beispiel sind mit Schmerzen und Einschränkungen verbunden. Diese Beschwerden sind im Alltag deutlich zu spüren. Großartig aktiv sein möchten dann die wenigsten Menschen. Überdies kann das Selbstbewusstsein schwinden, etwa, wenn die Hände von Rheuma betroffen sind. Eine rheumatische Erkrankung in den Händen führt oft dazu, dass die Finger anschwellen, leichte Verfärbungen aufweisen und schmerzen. Einfache Bewegungen oder das Tragen von Ringen sind nicht mehr möglich. Zudem sind diese Veränderungen für andere Menschen sichtbar. Betroffene versuchen häufig ihre Hände zu verstecken, was natürlich einschränkt und mit Stress verbunden ist. 

Vielen Erkrankungen oder Hautproblemen und Hautunreinheiten kann man jedoch entgegenwirken. Von großer Bedeutung ist der persönliche Lebensstil sowie die Ernährung. Eine unausgewogene Ernährungsform begünstigt einen Mangel an Vitaminen, Spurenelementen sowie Mineralstoffen. Folglich treten vermehrt Mangelerscheinungen auf. Der übermäßige Konsum von ungesunden Lebensmitteln wie Süßigkeiten oder Fast-Food schadet der Gesundheit, genauso wie der Konsum von Nikotin oder Alkohol. Ziel sollte es daher sein, regelmäßig gesunde Nahrungsmittel in den Speiseplan einzubauen. Der Körper wird mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt und verfügt über mehr Energie. Diese Energie wirkt sich wiederum positiv auf das Immunsystem und die Lebensfreude auf. Krankheitserreger stellen ein kleineres Risiko dar und bei alltäglichen Aufgaben steht mehr Energie zur Verfügung. 

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Was bei Delir im Körper passiert: Neueste Forschungsergebnisse und deren Auswirkungen

Einer von vier älteren Menschen im Krankenhaus leidet am Delirium, kurz
Delir – einem Syndrom, das sich zum Beispiel durch kognitive Defizite,
Schläfrigkeit, Unruhe, Wahnvorstellungen oder Stress äußert. Ein höheres
Sterberisiko, längere Klinikaufenthalte oder ein höheres Risiko für eine
spätere Demenz können Folgen sein. Wie die Auslöser von Delir, die meist
außerhalb des Gehirns liegen, auch zu Veränderungen im Gehirn führen und
mit Demenz in Verbindung stehen können, wurde erst in den vergangenen zehn
Jahren intensiver erforscht. Professor Alasdair MacLullich, Geriater an
der University of Edinburgh, hat dazu einen wichtigen Beitrag mit seiner
Arbeit geleistet.

Einen Überblick über die neuesten Forschungsfortschritte und mögliche
Resultate für die klinische Versorgung gibt er in seinem Keynote-Vortrag
beim Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie, der vom 14.
bis 16. September in Frankfurt am Main stattfindet.

„Die Behandlung des Delirs konzentriert sich auf die rasche Erkennung und
Behandlung der Auslöser und die Bewältigung von Symptomen wie Stress“,
erklärt Professor MacLullich. Zu diesen Auslösern zählen zum Beispiel
Pneumonien und Harnwegsinfektionen, chirurgische Belastungen oder auch
Nebenwirkungen von Medikamenten. Seit Kurzem erst liefern Studien
Erkenntnisse darüber, wie diese Auslöser im Gehirn wirken, wo das Syndrom
letztendlich hervorgerufen wird. „Diese Studien haben zum Beispiel
Veränderungen des Entzündungsniveaus im Gehirn, Beeinträchtigungen des
Energiestoffwechsels und auch Indikatoren für eine aktive Hirnschädigung
zum Zeitpunkt des Deliriums gezeigt“, so MacLullich. In seiner mit
Spannung erwarteten Keynote stellt der Experte dar, wie sich diese neuen
Erkenntnisse auf das Verständnis der Pathophysiologie des Delirs auswirken
– und damit auf die jetzige und künftige klinische Versorgung
einschließlich potenziell neuer Medikamente.

Zur Person:

Professor Alasdair MacLullich ist seit 2009 Abteilungsleiter der
Geriatrischen Medizin an der University of Edinburgh. Er ist
Gründungsmitglied der European Delirium Association (2006), die weltweit
erste internationale Organisation, die sich der Deliriumforschung und
-praxis widmete, sowie Gründungsmitglied der Scottish Delirium
Asscociation (2011). Aktuell ist Alasdair MacLullich unter anderem
Mitglied im Forschungs- und Entwicklungsausschuss der British Geriatrics
Society und stellvertretender Gründungsherausgeber der Zeitschriften
Delirium und Delirium Communications – die weltweit ersten Zeitschriften,
die sich mit dem Thema Delirium befassen. Zudem ist er Vorsitzender des
Scottish Hip Fracture Audit der schottischen Regierung, Mitglied im
Exekutivausschuss des Globalen Netzwerks für Fragilitätsfrakturen sowie
Klinischer Leiter der Small Business Research Initiative für Hüftfrakturen
des National-Health-Service Lothian, der Region rund um die schottische
Hauptstadt Edinburgh.

Termin:

Prof. Alasdair MacLullich
Keynote-Lecture: „The pathophysiology of delirium: a clinical perspective”
Geriatrie-Kongress
Hörsaal 2, Campus Westend, Goethe-Universität Frankfurt am Main
Freitag, 15. September 2023
10 bis 10.45 Uhr

Hinweis für Journalistinnen und Journalisten:

Sie möchten gerne persönlich mit Professor Alasdair MacLullich oder
anderen renommierten Experten der Altersmedizin sprechen? Dann
akkreditieren Sie sich schon jetzt für den Geriatrie-Kongress in Frankfurt
am Main. Wir unterstützen Sie auch bei der Organisation von Interviews vor
Ort. Senden Sie einfach eine E-Mail samt Presseausweis oder
Redaktionsbestätigung an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Arten der Pressemitteilung:
Forschungs- / Wissenstransfer
Wissenschaftliche Tagungen

Sachgebiete:
Ernährung / Gesundheit / Pflege
Gesellschaft
Medizin

Weitere Informationen finden Sie unter
https://www.dggeriatrie.de/presse/pressemeldungen/2062-pm-was-bei-delir-im-koerper-passiert-neueste-forschungsergebnisse-und-deren-auswirkungen

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Hepatozelluläres Karzinom und biliäre Karzinome: aktualisierte Leitlinienempfehlungen

Das Leitlinienprogramm Onkologie hat die S3-Leitlinie zum Hepatozellulären
Karzinom (HCC) und zu biliären Karzinomen aktualisiert. Neue Empfehlungen
gibt es zur bildgebenden Diagnostik, Strahlen- und Systemtherapie. Mit der
S3-Leitlinie soll für Patientinnen und Patienten eine angemessene und
evidenzbasierte Gesundheitsversorgung sichergestellt werden. Die Leitlinie
entstand unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für
Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und
unter Mitwirkung von 36 Fachgesellschaften und Organisationen.

HCC: diagnostische Abklärung und Therapie
Das HCC wird auch als Leberzellkarzinom bezeichnet. Es gehört mit etwa
9.500 Neuerkrankungen pro Jahr zu den seltenen Krebserkrankungen. Zu den
wichtigsten Risikofaktoren gehören die Leberzirrhose und eine chronische
Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus. Die Prognose ist mit etwa 8.000
Todesfällen ungünstig und hängt stark vom Diagnosezeitpunkt ab.

Die aktualisierte S3-Leitlinie enthält unter anderem neue Empfehlungen zur
Diagnose von Leberkrebs: So soll zur diagnostischen Abklärung neben dem
MRT auch die Kontrastmittelsonographie (CEUS) herangezogen werden können.
„Daten aus den neueren prospektiven Studien zeigen eine hohe diagnostische
Genauigkeit der CEUS. Die lokale Ausbreitungsdiagnostik – also die
Abklärung, ob der Krebs bereits gestreut hat – soll dennoch mittels MRT
stattfinden“, so Prof. Nisar Malek, Medizinische Klinik
Universitätsklinikum Tübingen. Zusammen mit Prof. Michael Bitzer und Dr.
Sabrina Groß sowie Prof. Peter Galle, Universitätsmedizin der Johannes
Gutenberg-Universität Mainz, ist er Koordinator der S3-Leitlinie. Im
Rahmen des Leitlinienupdates erfolgte zudem eine systematische Recherche
zur Strahlen- und Systemtherapie beim HCC, mit daraus resultierenden
aktualisierten evidenzbasierten Empfehlungen, unter anderem für eine neue
Kombinationstherapie im Bereich der Systemtherapie.

Biliäre Karzinome: Erst- und Zweitlinientherapie
Zu biliären Karzinomen (auch Cholangiokarzinome, CCA) zählen
Gallenblasenkarzinome und Tumoren der Gallenwege. In Deutschland gibt es
etwa 7.000 Neuerkrankungen pro Jahr – damit zählen sie zu den seltenen
Tumoren. Die Prognose ist meist ungünstig: Die relative 5-Jahres-
Überlebensrate liegt bei fünf bis 15 Prozent. Aktuell bietet die komplette
chirurgische Resektion den einzigen kurativen Therapieansatz. Nach der
Operation sollte unterstützend eine Systemtherapie zum Einsatz kommen.
„Die Empfehlung zur Erstlinientherapie wurde nun um eine Kombination mit
Durvalumab erweitert“, so Malek. „Für die Zweitlinientherapie stehen auf
der Grundlage von molekularen Veränderungen mehrere Therapieoptionen zur
Verfügung. Auch hierfür gibt die Leitlinie aktualisierte Empfehlungen“.

Die S3-Leitlinie zum Hepatozellulären Karzinom (HCC) und zu biliären
Karzinomen ist auf dieser Webseite abrufbar: https://www
.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/hcc-und-biliaere-karzinome

Zudem sind die Inhalte in der kostenfreien Leitlinien-App integriert.
Weitere Informationen unter: https://www.leitlinienprogramm-
onkologie.de/app/

Das Leitlinienprogramm Onkologie (OL)
Leitlinien sind systematisch entwickelte Entscheidungshilfen für
Leistungserbringer und Patient*innen zur angemessenen Vorgehensweise bei
speziellen Gesundheitsproblemen. Sie stellen ein wesentliches Instrument
zur Förderung von Qualität und Transparenz medizinischer Versorgung dar.
Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen
Fachgesellschaften (AWMF), die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. und die
Deutsche Krebshilfe haben sich mit dem im Februar 2008 gestarteten
Leitlinienprogramm Onkologie das Ziel gesetzt, gemeinsam die Entwicklung
und Fortschreibung sowie den Einsatz wissenschaftlich begründeter und
praktikabler Leitlinien in der Onkologie zu fördern und zu unterstützen.
Mittlerweile umfasst das Leitlinienprogramm 33 S3-Leitlinien, die zu einem
großen Teil auch als laienverständliche Patientenleitlinien vorliegen.
Mehr unter: https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/home

Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und
Stoffwechselkrankheiten (DGVS) e.V.
Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und
Stoffwechselkrankheiten wurde 1913 als wissenschaftliche Fachgesellschaft
zur Erforschung der Verdauungsorgane gegründet. Heute vereint sie mehr
fast 7000 in Klinik und Forschung tätige Ärztinnen und Ärzte unter einem
Dach. Die DGVS fördert sehr erfolgreich wissenschaftliche Projekte und
Studien, veranstaltet Kongresse und Fortbildungen und unterstützt aktiv
den wissenschaftlichen Nachwuchs. Ein besonderes Anliegen ist der DGVS die
Entwicklung von Standards und Behandlungsleitlinien für die Diagnostik und
Therapie von Erkrankungen der Verdauungsorgane – zum Wohle der
Patientinnen und Patienten. https://www.dgvs.de/

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Immunologie bei Kindern mit Rheuma: Weg von der reinen Symptombehandlung, hin zur personalisierten Medizin

Rheumatische Erkrankungen treten nicht - wie oft angenommen - nur bei
Erwachsenen, sondern auch bei Kindern und Jugendlichen auf. Auch bei ihnen
greifen Zellen des Immunsystems fälschlicherweise körpereigenes Gewebe wie
Gelenke, Knochen, Bindegewebe, Gefäße oder innere Organe an. Das
Verständnis von Ursachen für Rheuma, auch möglicher zugrundeliegender
seltener Immundefekte, kann dabei helfen, durch "maßgeschneiderte"
Immunmodulationen, betroffenen Kindern die Chance auf ein beschwerdefreies
Leben zu bieten. Die Rolle von Immundefekten bei der Entstehung
rheumatischer Erkrankungen erläuterten Expert:innen bei der
Pressekonferenz anlässlich des Dt. Rheumatologiekongresses in Leipzig.

"Unter Immundefizienz wird eine Gruppe von verschiedenen angeborenen,
seltenen Krankheitsbildern verstanden, die meist aufgrund von Mutationen
einzelner Gene entstehen. Diese Krankheitsbilder werden in der Fachwelt
unter dem Namen „inborn errors of immunity (IEI)“ zusammengefasst ",
erklärt Dr. med. Maria Fasshauer, Oberärztin am Zentrum für Kinder- und
Jugendrheumatologie, Klinikum St. Georg Leipzig und Kongresspräsidentin
der GKJR. Immundefizienz kann nahezu alle Komponenten des Immunsystems
betreffen. Inzwischen sind fast 500 primäre Immundefekterkrankungen
bekannt. Weil diese Erkrankungen oft nur durch ein einziges defektes Gen
vererbt werden, könnten sie, so die Expertin, als „Experiment der Natur“
verstanden werden. Sie geben der Forschung Einblicke in immunologische
Signalwege und geben so in ein besseres Verständnis der Mechanismen des
Immunsystems.

Die meisten immunologischen Störungen bei Kindern zeichnen sich durch eine
übermäßig hohe Infektionsanfälligkeit aus. "Viele IEI gehen aber auch -
scheinbar paradoxerweise - mit Immundysregulation wie Autoimmunität oder
Autoinflammation, durch das eigene Immunsystem scheinbar grundlos
ausgelöste Entzündungen, einher. Sie können sogar Erstsymptom oder
Hauptmerkmal der IEI sein", erläutert Fasshauer.

In den letzten zehn Jahren wurde durch moderne genetische
Sequenzierungsmethoden eine zunehmende Anzahl an IEI identifiziert, die
sich auch in Form rheumatischer Erkrankungen manifestieren können. "Trotz
ihrer Seltenheit ermöglicht das Verständnis dieser angeborenen Störungen
im Immunsystem Ein-blicke in die Mechanismen der Immunregulation, die auch
bezüglich der Entstehung von Rheuma von Relevanz sind", sagt Dr.
Fasshauer. Entscheidend sei daher, insbesondere bei jungen Patient:innen
zu prüfen, ob zugrundeliegende Immundefekte erkennbar sind. Ist dies der
Fall, kann durch maßgeschneiderte Immunmodulation, zum Beispiel mit
bestimmten Biologika oder sogenannten "small molecule inhibitors", ganz
gezielt in den fehlerhaften Mechanismen dieser Krankheitsbilder
eingegriffen werden. Rheumatische Symptome, wie Entzündun-gen, können so
zum Teil ganz gezielt unterdrückt werden.

Das Verständnis der Verbindung von Immunologie und Rheumatologie
ermöglicht gezielte therapeutische Ansätze nicht nur in Bezug auf seltenen
Immundefekterkrankungen, sondern auch die häufiger vorkommenden,
multifaktoriellen, rheumatischen Erkrankungen. "Die Immunologie nimmt
einen immer größeren Raum in unserem Fach ein. Zurecht, denn sie hilft
uns, zu verstehen, welche Ursachen rheumatische Erkrankungen haben können.
In der Kinder- und Jugendrheumatologie begegnen wir besonders häufig
Immundefekten, da diese zumeist angeboren sind und sich daher früh im
Leben eines Menschen zeigen können", sagt Professor Dr. med. Baerwald,
Kongresspräsident der DGRh aus Leipzig. Umso wichtiger sei es,
ausreichende Versorgungsstrukturen auch für junge Patient:innen zu
schaffen.

Den Videomitschnitt der Pressekonferenz können Sie hier ansehen:
https://attendee.gotowebinar.com/recording/116349654469492056

Quellen:

1 Bousfiha  A. et al. The 2022 Update of IUIS Phenotypical Classification
for Human Inborn Errors of Immunity. J Clin Immunol. 2022;
42(7):1508-1520. doi: 10.1007/s10875-022-01352-z.

2 Abraham RS, Butte MJ. The new "wholly trinity" in the diagnosis and
management of inborn er-rors of immunity. J Allergy Clin Immunol Pract.
2021;9(2):613–625. doi: 10.1016/j.jaip.2020.11.044.

3 Thalhammer J. et al. Initial presenting manifestations in 16,486
patients with inborn errors of immunity include infections and
noninfectious manifestations. J Allergy Clin Immunol. 2021;
148(5):1332-1341.e5. doi: 10.1016/j.jaci.2021.04.015.

4 Farmand S. et al. AWMF Leitlinie: Diagnostik von primären Immundefekten;
http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/112-001.html

5 Berner J. et al. Phosphomevalonate kinase deficiency expands the genetic
spectrum of systemic autoinflammatory diseases. J Allergy Clin Immunol.
2023; S0091-6749(23)00809-6. doi: 10.1016/j.jaci.2023.06.013.

6 Perez E. Future of Therapy for Inborn Errors of Immunity. Clin Rev
Allergy Immunol. 2022; 63(1): 75–89. doi: 10.1007/s12016-021-08916-8

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