Umweltfreundlichkeit ist ein Thema, das uns alle betreffen sollte. Und auch wenn viele meinen, wir als Privatpersonen können wenig ausrichten, sind wir trotzdem potenzielle Kunden, die eben einen großen Unterschied machen können. Alleine die Unterstützung umweltfreundlicher Unternehmen macht viel aus und hilft dabei, das Geld an der richtigen Stelle einzusetzen. Daher schauen wir uns verschiedene Aspekte des alltäglichen Lebens an und zeigen Ihnen, wo Sie nachhaltig agieren können.
Küche
Herkunft von Lebensmitteln: Haben Sie immer ein Auge darauf, woher Ihre Zutaten stammen und wie diese bis nach Deutschland gelangen. Regionale Produkte sind oft die bessere Lösung.
Eigenanbau: Ob Balkon-Beet oder eigener Garten, investieren Sie in eine nachhaltige Alternative für Ihre Küche und bauen Sie selbst Kräuter oder Gemüse an.
Reste verwerten: Schmeißen Sie nichts weg, was Sie nicht doch nicht verarbeiten können. Suchen Sie nach neuen Rezepten, um übrige Lebensmittel miteinander zu kombinieren.
Leitungswasser: Vermeiden Sie den Kauf von Plastikflaschen und schenken Sie lieber auf Leitungswasser um.
Weniger tierische Produkte: Sie müssen nicht gleich vegetarisch oder vegan leben, aber ein Verzicht ist ein guter Schritt in die richtige Richtung.
Selbst kochen: Allgemein ist es besser, lieber selbst zu kochen, anstatt immer nur zu bestellen oder im Restaurant zu essen. Es ist zudem auch billiger.
Badezimmer
Duschen: Baden kann sehr entspannt sein, verbraucht aber deutlich mehr Wasser. Duschen Sie also lieber regelmäßig.
Bambus: Zahnbürsten aus Plastik sind leider immer noch weit verbreitet, aber einige Hersteller setzen mittlerweile auf Modelle aus nachhaltigem Bambus.
Seife: Es zeigt sich eindeutig, dass Kernseife umweltfreundlicher als herkömmliches Duschgel ist.
Einkaufen
Jutebeutel: Sie sollten eigene Baumwolltaschen bedrucken lassen und diese zum Einkaufen nutzen, statt Plastikbeutel zu verwenden.
Bargeldlos: Zwar nur ein kleiner Teil, aber bargeldloses Bezahlen wird auch in den nächsten Jahren deutlich prominenter sein.
Zertifikate und Siegel: Achten Sie bei Produkten nicht nur auf die Herkunft, sondern auch auf Gütesiegel und andere Hinweise einer nachhaltigen Herstellung.
Saisonal: Kaufen und kochen Sie nicht nur regional, sondern auch abhängig von Jahreszeiten. Das ist sowohl günstiger als auch geschmacklich besser.
Kleidung: Hier ist ein Besuch im Second-Hand-Land eine gute Option, um alter Kleidung neues Leben einzuhauchen. Andererseits sollten Sie auf qualitativ hochwertige und langlebige Klamotten setzen, die Sie über Jahre tragen können.
Elektronik
Kein Standby: Schalten Sie nicht verwendete Geräte immer ganz aus, um Strom zu sparen.
Stecker raus: Und zur Not sollten Sie auch immer den Stecker ziehen, nicht nur zum Stromsparen, sondern auch für eine niedrigere Brandgefahr.
Ökostrom: Selbsterklärend sollte die Nutzung von Ökostrom sein, egal ob mit einer eigenen Photovoltaikanlage oder vom Stromanbieter.
Wiederverkauf: Schmeißen Sie nicht einfach alte Handys weg, sondern verkaufen Sie sie lieber. Wenn sie nicht mehr funktionieren, ist eine gerechte Entsorgung auf dem Recyclinghof nötig.
Reisen
Öffis: Das Auto ist flexibel, aber manchmal tun es Bus und Bahn genauso gut.
Aufs Fliegen verzichten: Wenn möglich, ist die Bahn immer die bessere Alternative, vor allem beim Umweltschutz.
Zuhause bleiben: Ein Urlaub in Deutschland oder den Nachbarländern reduziert Ihren CO₂-Abdruck immens.
Carsharing: Eine neue Form, das eigene Auto effizienter zu nutzen und sich in die Kosten einzuteilen.
Luzerner Sinfonieorchester Residenzorchester des KKL Luzern
Charles Dutoit Leitung
Yunchan Lim Solist am Piano
Besetzung und Programm >Luzerner Sinfonieorchester Charles Dutoit Leitung Yunchan Lim Solist am Klavier Igor Strawinsky (1882 ‒ 1971) «Jeux de cartes» Frédéric Chopin (1810 ‒ 1849) Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 f-Moll op. 21 Wolfgang Amadeus Mozart (1756 ‒ 1791) Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551 «Jupiter»
Das Konzert des Luzerner Sinfonieorchesters unter der Leitung von Charles Dutoit mit Solist Yunchan Lim am Klavier versprach eine fesselnde Reise durch die Meisterwerke von Igor Strawinsky, Frédéric Chopin und Wolfgang Amadeus Mozart. Diese außergewöhnliche Zusammenstellung von Werken beinhaltete ein musikalisches Feuerwerk, das die Zuhörer in seinen Bann zog und hielt was es versprach.
Strawinskis «Jeux de cartes»: Ein Spiel voller Dynamik
Dirigent Charles Dutoit
Das Konzert eröffnet mit Igor Strawinskis “Jeux de cartes”, einem Stück voller Dynamik und Raffinesse. Unter der Leitung von Charles Dutoit entfaltet das Luzerner Sinfonieorchester die vielschichtige Partitur mit beeindruckender Präzision und Energie. Die orchestrale Farbpalette wird lebendig dargestellt, während die komplexen Rhythmen und melodischen Linien das Publikum in den Bann ziehen.
Dutoit versteht es geschickt, den Joker in diesem musikalischen Strawinski Poker im richtigen Moment auszuspielen und das gut aufgelegte Residenzorchester des KKL Luzern folgt ihm, was das Publikum mit reichlich Applaus zu würdigen weiss.
Chopins Klavierkonzert Nr. 2: Virtuosität und Leidenschaft
Solist am Piano Yunchan Lim
Nach einer mitreißenden Interpretation von Strawinskis Werk wird der Konzertflügel in die Bühnenmitte gerollt und der junge Koreaner Yunchan Lim, (*2004) betritt die Bühne als Solist am Klavier für Chopins Konzert Nr. 2 in f-Moll. Das Verständnis des koreanischen Pianisten für das Werk und die schmachtende Seele Chopins ist weitreichend. Frédéric Chopin selbst war achtzehn Jahre alt bei der Vollendung seines zweiten Klavierkonzertes, lässt aber den Solisten in diesem Werk erst nach fast drei Minuten ins Geschehen eingreifen. Dann aber überzeugt Lim mit seiner pianistischen Brillanz und tiefer musikalischen Sensibilität. Unter der Leitung von Dutoit entfaltet sich Chopins meisterhaftes Werk in all seiner Virtuosität und Leidenschaft. Der koreanische Jungstar meistert die anspruchsvollen Passagen mit Leichtigkeit und bringt gleichzeitig eine bemerkenswerte Ausdruckskraft und Emotion in seine Darbietung ein.
Yunchan Lim Solist am Klavier
Vielleicht sind die beiden Klavierkonzerte des gebürtigen Polen nicht so spektakulär und bombastisch wie jene von Rachmaninov, Tschaikowsky oder Prokofjev, aber auch da perlen die Läufe des Klaviers auf und ab und umspielen eingängige Melodien, doch hier – im Gegensatz zu seiner unterhaltenden Salonmusik – mit unglaublichem musikalischem Tiefgang! Wunderschön auch das Wechselspiel zwischen Klavier und Orchester … einfach meisterhaft! Das Luzerner Sinfonieorchester, unter dem unaufgeregten, dennoch engagierten Dirigat des 88jährigen, in Kanada lebenden gebürtigen Lausanner Altmeisters Charles Dutoit, legte den subtilen und doch dichten Klangteppich, auf dem sich Solist Lunchen Lim souverän beweisen konnte. Das Auditorium belohnte die Ausführenden mit langanhaltendem, stürmischem Applaus, für den sich der Pianist mit einer kurzen Zugabe erkenntlich zeigte.
Mozarts Sinfonie Nr. 41 «Jupiter»: Majestätische Klänge
Charles Dutoit Leitung
Den Namen „Jupiter“-Sinfonie verpasste der deutsch-britische Konzertimpresario Johann Peter Salomon dem Werk, wegen seines festlichen Charakters, der nach allen Seiten hin offenen Grundtonart C-Dur und wohl auch wegen der atemberaubenden Konstruktion des Finales. Nach der Pause präsentiert das Luzerner Sinfonieorchester Mozarts majestätische Sinfonie Nr. 41 in C-Dur, auch bekannt als “Jupiter”. Unter der einfühlsamen Leitung von Charles Dutoit entfaltet sich Mozarts musikalisches Genie in all seiner Pracht. Das Orchester verleiht den klanglichen Strukturen eine beeindruckende Ausdruckskraft, während die melodischen Linien mit Leichtigkeit und Eleganz dargeboten werden. Die dynamische Bandbreite des Stückes wird meisterhaft gemeistert, von subtilen, lyrischen Passagen bis hin zu kraftvollen Tutti-Abschnitten. Im Finale der „Jupiter“-Sinfonie gelingt Mozart scheinbar mühelos die Synthese aus Altem und Neuem, aus Strenge und übersprudelnder Vitalität. Das macht den krönenden Schlusssatz zum Geniestreich. Das Publikum honorierte die Protagonist*innen mit einem langanhaltenden Applaus. Für die eindrückliche Gesamtleistung durften die einzelnen Register auch noch verdiente Sonderapplause einheimsen.
Eine harmonische Verbindung zwischen Solist, Orchester und Dirigent
Was dieses Konzert besonders machte, war die harmonische Verbindung zwischen Solist, Orchester und Dirigent. Unter der einfühlsamen Leitung von Charles Dutoit entfaltete sich ein musikalischer Dialog zwischen Solist und Orchester, der das Publikum in seinen Bann zog. Die musikalische Sensibilität und das Zusammenspiel zwischen den Ausführenden sind von Anfang bis Ende spürbar und trugen zur unvergleichlichen Atmosphäre dieses Konzertes bei.
Das Konzept von Intendant Numa Bischof Ullmann, das Zusammenspiel aufstrebender Talente mit «gestandenen» Musikergrössen (wie in diesem Fall mit Yunchan Lim und Charles Dutoit) zu fördern, geht auf und wird von einem treuen Stammpublikum mit regem Aufmarsch entsprechend honoriert.
Pianist Yunchan Lim und das Luzerner Sinfonieorchester spielen unter der Leitung von Dirigent Charles Dutoit am Mittwoch, 15. Mai 2024 im Konzertsaal des KKL Luzern. (Luzerner Sinfonieorchester/Philipp Schmidli)
Charles Dutoit Dirigent
Solist am Piano Yunchan Lim
Pianist Yunchan Lim und das Luzerner Sinfonieorchester spielen unter der Leitung von Dirigent Charles Dutoit am Mittwoch, 15. Mai 2024 im Konzertsaal des KKL Luzern. (Luzerner Sinfonieorchester/Philipp Schmidli)
Yunchan Lim Solist am Klavier Foto (Luzerner Sinfonieorchester/Philipp Schmidli)
Produktionsteam und Besetzung Musikalische Leitung und Cembalo –Jörg Halubek Regie –Markus Dietz Bühne –Ines Nadler Kostüme und Video –Mayke Hegger Video –Rebecca Stofer Licht –David Hedinger-Wohnlich Choreografie –Phoebe Jewitt Dramaturgie –Johanna Mangold Musikalische Assistenz und Cembalo –Giulio de Nardo Giustino –Marcela Rahal Arianna –Eyrún Unnarsdóttir Anastasio –Marta Herman Leocasta –Tania Lorenzo Castro Amanzio –Solenn’ Lavanant Linke Vitaliano –Younggi Moses Do</ Andronico –Josy Santos Luzerner Sinfonieorchester
‘Giustino’ (auch ‘Il Giustino’) ist die im 1724 in Rom uraufgeführte Oper des venezianischen Barock-Meisters Antonio Vivaldi. Eine neue Inszenierung dieser Oper, deren umjubelte Premiere am letzten 2. Mai war, ist am Luzerner Theater in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln noch bis zum 20. Juni zu sehen.
Ein kompliziertes Libretto mit einer etwas unklaren Geschichte
Giustino Szenenfoto von Ingo Hoehn
Antonio Maria Lucchini benutzte Nicolò Beregans Text für Giovanni Legrenzis 1683 in Venedig uraufgeführte Oper ‚Giustino’ und Pietro Pariatis Libretto zu Tomaso Albinonis 1711 in Bologna gespielte gleichnamige Oper. Vivaldis Dramma per musica in drei Aktenerzählt vom Bauern Giustino, dem die Göttin Fortuna Reichtum, Macht und Erfolg verspricht, von Giustinos Aufstieg an die Spitze des byzantinischen Heeres und, besonders, von der Eifersucht des Kaisers Anastasio, der den Bauern verdächtigt, seine Frau Arianna (und den Thron) zu begehren. Giustino gelingt es sogar Bären zu besiegen, die Schwester und die Ehefrau des Kaisers zu retten, und ein Meeresungeheuer zu töten……….
Vivaldis bestechende Musik
Giustino Szenenfoto von Ingo Hoehn
‚Giustino‘, so wie eine grosse Anzahl der von Vivaldi komponierten Opern, erlebte schon am Anfang des XX. Jahrhunderts eine erstaunliche Wiederentdeckung; man konnte dadurch das Schaffen des Venezianers neu interpretieren. Vivaldi war – und ist eigentlich – als Komponist von Instrumentalmusik bekannt. Wer kennt seine ‚Quattro Stagioni’ (‘Die Vier Jahreszeiten’) nicht? Die viele bemerkenswerte Détails umfassende Partitur enthält nicht wenige Zitate aus früheren Vivaldis Werke, darunter auch, gerade als Fortuna erscheint, aus dem berühmten ‘Frühling’. Jörg Halubek leitet mit grossem Elan ein brillantes Luzerner Sinfonieorchester, das immer imstande ist, zusammen mit den Stimmen einen perfekten Klang zu bilden. Lobenswert Giulio de Nardo (Cembalo), Heiner Reich (Violoncello), Sam Chapman (Theorbe/Barockgitarre) und besonders die fantastische Franziska Fleischanderl mit ihrem Salterio (eine Art Kastenzither), die mit ihrem selten gespielten Instrument zum Beispiel bei der wunderschönen Arie “Ho nel petto un cor si forte” neben Vitaliano (Akt III) auf dem Laufsteg vor dem Orchestergraben sitzt und ihn solistisch begleitet.
Eine bemerkenswerte Besetzung
Giustino Szenenfoto von Ingo Hoehn
Alle Partien dieser Vivaldis Oper wurden ursprünglich von Kastraten gesungen, und heute oft von den besten Countertenören interpretiert. Das Luzerner Theater engagiert hingegen für diese Produktion sechs Frauen und einen Mann, alle grossartige Sänger. Tadellos interpretiert Marcela Rahel mit ihrem runden Mezzo und mit grossem Charisma die Titelrolle, während Eyrún Unnarsdóttir die Kaiserin Arianna gibt, ab und zu leider etwas zu laut. Solenn’ Lavanant Linke interpretiert die Rolle des tückischen Amanzio und ist einfach unübertroffen, was ihre sängerische und schauspielernde Bühnenpräsenz angeht. Mit Charisma und perfekt geführtem Mezzo singt Marta Herman den Kaiser Anastasio, und mit ihrem angenehmen Sopran und einer fantastischen Verve begeistert Tania Lorenzo Castro das Publikum als Leocasta. Last but not least der einzige Mann des Abends, der junge koreanische Tenor Younggi Moses Do als Vitaliano, der zusammen mit Josy Santos als Andronico fast bis zum Schluss intrigiert.
Eine hochinteressante Inszenierung
Giustino Szenenfoto von Ingo Hoehn
Dem Regisseur Markus Dietz gelingt es die mit Intrigen, Rache, Machtgier, Kriegen, aber auch mit Tapferkeit, Liebe, Erotik und Fantasie volle und nicht unbedingt logische Geschichte mühelos zu erzählen; nicht zuletzt auch dank der modernen Bilder der Video-Einblendungen von Rebecca Stofer und Mayke Hegger. Dietz tut alles mit Métier aber auch mit enormer Sensibilität, so dass das Publikum während fast drei Stunden (1 Pause) die komplizierte Handlung verstehen kann. Dazu ermöglichen Ines Nadlers Bühne und Ivo Schniders Light Design einen schnellen und plausiblen Szenenwechsel. Sehenswert und adequat sind auch die Kostüme von Mayke Hegger. Die Choreographien von Phoebe Jewitt sind hingegen ein wenig banal, aber man darf der ganzen extra für diese Produktion zusammengestellten Statisterie (Akteure aus der Stadt Luzern und Umgebung) trotzdem ein Bravissimo ausdrücken.
Sheku Kanneh-Mason Violoncello und Isata Kanneh-Mason Klavier Foto Decca
Konzertfoto von Vanessa Bösch
Ausführende und Programm: Sheku Kanneh-Mason Violoncello Isata Kanneh-Mason Klavier F. Mendelssohn-Bartholdy Cellosonate Nr.1 B-Dur op. 45 L.v. Beethoven Cellosonate Nr.5 D-Dur op. 102 Nr. 2 G. Fauré Cellosonate Nr. 1 d-Moll op. 109 F. Chopin Cellosonate g-Moll op. 65
Felix Mendelssohn-Bartholdy Cellosonate Nr.1 B-Dur op. 45
Die Cellosonate Nr. 1 in B-Dur op. 45 von Felix Mendelssohn ist ein herausragendes Werk der romantischen Musik des 19. Jahrhunderts. Mit einer Spieldauer von etwa 25 Minuten entführt das Stück die Zuhörer in eine Welt voller Emotionen und Virtuosität.
Erster Satz: Allegro vivace
Cellist Sheku Kanneh-Mason
Der erste Satz, Allegro vivace, eröffnet die Sonate mit einer lebhaften und energiegeladenen Melodie. Mendelssohn gelingt es meisterhaft, das Cello und das Klavier in einen Dialog zu versetzen, der von melodischen Höhepunkten und virtuosen Passagen geprägt ist.
Zweiter Satz: Andante
Im zweiten Satz, Andante, zeigt der deutsche Komponist seine lyrische Seite. Die sanften und melancholischen Klänge des Cellos werden vom Klavier einfühlsam begleitet. Die Musik entfaltet eine tiefe emotionale Wirkung, die den Zuhörer in ihren Bann zieht.
Dritter Satz: Allegro assai
Isata Kanneh-Mason am Piano
Der dritte Satz, Allegro assai, bildet den krönenden Abschluss der Sonate. Mit seiner schnellen und lebendigen Musik fordert diese Komposition die Musiker zu höchster Präzision und Virtuosität heraus. Der Satz endet mit einem fulminanten Finale, das das Publikum beeindruckt und begeistert applaudieren lässt.
Fazit: Ein Meisterwerk der Kammermusik
Felix Mendelssohns Cellosonate Nr. 1 in B-Dur op. 45 ist zweifellos ein Meisterwerk der Kammermusik. Die perfekte Balance zwischen Cello und Klavier, die emotionalen Tiefen und die virtuosen Passagen machen dieses Stück zu einem Höhepunkt im Repertoire für Cellisten und Pianisten. Eine gelungene Mischung aus Romantik, Leidenschaft und technischer Brillanz – ein Genuss für jeden Musikliebhaber, dargeboten vom hochmotivierten englischen Geschwisterpaar.
Ludwig van Beethoven Cellosonate Nr.5 D-Dur op. 102 Nr. 2
Ludwig van Beethoven, einer der größten Komponisten aller Zeiten, hinterließ der Welt ein reiches Erbe an Musik, das auch seine Cellosonaten umfasst. Unter diesen Werken ragt die Cellosonate Nr. 5 D-Dur op. 102 Nr. 2 als ein Glanzstück der Kammermusik hervor. Hier ist eine tiefergehende Betrachtung dieses Meisterwerks:
Kraftvolle Eröffnung: Allegro con brio
Sheku Kanneh Mason FotoThomas Entzeroth
Die Sonate beginnt mit einer kraftvollen Eröffnung, die typisch für Beethovens energiegeladene Kompositionsweise ist. Das Allegro con brio zieht den Hörer sofort in seinen Bann mit seinem dynamischen Spiel zwischen Cello und Klavier. Beethovens markante melodische Linien und überraschenden harmonischen Wendungen verleihen diesem Satz eine unvergleichliche Dramatik.
Sanfte Lyrik: Adagio con molto sentimento d’affetto
Im zweiten Satz, dem Adagio con molto sentimento d’affetto, zeigt Beethoven eine ganz andere Facette seines Schaffens. Hier offenbart sich die zutiefst lyrische Seite des Komponisten. Die langsamen, schwellenden Phrasen des Cellos werden vom Klavier sanft begleitet, und gemeinsam erschaffen sie eine Atmosphäre von Intimität und Emotionalität, die den Hörer unweigerlich berührt.
Virtuosität und Lebendigkeit: Allegro
Der letzte Satz, ein lebhaftes Allegro, besticht durch seine Virtuosität und Lebendigkeit. Die Komposition entfesselt hier die volle expressive Kraft beider Instrumente und fordert von den Interpreten ein Höchstmaß an technischer Finesse und musikalischem Feingefühl. Die dynamischen Kontraste und das spielerische Zusammenspiel zwischen Cello und Klavier machen diesen Satz zu einem wahren Höhepunkt des Werks.
Fazit: Ein der grossen Klassiker der Kammermusik
In der Cellosonate Nr. 5 D-Dur op. 102 Nr. 2 zeigt Beethoven sein geniales Können als Komponist und sein tiefes Verständnis für die Möglichkeiten der beiden beteiligten Instrumente. Von der kraftvollen Eröffnung bis zum lebhaften Finale ist dieses Werk ein fesselndes und faszinierendes Meisterwerk der Kammermusik, das sowohl Interpreten als auch Zuhörer gleichermaßen begeistert.
Gabriel Fauré Cellosonate Nr. 1 d-Moll op. 109
Eine Ode an die Melancholie: Die Cellosonate Nr. 1 d-Moll op. 109 von Gabriel Fauré
Gabriel Faurés Cellosonate Nr. 1 ist ein Meisterwerk der französischen Kammermusik des frühen 20. Jahrhunderts. Mit ihrer tiefen Emotionalität und raffinierten Harmonik zieht sie den Hörer in ihren Bann und offenbart die lyrische Brillanz des Komponisten.
Ein Ausdruck von Tiefe und Melancholie: Allegro
Der erste Satz, Allegro, ist geprägt von einer tiefen Melancholie und introspektiven Stimmung. Fauré nutzt hier geschickt chromatische Harmonien und subtile rhythmische Variationen, um eine Atmosphäre der inneren Zerrissenheit zu erzeugen. Das Cello und das Klavier dialogisieren auf eine Weise, die den Zuhörer in ihren emotionalen Sog zieht und die tiefe Verbundenheit dieser beiden Kennah Mason Geschwister zeigt.
Eine Ode an die Romantik: Andante
Isata Kanneh Mason FotoThomas Entzeroth
Im zweiten Satz, Andante, entfaltet Fauré eine Ode an die Romantik. Sanfte, singende Melodien des Cellos werden von zarten Klavierbegleitungen unterstützt, die eine Atmosphäre der Intimität und Sehnsucht schaffen. Die Musik fließt in einem träumerischen Fluss, der den Hörer in eine Welt der Gefühle und Empfindungen entführt.
Ein Hauch von Leichtigkeit: Finale: Allegro comodo
Das Finale, Allegro comodo, bringt einen Hauch von Leichtigkeit in die Sonate. Fauré lockert die melancholische Stimmung des ersten Satzes auf und präsentiert stattdessen eine verspielte und lebendige Musik, die von unbeschwerten Melodien und rhythmischer Vitalität geprägt ist. Hier zeigt sich Faurés Meisterschaft in der Gestaltung von Kontrasten und der Schaffung von dynamischen Spannungsbögen.
Fazit: Ein Juwel der Kammermusik
Gabriel Faurés Cellosonate Nr. 1 d-Moll op. 109 ist zweifellos ein Juwel der Kammermusikliteratur. Mit ihrer tiefen Emotionalität, raffinierten Harmonik und subtilen Ausdruckskraft berührt sie das Herz des Zuhörers und hinterlässt einen unvergesslichen Eindruck. Diese Sonate ist ein Muss für Liebhaber anspruchsvoller und gefühlvoller Musik.
Fréderic Chopin Cellosonate g-Moll op. 65
Sheku Kanneh Mason FotoThomas Entzeroth
Frédéric Chopin, bekannt für seine brillanten Klavierkompositionen, schuf mit seiner Cellosonate, übrigens seine einzige, ein Werk von unvergleichlicher Schönheit und Emotionalität. Diese Sonate, obwohl weniger bekannt als seine Klaviermusik, ist ein Juwel der romantischen Kammermusik und verdient eine eingehende Betrachtung.
Ein dramatischer Beginn: Allegro moderato
Die Sonate beginnt mit einem Allegro moderato, das sofort die dramatische Intensität von Chopins Musik einfängt. Das Cello und das Klavier entfalten gemeinsam eine fesselnde Erzählung, die von leidenschaftlichen Melodien und kraftvollen Harmonien geprägt ist. Chopin zeigt hier sein geniales Gespür für Klangfarben und Ausdruck, während er zwischen lyrischen Passagen und kraftvollen Ausbrüchen wechselt.
Zärtliche Lyrik: Scherzo
Im Scherzo des zweiten Satzes offenbart sich Chopins zärtliche Lyrik. Die Musik nimmt eine spielerische und tänzerische Atmosphäre an, während das Cello und das Klavier miteinander in Dialog treten. Chopin verleiht dieser Musik eine Leichtigkeit und Eleganz, die, von den beiden Ausführenden perfekt interpretiert, den Hörer verzaubert und in eine Welt der Poesie und Träumerei entführt.
Tiefe Melancholie: Largo
Isata Kanneh Mason FotoThomas Entzeroth
Der dritte Satz, Largo, ist ein Höhepunkt der emotionalen Intensität in der Sonate. Chopin schafft hier eine Atmosphäre tiefer Melancholie und Sehnsucht, die den Zuhörer unmittelbar berührt. Die langen, schwellenden Phrasen des Cellos werden von einfühlsamen Klavierbegleitungen unterstützt, und gemeinsam erschaffen sie eine Aura der Tragik und des Schmerzes.
Ein triumphales Finale: Finale: Allegro
Das Finale, Allegro, bildet einen triumphalen Abschluss der Sonate. Chopin kehrt hier zu seiner charakteristischen Lebendigkeit und Virtuosität zurück, während das Cello und das Klavier in einem mitreißenden Finale miteinander verschmelzen. Die Musik strahlt eine Energie und Begeisterung aus, die den Hörer mitreißt und in ihren Bann zieht.
Fazit: Eine Perle der romantischen Kammermusik
Frédéric Chopins Cellosonate in g-Moll op. 65 ist zweifellos eine Perle der romantischen Kammermusik. Mit ihrer dramatischen Intensität, zärtlichen Lyrik und tiefen Emotionalität fesselt sie den Zuhörer von Anfang bis Ende. Diese Sonate ist ein unverzichtbares Werk für alle Liebhaber anspruchsvoller und bewegender Musik.
Das Auditorium honorierte die Darbietung der beiden britischen Künster*innen mit tosendem Applaus, der in eine verdiente stehende Ovation mündete, die das Duo in Form der Zugabe von Chopins »Valse triste» verdankte.