DEN: „Trotz positiver UBA-Prognose weiter für mehr Energieeffizienz kämpfen!“.Mit Vorbehalten nimmt das Deutsche Energieberater-Netzwerk DEN e.V. die jüngste Prognose des Umweltbundesamtes (UBA) zur Kenntnis, nach der Deutschland sein nationales Klimaziel bis 2030 erreichen kann. Ihnen zufolge hat die Bundesrepublik im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt rund 10 % weniger Treibhausgase (THG) emittiert. Dies sei der stärkste Rückgang seit 1990, konstatiert die Behörde. Allerdings gebe es besonders im Verkehrssektor und im Gebäudebereich noch deutlich Nachholbedarf. Bis 2030 soll der THG-Ausstoß gegenüber dem Basisjahr 1990 um mindestens 65 % sinken.
„So erfreulich diese Zahlen sind, können wir mit Ihnen strukturell nicht ganz zufrieden sein“, kommentiert der Vorsitzende des DEN, Dipl.-Ing. Hermann Dannecker. „Bei differenzierter Betrachtung fällt auf, dass ein großer Teil der THG-Einsparungen auf besonders milde Witterung im Winter, sparsameres Verbraucherverhalten durch gestiegene Energiepreise und gesunkene Kohleverstromung zurückzuführen ist. Diese Faktoren sind allerdings nicht unbedingt von Dauer.“ […]
Besetzung: Stephan Eicher, Vocals/Guitar – Reyn Ouwehand, Piano – Noémi von Felten, Harp – Simon Gerber, Bass/Drums
Ein magischer Abend mit Stephan Eicher im Casino Bern
Stephan Eicher Konzertimpression
Schon länger waren die zwei Abschlusskonzerte der ODE-Tour von Stephan Eicher am 5. und 6. März 2024 im ausverkauften Casino Bern das Gesprächsthema in der Stadt. Die Fans des bei Bern geborenen, international gefeierten Sängers können es kaum noch erwarten, dass das Konzert beginnt. Das Licht im grossen Saal des Casinos ist für diesen besonderen Abend abgelöscht und der helle Bühnenbereich mit dunklen Vorhängen ausgekleidet. Auf der Bühne stehen drei riesige, braune Reisekoffer. Davor stehen die Instrumente und ein Tisch mit Kerzen, die vor dem Konzertbeginn angezündet werden, was dem Setting sofort einen intimen Rahmen verleiht.
Fulminanter Start mit Unterbruch
Stephan Eicher und seine Band starten fulminant mit dem Hit “Sans Contact” aus dem Tour-Album ODE (2022), was die Spannung im Publikum bereits erheblich löst. Als er das zweite Stück, “Pas d’ami (comme toi)” aus dem Album ENGELBERG (1991), unterbricht, um das mitsingende Publikum auf die unzureichende Intonation des in Frankreich so wichtige N im Refrain «Non, non, non» hinzuweisen, hat er das Publikum vollends auf seiner Seite. Das Gelächter ist gross, das Mitsingen danach umso lauter
Vielseitige Begleitband mit Harve
Stephan Eicher Konzertimpression
Stephan Eicher an der Gitarre wird gesanglich und musikalisch begleitet von Reyn Ouwehand am Piano, Noémi von Felten an der Harve und Simon Gerber am Bass. Ouwehand und Gerber wechseln für besonders dynamische Momente an die Trommel oder das Schlagzeug. Die Musiker harmonieren perfekt und integrieren sich scheinbar mühelos in Eichers musikalische Reise. Besonders Noémi von Felten beeindruckt mit einem ungewohnt vielseitigen Harvenspiel, das auch harte und jazzige Töne mit einschliesst.
Souveräner Auftritt mit witzigen Kommentaren
Der Auftritt des in Münchenbuchsee bei Bern geborenen Chansonniers ist wie gewohnt souverän und charmant. Mit seiner gehaltvollen, charakteristischen Stimme zieht er das Publikum in seinen Bann und begleitet seine Kompositionen immer wieder mit witzigen Kommentaren. Eicher zeigt sich als wahrer Entertainer und schafft es, die Stimmung im Saal immer wieder aufs Neue anzuheizen. Er spricht darüber, dass seine schon über 30 Jahren dauernde Musikerkarriere ihm selbst wie «nichts» erscheint und verweist augenzwinkernd darauf, dass andere Bandmitglieder vor 30 Jahren noch nicht einmal geboren waren (gemeint ist die Harvenistin von Felten). Hingegen erscheint ihm das Warten «als vergeudete Zeit» und er dankt deshalb dem Publikum, dass alle pünktlich zum zeitig angefangenen Konzert gekommen sind. Nicht unerwartet erwähnt er auch seine bekannte Abneigung gegen Zugaben, die ihn an den unnötigen Limoncello nach einem feinen italienischen Essen erinnern. Auch sein diesbezüglicher Vergleich mit William Shakespeare, den nach dem Tod des Königs auch keiner um ein weiteres Kapitel gebeten habe, kommt gut an.
Magische Atmosphäre dank leuchtender Koffer und Kerzen
Stephan Eicher Konzertimpression
Während die Band “Combien de temps” von Eicher und Traktorkestar aus dem Album HÜH (2019) spielt, öffnen sich die riesigen braunen Reisekoffer im Hintergrund der Bühne und enthüllen endlich ihren leuchtenden Inhalt: automatisch spielende Trommeln und Schlaginstrumente, eine glitzernde Diskokugel mit spielenden Lyras und ein Koffer mit kristallförmig angeordneten glühenden Kerzen, die man auch als Schreibstifte lesen könnte. Diese magische Atmosphäre zieht sich danach durch den ganzen restlichen Abend und begleitet die Zuschauer durch die musikalische Zeitreise.
Abwechslungsreiches Programm mit Highlights aus vier Jahrzehnten
Das Konzert ist gekennzeichnet durch ein abwechslungsreiches Programm, das sowohl treibende Songs mit vielstimmigen Soundteppich als auch zurückhaltende Balladen beinhaltet. Die stets passende Beleuchtung sorgt für zusätzliche Atmosphäre im Saal. Gespielt werden unter anderem “Le plus léger au monde” und “Ne me dites pas non” aus ODE, “Prisonnière” aus HOMELESS SONGS (2019) mit einem Text von Philippe Djian, “Weiss nid was es isch” aus ELDORADO (2007) mit einem Text von Martin Suter, “Des hauts, des bas” aus CARCASSONNE (1993) und sogar “Two people in a room” aus I TELL THIS NIGHT aus dem Jahr 1986. Auch das Medley aus den Songs “Rivière”, “Hope” und “Ni remords, ni regrets”, alle aus CARCASSONNE, zeigt die Vielseitigkeit und musikalische Experimentierfreude von Stephan Eicher.
Emotionale Balladen und telepathisch empfangene Wünsche
Stephan Eicher Konzertimpression
Besonders Gänsehautmomente gibt es bei den Balladen “Zrügg zu mir” mit einem Text von Martin Suter aus ELDORADO und dem Duett «Lieblingsleben» aus ODE mit Simon Gerber. Die ruhigen Stücke lassen Eichers Stimme noch stärker zur Geltung kommen. Als Vorwegnahme zu Zugaben wird auf scheinbar telepathisch empfangenen Wunsch des Publikums auch der Klassiker “Eisbär” der vormaligen Band GRAUZONE (1980, mit Martin Eicher) gespielt und sein international äusserst erfolgreicher Langzeithit “Déjeuener en Paix” (ENGELBERG, 1991), was bei jung und alt für Begeisterung sorgt.
Zugabe mit Mani Matters “Hemmige”
Nach einem letzten Ausflug auf das Tour-Album mit « Autor de ton cou» kommt es dann doch noch zu einer Zugabe, obwohl Eicher sich ein paar Stücke zuvor gegen “Supplements” ausgesprochen hatte. Nach einem witzig improvisierten italienischen Liedchen rund um Limoncello, das für viel Gelächter im Saal sorgt, gibt er sinnigerweise “Hemmige” von Mani Matter zum Besten und setzt damit einen eindrucksvollen Schlusspunkt unter ein vollends gelungenes Konzert.
Fazit: Stephan Eicher begeistert mit seinem ausverkauften Extrakonzert im Casino Bern auf ganzer Linie. Mit einer abwechslungsreichen Songauswahl und einer prickelnden Bühnenatmosphäre sorgt der charismatische Sänger für einen magischen Abend, der unvergessen bleiben wird.
Wer kennt sie nicht, diese Allergien. Der eine Gast hat eine Nussallergie. Ein anderer verträgt keine Meeresfrüchte. Wieder einer kriegt schon vom Wort Erdbeeren einen Ausschlag. Dann kommen noch die mit dem hohen Blutdruck, also ohne Salz oder ämu nur «äs bitzeli».
Heutzutage ist der «Normalgast» bald die Ausnahme – das «Wunschkonzert» die Regel. Auf‘s Essen projizierte Weltanschauungen, immer mehr Unverträglichkeiten und Allergien sind eine Belastung für Küche und Service. Wie kann da ein Küchenorchester noch mit Begeisterung spielen?
Ein fiktives Service Beispiel im Restaurant:
Unangenehm wenns juckt und brennt
Am Tisch 14 bringt ein Vegetarier seine Wünsche an: „Keinen langweiligen Gemüseteller. Pilze esse ich nicht. Rosenkohl hasse ich. Die Köche sollen sich was einfallen lassen. Aber nur frisches Gemüse und möglichst regional“.
Am Tisch 13 sitzen sechs Gäste. Darunter ein Gast mit Zöliakie. Das muss man ernst nehmen. Weiss der Koch, welche Getreidesorten glutenfrei sind? Zum Glück weiss er es und zaubert, gleichzeitig mit fünf anderen Bestellungen von Tisch 13 und 10 (Sonderwunsch: ja keine Suppe aus dem Päckli) etwas Passendes auf den Teller. Weitere A-la-carte-Bestellungen türmen sich fast schon zu Eifelturmhöhe. Chuchistress eben.
Tisch 20 kommt mit einem neuen Spezialwunsch an den Service: „Können Sie bitte am Tisch nebenan sagen, sie möchten mit dem Hund verreisen, denn ich habe eine Hundehaarallergie.“ Als ob das so einfach wäre, sind doch der Hund und sein Besitzer seit Jahren Stammgäste. Das Tier bellt nie, riecht nicht und liegt brav unter dem Tisch.
Am Tisch 7 sitzt eine Dame mit „sehr empfindlichem Magen“, wie sie sagt. Auf der Karte findet sie nichts Passendes. Zufälligerweise arbeitet eine Diätköchin im Betrieb und stellt die Dame zufrieden.
Tisch 16: Zwei Gäste outen sich als „vegan“. Obwohl aktuell ein hoch gehandeltes Ernährungsthema, ist veganes Essen in einem Restaurant, das nicht auf diese Gäste spezialisiert ist, eine grosse Herausforderung. Doch die Küche schafft auch das noch knapp. Andere Bestellungen müssen dafür warten.
Verschnupft
Allergien trüben die Lebensfreude
Da kommt Tisch 11 gerade recht. Dort sitzt ein Gast mit Pollenallergie. Man sieht es ihm an. Er kann nichts essen. Der Arme. Er ist einfach «verschnupft», und die Köche sind es langsam aber sicher auch. Ebenso wie der Service. Erst recht, wenn die Mitarbeitenden mit der deutschen Sprache Mühe haben, sind Misstöne programmiert. „Freundlich bleiben, die Ruhe bewahren“ lautet das Gesetz der Gastronomie. Der Gast ist König. Jeder. Ausnahmslos.
Als einstiger Gastgeber bin ich für Lösungen der Probleme und schlage vor:
Auch die Kleinen sind nicht vor Allergien gefeit
Wenn man als Gast schon weiss, was einem fehlt, kann man im Zeitalter der Digitalisierung im Internet die Speisekarte vor dem Restaurantbesuch studieren. Allfällige Spezialwünsche bei der Reservation anbringen. Ja, mit dem Küchenchef persönlich sprechen, was überhaupt drin liegt. Das hat kürzlich an einem Anlass glorios funktioniert. 4 Gäste wurden diskret mit ihrem „allergiebedingten“ Extraessen beglückt. Ohne Gschtürm. So einfach wäre das, oder?
Die Beiz ist kein Sanatorium
Volkskrankheit Allergie
Allerdings hat mir kürzlich ein angesehener Gastgeber erzählt, dass ob der vielen Wünsche von Gästen schon oft masslos überfordert gewesen sei und er kürzlich sehr komplizierten Gästen gesagt habe, dass sein Restaurant in Gottes Namen kein Sanatorium sei….für Modeallergiker schon gar nicht. Recht hat er.
Unsere ersten Wein-Degustationen erlebten wir in einer besonderen Atmosphäre. Damals in den 1960iger Jahren, als wir, mit Hotelfachschule-Ausbildung, auch vorbereitet sein mussten, um was es bei einer Weinverkostung geht.
Über 150 Wein Sorten haben wir in der Theorie in unsere «Hirni» gepresst – Herkunft, Traubensorten, Flaschenformen und passende Gläser. Und natürlich auch degustiert. Aber anders als im Burgund.
Im Weinkeller ab Fass
Wein degustieren im Restaurant
Und dann kam die Weindegustation ab «Fass». Ein wahres Ritual, in einem natürlichen Tuffsteinkeller im burgundischen Gevrey Chambertin. Hunderte von Fässern mit pieces à 228 lt gaben sich ein Stelldichein. Der Winzer degustierte ab pièce mit einem Glasröhrchen, einer sogenannten Vollpipette. Diese wurde beim Spundloch ins Fass getaucht. Durch Anheben des Fingers wurde der entnommene Wein in das Degustationsglas befördert. Diese Verkostung diente dem Patron, die Entscheidung zu treffen, wann der Wein in die Flasche zur weiteren Lagerung abgefüllt werden sollte.
Im Restaurant
Weindegustation
Bei jungen Weinen, wie sie sehr oft in der Gastronomie ausgeschenkt werden, reicht es, die Nase ans Glas zu halten und einen kleinen Schluck zu probieren. Fehlnoten werden so schnell erkannt. Viele Weine, auch von hoher Qualität, haben heutzutage einen Schraubverschluss, hier kann kein «Zapfen» entstehen, höchstens ein Produktionsfehler. Aber das zu erkennen braucht einiges an Weinerfahrung und kommt zudem sehr selten vor. Viel wichtiger scheint mir, dass die Weintemperatur stimmt und zum Weisswein auch ein Kühler gereicht wird.
Beim Degustieren bitte keine «Ego Show» abziehen
Die Kenner testen mit viel Diskretion. Früher war dieses Ritual reine Männersache. Heute tun dies auch Frauen, welche oft das subtilere Sensorium beim Verkosten von Weinen haben.
Die Sinnesorgane sind gefordert
Rotwein mit Trauben und Korken
So wird mit den Augen, der Nase und dem Gaumen degustiert. Halten Sie das Glas gegen das Licht. Die Weinfarbe sollte in jedem Fall klar sein. Trübungen deuten auf Weinfehler oder auf mangelnde Sorgfalt beim Dekantieren eines Weines, der bereits ein Depot gebildet hat. Die Nase spürt den Aromen des Weins zuerst. Man riecht an dem Wein und schwenkt dann das Glas, damit die Aromen durch zusätzlichen Sauerstoff weiter entfaltet werden. Dann erst wird der Wein im Mund verkostet. Die Geschmacksknospen der Zunge nehmen die Aromen auf.Speziell an der Zungenspitze nimmt man die Frucht eines Weines am deutlichsten wahr, hinten und am Gaumen treten dann Säure und Gerbstoffe in den Vordergrund.
Wer degustiert im Restaurant?
Weindegustation inkl. Walliser Platte
Üblicherweise bekommt im Restaurant nur eine Person den Wein zur Degustation angeboten, die dann auch entscheidet, ob der Wein in Ordnung ist. Im Zweifelsfalle – manchmal gibt es Fehlnoten, die nichts mit dem Wein, aber zum Beispiel mit dem Glas zu tun haben – kann eine zweite Person aus dem Kreis um die Meinung gebeten werden.
Der Wein hat Korken
Französische Weine entdecken
Nun sind alle Gläser eingeschenkt – «Uui der hat aber Korken», stellt die Tafelrunde fest! Das kann bei einem Naturprodukt passieren. In der Regel wird der Wein ohne grosse Diskussion ausgetauscht. Bei sehr teuren Weinen müssen Gastgeber und Gast eine einvernehmliche Lösung finden.
Die Servietten sind dazu da, um während des Essens und dann vor dem Trinken den Mund abzuwischen. Fettränder gehören definitiv nicht ans Weinglas.