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Opernhaus Zürich “Die lustige Witwe” von Franz Lehár , besucht von Marinella Polli

Szenenfoto von Monika Rittershaus

Musikalische Leitung Patrick Hahn Inszenierung Barrie Kosky Bühnenbild und Lichtgestaltung Klaus Grünberg Bühnenbildmitarbeit Anne Kuhn Kostüme Gianluca Falaschi Choreografie Kim Duddy Choreinstudierung Ernst Raffelsberger Dramaturgie Fabio Dietsche

Baron Mirko Zeta Martin Winkler

Valencienne Katharina Konradi

Graf Danilo Danilowitsch Michael Volle
Hanna Glawari Marlis Petersen
Camille de Rosillon Andrew Owens
Vicomte Cascada Omer Kobiljak
Raoul de Saint-Brioche Nathan Haller
Bogdanowitsch Valeriy Murga
SylvianeMaria Stella Maurizi
Kromow Chao Deng
Olga Ann-Kathrin Niemczyk
Pritschitsch Andrew Moore
P raškowia Liliana Nikiteanu
Njegus Barbara Grimm
Tänzerinnen und Tänzer

Franz Lehàrs ‘Lustige Witwe’, die sogleich nach der Uraufführung 1905 überall einen Triumph erlebte, ist nun bis 14. März am Opernhaus Zürich zu sehen. Mit Patrick Hahns musikalischer Leitung, Barrie Koskys Regie und mit einer grossartigen Besetzung.

Ein Meilenstein der Operettengeschichte

Szenenfoto von Monika Rittershaus
Szenenfoto von Monika Rittershaus

Dass Lehár mit seiner ‚Lustigen Witwe’ ein Meisterwerk realisierte, kann man auch in diesen Tagen in Zürich merken. Bestimmt ein Werk, das man wegen der vielen rhythmischen Finessen und nicht zuletzt auch wegen einer ausserordentlichen Instrumentation als einen Meilenstein der Operettengeschichte betrachten kann; ohne vom Viktor Léons und Leo Steins spannenden Libretto zu sprechen.

Musikalisch ein Erlebnis

Melodien wie das Vilja-Lied, ‚Es waren zwei Königskinder‘ oder Momente wie ‚Da geh’ ich zu Maxim‘ und ‚Ja, das Studium der Weiber ist schwer‘ h

Szenenfoto von Monika Rittershaus
Szenenfoto von Monika Rittershaus

aben den Musikgeschmack einer ganzen Generation geprägt; jedoch nicht nur deswegen reiht sich Lehárs Werk in die Tradition einer ‚Fledermaus‘ von Johann Strauss, sondern auch wegen der melancholischen Klänge jener Walzer, die für alle unvergesslich bleiben: ‚Die Lustige Witwe‘ könnte man ja auch als einen langen Walzer definieren. Am Pult ist für diese Zürcher Produktion der junge aber international bekannte Pianist und Komponist Patrick Hahn. Der Maestro leitet sehr einfühlsam, jedoch mit grossem Elan’ eine ebenfalls begeisterte, aber immer präzise ‘Philarmonia Zürich‘.

Die hochkarätige Besetzung

Szenenfoto von Monika Rittershaus
Szenenfoto von Monika Rittershaus

Erstklassige Sängerinnen und Sänger sind hier zu Verfügung. Allen voran Marlis Petersen und Michael Volle. Die weltweit bekannte, brillante, fein differenzierte Darstellerin ist szenisch und stimmlich die perfekte Witwe, die wegen ihrer Millionen von tausend Verehrern umschwärmt wird; sie hat in jedem Stimmregister keine Mühe natürlich und plausibel zu wirken, und überzeugt ohne Einschränkung auch als Tänzerin (Choreographien: Kim Duddy). Die Deutsche Sopranistin findet in dieser Inszenierung einen ebenbürtigen Partner in dem grossartigen Bariton Michael Volle: seine Interpretation des Grafen Danilo Danilowitsch ist ebenfalls sowohl stimmlich als auch schauspielerisch perfekt. Die Momente der Verbundenheit werden von den zwei Sängern mit Intensität und Einfühlungsvermögen dargestellt; tief gefühlt, erlebt, würde man sogar sagen. Absolut unvergesslich, wenn die Beiden mit „Lippen schweigen,‘s flüstern Geigen: Hab‘ mich lieb!“ endlich ihre Liebe zueinander zugeben. Unübertroffen ist auch Sophie Mitterhuber als frivole aber frische, süsse Valencienne (letzten Sonntag anstelle der erkrankten Katharina Konradi); besonders mit “Ich bin eine anständ‘ge Frau“, was weder ihr Verehrer Camille noch das Publikum glauben können. Stimmlich perfekt auch Andrew Owens als Camille de Rosillon, Valenciennes Verehrer, der ihr unkonventionell Liebesbekundungen schreibt. Die Leistung von Martin Winkler als Baron Mirko Zeta überzeugt hingegen nicht immer. Ausgezeichnet der Chor der Oper Zürich in der wie immer perfekten Einstudierung von Ernst Raffelsberger.

Zur Zürcher Inszenierung

Szenenfoto von Monika Rittershaus
Szenenfoto von Monika Rittershaus

Es gibt allzu viel Klamauk in Barrie Koskys Inszenierung der berühmten Franz Lehárs Operette. Auch die Auftritte von einer Frau (Barbara Grimm) als Njegus sind lustig aber bringen der Inszenierung keine neue Perspektive, und alles bleibt im Grunde konventionell und ohne zu dramatische Übertretungen. Dazu macht der Regisseur von Anfang an schnell klar, zu schnell, dass sich Hanna und Danilo immer noch so leidenschaftlich wie schon in der Vergangenheit lieben, wodurch alles etwas weniger spannend wird, aber, naja, das Ende der Geschichte kennen alle.

Ein einfaches aber eloquentes Bühnenbild 

Szenenoto von Monika Rittershaus
Szenenfoto von Monika Rittershaus

Klaus Grünberg (Mitarbeit: Anna Kühn) hat ein eher einfaches Bühnenbild gebaut, jedoch mit einem durch Blinklichtern sehr suggestiven Light Design. Nur ein beweglicher Vorhang, der seine Position ständig ändert und somit immer verschiedene Räume bildet. Gianluca Falaschis elegante, für die Protagonisten fast immer schwarz-weisse, für die Grisetten und alle Tänzerinnen und Tänzer sehr bunte und dank Federn, Pailletten und Strass sehr glänzende Kostüme lassen nichts zu wünschen übrig. Die Choreographien von Kim Duddy sind hie und da beeindruckend, aber auf Choreographien ganz am Anfang der Inszenierung hätte man ehrlich gesagt auch verzichten können.

Maestro, Orchester, Regieteam und die prominente Besetzung enttäuschten nicht im geringsten das zahlreiche Publikum, das mit einem donnernden Applaus am Ende der fast drei Stunden seine Begeisterung zeigte. Ja, auch diese neue Zürcher Produktion hat bei allen Zuschauern sehr guten Anklang gefunden.

Text: https://marinellapolli.ch/

Fotos: Monika Rittershaus www.opernhaus.ch 

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Szenenfoto von Monika Rittershaus

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Grundlegende Gesichtspflege: zu Hause oder im Schönheitssalon?

Grundlegende Gesichtspflege Symbolbild
Grundlegende Gesichtspflege Symbolbild

Die Basis-Gesichtspflege ist ein Mindestprogramm, das mehrere wichtige und obligatorische Punkte umfasst. Es bildet die Grundlage eines täglichen Schönheitsrituals - die Grundlage, die den Schutz der Haut, die Erhaltung ihrer Gesundheit und Immunität, die Verlängerung der Jugend und die Verzögerung des Auftretens von altersbedingten Veränderungen garantiert. Minimaler Aufwand für maximale Ergebnisse ist das Hauptziel.

 

Hier wird jedoch oft einer der häufigsten Fehler begangen - die falsche Bestimmung Ihres Hauttyps und infolgedessen eine unzureichende Pflege zu Hause.

In einer solchen Situation kann eine Gesichtsbehandlung Hamburg als Modell und Leitfaden für Ihre weitere Pflegestrategie dienen. Die Fachleute können Sie gut beraten und eine Reihe von individuellen Gesichtsbehandlungen für jeden Kunden festlegen.

 

Ist es besser, eine Gesichtsbehandlung zu Hause oder in einem Schönheitssalon durchzuführen?

 

Lassen Sie uns die Angelegenheit genauer untersuchen.

Gesichtsbehandlung zu Hause

Es sei gleich darauf hingewiesen, dass praktisch kein Produkt mit kosmetischen Verfahren, insbesondere mit Hardware-Manipulationen, konkurrieren kann, wenn es um Effizienz und schnelle Ergebnisse geht.

 

Es gibt jedoch Produkte auf dem Schönheitsmarkt, die aufgrund ihrer hohen Konzentration an Wirkstoffen (Öle, Extrakte, Weichmacher usw.) eine spürbare Wirkung erzielen können.

 

Ein klassisches Set von Heimpflegeprodukten:

  • Reinigung (Gele, Schäume, Fluids);

  • Grundpflege (Cremes, Seren);

  • Zusatzpflege (Masken, Peelings, Peelings, Massagen).

 

All diese Behandlungen sollten regelmäßig durchgeführt werden.

Dann werden Sie feststellen, dass Ihre Hautfarbe gleichmäßiger ist, Ihre Haut straffer ist, Ihre Poren klarer und weniger sichtbar sind und Entzündungen zurückgehen.

 

Die Produkte, die Sie verwenden, sollten jedoch für Ihren Hauttyp geeignet sein. Am besten lassen Sie sich von einem professionellen Kosmetiker beraten.

Schönheitssalon: Professionelle Pflege

Die Möglichkeiten eines Schönheitssalons sind unvergleichlich breiter, und das Konzept der Basispflege hat seine eigenen Besonderheiten. Wir sprechen hier von intensiveren Verfahren, die nicht nur professionelle Pflege mit Hilfe von viel stärkeren professionellen Produkten bieten. Ihre wichtige Aufgabe ist die Vorbeugung. Und das bedeutet nicht nur hochwertige Feuchtigkeitspflege, die die Haut nährt und sättigt, und die Verwendung verschiedener Produkte.

 

Ein Spezialist hat die wichtigsten Grundwerkzeuge zur Verfügung:

  1. Hände.

  2. Produkte.

  3. Geräte.

 

Diese Dreifaltigkeit ist zu vielem fähig - und noch mehr, wenn die Verfahren regelmäßig durchgeführt werden.

 

Heutzutage reichen Hände und Geräte nicht mehr aus, und es ist schwierig, ohne Hardware-Fähigkeiten zu arbeiten.

 

Hardware-Methoden sind:

  • das Weichgewebe in der Tiefe zu nähren;

  • Stimulierung der Kollagenproduktion;

  • die Gesichtsmuskeln in einen kräftigen, aktiven Zustand der Elastizität versetzen;

  • Nivellierung des Hautreliefs;

  • Wiederherstellung der Haut;

  • Hautverjüngung.

 

Einige Hardware-Methoden sind präventiv und grundlegend, während andere bereits als verjüngend eingestuft werden. Es wird empfohlen, sie frühestens ab einem Alter von 30 Jahren und bei Vorliegen eindeutiger Indikationen anzuwenden. Natürlich mit der obligatorischen Berücksichtigung von Kontraindikationen.

Die 7 wichtigsten Tipps für die grundlegende Gesichtsbehandlung

 

Wenn Sie diese goldenen Regeln befolgen, um Ihre Haut von klein auf straff und jugendlich zu halten, können Sie jünger aussehen als Ihr biologisches Alter:

  1. Wählen Sie Produkte für Ihren Hauttyp: Vergessen Sie nicht, dass sich die Bedürfnisse von trockener und fettiger Haut erheblich unterscheiden.

  2. Achten Sie auf empfindliche Hautpartien: Die Haut in bestimmten Bereichen des Gesichts ist dünner und empfindlicher. Sie benötigt eine empfindliche Pflege, insbesondere um die Augen und die Lippen.

  3. Sanfte Reinigung: Die Pflege empfindlicher Haut beginnt mit der sanften Entfernung von Make-up. Verwenden Sie Make-up-Entferner mit einem neutralen pH-Wert, um die Epidermis nicht zu belasten und ihr natürliches Lipidgleichgewicht zu erhalten.

  4. Feuchtigkeitspflege ist unerlässlich: Um Ihre Haut gut mit Feuchtigkeit zu versorgen, wählen Sie feuchtigkeitsspendende Produkte, die den normalen Feuchtigkeitsgehalt der Zellen erhalten. Verwenden Sie regelmäßig feuchtigkeitsspendende Masken.

  5. Wählen Sie besser hypoallergene kosmetische Produkte: Um Hautreaktionen auf Kosmetika zu vermeiden, die nicht zu Ihrem Hauttyp passen, wählen Sie hypoallergene Kosmetika.

  6. Sonnenschutz: Verwenden Sie unabhängig von der Jahreszeit Kosmetika mit Sonnenschutzfiltern. Damit können Sie die schädlichen Auswirkungen der ultravioletten Strahlen reduzieren, die den Alterungsprozess beschleunigen.

  7. Vergessen Sie Ihre Lippen nicht: Die Lippenpartie ist ebenso wie die Augenlid-Partie besonders dünn und empfindlich und braucht besondere Aufmerksamkeit. Verwenden Sie eine regenerierende Creme oder einen Lippenbalsam, sobald Sie das Gefühl haben, dass es notwendig ist.

 

Die richtige Pflege, die zu Ihrem Hauttyp und Ihren Bedürfnissen passt, kann den natürlichen Alterungsprozess tatsächlich verzögern und die äußeren Zeichen der Hautalterung minimieren.

 

So bietet die Welt der modernen Hardware-Kosmetik sowohl den Fachleuten als auch den Kundinnen und Kunden der Schönheitssalons eine breite Palette von Möglichkeiten der Hautpflege, sowohl für die Grundpflege als auch für die Verjüngung. Daher ist es besser, spezialisierten Methoden den Vorzug zu geben.

Und hochwertige Produkte und hochwertige, sichere Geräte in den Händen eines echten Profis bedeuten gesunde Haut, Jugendlichkeit, Reinheit und Frische.

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Leonard Bernsteins West Side Story im LAC Lugano, besucht von Marinella Polli

Die Gangs, Sharks und Jets, stehen sich feindlich gegenüber

Lonny Price Director
Julio Monge Choreographer
Grant Sturiale Musical Supervisor
Anna Louizos Set Design
Alejo Vietti Costume Design
Fabrice Kebour Lighting Design
Martin Flohr Executive Producer

‘Tonight‘, ‘Maria‘, ‘America’,… ‘I Feel Pretty‘ ‚Somewhere‘…, wer kennt diese wunderbaren Melodien nicht?  Oder besser, wer kennt ‘West Side Story’ nicht’? Niemand, glauben wir. Auch im Tessin niemand: in diesen Tagen ist eben das populärste der amerikanischen Musicals gerade in Lugano zu sehen.

Ein immer noch faszinierender Klassiker

West Side Story Szenenfoto
West Side Story Szenenfoto

Mit ‚West Side Story‘ kreierten 1957 Leonard Bernstein (Musik), Jerome Robbins (Choreographie), Arthur Laurents (Buch und Dialoge) und Stephen Sondheim (Songtexte) ein total neues Genre. Das Musical aller Musicals, aber auch das Musical, das zu den wenigen gehört, die den Sprung ins klassische Konzertrepertoire geschafft haben. Auch heute noch ist ‚West Side Story‘ die Number One aller Amerikanischen Shows. Wenige Töne genügen, und eine ganze Welt von Bildern und Empfindungen ist da: Traum und Realität verschmelzen und werden so zu Einem. Es sind Bilder von Rivalität, Hass und Gewalttätigkeit, Misstrauen, Flucht und Trauer, aber, besonders, von Liebe, Leidenschaft, Freundschaft und Versöhnung.

Eine aufregende, mutige Idee

Romeo und Julia 2024 Jadon Webster als Tony, Melanie Sierra als Maria
Romeo und Julia 2024 Jadon Webster als Tony, Melanie Sierra als Maria

‚West Side Story‘ erzählt die berührende Geschichte von zwei jungen Menschen, die sich lieben, dennoch – genau wie die zwei Protagonisten in ‘Romeo und Julia’ – die Chance nicht haben, miteinander glücklich zu werden. Die Idee, William Shakespeares Drama in die Zeit der 1950er- Jahre in New York zu versetzen, schien anfänglich aufregend, aber auch verrückt zu sein. Eine spannende Broadway-Show über Einwanderer, die gegen die in Amerika geborenen Jungen eine Gang bilden? Also, ein Straßen Krieg in den New Yorker Slums zwischen zwei rivalisierenden Gangs, den ‚Jets‘  (den Kindern von Emigranten aus den Armenvierteln, die aber schon Amerikaner geworden sind) und den ‚Sharks‘ (den jungen aus Puerto Rico, die noch nicht Amerikaner sind)? Dazu erstmals ein gesellschaftliches Problem und Themen wie Rassismus, Ausgrenzung, Rebellion und Ablehnung aller Regeln und Gesetze auf der Musical-Bühne? Alles sehr gewagt, dachte man damals. Wenig später, aber, konnte man verstehen, wie diese Idee hingegen die richtige war, denn ‚West Side Story‘ wurde schnell überall in der Welt – und ist heute immer noch –  ein Triumph.

Die Gründe eines immer noch erstaunlichen Erfolgs

West Side Story Szenenfoto
West Side Story Szenenfoto

Wieso hat ‘West Side Story’ so viele Jahrzehnte überdauert? Wieso hat so ein Stoff so viele Menschen begeistert? Vielleicht weil dieses Musical das Menschliche in jedem von uns anspricht? Oder weil es die Macht der Liebe mit modernen Worten ausdrückt? Ist es die musikalische Umsetzung durch Leonard Bernsteins magische Hand? Ist es vielleicht wegen der manchmal lustigen, manchmal so dramatischen Dialoge von Sondheim? Wahrscheinlich spielen alle diese Faktoren eine Rolle, aber Tatsache ist, dass die Produktion, die durch die ganze Welt tourt und als einzige die Originalchoreografie von Jerome Robbins zeigt, seit 2003 über drei Millionen Zuschauer in 28 Ländern auf drei Kontinenten anzieht. Genau wie die gestrige Generation von Theaterbesuchern, ist auch das heutige Publikum in dieses Musical verliebt; trotz der kulturellen Unterschiede, und wahrscheinlich auch weil es sich mit den Charakteren auf der Bühne identifiziert.

Die Aufführung am LAC: musikalisch und tänzerisch ein unvergessliches Erlebnis

Maria und Tony Liebe ohne ZukunftFoto Jeff Busby
Maria und Tony Liebe ohne ZukunftFoto Jeff Busby

Wie einzigartig zeitlos ‚West Side Story‘ ist, haben auch die Tessiner diese Woche am LAC wieder bemerkt. Die Übertitel auf Italienisch haben dazu beigetragen, die Songs und Dialoge noch besser zu genießen. Die Geschichte zwischen Maria und Tony, die sich in einander auf Anhieb verlieben, hat nochmals alle entzückt. Natürlich auch dank einer sängerisch, tänzerisch und schauspielerisch großartigen Melanie Sierra und einem ihr ebenbürtigen Daniel Fullerton als Protagonisten. Unter der musikalischen Leitung des Dirigenten und Komponisten Grant Sturiale haben die 20 Musiker des Orchesters und alle jungen Darsteller und Darstellerinnen das Publikum begeistert. Immer, zweieinviertel Stunden lang. Und dies nicht nur wegen des typischen, operettenhaften Broadway-Tons, sondern auch wegen der vielen anderer Stilelemente. Es gibt ja eine breite Palette von Klängen, Harmonien und Rhythmen, die den Sound der New-Yorker Straßen, sowie auch den Charakter und die Gefühle der Figuren perfekt wiedergeben. Natürlich wird das ganze durch die Tänze (Choreograph: Julio Monge) belebt: grandiose choreographische Bilder, die man dank einer unendlichen Spielfreude und Kompetenz wiederholt erleben kann.

Das bunte, dynamische Bühnenbild

West Side Story Szenenfoto
West Side Story Szenenfoto

Die Performer bewegen sich unter der Leitung von Lonny Price in Anna Louizos eher komplexen Bühnenbild, in welchem auch die typischen Feuertreppen, Gassen, Höfe und verlassene Hallen der Upper West Side der 50er Jahre zu sehen sind. Es handelt sich um bewegliche Kulissen, die sich je nach Situation problemlos öffnen und schließen. Ja, das Bühnenbild (mit dem wirksamen Light Design von Fabrice Kebour) gehört hier zur Besetzung, zu den ‚Dramatis personae‘, und ist nicht nur Rahmen oder Kommentar. Wirklich fabelhaft die Kostüme von Alejo Vietti: Tüllröcke und wunderschöne, bunte Tellerröcke (wow!).

Man verließ mit einem traurigen (die Geschichte endet ja tragisch) aber dankbaren Gefühl das Theater. Die sehr involvierten Zuschauer belohnten alle Ausführenden mit einem langen tosenden Applaus.

Text: https://marinellapolli.ch/

Fotos    Marinella Polli  Gianluca Pantaleo :https://www.luganolac.ch/it/lac/home

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West Side Story Szenenfoto

West Side Story Szenenfoto

West Side Story Szenenfoto

West Side Story Szenenfoto

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Ein Debussy Abend mit Jean-Yves Thibaudet 2. Akt mit Martha Argerich sowie Orgelnachspiel von Liszt, KKL Luzern, 19.1.2024, besucht von Léonard Wüst

Ein Debussy Abend mit Jean-Yves Thibaudet

Jean YvesThibaudet interpretiert Debussys Preluden.

Martha Argerich und JeanYvesThibaudet spielen sichtlich vergnügt

Kit Armstrong spielt auf der Goll Orgel

Besetzung und Programm:
Jean-Yves Thibaudet Claude Debussy réludes, Livre I und réludes, Livre II
Jean-Yves Thibaudet & Martha Argerich
Claude Debussy Petite Suite» – Suite für Klavier zu vier Händen
Kit Armstrong
Franz Liszt Fantasie und Fuge über den Choral «Ad nos, ad salutarem undam»

 

Zauberhafte Klangreisen: Jean-Yves Thibaudet in Debussys “Préludes, Livre I und II”

In einer atemberaubenden Performance entfaltete der renommierte Pianist Jean-Yves Thibaudet die zauberhaften Klangwelten von Claude Debussys “Préludes, Livre I und II”. Die Aufführung versprach eine fesselnde Reise durch die subtile Schönheit und Vielfalt von Debussys impressionistischen Meisterwerken.

Livre I: Poesie und Farbenpracht

JeanYvesThibaudet interpretiert Debussys Preluden
JeanYvesThibaudet interpretiert Debussys Preluden

Thibaudet betrat die Bühne und entführte das Publikum mit Debussys “Préludes, Livre I” in eine Welt der Poesie und Farbenpracht. Der Pianist meisterte die Vielfalt der Charaktere in jedem Prélude mit einer beeindruckenden Leichtigkeit. Von den zarten Klängen von “Danseuses de Delphes” bis zur lebhaften Energie von “Minstrels” gestaltete Thibaudet die musikalischen Tableaus mit subtiler Virtuosität und klanglicher Raffinesse.

Sensibilität und Virtuosität: Thibaudets Interpretation von Livre II

Nach dem Übergang zu “Préludes, Livre II” nach einer kurzen Pause, führte der gebürtige Lyoner das Publikum in eine weitere Dimension von Debussys musikalischer Welt. Mit einer einzigartigen Sensibilität und Virtuosität erkundete er die Zwölf Préludes, darunter das faszinierende “Feux d’artifice” mit seinen atemberaubenden Klangexplosionen und das introspektive “Canope” mit seiner zarten Melancholie.

Klangliche Palette: Thibaudets einfühlsame Nuancierung

Klavierfestival 19.1.24 Konzertfoto von Philipp Schmidl
Klavierfestival 19.1.24 Konzertfoto von Philipp Schmidl

Thibaudet zeigte eine beeindruckende Beherrschung der klanglichen Palette von Debussys Préludes. Jeder Ton wurde mit einfühlsamer Nuancierung platziert, und die subtilen Schattierungen der impressionistischen Harmonien wurden mit großer Präzision ausgearbeitet. Des Franzosen Spiel zeugte von einem tiefen Verständnis für Debussys komplexes harmonisches Vokabular.

Mystik und Raffinesse: Die Kunst der musikalischen Erzählung

In “La cathédrale engloutie” schuf der französische Ausnahmekönner eine faszinierende Atmosphäre von Mystik und Raffinesse. Die erzählerische Kunst des Pianisten ließ die Legende der versunkenen Kathedrale vor den Ohren der Zuhörer lebendig werden. Jedes Prélude wurde zu einer eigenständigen musikalischen Erzählung, kunstvoll interpretiert und meisterhaft vorgetragen.

Fazit: Meisterhaftes Debussy-Erlebnis mit Thibaudet

Klavierfestival 19.1.24 Konzertfoto von Philipp Schmidl
Klavierfestival 19.1.24 Konzertfoto von Philipp Schmidl

Jean-Yves Thibaudets Aufführung von Debussys “Préludes, Livre I und II” war zweifellos ein meisterhaftes Erlebnis. Der Pianist verband technische Virtuosität mit einer tiefen musikalischen Sensibilität, um Debussys komplexe und vielschichtige Werke in ihrer ganzen Pracht zu präsentieren. Das Publikum wurde auf eine fesselnde Reise durch die zauberhaften Klangwelten von Claude Debussy mitgenommen, erlebt durch die künstlerische Brillanz von Jean-Yves Thibaudet,

Das Publikum war überwältigt und überschüttete den Franzosen mit wahren Applauskaskaden, bis dieser sich «erbarmte» und eine kurze Zugabe gewährte..

Klavierzauber zu Viert: Argerich und Thibaudet in Debussys “Petite Suite”

Klavierfestival 19.1.24 Konzertfoto von Philipp Schmidl
Klavierfestival 19.1.24 Konzertfoto von Philipp Schmidl

Die “Petite Suite” von Claude Debussy, gespielt von den Martha Argerich und Jean-Yves Thibaudet in einer mit Spannung erwarteten Aufführung für Klavier zu vier Händen, entfaltete sich zu einem wahren Klavierzauber. Die außergewöhnliche Zusammenarbeit der beiden Virtuosen präsentierte die subtile Schönheit und tänzerische Leichtigkeit dieses Werks auf faszinierende Weise.

Klangliche Synergie: Die Magie des Klavierduos Argerich und Thibaudet

Das Auftaktstück, “En bateau,” eröffnete die Aufführung mit einer sorglosen Eleganz, die durch Argerichs und Thibaudets klangliche Synergie verstärkt wurde. Die beiden  schufen eine magische Verbindung, die es ermöglichte, Debussys impressionistische Klangwelten in ihrer ganzen Pracht zu erleben.

Tänzerischer Rhythmus: Lebendige Interpretation von Debussys Meisterwerk

Klavierfestival 19.1.24 Konzertfoto von Philipp Schmidl
Klavierfestival 19.1.24 Konzertfoto von Philipp Schmidl

In “Cortège,” dem zweiten Satz der “Petite Suite,” entfaltete sich ein tänzerischer Rhythmus, der von Argerich und Thibaudet mit lebendiger Freude interpretiert wurde. Die Kommunikation zwischen den beiden Künstlern schien fast telepathisch, während sie die delikaten Passagen und rhythmischen Elemente mit bezaubernder Präzision ausarbeiteten.

Zwischen Melancholie und Frohsinn: Sensible Ausdrucksstärke

Martha Argerich und JeanYvesThibaudet spielen sichtlich vergnügt
Martha Argerich und JeanYvesThibaudet spielen sichtlich vergnügt

Die “Petite Suite” bietet ein breites emotionales Spektrum, das in “Menuet” und “Ballet” besonders deutlich wird. Argerich und Thibaudet übertrugen mit sensibler Ausdrucksstärke die zarten Melancholien des Menuet und den sprühenden Frohsinn des Ballet. Jeder Tastenanschlag trug zur feinen Balance zwischen Melancholie und Lebendigkeit bei.

Feuriges Finale: Virtuosität und Energie in “Boléro”

Martha Argerich und JeanYvesThibaudet geniessen die Akklamation
Martha Argerich und JeanYvesThibaudet geniessen die Akklamation

Das Finale, “Boléro,” erstrahlte in feuriger Virtuosität. Argerich und Thibaudet meisterten die rasenden Läufe und leidenschaftlichen Akzente mit beeindruckender Energie. Die mitreißende Dynamik des Schlusssatzes setzte einen beeindruckenden Schlusspunkt und hinterließ das Publikum in staunender Begeisterung.

Fazit: Ein zauberhaftes Klaviererlebnis

Klavierfestival 19.1.24 Konzertfoto von Philipp Schmidl
Klavierfestival 19.1.24 Konzertfoto von Philipp Schmidl

Die Aufführung der “Petite Suite” für Klavier zu vier Händen durch Martha Argerich und Jean-Yves Thibaudet war zweifellos ein zauberhaftes Klaviererlebnis. Ihre einzigartige Interpretation zeugte von einer tiefsitzenden musikalischen Verbindung und einer beeindruckenden künstlerischen Sensibilität. Die Magie des Klavierduos Argerich und Thibaudet entfaltete sich in jeder Note, und die “Petite Suite” Debussys erstrahlte in ihrer ganzen Eleganz und Lebendigkeit. Das Auditorium würdigte das Zusammenspiel der beiden Pianogrössen mit einem stürmischen, langanhaltende Applaus.

Majestätische Klangwelten: Kit Armstrong interpretiert Liszts “Fantasie und Fuge” auf der Goll-Orgel im KKL Konzertsaal

Kit Armstrong spielt auf der Goll Orgel
Kit Armstrong spielt auf der Goll Orgel

In einem atemberaubenden Konzert im KKL Konzertsaal entführte der Pianist und Organist Kit Armstrong das Publikum in die majestätischen Klangwelten von Franz Liszts “Fantasie und Fuge über den Choral ‘Ad nos, ad salutarem undam'”. Die Aufführung auf der beeindruckenden Goll-Orgel versprach ein musikalisches Erlebnis von erhabener Intensität.

Klangliche Pracht: Die Goll-Orgel im KKL Konzertsaal

Der KKL Konzertsaal mit seiner akustischen Exzellenz und der imposanten Goll-Orgel bildete die perfekte Kulisse für Liszts monumentales Werk. Kit Armstrong, bekannt für seine Virtuosität und sensible Interpretation, trat an die Orgel, um die klangliche Pracht und die tiefen Dimensionen von Liszts Komposition zu entfesseln.

Spirituelle Tiefe: Armstrongs einfühlsame Interpretation

Kit Armstrong spielt auf der Goll Orgel
Kit Armstrong spielt auf der Goll Orgel

Von den ersten Tönen an fesselte Armstrong das Publikum mit einer einfühlsamen Interpretation. Die “Ad nos, ad salutarem undam”-Choralmelodie durchzog das Stück mit einer spirituellen Tiefe, während die Fantasiepassagen von Liszt mit meisterhafter Virtuosität zum Leben erweckt wurden. Armstrong schuf eine faszinierende Balance zwischen erhabenen Klängen und expressiver Intensität.

 

 

 

 

 

 

Orgel als Orchester: Armstrongs virtuose Beherrschung der Goll-Orgel

Kit Armstrong spielt auf der Goll Orgel
Kit Armstrong spielt auf der Goll Orgel

Die Goll-Orgel erwies sich als klangliches Wunder, und Armstrong als ihr virtuoser Meister. Er entlockte dem Instrument eine orchestrale Vielfalt, die das gesamte Klangspektrum der “Fantasie und Fuge” zum Strahlen brachte. Die beeindruckende Fähigkeit des Organisten, die Orgel als ein ganzes Orchester zu nutzen, verlieh dem Stück eine klangliche Opulenz.

Dynamische Kontraste: Liszts Meisterwerk in vielschichtigen Facetten

Armstrongs Sensibilität für dynamische Kontraste wurde besonders in den differenzierten Passagen der Fuge deutlich. Die wechselnden Stimmungen von Kontemplation bis hin zu dramatischen Ausbrüchen wurden von ihm mit einer bemerkenswerten Präzision dargeboten. Die musikalische Reise durch Liszts Meisterwerk war von einer klanglichen Vielfalt und emotionalen Tiefe geprägt.

Fazit: Eine triumphale Orgel-Aufführung

Kit Armstrong spielt auf der Goll Orgel
Kit Armstrong spielt auf der Goll Orgel

Die Aufführung von Liszts “Fantasie und Fuge über den Choral ‘Ad nos, ad salutarem undam'” durch Kit Armstrong auf der Goll-Orgel im KKL Konzertsaal war zweifellos eine triumphale Vorstellung. Armstrongs meisterhafte Beherrschung der Orgel, gepaart mit seiner einfühlsamen Interpretation, verschmolzen zu einem musikalischen Ereignis von unvergesslicher Größe. Die Goll-Orgel erwies sich als majestätisches Instrument, und Armstrong als virtuoser Organist entführte das Publikum in eine Welt klanglicher Erhabenheit und spiritueller Tiefe die vom Publikum mit einem langanhaltenden Schlussapplaus belohnt wurde.

Text: www.leonardwuest.ch

Fotos: Philipp Schmidli  www.sinfonieorchester.ch

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Jean Yves Thibaudet hochkonzentriert

  • Jean Yves Thibaudet bei gekonnten Uebergriffen am Piano

    Jean Yves Thibaudet bedankt sich für die langanhaltenden Applaus

    Martha Argerich und Jean Yves Thibaudet spielen vierhändig

    Martha Argerich und Jean YvesThibaudet spielen sichtlich vergnügt

     

    Martha Argerich und Jean Yves Thibaudet geniessen die Akklamation

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