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Misa Hasegawa (Klavier) an der Seite des Festivalleiters Luz Leskowitz

Rellinger Maifestival Vorwort von Prof. Luz Leskowitz, Gründerund Leiter zum 34. Mai Festival 2019

Misa Hasegawa (Klavier) an der Seite des Festivalleiters Luz Leskowitz
Misa Hasegawa (Klavier) an der Seite des Festivalleiters Luz Leskowitz
Meine lieben Freunde ! Die Salzburger Solisten, seit 34 Jahren ein fester Bestandteil des Mai Festivals,  feiern dieses Jahr 40-jähriges Jubiläum. Das sind in unserer schnelllebigen Zeit fast zwei Generationen. Was waren das damals für ruhige Zeiten, ohne Handys, ohne Internet. Ich gründete 1970 mein erstes Festival, die Harzburger Musiktage, Ich schrieb Briefe auf der Schreibmaschine, ging zur Post usw. Und alles funktionierte. Die schönsten Konzertreisen kamen so zustande und die Festivals wuchsen …..

Bis 1978 trafen wir uns jeden Sommer zu den damals schon vier von mir gegründeten Musik Festivals. Es  waren Professoren vom Mozarteum, Konzertmeister und Mitglieder  der Berliner wie der Wiener  Philharmoniker sowie anderer Orchester, da kam regelmäßig Wolfgang Boettcher und Eberhard Finke, beides damals Solocellisten der Berliner Philharmoniker, da war jedes Jahr Ludwig Streicher, österr. „Star-Kontrabassist“, mein unvergesslicher Lehrer Ernst Wallfisch mit seiner Frau Lory und viele andere. Nach wunderbaren Konzerten verabschiedeten wir uns und freuten uns auf das nächste Jahr. Im  Sommer 1977 wuchs die Idee, diese wunderbare Kammermusik in Form eines neuen Ensembles das ganze Jahr über zu präsentieren. Der Name „Salzburger Solisten“ lag nahe, Gedacht….getan.

Im Juli 1979 fand das Gründungskonzert im Rahmen der 10. Harzburger Musiktage statt. Damals das Forellenquintett mit Jeremy Menuhin am Klavier und Mette Hanskov am Kontrabass.  Das Ensemble kann für sich – bis zum heutigen Tage – die Einmaligkeit in Anspruch nehmen, dass jedes Mitglied auch als Solist auftritt um sich im Dialog Gleichgesinnter und Gleichgestellter zu präsentieren. Alsbald konzertierten wir in sämtlichen Hauptstädten und Musikzentren Europas, unternahmen Konzertreisen nach Südamerika, nach Japan, nach Korea und nach Russland. 1991 wurden die Salzburger Solisten das „Hausensemble“ der Salzburger Schlosskonzerte, die ich 25 Jahre leitete. Wir hatten Sternstunden mit Kollegen wie Paul Badura Skoda, Ingrid Haebler, Jörg Demus, Elly Ameling, David Geringas, Mstislav Rostropovitsch, Hakan Hardenberger, Karl Leister, Michala Petri, Abdel Rahman El Bacha, Hermann Baumann, Igor Oistrach, Sergei Nakariakov, mit Mitgliedern des Amadeus Quartettes, mit dem Bartok Quartett, mit dem Kocian Quartett, mit dem Amati Ensemble und viele, viele andere. Für 10 verschiedene Firmen haben wir LPs und CD’s aufgenommen.

Zu unserem 25. Jubiläum widmete uns unser „Hauskomponist“, Vladimir Mendelssohn (seit 35 Jahren bei den Salzburgern) drei Bearbeitungen, Clair de lune von Debussy, Träume von Wagner und Beethovens Violin Romanze. Und jetzt zum 40. bekommen wir eine Komposition als Uraufführung. „Urban Larc 3“, mit Misa Hasegawa als Gast am Klavier,  Aylen Pritchin („Newcomer“ bei den Salzburger Solisten), Vladimir Mendelssohn ( 35 Jahre Salzburger Solist), Ingemar Brantelid (34 Jahre Salzburger Solist) und Mette Hanskov (40 Jahre Salzburger Solistin). Die Partitur betrachtend, fühlt  Vlady sich seiner Heimat Rumänien verbunden. Ich danke meinen lieben Kollegen, die sich zum Teil seit Jahrzehnten den Salzburger Solisten verbunden fühlen und ich wünsche uns allen noch viele gesunde Jahre des Musizierens

Am 10. Mai haben wir in Wien eine Musikerlegende zu Grabe getragen. Jörg Demus hat uns am 16. April für immer verlassen. Er stürzte Anfang März während einer Konzertreise in Italien in einem Hotel, wurde in Wien operiert und erholte sich danach nicht mehr. Er vollendete letzten Dezember sein 90. Lebensjahr. Mit Jörg Demus verlieren wir einen der letzten ganz großen Interpreten der österreichischen / deutschen Klassik und Romantik. Ihm war jegliche Show abhold, Jörg Demus machte Musik und war Musik. Ich persönlich habe ihm viel zu verdanken, abgesehen davon, dass wir seit 55 Jahren zusammen musizierten, hat er mich und später die Salzburger Solisten an all seine Konzertagenturen europaweit empfohlen. In Rellingen war Jörg Demus ebenfalls mehrere Male zu Gast.

Gerade von „Show“ gesprochen. Immer öfter dängen sich mir die Gedanken auf: „Musica, quo vadis?“  Haben wir noch Zeit, Musik in Ruhe zuzuhören? Junge Musiker, oder junge Musikstudenten, wie ich sie erlebe, sie haben kaum noch Zeit einen langsamen Satz wirklich langsam zu spielen. Alles muss schnell gehen, weil die nächste Nachricht auf Facebook schon wartet. Bei Wettbewerben spielen  junge Musiker so schnell und perfekt wie nie zuvor. Ist es das, was der Mensch hören will. Sensation? Event? N E I N ! Immer wieder denke ich an unser Maifestival. Ich möchte diesen Ort mit Hilfe meiner Kollegen als eine Stätte der echten Musik solange wie möglich erhalten. Unsere Seele verändert sich nicht, und wird sich nie verändern. Wir brauchen die Musik, die Musik beruhigt, tröstet, heilt und bringt uns auf bessere Gedanken. So wie in der Oper „Thais“ von Massenet, wo sich, während der wundervollen Meditation, Thais entschließt, ein besserer Mensch zu werden und den Weg der Entsagung zu gehen …..(Uraufführung Paris 1894, Handlung in Ägypten 4.Jahrhundert n.Chr.)

Um all die schönen Ideen verwirklichen zu können, brauchen wir Sie alle, die uns bisher die Treue halten und die Musikliebhaber, die keine Show erleben wollen sondern sich die Zeit nehmen, die Musik zu erleben. Ich bedanke mich, auch im Namen meiner Kollegen, bei jedem einzelnen Konzertbesucher, der den Weg zu uns in diese wunderbare Kirche findet. Und bitte bringt Eure Kinder mit!

Mein / unser Dank gilt den vielen sichtbaren und unsichtbaren Helferinnen und Helfern, die das Mai Festival vorher, während und danach unterstützend begleiten. Der Vorstand des MRK sei bedankt für die jedes Jahr wieder aufgebrachte Geduld mit dem „fliegenden Festival Chef“ ….. Danke an die Gasteltern, die auch dieses Jahr wieder in den „Startlöchern“ stehen, und auf „ihre“ Musiker warten …..

Ein Dank an die Medien bzw. an die Musik Journalisten, die sehr viel dazu beitragen, solche „Schätze“ wie Rellingen zu erhalten.

Und zu guter Letzt, wie sagt man in Wien: „ohne Geld ka‘ Musi“. Nachdem doch das Publikum im Vorfeld immer eine große „Unbekannte“ ist, sind wir für jede Unterstützung dankbar. Wir bedanken uns bei allen Sponsoren und Gönnern – es möge bitte in Zukunft auch so bleiben. Nächstes Jahr haben wir 35 Jahre Mai Festival Rellinger Kirche !

http://www.mrk-rellingen.de/

http://www.luz-leskowitz.at/

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Mark Knopfler Hallenstadion Zürich, 9.5.2019, Foto Urs Graber

Mark Knopfler „Down The Road Wherever“ Tour, Hallenstadion Zürich, 9. Mai 2019, besucht von Léonard Wüst

Mark Knopfler Hallenstadion Zürich, 9.5.2019, Foto Urs Graber
Mark Knopfler Hallenstadion Zürich, 9.5.2019, Foto Urs Graber

Besetzung:

Mark Knopfler und Band

Rezension:

Vier Jahre nach seinem letzten Konzert in Zürich spielt Mark Knopfler erneut im Zürcher Hallenstadion. Mit viel Charme und Gelassenheit zieht er das Zürcher Publikum von Beginn weg in seinen Bann. Die Setlist zeigt einen guten Mix aus Dire Straits-Songs und Liedern seiner Solo-Alben. In der, bis auf einige wenige Plätze ausverkauften Location startete Knopfler und seine zehn Mitmusikern mit einer aufgepeppten, rasanten Version von „Why Aye Man“ in den Abend, nimmt uns dann mit auf eine Zeitreise (auf der Telegraf Road?), die gut und gerne etwas über vier Dekaden umfasst, nach Dire Straits Zeiten von 1977 bis 1995, die Solokarriere.

Mark Knopfler Konzertplakat
Mark Knopfler Konzertplakat

Wobei Solo, da er ja immer eine Band dabei hat, auch nicht ganz zutreffend ist. Seine Karriere als Mark Knopfler and Band wär korrekt. Anyway: Seine äusserst treue Fangemeinde hat grösstenteils beide Lebensabschnitte miterlebt, wird es nicht müde, den unvergleichlichen Knopflersound zu geniessen. Dieser segelt dann nach Philadelphia, erlebt Zeiten im Wilden Westen, trifft einen „Matchstick man“ usw. Dazwischen aber platziert er noch „Romeo and Juliet“ äussert gefühlvoll interpretiert, fast scheu, mit zurückhaltend gezupften Saiten und einem kurzen, aber feinen Saxophonsolo garniert.

Knopfler performt einen well known  Song nach dem andern

Mark Knopfler, Konzertfoto von Urs Graber Hallenstadion Zürich, 9.5.2019
Mark Knopfler, Konzertfoto von Urs Graber Hallenstadion Zürich, 9.5.2019

Anschliessend macht er mit Bonaparte weiter, das durchlöcherte Herz bekommt Post aus Paraguay und dies „on every Street, sogar auf dem „Speedway nach Nazareth, bevor er „Money for nothing“ bekommt. Wir aber bekommen einen Knopfler in Hochform, dem seine Mitmusiker in nichts nachstehen. Knopfler war noch nie einer, der eine neue Türe geöffnet hat und sich in andere Sphären begab, er verbleibt, zusammen mit seinen Fans in der Wohlfühloase, die halt immer noch sehr stark mit der Dire Straits Zeit zusammenhängt. Obwohl in Glasgow geborener Schotte, fliesst aber je länger je mehr irischer Sound Mix in die Arrangements und versetzt dich in Pub Stimmung.

Besonderer Soundeffekt dank einem sehr versierten Violinisten

Mark Knopfler, Konzertfoto von Urs Graber Hallenstadion Zürich, 9.5.2019
Mark Knopfler, Konzertfoto von Urs Graber Hallenstadion Zürich, 9.5.2019

So waren dann auch immer wieder die Einsätze des ausgezeichneten Violinisten gefragt, der dafür auch meistens Szenenapplaus ernten durfte vom gutgelaunten Publikum. Saxophonist Graeme Blevins spiele nicht immer auf dem Altsaxophon, bei den irisch angehauchten Sequenzen griff er sich auch mal sein Sopransaxophon für die Phrasierung des Parts. Auch die Querflöte fand ihren Platz im vollen, satten Sound, den die, inkl. Knopfler, elf Musiker auf der Bühne des Wädlitempels ausbreiteten. Mit Piano und Saxophon wird der Titel „She’s Gone“ angespielt und wechselt nach einer knappen Minute nahtlos in „Your Latest Trick“ über.

Die ausgelassene Stimmung kumuliert sich bei den Zugaben

Mark Knopfler, Konzertfoto von Urs Graber Hallenstadion Zürich, 9.5.2019
Mark Knopfler, Konzertfoto von Urs Graber Hallenstadion Zürich, 9.5.2019

Das begeisterte Auditorium applaudierte die Protagonisten noch zu zwei Zugaben, bevor die „Brothers in Arms“ „Going home“. Ein schönes Konzert, das hielt, was man sich davon versprach, routiniert, aber trotzdem engagiert abgeliefert, aber auch ohne jegliche Überraschung. Knopfler Fans sind eher solche der Sorte stiller Geniesser, an seinen Konzerten gibt’s selten kreischende Teenies, gar Ohnmachtsanfälle. Mit diesem Typen möchte man am liebsten mit einem schönen Glas Rotwein vor dem knisternden Kamin ein gutes Gespräch führen.

Schlechte Karten für die Schwarzmarktkartenhändler

Mark Knopfler, Konzertfoto von Urs Graber Hallenstadion Zürich, 9.5.2019
Mark Knopfler, Konzertfoto von Urs Graber Hallenstadion Zürich, 9.5.2019

Klar, das Hallenstadion war ausverkauft, aber es gab nicht einen extrem grossen Run auf die Tickets, was den Schwarzhändlern vor den Eingängen das Geschäft doch sehr vermieste, wurden einem Tickets sogar unter dem regulären Preis

Kleine Fotodiashow des Events von Urs Graber :

fotogalerien.wordpress.com/2019/05/11/mark-knopfler-down-the-road-wherever-tour-hallenstadion-zuerich-9-mai-2019-besucht-von-leonard-wuest/

Text und Fotos: Léonard Wüst www.leonardwuest.ch

Fotos: Homepages Mark Knopfler ABC productions und Léonard Wüst

http://www.abc-production.ch/index,

https://www.markknopfler.com/https://www.markknopfler.com/

Homepages der andern Kolumnisten: www.gabrielabucher.ch    https://noemiefelber.ch/  https://annarybinski.ch/    Paul Ott:www.literatur.li

Autoren- und Journalisten-Siegel von European News Agency - Nachrichten- und Pressedienst

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Die taiwanesische Meisterin der Tastenzauberei Shih-Wei Huang

Weltklassepianogala am 31. Oktober in Sursee organisiert von der www.innerschweizonline.ch

Die taiwanesische Meisterin der Tastenzauberei Shih-Wei Huang
Die taiwanesische Meisterin der Tastenzauberei Shih-Wei Huang

Nicht verpassen: Weltklassepianogala am 31. Oktober in Sursee mit dem Rising Star am Pianofirmament Shih Wei Huang https://www.shihweihuang.com/

Eine kleine Kostprobe der grossen Meisterin:

Stravinskys Petrouchka

https://youtu.be/-2w29n4cURshttps://youtu.be/-2w29n4cURs

Sie können ruhig etwas länger verweilen, da andertags in drer Innerschweiz Feierag ist  (Allerheiligen)

Informieren Sie ihre Freunde und Bekannten rechtzeitig, es steht nur eine limitierte Anzahl Plätze zur Verfügung. First in, first served.

Nähere Informationen folgen, sobald das ganze Programm steht

Reservationen über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

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Intendant Michael Häfliger

Lucerne Festival setzt auf die eigenen Stärken

Intendant Michael Häfliger
Intendant Michael Häfliger

Das international renommierte Lucerne Festival will in Zukunft weiterhin auf die eigenen Stärken setzen und sein Profil schärfen: Deshalb fokussiert es sich ab 2020 auf die Weiterentwicklung des Sommer-Festivals. Im Mittelpunkt stehen neben dem Konzertprogramm mit Weltklasseorchestern und -künstlern die eigenen Projekte: das Lucerne Festival Orchestra, die Lucerne Festival Academy, die Lucerne Festival Alumni und Aktivitäten speziell für Stadt und Region Luzern. Als neues Format kommt im Herbst und Frühjahr je ein Wochenende hinzu, das jeweils unter anderem mit eigenen Projekten gestaltet werden soll. Im Zuge dieser Strategie werden das Oster- und das Piano-Festival nicht weitergeführt.

Stiftungsrat und Geschäftsleitung von Lucerne Festival haben die ab dem kommenden Jahr geltende neue Festivalstruktur im Rahmen ihrer periodischen Strategieüberprüfung beschlossen.

Diese ist, wie Stiftungsratspräsident Hubert Achermann und Festivalintendant Michael Haefliger am Dienstag gegenüber Medienvertreterinnen und -vertretern ausführten, darauf ausgerichtet, «die fünf zentralen Erfolgsfaktoren von Lucerne Festival noch stärker zum Tragen zu bringen».

Diese Erfolgsfaktoren sind

–       das Sommer-Festival als eines der international führenden Orchester-Festivals, in dessen Rahmen jeweils die berühmtesten Sinfonieorchester der Welt im KKL Luzern gastieren;

–       das von Chefdirigent Riccardo Chailly geleitete Lucerne Festival Orchestra, das von Claudio Abbado und Michael Haefliger 2003 ins Leben gerufen wurde, und als eines der besten Sinfonieorchester der Welt gilt. Mit seinen internationalen Tourneen wirbt es im Ausland auch als Botschafter für die Tourismus- und Kulturdestination Luzern;

–       die 2004 von Pierre Boulez und Michael Haefliger gegründete Lucerne Festival Academy, heute unter der künstlerischen Leitung von Wolfgang Rihm, als innovative Talentschmiede für Musiker, Dirigenten und Komponisten im Bereich der zeitgenössischen Musik;

–       die Lucerne Festival Alumni, ein weltweit einzigartiges Netzwerk ehemaliger Akademie-Teilnehmer, dessen Bedeutung durch die wachsende Konzerttätigkeit in Luzern und im Ausland stetig zunimmt. Die Alumni repräsentieren das Festival in Europa, den USA und Asien und stärken so ebenfalls den Ruf der Stadt Luzern als internationale Metropole klassischer Musik;

–       Aktivitäten und innovative Konzertformate, die speziell darauf ausgerichtet sind, die Verbundenheit des Festivals mit seiner Heimatstadt und -region Luzern zu vertiefen. Dazu gehören beispielsweise die Konzertübertragung auf dem Inseli, das Festival «In den Strassen», der Erlebnistag oder das Format «40min».

Frühling und Herbst: Wochenenden als neue kreative Rahmen-Formate

Als «strategisch von geringerer Bedeutung» für die weitere Stärkung der Marke Lucerne Festival haben Stiftungsrat und Geschäftsleitung demgegenüber das Oster-Festival und das Piano-Festival bewertet. Deshalb finden diese beiden kleinen Festivals in diesem Jahr zum letzten Mal statt.

Ab 2020 neu ins Leben gerufen werden zwei Wochenenden. Diese sollen dem Publikum jeweils im Frühjahr und Herbst hochkarätige, abwechslungsreiche Konzerte unter anderem mit Eigen­produktionen bieten. «Damit entwickeln wir den Kern unserer Marke mit eigenen Projekten des Lucerne Festival Orchestra, der Akademie, den Alumni und Young konsequent weiter» sagt Intendant Michael Haefliger.

Das Sommer-Festival weiter zu stärken, sei wichtig, da dieses die Basis des nationalen und internationalen Erfolgs von Lucerne Festival sei und diesem seine unverwechselbare Identität gebe. «Wir mussten uns entscheiden, worauf wir uns in Zukunft fokussieren wollen, auch vor dem Hintergrund, dass wir zu 95 Prozent eigenfinanziert sind», erklärt Haefliger, «und wir sind zum Schluss gekommen, dass die geplanten Wochenenden mit den vielfältigen Eigenproduktionen für unsere Weiterentwicklung wichtiger sind als das Oster- und das Piano-Festival».

Gemäss Stiftungspräsident Achermann haben die Hauptsponsoren «zustimmend auf die geplanten Neuerungen reagiert». Sie unterstützten diese und würden insbesondere in der Weiterentwicklung der Auslandprojekte ein grosses Potenzial sehen. Auch zwei Studien, welche das Marktforschungsinstitut GfK in den Jahren 2016 und 2017 bei der Stiftung Freunde von Lucerne Festival und bei weiteren Befragten durchgeführt habe, hätten eine klare Vorliebe für das Sommer-Festival ergeben. Achermann: «Dies hat mit zum Entscheid beigetragen, das Sommer-Festival durch den Ausbau dazu passender Aktivitäten weiter zu stärken».

Dasselbe gelte für die ebenfalls 2017 von der Hochschule St. Gallen durchgeführte jüngste Wirtschaftlichkeitsstudie über Lucerne Festival. «Auch diese Untersuchung», so Stiftungsratspräsident Achermann, «hat klar gezeigt, dass das Sommer-Festival für uns und für den Wirtschaftsstandort Luzern die höchste Wertschöpfung erzielt».

Stiftungsrat und Geschäftsleitung sind deshalb überzeugt, dass die neue strategische Ausrichtung Lucerne Festival zu noch grösserer Anerkennung verhelfen und es noch erfolgreicher machen wird. «Wir haben das getan, was jede gute Firmenführung tut, egal ob im Kultur-, Dienstleistungs- oder Industriebereich: Wir haben unsere Aktivitäten analysiert und beschlossen, uns auf unsere Kernbereiche zu fokussieren, um diese in Zukunft weiter zu stärken» sagen Hubert Achermann und Michael Haefliger. www.lucerbefestival.ch

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