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anztheater, Una noche elegante Foto Rupert Larl

Landestheater Innsbruck, Tanztheater Una noche elegante, 2. Februar 2019, besucht von Gabriela Bucher – Liechti

anztheater, Una noche elegante Foto Rupert Larl
anztheater, Una noche elegante Foto Rupert Larl

Regie & Choreografie

Choreografische Assistenz
Dramaturgie

 

Rezension:

Eleganz in drei Variationen

Zur Ballettpremiere von «Una Noche elegante» war das Tiroler Landestheater in Innsbruck letzten Samstag ausverkauft. Kein Wunder, denn die Tanzcompany von Enrique Gasa Valga hat einen sehr guten Namen. Das bestätigt auch die Tatsache, dass sich fürs nächste Vortanzen Ende Februar 400 Tänzerinnen und Tänzer angemeldet haben

Übung für Musikalität

Oktett Addison Ector, Balkiya Zhanburchinova
Oktett Addison Ector, Balkiya Zhanburchinova

Eine «elegante» Nacht also, mit Choreografien von Jiří Kylián, Uwe Scholz und Nacho Duato. Den Auftakt macht «Un Ballo» von Jiří Kylián. Dieser nannte sein Stück «Übung für Musikalität und Sensibilität zwischen männlichen und weiblichen Partnern» und erklärte, «Es ist ein Tanz zur Musik, nicht mehr». Der Bühnenhimmel hängt voller Kerzen, darunter stehen 7 Paare, immer wieder tritt eines davon in den Vordergrund. Dann wieder bewegen sich alle gemeinsam zu Ravels «Le Tombeau de Couperin“ und «Pavance pour une infante défunte». Die Kostüme sind in grau-anthrazit gehalten, die Röcke der Tänzerinnen wunderbar fliessend. Ab und an spielen sie kokett damit und erzeugen so spezielle Bilder. Eine Ode an den Tanz, die Paare sind in konstantem Zwiegespräch, das ist poetisch, ab und zu witzig und Tanzlust und Freude am Interpretieren der Musik sind sicht- und spürbar an diesem Abend.

Klassische Eleganz

POR VOS MUEROFederico Moiana, Lara Brandi, Martin Segeťa
POR VOS MUEROFederico Moiana, Lara Brandi, Martin Segeťa

Eine ganz andere Eleganz in «Oktett» von Uwe Scholz zu Musik von Mendelssohn Bartholdy. Eingangs ertönt die Stimme der Tänzerin Christine Jaroszewskis, für welche Scholz damals den Solopart des Balletts choreografiert hatte. Sie erzählt von der Entstehung des Stücks und von ihrer Zeit mit dem 2004 viel zu früh verstorbenen Choreografen, was dem Publikum eine andere Dimension zeigt, einen anderen Zugang zum Stück erlaubt. Auch Scholz interpretiert die Musik bis ins Kleinste, wiederholt Bewegungsabläufe im Rhythmus der sich wiederholenden Musiksequenzen. Hier wird aber klassisches Ballett getanzt, Spitzentanz für die Tänzerinnen, Sprünge, Pirouetten für die Tänzer, anspruchsvoll und auf höchstem Niveau. Die Tänzerinnen wirken fragil in ihren blassgelben Kleidern, wie Schmetterlinge, mit auffallend grazilen, anmutigen Armbewegungen. Die Tänzer kraftvoll, leicht gewöhnungsbedürftig für Liebhaber des modernen Balletts die enganliegenden weissen Pantalons, klassisch eben. Es wird eine Geschichte über Beziehungen und Freundschaften erzählt, die Paare finden und verlieren sich, als könnten sie weder miteinander noch ohne einander. Sie nehmen die Bühne mal von rechts, mal von links ein, in verschiedenen Formationen. Auch hier viel Tanzlust, ein fulminanter Schlussakt, die Emotionen aber auf einem anderen Niveau, etwas verhaltener, auch hier klassisch eben

Archaisch und modern zugleich

Yulian Botnarenko, Balkiya Zhanburchinova, Addison Ector
Yulian Botnarenko, Balkiya Zhanburchinova, Addison Ector

Nach der Pause folgt «Por vos muero» von Nacho Duato. Hier zeigt sich wiederum, was zeitgenössischer Tanz kann: Die Bewegungsabläufe sind beinahe unerschöpflich, die Ausdrucksmöglichkeiten dadurch so vielfältig, es ist wie eine Befreiung. Die Körper umspielen sich und fliessen ineinander, da ist Rhythmik, Poesie und eine herrliche Leichtigkeit. Anfänglich tragen die Tänzerinnen und Tänzer hautfarbenen Trikots, danach dunkle, samtene Gewänder, renaissance-artig in dunklen Blautönen. Teils tanzen sie zu spanischer Musik aus dem 15. und 16. Jahrhundert, teils zu Gedichten von Garcilaso de la Vega. Das ist archaisch und trotzdem modern, das lebt, pulsiert, fliesst.

Oktett Chiara Ranca, Mingfu Guo, Maria Pilar Sanchéz, Gabriel Marseglia, Balkiya Zhanburchinova, Addison Ector
Oktett Chiara Ranca, Mingfu Guo, Maria Pilar Sanchéz, Gabriel Marseglia, Balkiya Zhanburchinova, Addison Ector

Die Tanzcompany des Tiroler Landestheater überzeugt in allen drei Choreografien und zeigt sich auf der Höhe im klassischen wie im zeitgenössischen Tanz. Das Publikum war begeistert und spendete langanhaltenden Applaus. Die «elegante Nacht» ist ein gelungener Mix aus Moderne und Klassik und bietet für alle etwas, dies noch bis Ende Juni im Tiroler Landestheater im Grossen Haus

Text

www.gabrielabucher.ch

Kleine Fotodiashow der Produktion von Rupert Larl:

fotogalerien.wordpress.com/2019/02/03/landestheater-innsbruck-una-noche-elegante/

Fotos Rupert Larl

www.haus-der-musik-innsbruck.at

 
 
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Lian Wenqing Sopranistin Peking Oper Foto Shih Wei Huang

Guangzhou Symphony Orchestra, KKL Luzern, 27. Januar 2019, besucht von Léonard Wüst

Besetzung und Programm:

Lian Wenqing Sopranistin Peking Oper Foto Shih Wei Huang
Lian Wenqing Sopranistin Peking Oper Foto Shih Wei Huang

Rezension:

Chinesen haben durchaus auch Humor und Selbsironie

Dass etwas andere Töne erklingen, wenn chinesische Orchester am Werk sind, überrascht nun nicht wirklich. Dass sich die fernöstlichen Klänge aber durchaus neben klassischer klassischer Musik hören lassen, demonstrierte das Guangzhou Symphony Orchestra unter der Leitung von Komponist und Dirigent Tan Dun, der einige Erläuterungen zu den Werken auf Englisch gab, mit viel Enthusiasmus und grossem Können.

Igor Strawinskis « Feu d’artifice op. 4 » als Appetithäppchen

Dirigent und Komponist Tan Dun
Dirigent und Komponist Tan Dun

Bereits nach dem, nicht nur namentlichem Feuerwerk, hatten die Asiaten das Publikum im Sack, beeindruckten mit präzisem, ausgereiften Spiel, das der Dirigent mit einem Taktstock (heute schon fast die Ausnahme) leitete. Dieses Utensil liess er aber später beiseite und animierte seine Mitmusiker danach  mit Gesten, viel Augenkontakt und durchwegs auch vollem Körpereinsatz.

Doppelkonzert für Klavier und Pekingoper-Sängerin (nach der Filmmusik zu «Farewell my Concubine»).

Ralph van Raat (Klavier)
Ralph van Raat (Klavier)

Erstaunlich, dass als Pianist, der den Kaiser verkörpert, mit Ralph van Raat ein niederländischer Pianist verpflichtet wurde und nicht eine(r) der vielen grossartigen Tastenakrobaten aus dem Land der Mitte. Anyway. Als seine Partnerin, die treue Konkubine verkörpernd, stand mit Wenqing Lian eine Meisterin ihres Fachs auf der Bühne. Sie zählt heute zu den besten Interpretinnen des Rollentyps der Quingyi in der Peking Oper, der berühmtesten Form des chinesischen Musiktheaters. Quingyi symbolisiert die tugendhafte, junge, verheiratete Frau. Wenqing Lian war die letzte Schülerin des Altmeisters Mei Baojiu. Der Pianist hat nicht eigentliche Läufe und Themenabfolgen zu spielen, eher ein impressionistisches Aneinanderreihen von hingeworfenen Akkorden, fast bedrohlich klingend,  die martialische fernöstliche Kampfkunst symbolisierend. Seine Konkubine, die sich trotz seiner verlorener Schlacht ihm treu ergeben zeigt, singt in den, für die Peking Oper üblichen hohen Tonskalen, gehüllt in traditionelle bunte Gewänder, mit typisch weisspudrigem Gesicht und kronenähnlichem Glitzerkopfschmuck.

Lian Wenqing Sopranistin Peking Oper
Lian Wenqing Sopranistin Peking Oper

Die Konversation zwischen Klavier und Quingyi ist eigentlich eine tragische Liebesgeschichte zwischen Mann und Frau, Himmel und Erde und Klavier und Peking Oper“ (Zitat Komponist Tan Dun). Die Sopranistin leichtfüssig, mit grazilen Bewegungen, wirkt geheimnisvoll faszinierend auf das Publikum, welches dem ungewohnten Treiben auf der Bühne gebannt zusieht und lauscht. Das Orchester begleitet die beiden Hauptfiguren ebenso kongenial, wie zurückhaltend. Die Zuhörer zeigten sich begeistert vom Gebotenen und bezeugten dies denn auch mit einer langanhaltenden Applauskaskade, bevor man sich in die Pause begab.

Ren Tongxiang - 100 Birds Flying Toward Phoenix (arrangement by Guan Xia)

Liu WenWen Suona Solistin
Liu WenWen Suona Solistin

Mit der Suona, (Holzblasinstrument mit Doppelrohrblatt, vergleichbar der europäischen Oboe. Ihr Korpus ist etwas kürzer und schmaler, der Schalltrichter breiter und aus Messing oder Kupfer), meisterhaft gespielt von Wenwen Liu, lassen sich Vogelgezwitscher ähnliche Laute erzeugen. Diese Technik wird im wohl bekanntesten Stück für Suona, «Hundert Vögel in Anbetung des Phönix», denn auch reichlich angewandt und man staunt, wie unglaublich lange die Künstlerin Töne anzuhalten imstande ist. Entsprechend dann auch der Applaus des beindruckten Publikums.

Igor Strawinski - Suite «Der Feuervogel»

Komponist und Dirigent Tan Dun
Komponist und Dirigent Tan Dun

Für den Abschluss des Konzertes wählte Dirigent Tan Dun, ebenso wie für die sprühende Eröffnung, ein Werk des, zu seiner Zeit, sehr umstrittenen russischen Komponisten Igor Strawinski. Hier brillierten die Musiker mit viel Spielfreude, exzellenten Solopassagen, rhythmischer Ausgewogenheit und viel Temperament. Der Dirigent geleitete seine Mitmusiker mit grossem Feingefühl, Spielwitz und gestenreich durch die Partitur und wiedergab den Vogel wirklich feurig. Dieser Meinung war auch das Auditorium, welches die Protagonisten mit langanhaltendem Applaus feierte. Dieser wiederum veranlasste diese zu einer witzigen Zugabe, bei der sogar die Smartphones der Musiker einen Part übernahmen. Einmal mehr ein tolles Konzert der Migros – Kulturprozent – Classics Reihe, das vor einem sehr gut besetzten Konzertsaal stattfand.

Text: www.leonardwuest.ch

Fotos: www.shihweihuang.com

http://www.migros-kulturprozent-classics.ch/  

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10 March in Konservatorium Bern

Exklusiv Event: PP-Piano and Paintings 琴色和鳴, 10 March in Konservatorium Bern

10 March in Konservatorium Bern
10 March in Konservatorium Bern

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Shih Wei Huang  erhielt das gleiche Stipendium wie Lang Lang und studierte gegen den Willen ihres Vaters Musik. Der hätte sie lieber als Ärztin oder Rechtsanwältin gesehen.

Shih-Wei Huang

Shih-Wei Huang, *1988 in Taipei, absolvierte ihr Bachelor-Studium am renommierten
Curtis Institute in Philadelphia & erreichte ihren Master an der Yale University.
Sie gewann zahlreiche Auszeichnungen in den USA, Italien & Taiwan, u.a.
2001 & 2004 Steinway Young Artist Compet., 2011 52. Sorantin International Competition for Piano in Alaska sowie den Dorothy MacKenzie Artist Recognition Award in NY & 2012 bei der National Talent Bank.
Sie erzielte erste Preise beim internationalen Tastatur-Wettbewerb in NY, beim CHIMEI Artist Award, bei den Young Star Series Künstlern in Taiwan & beim Internationalen Mauro Paulo Monopoli-Klavierwettbewerb.
Die Taiwanesin begeistert als Solistin & Kammermusikerin. Ausserdem konzertiert
sie mit dem National Taiwan Symphony Orchestra & als Mitglied des Philadelphia
Orchestras. Diese hochbegabte Tastenkünstlerin hautnah zu erleben, ist magisch & unvergesslich. Im Moment belegt sie den Meisterkurs Klassik an der Hochschule für Musik in Luzern (HSLU). Nebst ihrer Muttersprache spricht sie ausgezeichnet englisch und deutsch. Ebenso kann man sich mit ihr in Mundart austauschen. Berührungsängste kennt sie keine, ist offen, freundlich und nett zu jedermann, unterhält sich am Rande des Auftritts mit den begeisterten Zuhörern, posiert geduldig und immer gut gelaunt für unzählige Erinnerungsfotos und Selfies.

https://www.shihweihuang.com/

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Alle vier Pianisten an den beiden Flügeln vereint Foto Boris Bürgisser

«Piano Summit» im KKL Luzern, Kenny Barron, Danny Grissett , Benny Green und Dado Moroni, 22. Januar 2019, besucht von Léonard Wüst

Alle vier Pianisten an den beiden Flügeln vereint Foto Boris Bürgisser
Alle vier Pianisten an den beiden Flügeln vereint Foto Boris Bürgisser

Besetzung:

Kenny Barron, Piano – Danny Grissett , Piano – Benny Green, Piano – Dado Moroni, Piano

Rezension:

Danny Grissett, der Ersatz für Cyrus Chestnut
Danny Grissett, der Ersatz für Cyrus Chestnut

Weltklassepianisten im KKL in Luzern, ob im klassischen oder jazzigen Bereich, sind ja schon eine Selbstverständlichkeit. Aber gleich vier davon in einem Konzert ist dann schon aussergewöhnlich Dass kurzfristig, aufgrund einer Erkrankung von Cyrus Chestnut, Danny Grissett für diesen einsprang, ist eher nebensächlich. Grissett ist ein zu versierter Virtuose, als dass dies auf die Qualität einen negativen Einfluss hätte haben können, zumal er früher auch schon mit „Piano Summit“ auf Tour und somit seinen Musikerkollegen schon bestens vertraut ist.

Erwartungen im Auditorium natürlich hoch, gar zu hoch?

Dado Moroni im Element
Dado Moroni im Element

Die Besetzung mit den vier virtuosen und hellhörigen Pianisten, die auf unterschiedliche Weise im Bebop verwurzelt sind, liess die Hoffnung auf ein ganz besonderes Konzert aufkeimen und das Publikum, mehrheitlich eher  gesetzteren Alters, war in aufgeräumter Stimmung und voller Vorfreude. Es war dann der „Einspringer“ Danny Grissett der sich als erster an einen der zwei Konzertflügel setzte und seine flinken Finger über die Tasten tanzen liess. Nachdem er sich mit einem Standard warmgespielt hatte, bat er den genuesischen Autodidakten  Dado Moroni auf die Bühne, an den zweiten, dort platzierten Konzertflügel. Auch der Italiener spielte sich kurz ein, bevor sie zu zweit loslegten. Dem Mann aus Genua sitzt der Schalk im Nacken, kontrastiert gegenüber dem eher ernsthaften Kalifornier am andern Flügel. Trotzdem harmonierten sie perfekt, intoniert der eine das Thema, wird es vom andern ausgeschmückt. Sie wechseln ab, stacheln sich dabei gegenseitig, ohne Worte, Gesten oder Blicke, an, werfen sich die Harmonien zu, schälen Kontraste heraus, garnieren mit ein paar Phrasen, mühe- und schwerelos huschen ihre Finger über die 176 Tasten der zwei Flügel.

Kenny Barren inszeniert Thelonious Monks «Well, You Needn’t»

Pianist Kenny Barron
Pianist Kenny Barron

Stilistisch überragend, der inzwischen 75jährige Grossmeister Kenny Barron der Monks Komposition geradezu seziert, entschlüsselt, modelliert und schlussendlich wieder zusammenfügt, so lässig gekonnt, wie er das seit 60 Jahren auf den Bühnen dieser Welt zelebriert. Nach einiger Zeit allein auf der Bühne, rief er den in Berkeley (Kalifornien) geborenen, gewitzten Benny Green auf dieselbe und sogleich legten sie los, leider auch sie nicht mit einem Renner des Be Pop, sondern mit eher ruhigen Balladen. Warum nicht zwischendurch was fetziges, einen Boogie Woogie, eine Ragtime Nummer, gar einen Klassiker wie „Take the A train“, St. Louis Blues, Caravan o.ä.?

Höhepunkt des Konzertes Blue Monk, interpretiert zu viert an zwei Flügeln

Benny Green JAZZBALTICA 2010 Foto Rolf Kissling
Benny Green JAZZBALTICA 2010 Foto Rolf Kissling

Vier grossartige Jazzpianisten, zwei perfekt gestimmte Flügel und eine wunderbare Saalakustik: Eigentlich perfekte Voraussetzungen für ein  Spektakel der Extraklasse. Jeder für sich absolute Weltklasse, aber der Ausflug in die Comedy Szene passt irgendwie nicht zu diesen grossartigen Musikern, mussten zwangsläufig missglücken. Die Versuche von Benny Green als Grimassen schneidender „Stand up comedian“ wirkten hilflos und sollten wohl das Publikum dazu animieren, etwas euphorischer mitzugehen. Ausgerechnet Benny Green, an sich ja wirklich ein witzig, pfiffiger Interpret, musste den Part des Clowns übernehmen. Gut besannen sich die Protagonisten dann doch wieder anders und griffen in die Tasten, spielten sich die Bälle (in Form von Noten und Harmonien) gekonnt zu. Dado Moroni hängte da schon mal den italienischen Macho raus, während Kenny Barron stoisch den unerschütterlichen Grandseigneur gab, Danny Grissett mit verblüffenden Einwürfen überraschte und Benny Green den ihm aufoktroyierten Tölpel leider nicht mehr ganz wegbrachte. Der Applaus des Auditoriums fiel trotzdem sehr stürmisch aus und beorderte die vier Künstler auf die Bühne zurück, um eine Zugabe zu gewähren. Diese fiel dann, mit «Rhythm-A-Ning», ebenfalls von Thelonious Monk, etwas zügiger, verspielter aus. Trotzdem: Sollten Sie den „Piano summit“ verpasst haben, haben Sie nicht wirklich etwas verpasst!

Text: www.leonardwuest.ch

Fotos:

www.allblues.ch

www.jazzluzern.ch

kennybarron.com/

http://www.dannygrissett.com/

bennygreenmusic.com

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