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Unfall und was dann • Wie wird Unfallstelle richtig abgesichert? Wie melde ich Schaden richtig?

Wenn es gekracht hat: Unfallstelle sichern und Europäischen Unfallbericht ausfüllen. Bei Personenschäden immer die Polizei rufen. Foto: HUK-COBURG
Wenn es gekracht hat: Unfallstelle sichern und Europäischen Unfallbericht ausfüllen. Bei Personenschäden immer die Polizei rufen. Foto: HUK-COBURG

Ferienzeit ist Urlaubszeit. Wie in jedem Jahr quälen sich Autokolonnen über deutsche Straßen. Das Risiko, in einen Unfall verwickelt zu werden, steigt. Von den über 1,5 Millionen Schäden, die der HUK-COBURG, im vergangenen Jahr gemeldet wurden, ereigneten sich knapp 30 Prozent in den Monaten Juli bis September. Das Risiko kennen die Autofahrer. Deutlich weniger können die Frage beantworten: Was ist im Fall der Fälle zu tun ist?

Werden Menschen verletzt, sollte die Polizei und wenn nötig auch der Krankenwagen informiert werden. Noch bevor die Polizei eintrifft, gilt es erste Hilfe zu leisten und die Unfallstelle zu sichern. Letzteres beginnt mit dem Einschalten der eigenen Warnblinkanlage und dem Anziehen der Warnweste noch im Auto. Danach wird das Warndreieck aufgestellt: Innerorts sollte es 50 Meter entfernt zur Unfallstelle stehen, auf Landstraßen und Autobahnen beträgt die Distanz 100 Meter. Liegt die Unfallstelle in einer Kurve oder hinter einer Kuppe, wird das Warndreieck davor aufgestellt.
Das Aufstellen auf Landstraßen und Autobahnen ist ein nicht ganz ungefährliches Unterfangen. Zum eigenen Schutz läuft man ganz weit rechts, am äußersten Fahrbahnrand – noch besser: das Laufen hinter der Leitplanke. Wer das Warndreieck aufgeklappt vor sich her trägt, verbessert zusätzlich seine Sichtbarkeit.

Die Polizei hält alle Unfall-Fakten in einem Protokoll fest. Bleiben die Kontrahenten unter sich, füllt man, wie die HUK-COBURG mitteilt, am besten einen europäischen Unfallbericht aus. Der sollte griffbereit im Handschuhfach liegen. Wer alle Fragen nach Personalien, Versicherung und Unfallhergang beantwortet sowie ein Foto vom Unfallgeschehen macht, hat eine solide Basis für die Schadenregulierung gelegt.
Gibt es Zeugen, werden natürlich deren Personalien notiert. – Den Unfallbericht stellen Versicherer ihren Kunden in der Regel kostenlos zur Verfügung.

Stehen die Fakten fest, ist der Unfallverursacher in der Uhr: Er muss seiner Versicherung den Schaden zeitnah melden. Und selbst wenn die Haftung klar zu sein scheint, sollte der Geschädigte das Gespräch mit der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung suchen.

Unfall mit ausländischem Pkw?
Deutschland ist ein Transitland. Gerade im Sommer sind viele ausländische Pkw auf deutschen Straßen unterwegs und Unfälle zwischen Ausländern und Deutschen keine Seltenheit. Verschuldet ein Ausländer einen Unfall, kann sich der deutsche Geschädigte mit seinen Ansprüchen an das „Deutsche Grüne Karte Büro“ wenden (Telefon (030) 2020 5757; Telefax (030) 2020 6757;
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.). In der Regel überträgt das „Deutsche Grüne Karte Büro“ die Schadenregulierung an einen inländischen Kfz-Haftpflichtversicherer. Der Schaden des deutschen Unfallopfers wird also reguliert, als hätte ein deutscher Verkehrsteilnehmer den Unfall verschuldet.

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Geld verprassen im Urlaub? Von wegen! Deutsche achten vor und im Urlaub auf ihr Budget

Knausern im Urlaub: SWOODOO hat die Deutschen in einer aktuellen Umfrage gefragt, wie sparsam sie im Urlaub sind. Die Ergebnisse sind nicht nur aufschlussreich, sondern bieten auch gute Tipps für Sparfüchse.
● Mehr als zwei Drittel der Deutschen planen ihr Urlaubsbudget vor der Reise.
● Zwei von drei Deutschen denken darüber nach, wie sie Geld im Urlaub sparen können.
Berlin, 11.07.2018. Einmal im Jahr steht der große Sommerurlaub an und wir Deutschen sind bekannt dafür, beliebte Traumziele zu bereisen, um Sonne satt und Genuss pur zu erleben. Doch wie freigiebig sind die Deutschen, wenn es um ihr erspartes Urlaubsgeld geht? Die Reisesuchmaschine SWOODOO fand in einer aktuellen Umfrage heraus, dass 70 Prozent der Deutschen ihr Budget vor der Reise durchplanen. 46 Prozent gehen die gesamten Kosten vor und während der Reise durch, jeder Zehnte schaut genau auf die Kosten von Tagesausflügen und Verpflegung vor Ort. Die junge Generation der 23- bis 35-Jährigen plant sogar zu 85 Prozent vorab ihr Budget für den Urlaub durch. Doch ist vor Ort dann wenigstens High Life und Sorglosigkeit angesagt? Nicht ganz.
„67 Prozent der Deutschen denken auch im Urlaub darüber nach, wo und wie sie Geld einsparen können. So will zum Beispiel knapp jeder Dritte vor Ort beim Shoppen weniger ausgeben“, weiß Manuel Hauslaib, Head of Brand bei SWOODOO. „Wir raten allerdings dazu, vor dem Urlaub die Reisekasse zu schonen und bei der Planung Preise von Flügen und Unterkünften zu vergleichen, um so das beste Reise-Schnäppchen zu finden. Dann bleiben auch ein paar Euro mehr fürs Shoppen oder leckere Cocktails am Strand übrig.“
Über die Umfrage
Das Internationale Umfrageinstitut CINT befragte zwischen dem 9. und dem 17. Januar 2018 insgesamt 26.216 Personen aus 26 verschiedenen Ländern zu ihrem Reiseverhalten. In Deutschland haben 1.009 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren teilgenommen. Mehrfachantworten waren teilweise möglich. Unter die Generationen Z und Y fallen die beiden Altersgruppen 18-22 sowie 23-35.
Alle Zahlen und Zitate können für Veröffentlichungen verwendet werden. Bitte setzen Sie als

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Urlaubsstaus: Ab Sonnabend gelten LKW-Ferienfahrverbote - echte Entlastung bringt nur europäische Verkehrskooperation

Staus sind teuer und belasten die Umwelt.
2017 kosteten sie den deutschen Staat etwa 30 Milliarden Euro. Einen
großen Anteil daran haben Ferienstaus. Am Donnerstag starteten mit
Hamburg und Brandenburg zwei weitere Bundesländer in die
Sommerferien. Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ziehen am
Montag nach. Dann werden 13 der 16 Bundesländer zeitgleich in den
Sommerferien sein. Dies bedeutet eine weitere Anreisewelle, die zum
Ende dieser Woche anrollt - und ein insgesamt erhöhtes Stauaufkommen
im Gesamtmonat Juli.

Abhilfe soll ein erweitertes LKW-Fahrverbot für Sonnabende in den
Monaten Juli und August schaffen, das auch in einigen europäischen
Nachbarländern gilt. Für echte Entlastung auf deutschen Straßen -
nicht nur in der Ferienzeit - sind laut dem Planungs- und
Beratungsunternehmen Arcadis länderübergreifende Initiativen
notwendig.

Zeitversetzt startende Sommerferien entspannen die Verkehrssituation
auf Deutschlands Autobahnen nur zum Teil. Eine sechswöchige
Sommerurlaubszeit kann für insgesamt 16 Bundesländer nicht ohne
Überschneidungen aufgeteilt werden. So kommt es im Juli trotzdem zu
einem hohen Verkehrsaufkommen, das die Umwelt und die Wirtschaft
schädigt - und in der Bevölkerung für Missmut sorgt. Gründe sind
unter anderem, dass noch immer viele Reisende aufs Auto setzen
anstatt alternative Verkehrsmittel wie Bahn oder Fähren zu nutzen.
Außerdem reisen die meisten trotz einer Ferienlänge von sechs Wochen
gleich in den ersten Tagen an beziehungsweise erst kurz vor Ende
zurück. Dazu kommt der Durchreiseverkehr aus anderen Ländern:
Deutschland ist nicht nur beliebtes Urlaubsland, sondern auch
beliebtes Transitland.

"Die Bundesregierung sollte noch stärker über Ferienzeiten und
Hauptreiserouten im In- und Ausland aufklären, strategisch gute An-
und Abreisezeiten empfehlen und alternative Reiserouten mit Bus und
Bahn besser vermarkten", sagt Marcus Herrmann, CEO von Arcadis Europe
Central.

Erweiterte LKW-Fahrverbote bringen nur leichte Entlastung

Um zumindest an Wochenenden für Entspannung zu sorgen, haben mehrere
europäische Länder ergänzende LKW-Fahrverbote in der Ferienzeit
eingeführt. So hat das Bundesministerium für Verkehr im Rahmen einer
neuen Ferienreiseverordnung Fahrverbote für LKW ab 7,5 Tonnen an
allen Sonnabenden in der Hauptferienzeit vom 1.7.-31-8.2018 erlassen.
Die Verbote gelten für besonders belastete Strecken zwischen 7 und 20
Uhr. Sie betreffen insgesamt 19 Autobahn-Abschnitte, vor allem im
Ruhrgebiet, im Rheinland und im Bereich München sowie für die
Bundesstraßen B 331 und B 96. Ausgewählt wurden die Strecken von den
Bundesländern selbst. Auch die Nachbarländer Frankreich, Österreich,
die Schweiz, Italien, Polen und Tschechien schränken den
Berufsverkehr in der Ferienzeit gesondert ein. Laut Arcadis sind für
eine echte Entlastung deutscher Straßen jedoch vor allem
länderübergreifende Verkehrsplanungsinitiativen wichtig.

Verkehrsplanung erfordert europäische Kooperation, nicht nur zur
Ferienzeit

"Verkehrsrouten enden nicht an Ländergrenzen. Entstehen dahinter
Staus, fehlen gute Verbindungen oder ist der Verkehr dort einfach
nicht optimal geplant, wirkt sich das auch im eigenen Land aus", sagt
Michael Hanita, Director Infrastructure Europe Central. Auch Routen
für alternative Verkehrsmittel wie Züge und Fähren sollten für
länderübergreifende Reisen europäisch geplant und vermarktet werden.
Zum Beispiel sollten Umsteigezeiten und Tarif-Optionen bestmöglich
abgestimmt werden. Idealerweise benötigt der Reisende nur ein Ticket
für die gesamte Reise. Ein gutes Beispiel dafür ist das Projekt
EurekaRail, bei dem Arcadis dabei unterstützt, schnelle,
grenzüberschreitende Zugverbindungen zwischen Deutschland, den
Niederlanden und Belgien zu ermöglichen.

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Studie: Jede(r) Fünfte verzichtet auf Reiseapotheke / Viele Reisende fahren ohne ausreichenden medizinischen Schutz in den Urlaub

Wichtige Arzneien fehlen oft unterwegs
- Viele Reisende fahren ohne medizinischen Schutz in den Urlaub
- Experten raten zwingend zu Präparaten gegen Wundinfektion.Sommerzeit ist Urlaubszeit mit all ihren
verlockenden Aktivitäten. Doch so vielversprechend Baden, Sonnen,
Wandern & Co. auch sein mögen - sie bringen mitunter auch Risiken mit
sich. Nicht alle Bundesbürgerinnen und -bürger sind gleich gut darauf
vorbereitet: Laut einer Studie der pronova BKK führen 18 Prozent der
deutschen Bevölkerung keine Reiseapotheke mit sich.

Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland hat im Urlaub oder
auf Geschäftsreise immerhin Pflaster und Medikamente gegen Kopf-,
Zahn- oder Rückenschmerzen dabei. Unterschätzt wird hingegen das
Risiko einer weiteren häufig auftretenden Urlaubserkrankung: Mittel
gegen klassische Magen-Darm-Beschwerden haben gerade einmal 31
Prozent der Befragten im Gepäck. Gleiches gilt für
Desinfektionsmittel, dabei bergen zum Beispiel felsige Badestrände
oder sportliche Aktivitäten im Ausland zahlreiche Gefahren. "Ein
Wunddesinfektionsmittel gehört zwingend in jede Reiseapotheke", rät
deshalb Dr. Gerd Herold, Beratungsarzt der pronova BKK. Bei
Schmerzmitteln können Kautablettenhilfreich sein, da diese ohne
Wasser eingenommen werden können. "Grundsätzlich sind in allen
Apotheken günstige Reiseapotheken in Standardausrüstung erhältlich.
Wichtig ist, Medikamente, die man ständig braucht, im Handgepäck zu
verstauen."

Wichtige Medikamente sollten griffbereit sein

Auch, wenn es um die schnelle Behandlung von Wunden geht, sind viele
deutsche Urlauber unterversorgt: Knapp 60 Prozent der Befragten geben
an, keine Wund- und Heilsalbe dabei zu haben und zwei Drittel nehmen
kein Verbandzeug mit. Bei Prellungen, Stauchungen und Verspannungen
kann sich zudem weniger als ein Drittel der Reisenden aus Deutschland
schnell selbst helfen - nur 23 Prozent haben Wärmepflaster, Schmerz-
oder Wärmegele eingepackt. Noch zurückhaltender sind die Befragten
bei den Klassikern gegen Erkältungssymptome: Nur 29 beziehungsweise
27 Prozent führen medizinische Hustenbonbons oder Nasenspray mit
sich, fiebersenkende Präparate haben gerade einmal 26 Prozent dabei.
Im Schnitt packen Reisende etwa fünf Medikamente ein. Frauen sind
Männern dabei einen kleinen Schritt voraus: Während die Herren meist
maximal vier Medikamente griffbereit haben, sind es bei den Damen
immerhin fast sechs Präparate. "Was in eine Reiseapotheke gehört,
hängt natürlich von Reiseziel, Reisedauer und den Bedürfnissen der
Mitreisenden ab", so der pronova BKK Experte weiter. "Grundsätzlich
ist es zu empfehlen, solche Medikamente mit sich zu führen, die auf
der Hin- und Rückreise möglicherweise schnell benötigt werden. Viele
Präparate sind am Reiseziel zudem nicht in gewohnter Qualität,
schlimmstenfalls gar nicht erhältlich." Ganz gleich aber, welche
Medikamente und Hilfsmittel auf Reisen eingepackt werden, es sollten
unbedingt Lagerungshinweise und Verfallsdaten beachtet werden.

Zur Umfrage

Die Befragung "Männer-/Frauengesundheit 2018" wurde im Frühjahr 2018
im Auftrag der pronova BKK im Rahmen einer Online-Befragung
durchgeführt. Bundesweit wurden bevölkerungsrepräsentativ dazu 2.000
Bundesbürger befragt.

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