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Miet-Map für Düsseldorf: Rheinnähe kostet extra Preiswert entlang der U79

ImmoScout24 hat die durchschnittlichen Mietpreise in Düsseldorf entlang des öffentlichen Nahverkehrsnetzes ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen: Die Topwohnlagen in Düsseldorf liegen in unmittelbarer Innenstadt- und Rheinnähe. Sowohl linksrheinisch als auch rechtsrheinisch rangieren die Angebotspreise für eine Durchschnittswohnung oberhalb der 1.000-Euro-Grenze. Dagegen finden Interessenten entlang der U79 in Richtung Duisburg noch Wohnungen weit unter dem Düsseldorfer Durchschnitt von 790 Euro.

Flanieren entlang der Rheinuferpromenade, shoppen auf der „Kö“ oder eine der außergewöhnlichen Kunstausstellungen entdecken: Düsseldorf spiegelt die rheinische Lebensfreude in allen Bereichen wider. Die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen ist nicht nur eines der bedeutendsten Wirtschaftszentren Deutschlands, sondern gilt als attraktive Kunst-, Kultur- und Modemetropole. Neben einer hervorragenden Infrastruktur bietet Düsseldorf mit zahlreichen Museen, Kinos und Bühnen, exklusiven Einkaufmöglichkeiten sowie der Nähe zum Rhein ein vielseitiges Angebot an Kultur und Freizeit. Nicht umsonst zählt die Rheinmetropole 2019 laut Mercer-Studie zu einer der lebenswertesten Städte weltweit – entsprechend begehrt sind viele Wohnlagen.

Teuerste Mieten in unmittelbarer Innenstadt- und Rheinnähe
Aufgrund der zentralen Lage und der Nähe zum Rhein erfreuen sich vor allem die Stadtteile auf der linken Rheinseite großer Beliebtheit. Die Attraktivität spiegelt sich in den Mietpreisen wider. So ist Oberkassel mittlerweile der teuerste Stadtteil Düsseldorfs. An der Haltestelle Lügplatz liegen die Mieten für eine 70 Quadratmeter große Wohnung in der Neuvermietung bei 1.066 Euro. Überquert man den Rhein in Richtung Altstadt und Pempelfort werden am zentralen Ein- und Ausstiegspunkt Tonhalle/Ehrenhof mit 1.022 Euro ähnlich hohe Preise aufgerufen. Noch teurer wird es allerdings in Carlsstadt, dem wohl zentralsten Stadtteil in Düsseldorf. Mit einer durchschnittlichen Kaltmiete von 1.080 Euro lebt es sich an der Haltestelle Poststraße am teuersten. Auch im nördlichen Golzheim rangieren die Angebotspreise in der Neuvermietung oberhalb der 1.000-Euro-Grenze, wie an der Haltestelle Golzheimer Platz mit 1.064 Euro oder der Station Kennedydamm mit 1.030 Euro.

Bis zu 6,9 Prozent Preisanstieg 
Vergleicht man die aktuellen Kaltmieten mit denen von 2019, zeigt sich ein deutlicher Anstieg quer durch die Stadt. Am Medienhafen, einem einstig sehr tristen Gewerbegebiet, wurde durch die Kombination aus alten Hafengebäuden und modernen Glasbauten eine ganz besondere Wohnatmosphäre geschaffen. Wenig überraschend sind hier auch die Angebotspreise gestiegen. So zahlt man an der Haltestellte Speditionsstraße mit rund 928 Euro für eine 70-Quadratmeter-Wohnung im Schnitt 6,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Eine ähnliche Preisdynamik liegt auch an angrenzenden Haltestelle Medienhafen/ Kesselstraße vor. Mit 844 Euro in der Neuvermietung liegen hier die Angebotspreise durchschnittlich 5,2 Prozent über dem Vorjahrswert. Mit einem Preisanstieg von rund 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gehört auch der zentrale Bahnhof Tonhalle/Ehrenhof zu den Spitzenreitern. Der höchste Preisanstieg ist mit 6,9 Prozent im nördlichen Oberrath zu verzeichnen, wo sich gehobenes Wohnen mit einer ruhigen grünen Lage verbindet. Lagen hier die Mieten 2019 noch bei rund 687 Euro, waren es 2020 im Schnitt 735 Euro.

Verkehrsgünstig und bezahlbar in Richtung Duisburg
Auf der Suche nach günstigen Wohnungen in der Neuvermietung hat man es im Düsseldorfer Zentrum schwer. Wer bezahlbare Mieten finden möchte, sollte seinen Blick in Richtung Duisburg lenken. Hier profitiert man von einem breiter gefächerten Wohnungsangebot, einer gut ausgebauten Verkehrsanbindung und der Nähe zu Düsseldorf. Entlang der Stadtbahnlinie U79 sind die Angebotspreise für eine 70 Quadratmeter große Wohnung mit rund 456 Euro am Bahnhof DU-Meiderich oder 442 Euro am Bahnhof Duisburg Platanenhof noch vergleichsweise erschwinglich.

Durchschnittlich sind die Mietpreise in Düsseldorf für eine 70-Quadratmeter-Bestandswohnung im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent gestiegen. Für keine Station entlang des öffentlichen Nahverkehrsnetzes konnte eine Verringerung verzeichnet werden.

Hier finden Sie die Düsseldorfer Miet-Map: 
https://www.immobilienscout24.de/immobilienbewertung-v2/ratgeber/mietpreise-und-kaufpreise/mietspiegel/miet-map-duesseldorf.html

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Bezahlbares und zukunftsfähiges Bauen und Wohnen: Modellvorhaben gesucht!

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und das
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) suchen für ein
Forschungsprojekt zur Vereinbarkeit von bezahlbarem und zukunftsfähigem
Bauen und Wohnen bis zu 60 Modellvorhaben. Das Spektrum reicht von
Wohngebäuden und Wohnanlagen über Gebäudeensembles bis zu kleinen
Quartiers- oder Siedlungseinheiten.

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und das
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) suchen für ein
Forschungsprojekt zur Vereinbarkeit von bezahlbarem und zukunftsfähigem
Bauen und Wohnen bis zu 60 Modellvorhaben. Das Spektrum reicht von
Wohngebäuden und Wohnanlagen über Gebäudeensembles bis zu kleinen
Quartiers- oder Siedlungseinheiten. Bauherren und Bestandshalter können
sich mit ihren innovativen Projekten bis zum 15. März 2021 bewerben. Alle
Informationen stehen unter <www.bbsr.bund.de/bzbw> bereit.

BMI und BBSR suchen Modellvorhaben, die ökologische, ökonomische und
soziale Ziele eines nachhaltigen Wohnungsbaus beispielhaft vereinen. Aus
den Projektergebnissen wollen sie übertragbare Erkenntnisse und Best-
Practice-Ansätze gewinnen. Die Modellvorhaben sollten mindestens folgende
Kriterien erfüllen:

•       In Summe sollen mindestens 50 Prozent der Wohnungen ein niedriges
und mittleres Preisniveau aufweisen – nach Einschätzung des Projektträgers
entsprechend der örtlichen Situation.
•       Die Projekte sollen nach gesetzlichen Anforderungen ab 2009 oder
später genehmigt worden sein.
•       Sie sollen einen besseren Energieeffizienz-Standard als gesetzlich
vorgeschrieben haben, wobei der Fokus auf besonders innovativen Standards
liegen soll (z.B. Plus-Energie-Haus, Nullenergiehaus, energieautarkes
Haus, ressourcenschonende Lösungen).
•       Die Wohnungen sollen fertiggestellt und mindestens ein Jahr
bewohnt sein.

Für ihre Mitwirkung am Projekt erhalten die Träger der Modellvorhaben eine
pauschale Aufwandsentschädigung und Zugang zum fachlichen Austausch
zwischen den Modellvorhaben sowie Fachexpertinnen und -experten.

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Behagliches Wohnen mit Hilfe einer Energieberatung Weiteres Erklärvideo des DEN: Auch Sicherheit lässt sich erhöhen

Wie behagliches Wohnen aussehen sollte, zeigt das neueste Erklärvideo des Deutschen Energieberater-Netzwerks (DEN) e.V. Hier erhalten Endkunden einen Überblick, was sich alles beim Wohnen durch eine kompetente und unabhängige Energieberatung verbessern lässt. Schon in einem ersten Erklärvideo hat der Verein auf die vielfältigen Möglichkeiten den Energieverbrauch im Gebäude zu verbessern aufmerksam gemacht.

So können durch energetische Maßnahmen im gesamten Haus oder in der Wohnung der Energiebedarf reduziert und der Wohnkomfort erhöht werden. „Lärm und Zugluft sind unangenehm. Lüftungs- und Wärmekonzepte können hier deutliche Verbesserungen schaffen“, sagt der DEN-Vorsitzende Dipl.-Ing. Hermann Dannecker: „Man fühlt sich dann wohler im eigenen Heim.“

Dabei lässt sich bei Maßnahmen zur energetischen Verbesserung auch das Thema Sicherheit berücksichtigen. Fenster und Türen können einbruchssicher ersetzt werden und die Überprüfung des Brand- und Schallschutzes im Rahmen der Beratung sind ebenfalls möglich. So fühlen sich die Bewohner nicht nur wohler, sondern auch sicherer. „Solche Leistungen durch Energieberater sind förderfähig“, betont Dannecker. „Hier lassen sich Zuschüsse bis zu 80 Prozent der Kosten erzielen.“

Neben Informationen zur Energieberatung und zum behaglichen Wohnen finden Endkunden weitere informative Filme zum Thema Lüftung, Mieterstrom und Sommerhitze auf der Interseite des DEN unter https://www.deutsches-energieberaternetzwerk.de/das-deutsche-energieberater-netzwerk-e-v/filme/

oder unter https://www.deutsches-energieberaternetzwerk.de/qualifizierte-energieberatung/privathaushalte/

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GEG – ein Gesetzeswerk mit Licht und Schatten Stellungnahme des DEN zum bevorstehenden Gebäudeenergiegesetz

Am 1. November 2020 tritt das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Kraft. Das bisherige Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die bisherige Energieeinsparverordnung (EnEV) und das bisherige Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) werden durch dieses Gesetz ersetzt.

Dazu nimmt der Vorstand des Deutschen Energieberater-Netzwerks DEN e.V. aus Sicht der Energieberatung Stellung.

 

Das GEG ist ein Lehrbeispiel dafür, dass Politik sich schwertut, konsistente Entscheidungen zu treffen. Die Koalition hat sich, ganz demokratisch, an ihre Koalitionsvereinbarung gehalten und umgesetzt, was vereinbart wurde: keine Verschärfungen im Gebäudebestand, keine wesentlichen Herausforderungen im Neubau. Trotz des im Grunde sehr soliden Vorgehens hat die Politik es jedoch verpasst, die Dynamik der Klimabewegung aufzunehmen und mutige Entscheidungen zu treffen für einen zukunftsfähigen Gebäudebestand.

Gebäude verursachen nicht nur 30% der klimarelevanten Treibhausgasemissionen, sondern auch einen erheblichen Teil der privaten (und über die kommunalen Haushalte durch Transferleistungen zu kompensierenden) Lebenshaltungskosten. Zusätzlich ist Bauen und Sanieren ein erheblicher Wirtschaftsfaktor, mit einer starken lokalen Wertschöpfung, aber auch einer mit erheblichem Ressourcenverbrauch. Doch während beim Auto Fahrverbote möglich sind, etwa wegen Herstellerbetrugs, wird beim Gebäudebestand wesentlich stärker auf Eigeninitiative gesetzt.

Trotz der Differenzen zwischen Klimaschutzanforderungen und Eigentümerinteressen ist es den zuständigen Resorts (vor allem im BMWi und BMI) gelungen, dieses Gesetz auf den Weg und durch den Bundestag zu bringen - nicht zuletzt, indem sie vor 12 Monaten einen unabgestimmten Ressortentwurf in die Verbändeanhörung gegeben haben. Das war harte Arbeit für alle Beteiligten.

 

Fazit aus Sicht des DEN:

  1. Gut, dass endlich seit 5 Jahren überholte Normen nicht mehr Bilanzierungsgrundlage im Ordnungsrecht sind.
  2. Bei der Ausstellungsberechtigung von Energieausweisen in NWG wurde endlich unsere langjährige Forderung umgesetzt, auch Menschen ohne akademische Grundausbildung, aber mit Praxiserfahrung und gleichwertiger Qualifikation zuzulassen.
  3. Sanierungsfahrpläne werden einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten müssen. Die Umsetzung durch kostenfreie (eigentlich aber honorarpflichtige Beratungsleistungen) ist jedoch nicht optimal. Hier wird es entscheidend auf die Ausgestaltung der Umsetzung und es Vollzuges ankommen.

 

Das Deutsche Energieberater-Netzwerk hat bereits vor einem Jahr einen Fünf-Punkte-Plan für ein GEG vorgeschlagen. Die Anforderungen der bisherigen EnEV und des bisherigen EEWärmeG sollten in folgenden Anforderungen zusammengefasst werden:

  1. Begrenzung des mittleren U-Wertes als Anforderungswert an die Gebäudehülle und Begrenzung des Fensterflächenanteils (keine Glashäuser, die ohne passiven Sonnenschutz mittels Simulation schön gerechnet werden), um in klimatischer Hinsicht zukunftsfähige Gebäude zu bauen und dem sommerlichen Wärmeschutz gerecht zu werden.
  2. Anforderungswert für den maximalen Primärenergiebedarf unter Berücksichtigung des nichterneuerbaren und erneuerbaren Anteils als Maßstab für den Ressourceneinsatz (perspektivisch sind ggf. neue Kennwerte erforderlich, deren Entwicklung durch Forschungsprojekte untersucht werden muss).
  3. Mindestwert für die Deckung des Primärenergiebedarfs durch Erneuerbare Energien (ggf. Vorgaben für die Effizienz der Anlagentechnik).
  4. Einführung eines Maximalwertes für den CO2-Ausstoß als Maßstab für die Klimaverträglichkeit perspektivisch ergänzt (ähnlich dem Schweizer Modell, z.B. durch Mobilitätsfaktoren u.a.).
  5. Monitoring der Verbrauchsdaten zur Erfolgs-und Qualitätssicherung

(siehe hierzu: https://www.deutsches-energieberaternetzwerk.de/wpcontent/uploads/2019/07/DEN_GEGStellungnahme_-2019_Teil1.pdf)

An diesem Plan hat sich nichts geändert. Insbesondere die Aspekte der Wohnhygiene (sommerlicher Wärmeschutz, Raumluftqualität) haben sogar durch die Corona-Krise sogar noch an Bedeutung gewonnen.

Im Grunde setzt der Bund mit dem GEG die bisherige Strategie fort: kein Zwang, stattdessen intensive Förderung von ambitionierten Standards. Hier vertrauen wir als DEN darauf, dass die Umsetzung der Förderstrategie für Gebäude (die ja auf das GEG Bezug nimmt) auch wirklich Impulse setzt und zu einer Steigerung von Sanierungszahlen und von Qualität beiträgt und nicht nur zusätzliche Mitnahmeeffekte generiert.

Ganz praktisch hoffen wir vor allem darauf:

-       dass es eine Möglichkeit gibt, die über 10.000 Normenseiten, die im GEG als Grundlage in Bezug genommen sind, barrierefrei – also kostenfrei - zugänglich zu machen,

-       dass die Softwarehersteller zeitnah alle Änderungen einpflegen können und die Kosten unserer Softwarelizenzen dafür nicht überproportional steigen,

-       dass der Bund die Bedeutung der Qualifizierung erkennt und alle Planer, Bauherren und vor allem die Bauaufsichten mit zielgruppenadäquaten Weiterbildungshilfen unterstützt und

-       dass kostenlose Energieberatung staatlich finanzierter Institutionen nicht zu einer Entwertung der hochqualifizierten Arbeit von Architekten, Ingenieuren und unabhängigen Energieberatern führt.

Im Grunde ist ein so kleinteiliges Gebäudeenergiegesetz entbehrlich. Klimaschutz zielt auf den Erhalt unserer Lebensgrundlage ab, und deren Schutz ist im Grundgesetz verankert. Es verdeutlicht also den Stellenwert des Gebäudebestandes für die Klimaziele, wenn die Politik dafür ein eigenes Gesetz erlässt.

 

 

Das Deutsche Energieberater-Netzwerk (DEN) e.V. ist ein Zusammenschluss von rund 700 Ingenieuren, Architekten und Technikern. Alle Mitglieder verbindet das gemeinsame Arbeitsgebiet der Beratungs- und Planungsleistungen zur effizienten Energienutzung und Einsatz von erneuerbaren Energien im Gebäudebestand, der Wohnungswirtschaft, Gewerbe und Industrie sowie für Kommunen. Ihre Beratung erbringen sie neutral und unabhängig.

 

Deutsches Energieberater-Netzwerk (DEN) e.V.

Geschäftsstelle Frankfurt/Offenbach

Berliner Straße 257

63067 Offenbach

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www.deutsches-energieberaternetzwerk.de

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