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Gesundheit

Prof. Schiffer (r.) und Prof. Wiesener haben das Erlanger Forschungskolleg mit dem Fokus auf seltenen Nierenerkrankungen gemeinsam entwickelt und eingereicht.  Foto: Michael Rabenstein/Uni-Klinikum Erlangen

Hohe Fördersumme für Erlanger Nierenforschung

Prof. Schiffer (r.) und Prof. Wiesener haben das Erlanger Forschungskolleg mit dem Fokus auf seltenen Nierenerkrankungen gemeinsam entwickelt und eingereicht.  Foto: Michael Rabenstein/Uni-Klinikum Erlangen
Prof. Schiffer (r.) und Prof. Wiesener haben das Erlanger Forschungskolleg mit dem Fokus auf seltenen Nierenerkrankungen gemeinsam entwickelt und eingereicht. Foto: Michael Rabenstein/Uni-Klinikum Erlangen

Clinician-Scientist-Programm zu seltenen Nierenerkrankungen erhält eine
Million Euro
Die Medizinische Klinik 4 – Nephrologie und Hypertensiologie des
Universitätsklinikums Erlangen konnte sich durchsetzen. Mehr als die
Hälfte aller Medizinischen Fakultäten deutscher Universitäten hatte sich
für eines der neuen Forschungskollegs beworben. Die Else Kröner-Fresenius-
Stiftung (EKFS) und die Eva Luise und Horst Köhler Stiftung für Menschen
mit Seltenen Erkrankungen (ELHKS) entschieden sich nun für die Konzepte
aus Erlangen und Dresden. Für die Ausbildung von Clinician Scientists
erhalten beide Universitätsklinika je eine Million Euro. „Das ist eine
große Auszeichnung für uns und wird die Forschung und die
Medizinerausbildung im Bereich der seltenen Nierenerkrankungen ein gutes
Stück voranbringen“, freut sich Prof. Dr. Mario Schiffer, Direktor der
Medizin 4 des Uni-Klinikums Erlangen.

Während das Erlanger Forschungskolleg mit dem Fokus auf seltenen
Nierenerkrankungen die nephrologische Expertise der Partner-Uni-Klinika
Hamburg-Eppendorf und Köln mit einbindet, wirken am Dresdener
Forschungskolleg mit dem Fokus auf seltenen endokrinen Erkrankungen die
LMU München und das Uni-Klinikum Würzburg mit. „Die standortübergreifende
Zusammenarbeit war uns bei dieser Ausschreibung besonders wichtig, um die
wegen der Seltenheit der Erkrankungen verteilte Expertise zu bündeln und
so einen zügigen Transfer von der Forschung in die Patientenversorgung zu
befördern“, erklärt Prof. Dr. Michael Madeja, wissenschaftlicher Vorstand
der EKFS. An allen beteiligten Standorten werde daher im Rahmen
strukturierter Clinician-Scientists-Programme wissenschaftlich hoch
talentierten Ärzten die effektive Verbindung von klinischer Tätigkeit und
Forschung ermöglicht.

„Seltene Erkrankungen wurden in der medizinischen Ausbildung und Forschung
bisher nur randständig behandelt – mit dramatischen Folgen für die
Betroffenen“, erklärt Prof. Dr. Annette Grüters-Kieslich,
Vorstandsvorsitzende der ELHKS. „Die Vielzahl hochkarätiger Bewerbungen,
die wir auf die Ausschreibung erhalten haben, zeigt jedoch, dass die
Universitätsklinika prinzipiell bereit sind, ambitionierten jungen Ärzten
auch im Bereich der seltenen Erkrankungen Karrierewege zu eröffnen und
eine fundierte wissenschaftliche Qualifikation zu ermöglichen.“ Gezielte
Forschungsförderung könne hier wichtige Impulse setzen und helfen,
nachhaltige Strukturen für exzellente Forschung und einen schnellen
Wissenstransfer zu etablieren, erläutert die renommierte Endokrinologin.
Die ausgewählten Standorte bieten ein umfassendes Betreuungs- und
Ausbildungsangebot für insgesamt zwölf Kollegiaten sowie eine individuelle
Förderung ihrer wissenschaftlichen und klinischen Laufbahnen.

Forschungskolleg des Uni-Klinikums Erlangen: „Seltene Nierenerkrankungen“

„Die patientenorientierte translationale Forschung und das Training von
gut ausgebildeten klinischen Forschern, die auf diesem Gebiet fundierte
klinische und wissenschaftliche Expertise ausbilden, hat sich gerade im
Bereich der seltenen Nierenerkrankungen als wichtig herausgestellt“,
erklärt Prof. Schiffer, der das Forschungskolleg gemeinsam mit Prof. Dr.
Michael Wiesener, Oberarzt der Medizin 4 des Uni-Klinikums Erlangen,
entwickelt und eingereicht hat. „Im Bereich der seltenen Erkrankungen
werden die molekularen Befunde aus der Humangenetik und der Pathologie in
ihrer Interpretation zunehmend komplexer, lassen aber hoffen, dass sie
künftig sowohl diagnostisch als auch therapeutisch wesentliche
Fortschritte erzeugen. Um Mediziner der Zukunft auszubilden, die diese
Befunde einordnen und bewerten können, halten wir es für wichtig, ein
strukturiertes Forschungs- und Ausbildungscurriculum für junge Kliniker
vorzulegen, das den translationalen Aspekt von Patientenversorgung sowie
klinischer Forschung und Grundlagenforschung miteinander kombiniert.“ Die
Vernetzung mit zwei weiteren überregionalen Zentren, den Uni-Klinika
Hamburg-Eppendorf und Köln, ermöglicht sowohl wissenschaftlichen als auch
klinischen Austausch mit ausgewiesenen nephrologischen Abteilungen, in
denen die Ausbildung von Clinician Scientists ebenso höchste Priorität
hat. Weiterhin wird den jungen Ärzten durch die gemeinsame Nutzung von
Biomaterialien und den Austausch über neue diagnostische und
therapeutische Technologien ein optimal vernetztes Forschungsumfeld zu
seltenen Nierenerkrankungen geboten.

Seltene Erkrankungen – Zahlen und Fakten

Eine Erkrankung gilt dann als selten, wenn nicht mehr als 5 von 10.000
Menschen daran leiden. Expertenschätzungen zufolge handelt es sich dabei
um etwa 7.000 bis 8.000 Krankheitsbilder, die überwiegend genetisch
bedingt sind und mit zumeist komplizierten Beschwerdebildern und
schwerwiegenden Krankheitsverläufen einhergehen. Allein in Europa geht man
von 30 Millionen Betroffenen aus, die meisten von ihnen sind minderjährig.

Else Kröner-Fresenius-Stiftung

Die gemeinnützige Else Kröner-Fresenius-Stiftung widmet sich der Förderung
medizinischer Forschung und unterstützt medizinisch-humanitäre Projekte.
Die Stiftung wurde im Jahr 1983 von der Unternehmerin Else Kröner
gegründet und zu ihrer Alleinerbin eingesetzt. Die EKFS bezieht nahezu
alle ihre Einkünfte aus Dividenden des Gesundheitskonzerns Fresenius,
dessen größte Aktionärin sie ist. Bis heute hat sie rund 1.780 Projekte
gefördert. Mit einem jährlichen Fördervolumen von aktuell über 50
Millionen Euro ist sie eine der größten Medizin fördernden Stiftungen
Deutschlands.

Eva Luise und Horst Köhler Stiftung für Menschen mit Seltenen Erkrankungen

Im März 2006 wurde auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Prof.
Dr. Horst Köhler und seiner Frau Eva Luise Köhler eine Stiftung gegründet,
die sich für Forschungsförderung im Bereich seltener Erkrankungen
engagiert. Der seit 2008 jährlich vergebene Eva Luise Köhler
Forschungspreis gehört mittlerweile zu den etabliertesten Auszeichnungen
in diesem Forschungsbereich. Darüber hinaus stärkt die Stiftung die
Zusammenarbeit von Wissenschaftlern, Medizinern und Patientenvertretern
durch die Veranstaltung von Symposien und die Vergabe von Stipendien für
klinische Forschung.

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Der neue Experten-Ratgeber zum Herzwochen-Themenschwerpunkt

Keine Angst vor der Wiederbelebung: Jeder kann Leben retten

Der neue Experten-Ratgeber zum Herzwochen-Themenschwerpunkt
Der neue Experten-Ratgeber zum Herzwochen-Themenschwerpunkt "Bedrohliche Herzrhythmusstörungen: Wie schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod?" Cover: DHS/J. Neuffer

Kampf gegen den plötzlichen Herztod: Herzstiftung informiert über leicht
erlernbare Schritte der Wiederbelebung / Start der bundesweiten Herzwochen
Der plötzliche Herztod ist die Folge eines akuten Herz-Kreislaufversagens.
Jedes Jahr fallen dem plötzlichen Herztod in Deutschland ca. 65.000
Menschen zum Opfer. Er ist die Folge einer bösartigen Herzrhythmusstörung
(zumeist Kammerflimmern), die innerhalb weniger Sekunden zum
Herzstillstand führt. Nur ein kleiner Prozentsatz überlebt den
Herzstillstand durch eine erfolgreiche Reanimation. Warum so wenige? „Die
Überlebenswahrscheinlichkeit einer Person mit Herzstillstand hängt ganz
wesentlich davon ab, wie frühzeitig und mit welcher Qualität die Zeugen
eines Herz-Kreislaufversagens – meistens medizinische Laien – die
Wiederbelebung durchführen“, betont der Notfallmediziner und Kardiologe
Prof. Dr. med. Dietrich Andresen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen
Herzstiftung anlässlich der bundesweiten Herzwochen. Die diesjährige
Aufklärungskampagne steht unter dem Motto „Bedrohliche
Herzrhythmusstörungen: Wie schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod?“
(Infos: www.herzstiftung.de)

Wiederbelebung frühzeitig
Bei einem Herzstillstand sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit für den
Patienten pro Minute um etwa zehn Prozent. „Zehn Minuten hat man also
Zeit, den Patienten vor dem Tod zu retten. Ein Rettungswagen braucht bis
zum Notfallort etwa acht bis neun Minuten. Wenn man also mit
Wiederbelebungsmaßnahmen wartet, bis der Rettungsdienst mit dem Notarzt da
ist, dann bedeutet das für den Patienten nach wenigen Minuten den Tod oder
ein Leben mit nicht selten schweren bleibenden Hirnschädigungen“, warnt
der Kardiologe. Vor Ort befindliche Helfer (Angehörige, Freunde oder
andere Personen) müssen daher unmittelbar nach Absetzen des Notrufs (112)
mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen. Über die Schritte der Laien-
Reanimation informiert die Herzstiftung kostenfrei unter
www.dhs.tips/herznotfall oder unter www.herzstiftung.de/video/reanimation

Wiederbelebung mit Qualität
Bis vor einigen Jahren waren die Regeln zur Wiederbelebung aufwendig und
komplex. Vor allem durch die geforderte Atemspende. Viele Ersthelfer
wurden wegen der Komplexität davon abgehalten, überhaupt etwas zu tun.
„Immer wieder berichteten Zeugen eines Herz-Kreislaufversagens, sie waren
so aufgeregt und geradezu ,kopflos‘, dass sie nicht wussten, wie sie die
Mund-zu-Mund-Beatmung einsetzen sollten: im Verhältnis 15:2 oder 30:2? Um
nichts falsch zu machen, haben sie dann lieber gar nichts unternommen“,
berichtet der Klinikdirektor für Kardiologie am Ev. Hubertus- und Martin-
Luther-Krankenhaus Berlin.

Das sind die Schritte der Laien-Reanimation: Prüfen, Rufen, Drücken,
Schocken
Die Wiederbelebung durch Laien besteht aus den folgenden einfachen
Schritten:

1. Zuerst prüft man die Bewusstlosigkeit der kollabierten Person
(„Prüfen“), indem man sie anspricht („Hallo, hallo, wie heißen Sie, was
ist passiert?“) und sie kräftig an beiden Schultern fasst und schüttelt.
Für die anschließende Prüfung der Atmung überstreckt man den Kopf der
bewusstlosen Person und hört und fühlt, ob sie atmet (Schnappatmung und
Röcheln sind keine normale Atmung, sondern typisch für erste Phase des
Herzstillstandes).

2. Dann setzt der Ersthelfer den Notruf (112) für den Rettungsdienst
(„Rufen“) ab. Dabei laut und deutlich den eigenen Namen, genauen Standort
und was passiert ist nennen. Möglichst alle Fragen der Notrufzentrale
beantworten.

3. Die Herzdruckmassage ohne Atemspende („Drücken“) ist die zentrale
Erstmaßnahme: Im Knien neben der bewusstlosen Person, egal ob rechts oder
links, wird ein Handballen auf die Mitte des Brustkorbs gesetzt und die
zweite Hand auf den Handrücken der ersten platziert. Mit gestreckten Armen
drückt man das Brustbein tief (5 bis maximal 6 cm) und schnell (100- bis
120-mal pro Minute) in Richtung Wirbelsäule – zum Beispiel im Takt des
Hits “Stayin’ Alive” von den Bee Gees. Das tut man ohne Unterbrechung
solange, bis der Rettungsdienst eintrifft und die notfallmedizinische
Versorgung übernimmt.

4. Sind zwei Helfer bei der bewusstlosen Person und ist bekannt, wo in der
Nähe ein AED (Automatisierter Externer Defibrillator) ist, kann einer der
beiden den AED holen, während der andere die Herzdruckmassage ohne
Unterbrechung fortsetzt. Ein Stimmenrekorder in dem Defibrillator gibt
dann an, ob und wie eine Schockabgabe erfolgen soll ("Schocken"), damit
das Herz wieder eigenständig als Pumpe arbeiten kann.

Entsprechend führen in Deutschland leider nur etwa 40 % der potenziellen
Helfer lebensrettende Wiederbelebungsmaßnahmen durch. Andere Länder wie
Schweden oder die Niederlande belegen, dass es noch viel mehr sein
könnten. Dafür muss aber die Laien-Reanimation so vereinfacht werden, dass
sie jeder sofort ohne Zögern anwenden kann. Deshalb empfiehlt die Deutsche
Herzstiftung Laien ausdrücklich, die Herzdruckmassage nicht durch die
zusätzliche Mund-zu-Mund-Beatmung zu unterbrechen.

Laien-Reanimation ohne Beatmung: Was sagen Studien dazu?

I) In den ersten Minuten befindet sich im Körper nach dem Herz-Kreislauf-
Stillstand noch genügend Sauerstoff im Blut, um die Versorgung des
Organismus mit Sauerstoff und Nährstoffen bis zum Eintreffen des
Rettungsteams zu gewährleisten.

II) Studien, in denen eine Herzdruckmassage ohne Beatmung durchgeführt
wurde, zeigen einen klaren Trend zur höheren Überlebensrate im Vergleich
zu Studien mit Beatmung (1).

III) In Schweden konnte in Studien gezeigt werden, dass sich viel mehr
Menschen trauen, eine Wiederbelebung durchzuführen, wenn die Richtlinien
einfach und leicht anwendbar sind: die Anzahl der Reanimationen durch
Laien mit alleiniger  Herzdruckmassage (ohne Mund-zu-Mund-Beatmung) stieg
von 5,4 % (im Jahr 2000) auf 30,1 % (im Jahr 2017) (2).

IV) Das Erlernte wird schnell wieder vergessen. Eine Mund-zu-Mund-Beatmung
sollte deshalb nur von Personen angewendet werden, die auch regelmäßig
geschult sind und die einzelnen Schritte sicher beherrschen, so die
Empfehlung der Herzstiftung. Eine einmalige Schulung reicht dazu nicht aus
(3).

(1) Hüpfl M., et al., Chest-compression-only versus standard
cardiopulmonary resuscitation: a meta-analysis. Lancet. 2010 Nov 6;
376(9752): 1552–1557. Published online 2010 Oct 14. DOI:
https://doi.org/10.1016/S0140-6736(10)61454-7

(2) Riva G., et al., Survival in Out-of-Hospital Cardiac Arrest After
Standard Cardiopulmonary Resuscitation or Chest Compressions Only Before
Arrival of Emergency Medical Services: Nationwide Study During Three
Guideline Periods, Circulation (2019; doi:
10.1161/CIRCULATIONAHA.118.038179)

(3) Andresen D., et al., Public access resuscitation program including
defibrillator training for laypersons: a randomized trial to evaluate the
impact of training course duration. Resuscitation. 2008 Mar;76(3):419-24.
Epub 2007 Oct 31 (doi: 10.1016/j.resuscitation.2007.08.019

Neuer Ratgeber: „Bedrohliche Herzrhythmusstörungen – Wie schütze ich mich
vor dem plötzlichen Herztod?“
Welche Rolle spielen Herzrhythmusstörungen, Arteriosklerose
(„Gefäßverkalkung“), Herzmuskelerkrankungen und andere Herzleiden als
Ursachen für den plötzlichen Herztod? Welche Möglichkeiten der Vorsorge,
Diagnose und Therapie bietet die Herzmedizin zum Schutz vor einem
Herzstillstand? Diese und weitere Themenaspekte erläutern Herzspezialisten
in dem kostenfreien Ratgeber „Bedrohliche Herzrhythmusstörungen: Wie
schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod?“ Der Band (136 Seiten) kann
unter www.herzstiftung.de oder per Tel. 069 955128400 oder Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. angefordert werden.

Herznotfall: Hilfreiche Video-Clips und kostenfreies Infomaterial

Herznotfall-Webseite
Die bei Herzinfarkt und Herzstillstand erforderlichen Schritte in Erster
Hilfe erläutert leicht verständlich die Herznotfallseite der Herzstiftung
www.dhs.tips/herznotfall

Erklär-Videos
Herzdruckmassage lässt sich in weniger als einer Minute erlernen. Das
zeigt der Wiederbelebungs-Film „Prüfen, Rufen, Drücken – 3 einfache
Schritte, die Leben retten“ unter www.herzstiftung.de/video/reanimation

Mut zur Wiederbelebung: Wie Michael B. gerettet wurde, zeigt ein Video-
Clip mit einer Nachstellung der wichtigsten Verhaltensmaßnahmen bei
Herzstillstand www.youtube.com/watch?v=DmdaLu6E0gE

Animations-Video: Gefahr durch plötzlichen Herztod – Was tun bei
Herzstillstand?
(4:12 Min.)

Warum ist die Wiederbelebung durch Laien-Ersthelfer bei Herzstillstand so
lebenswichtig? Was muss man als Ersthelfer tun? Was hat der Herzinfarkt
mit dem plötzlichen Herztod zu tun? Was genau passiert im Herzen bei
Kammerflimmern, das zum Herzstillstand führt? Der Animationsfilm der
Herzstiftung macht dieses Thema für jedermann verständlich.
www.herzstiftung.de/mp4/VIDEO-PHT.mp4

Notfallset „Was tun im Notfall?“
Ein Notfallset mit dem Ratgeber „Was tun im Notfall?“ (14 Seiten) und 2
Notfallkärtchen fürs Portemonnaie mit Darstellungen der Herzinfarkt-
Alarmzeichen und Erläuterungen zur Wiederbelebung für Laien bietet die
Herzstiftung kostenfrei unter Tel. 069 955128400 oder unter
www.herzstiftung.de/herznotfall-set.html an.

  • Aufrufe: 248
Univ.-Prof. Dr. med. Jürgen Scharhag Leiter der Abteilung Sportmedizin, Leistungsphysiologie und Prävention am Institut für Sportwissenschaft der Universität Wien.  Foto: beresfotografie.de

Plötzlicher Herztod beim Sport: auch junge Menschen kann es treffen

Univ.-Prof. Dr. med. Jürgen Scharhag Leiter der Abteilung Sportmedizin, Leistungsphysiologie und Prävention am Institut für Sportwissenschaft der Universität Wien.  Foto: beresfotografie.de
Univ.-Prof. Dr. med. Jürgen Scharhag Leiter der Abteilung Sportmedizin, Leistungsphysiologie und Prävention am Institut für Sportwissenschaft der Universität Wien. Foto: beresfotografie.de

Deutsche Herzstiftung informiert anlässlich der bundesweiten Herzwochen
über die Ursachen von plötzlichen Herztodesfällen bei Sportlern
Regelmäßiger Sport gilt als eine der besten Maßnahmen, um das Herz lange
gesund und leistungsfähig zu halten. Doch Meldungen über Herztodesfälle
beim Sport können verunsichern. Dramatisch war unter anderem der Fall des
28-jährigen kamerunischen Fußballspielers Marc-Vivian Foé, der 2003
während des Confederations-Cup in Frankreich vor laufenden Kameras einen
plötzlichen Herztod starb. Je nach Studie liegt die Häufigkeit des
plötzlichen Herztods beim Sport zwischen 0,7 und 3,0 Todesfällen pro
100.000 Sporttreibenden pro Jahr. „Weltweit sind Männer deutlich häufiger
betroffen als Frauen. Hinsichtlich der Ursache ist zu unterscheiden
zwischen Sportlerinnen und Sportlern unter 35 Jahren und darüber. Daher
sollten auch junge Menschen, bevor sie aktiv Sport betreiben, ihr Herz
untersuchen lassen“, betont der Kardiologe und Univ.-Prof. Dr. med. Jürgen
Scharhag, Leiter der Abteilung Sportmedizin, Leistungsphysiologie und
Prävention am Institut für Sportwissenschaft der Universität Wien.
Bekanntlich kann es bei Leistungs- und erst recht bei Extremsport zum
plötzlichen Herztod kommen, wenn eine Herzkrankheit unerkannt bleibt. „Das
sollte man vor Antritt des Leistungssports vom Kardiologen abklären
lassen“, rät Prof. Scharhag. Ausführlich über den plötzlichen Herztod beim
Sport informiert der neue Herzstiftungs-Ratgeber „Bedrohliche
Herzrhythmusstörungen: Wie schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod?“,
kostenfrei anzufordern unter www.herzstiftung.de oder per Tel. unter 069
955128400.

Angeborene Herzfehler bei jungen Sportlern häufige Ursache
Beim Sport beschleunigt sich der Herzschlag deutlich – für ein gesundes
Herz kein Problem. Ist das Organ jedoch vorgeschädigt, kann der schnelle
Herzschlag bedrohliche Herzrhythmusstörungen, das sogenannte
Kammerflimmern, auslösen, das unbehandelt innerhalb kurzer Zeit zum Tod
führt. In nahezu allen Fällen liegt dem plötzlichen Herztod beim Sport
eine unerkannte Herzerkrankung zugrunde. Je nach Alter unterscheidet sich
allerdings die Art der zugrundeliegenden Erkrankungen. „Bei Sportlerinnen
und Sportlern unter 35 Jahren sind die häufigsten Ursachen eines
plötzlichen Herztods Erkrankungen des Herzmuskels, der Herzklappen, der
Hauptschlagader oder der Herzkranzgefäße“, bestätigt Prof. Scharhag. Dies
seien zu einem großen Teil angeborene Herzfehler. Unter anderem könnten
Veränderungen im Erbgut zu einer krankhaften Herzmuskelverdickung führen.
Diese kann während des Sports durch die hohe Belastung, die hohe
Herzfrequenz sowie den erhöhten Sauerstoffbedarf des Herzens die
lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen auslösen. Verpflichtende
sportmedizinische Untersuchungen können das Risiko eines plötzlichen
Herztodes bei Sportlern deutlich senken, wie eine Untersuchung aus Italien
zeigt. In Deutschland gibt es ein bewährtes Untersuchungssystem des
Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) für Leistungssportler auf
Kaderebene, mit dem Ziel, Erkrankungen des Herzens frühzeitig zu erkennen.

Gefahr durch Myokarditis: Bei Infektion ist Schonung angesagt
Sowohl bei jüngeren als auch bei älteren Sportlern kann auch eine
unerkannte Herzmuskelentzündung (Myokarditis) zum plötzlichen Herztod
führen. Diese kann beispielsweise nach einer vorangegangenen viralen oder
bakteriellen Infektion auftreten. Eine Myokarditis kann bereits bei
banalen Infekten als Begleiterkrankung auftreten, ohne dass in Ruhe
Herzbeschwerden gespürt werden. Eine aktuelle Studie zeigt, dass fast alle
jungen Sportler, die aufgrund einer Myokarditis gestorben waren, vorher
eine Infektion der oberen Atemwege durchgemacht hatten. Herzspezialisten
raten Sportlern deshalb, sich bei einem Infekt immer ausreichend zu
schonen und das Training erst dann wieder aufzunehmen, wenn sie wieder
vollständig gesund sind und sich fit fühlen.
Patienten mit einer gesicherten Myokarditis müssen sich auf alle Fälle
mehrere Monate konsequent schonen: viel Ruhe, keine körperliche Belastung,
keinerlei Sport oder Ausdauertraining, wenn möglich Fahrstuhl statt
Treppe. Dies gilt selbstverständlich auch für schwere körperliche Arbeit
im Beruf. Sport ist erst wieder nach einer Karenzzeit von mindestens drei
bis sechs Monaten möglich, wenn sich die Herzfunktion wieder komplett
erholt hat und der Sportkardiologe nach verschiedenen Untersuchungen
wieder grünes Licht gibt.

Bei älteren Sportlern ist die koronare Herzkrankheit häufigste Ursache
Bei Sportlern ab 35 Jahren ist die koronare Herzkrankheit (KHK) mit etwa
80 % die mit Abstand häufigste Ursache des plötzlichen Herztods. Dabei
bilden sich über Jahre Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen, die diese
allmählich verengen. Durch den beschleunigten Herzschlag und den erhöhten
Blutdruck während des Sports können Verletzungen an verengten
Herzkranzgefäßen auftreten, an denen sich Blutgerinnsel bilden, die das
Herzkranzgefäß verschließen. Es kommt zum Herzinfarkt, der zu
Kammerflimmern und schließlich dem Herztod führen kann. Das Risiko für
diese Todesfälle lässt sich ebenfalls durch eine sportmedizinisch-
kardiologische Untersuchung senken.

Was tun bei Herzstillstand?
Beim lebensgefährlichen Kammerflimmern ist kein regulärer Herzschlag mehr
zu spüren. Ersthelfer müssen in einem solchen Fall schnell und richtig
handeln, um den plötzlichen Herztod nach Möglichkeit zu verhindern. Das
Kammerflimmern lässt sich durch einen Elektroschock mit einem Laien-
Defibrillator (AED) beenden. In vielen Sportstätten sind solche Geräte
bereits installiert, automatische Ansagen helfen nach Starten des Geräts
bei der Anwendung. In jedem Fall sollten Ersthelfer bei beobachtetem
Herzstillstand nach Prüfung der Atmung und nach Absetzen des Notrufs 112
sofort eine Herzdruckmassage durchführen, bis der Rettungsdienst mit dem
Notarzt eintrifft. Sind mindestens zwei Helfer vor Ort und weiß einer, wo
in unmittelbarer Nähe ein AED installiert ist, kann eine Person die
Herzdruckmassage durchführen, während die andere den AED holt. Über die
einzelnen Schritte einer Laienreanimation informiert die Deutsche
Herzstiftung leicht verständlich unter www.dhs.tips/herznotfall

Neuer Ratgeber: „Bedrohliche Herzrhythmusstörungen: Wie schütze ich mich
vor dem plötzlichen Herztod?“
Welche Rolle spielen Herzrhythmusstörungen, Arteriosklerose
(„Gefäßverkalkung“), Herzmuskelerkrankungen und andere Herzleiden als
Ursachen für den plötzlichen Herztod? Welche Möglichkeiten der Vorsorge,
Diagnose und Therapie bietet die Herzmedizin zum Schutz vor einem
Herzstillstand? Diese und weitere Themenaspekte erläutern Herzspezialisten
in dem kostenfreien Ratgeber „Bedrohliche Herzrhythmusstörungen: Wie
schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod?“ Der Band (136 Seiten) kann
unter www.herzstiftung.de oder per Tel. 069 955128400 oder Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. angefordert werden.

Die Pressemappe zu den Herzwochen 2019 mit weiterem Pressematerial zum
Herzwochen-Themenschwerpunkt ist unter www.herzstiftung.de/pressemappe-
herzwochen-2019.html
abrufbar.

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Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer, stellv. Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, Kardiologe am Cardioangiologischen Centrum Bethanien (CCB) Frankfurt a. M.  Foto: Thomas Tratnik/CCB.

Schutz vor plötzlichem Herztod: Auf koronare Herzkrankheit und „stille Killer“ wie Bluthochdruck achten

Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer, stellv. Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, Kardiologe am Cardioangiologischen Centrum Bethanien (CCB) Frankfurt a. M.  Foto: Thomas Tratnik/CCB.
Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer, stellv. Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, Kardiologe am Cardioangiologischen Centrum Bethanien (CCB) Frankfurt a. M. Foto: Thomas Tratnik/CCB.

Verengungen der Herzkranzgefäße gehen dem Sekunden-Herztod meist voraus,
sind aber gut behandelbar. Man muss sie nur mitsamt Risikofaktoren
frühzeitig erkennen. Wozu raten Herzspezialisten? / Start der bundesweiten
Herzwochen

Jedes Jahr fallen dem plötzlichen Herztod in Deutschland ca. 65.000
Menschen zum Opfer. In mehr als 75 % der Fälle von plötzlichem Herztod
besteht eine langjährige Herzkranzgefäßerkrankung, auch koronare
Herzkrankheit (KHK) genannt, als Ursache. „Bei der Mehrzahl der Opfer war
die KHK nicht bekannt, zugleich lagen häufig Risikofaktoren wie
Bluthochdruck und ein hohes Cholesterin vor“, sagt der Kardiologe Prof.
Dr. med. Thomas Voigtländer, stellv. Vorstandsvorsitzender der Deutschen
Herzstiftung. „Diese Erkenntnis gibt uns einen wichtigen Hebel, aktiv
gegen die Gefahr des plötzlichen Herztods vorzugehen. Man muss allerdings
die KHK und ihre Risikofaktoren frühzeitig erkennen – und auch konsequent
behandeln.“ Denn: Wird die KHK rechtzeitig erkannt und behandelt, ist das
Risiko an einem plötzlichen Herztod zu sterben „nahezu so niedrig wie das
von Patienten ohne KHK“, wie Prof. Voigtländer betont. Für eine
rechtzeitige Therapie von Herzerkrankungen – allen voran der KHK und ihrer
Risikofaktoren, rät die Deutsche Herzstiftung deshalb Männern und Frauen
ab 40 Jahren – bei familiärer Vorbelastung früher – zur Früherkennung
durch regelmäßige Check-ups beim Hausarzt. Einen Online-Risikotest bietet
die Herzstiftung unter www.herzstiftung.de/Herzinfarkt-Risiko-Test.php an.
Welche weiteren Herzerkrankungen über die KHK hinaus als Ursache für den
plötzlichen Herztod in Frage kommen, wer gefährdet ist und wie man sich
schützt, erläutern Herzexperten in dem neuen kostenfreien Ratgeber
„Bedrohliche Herzrhythmusstörungen: Wie schütze ich mich vor dem
plötzlichen Herztod?“, anzufordern unter www.herzstiftung.de oder per Tel.
unter 069 955128400.

„Stille Killer“ erkennen, bevor es zu Angina pectoris-Beschwerden kommt
Bei einem Großteil von Opfern eines plötzlichen Herztods sind Stunden bis
Tage vor dem Ereignis Beschwerden als Vorboten eingetreten: Herzschmerzen
(Angina pectoris) oder plötzliche Luftnot, die unter körperlicher oder
seelischer Belastung auftreten. „Bei diesen alarmierenden Symptomen muss
man sofort zum Arzt. Leider werden diese Warnzeichen einer koronaren
Herzkrankheit in ihrer Bedrohlichkeit zu wenig erkannt. Sie sind aber das
Endstadium einer oftmals langjährigen schleichenden Schädigung der Gefäße
durch ,stille Killer‘ wie Bluthochdruck, Diabetes und
Fettstoffwechselstörungen“, erklärt der Herzspezialist. Vom Patienten
unbemerkt können sich durch Plaques in den Wänden von Herzkranzgefäßen
Veränderungen entwickeln, die noch keine Durchblutungsstörung bewirken.
Mit der Computertomographie oder anderen Bildgebungsverfahren lassen sich
diese Gefäßwandveränderungen durch Plaques, die Verkalkungen, Bindegewebe
und Cholesterin enthalten (Arteriosklerose), gut erkennen. „Der betreuende
Hausarzt und der Kardiologe sind hier gefordert, eine KHK zu erkennen noch
bevor sie schädigend auf die Herzgefäße wirkt. Auch ohne Herzkatheter
können wir etwa mit der Computertomographie Verengungen und ihre Vorstufen
feststellen“, erläutert der Ärztliche Direktor des Agaplesion Bethanien
Krankenhauses und Kardiologe am Cardioangiologischen Centrum Bethanien
(CCB) in Frankfurt am Main. Neben einer Änderung des Lebensstils sind
Medikamente und Kathetereingriffe (Stentimplantation) oder seltener auch
die Bypasschirurgie wesentliche Bausteine der modernen Behandlung der KHK.

Hochdruckherz durch unerkannten Bluthochdruck
Das Tückische am KHK-Risikofaktor Bluthochdruck ist: Man sieht ihn nicht
und spürt ihn nicht. Meistens fühlen sich Frauen und Männer mit hohem
Blutdruck zunächst wohl und vital, bevor es zu Komplikationen wie
Herzinfarkt und Schlaganfall kommt. In Deutschland leiden etwa vier
Millionen Erwachsene an einem zu hohen Blutdruck, ohne es zu wissen.
Bleibt der Bluthochdruck unbehandelt, droht wegen der chronischen
Druckbelastung, die den Herzmuskel verdicken und steif werden lässt, eine
diastolische Herzschwäche (Füllungsstörung der linken Herzkammer), auch
Hochdruckherz genannt. Die Koronargefäße können den Herzmuskel nicht mehr
ausreichend mit Blut versorgen. Unbehandelt droht bei Herzschwäche der
Herzinfarkt oder gar der plötzliche Herztod. „Umso mehr kommt es darauf
an, Risikofaktoren wie Bluthochdruck zu erkennen und frühzeitig mit einem
gesunden Lebensstil und wenn nötig medikamentös zu behandeln.“
Bluthochdruck entsteht durch das Zusammenspiel erblicher Anlagen und
ungünstiger Lebensstilfaktoren wie Übergewicht, zu hohe Salzzufuhr,
Bewegungsmangel, zu viel Alkohol, Rauchen und Stress, die den Blutdruck
nach oben treiben.
Ausdauersport hat sich dabei als besonders hilfreich für Menschen mit
Bluthochdruck erwiesen. Zu empfehlen sind Fahrradfahren, zügiges Gehen,
Wandern, Nordic Walking und Joggen. Mehr Tipps unter: www.herzstiftung.de
/Blutdruck-natuerlich-senken.html

Zusatzinfos für Redaktionen

Bei Herzinfarkt-Warnzeichen sofort den Rettungsdienst (112) rufen
Sofort den Notarzt (112) alarmieren sollten Betroffene bei den typischen
Herzinfarkt-Symptomen. Das sind insbesondere plötzlich einsetzende starke
Schmerzen, die länger als fünf Minuten anhalten und sich in Ruhe nicht
bessern (häufig: kalter Schweiß, Blässe, Übelkeit, Atemnot, Unruhe und
Angst). Die Schmerzen sind überwiegend im Brustkorb, häufig hinter dem
Brustbein, bisweilen auch nur im Rücken zwischen den Schulterblättern oder
im Oberbauch. Die Schmerzen können in den Arm, den Hals oder Kiefer
ausstrahlen (Infos unter: www.herzstiftung.de/Anzeichen-Herzinfarkt.html).

Wieso kommt es bei KHK zum plötzlichen Herztod?
Unmittelbar eingeleitet wird der plötzliche Herztod vor allem durch das
plötzliche Auftreten der bösartigsten Herzrhythmusstörung, dem
Kammerflimmern. Welche Rolle spielt die KHK bei der Entstehung dieses
Kammerflimmerns? Bei der KHK kommt es infolge einer langjährigen
Herzkranzgefäßerkrankung zu Verengungen oder zum Verschluss der
Herzkranzgefäße (Koronarien). Wie Benzinleitungen versorgen sie den
„Lebensmotor“ Herz mit sauerstoffreichem Blut. Sind die Herzkrankarterien
verengt, bekommt der Herzmuskel nicht mehr ausreichend sauerstoffreiches
Blut. Diese Minderversorgung der Herzkranzgefäße wiederum stört das
Reizleitungssystem des Herzens, das die elektrische Erregungsausbreitung
und -rückbildung für das Zusammenziehen und Erschlaffen des Herzmuskels
und damit seine Pumpfunktion steuert. Es kann dadurch zu unkontrolliert
kreisenden Erregungen in den Herzkammern bei Frequenzen mit über 350
Schlägen pro Minute kommen (Kammerflimmern). Das Herz pumpt nicht mehr:
Herzstillstand.

Neuer Ratgeber: „Bedrohliche Herzrhythmusstörungen:
Wie schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod?“
Welche Rolle spielen Herzrhythmusstörungen, Arteriosklerose
(„Gefäßverkalkung“), Herzmuskelerkrankungen und andere Herzleiden als
Ursachen für den plötzlichen Herztod? Welche Möglichkeiten der Vorsorge,
Diagnose und Therapie bietet die Herzmedizin zum Schutz vor einem
Herzstillstand? Diese und weitere Themenaspekte erläutern Herzspezialisten
in dem kostenfreien Ratgeber „Bedrohliche Herzrhythmusstörungen: Wie
schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod?“ Der Band (136 Seiten) kann
unter www.herzstiftung.de oder per Tel. 069 955128400 (Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.) angefordert werden.

Die Pressemappe zu den Herzwochen 2019 mit weiterem Pressematerial zum
Herzwochen-Themenschwerpunkt ist unter www.herzstiftung.de/pressemappe-
herzwochen-2019.html
abrufbar.

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