Ein Risiko für die Arzneimittelsicherheit
Ein Expertentreffen des House of Pharma & Healthcare der Goethe-
Universität
empfiehlt die Abschaffung der Importförderklausel.
Parallel importierte Arzneimittel bergen erhebliche Risiken für
die Therapiesicherheit. Ihr wirtschaftlicher Nutzen für das
Gesundheitssystem ist demgegenüber gering. Die Importförderklausel für
Arzneimittel sollte deshalb aus dem Sozialgesetzbuch V gestrichen werden.
Das empfehlen Experten, die das House of Pharma & Healthcare gemeinsam mit
der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft zu einem Treffen in die
Hessische Landesvertretung nach Berlin eingeladen hatte, in ihrem heute
veröffentlichten Abschlussstatement.
Die weltweit einmalige Importförderklausel verpflichtet Apotheken in
Deutschland zur Abgabe einer Mindestmenge von preisgünstig importierten
Medikamenten. In seinem Entwurf des Gesetzes für mehr Sicherheit in der
Arzneimittelversorgung (GSAV) hatte das Bundesgesundheitsministerium
ursprünglich die Abschaffung der Importförderklausel vorgesehen. Dafür
hatte sich zuvor bereits auch der Bundesrat ausgesprochen. Nach Abstimmung
des Gesetzentwurfs mit anderen Ressorts der Bundesregierung plant das BMG
inzwischen allerdings, an der Importförderklausel – zumindest in
modifizierter Form – festzuhalten.
Das Abschlussstatement des Expertentreffens finden Sie hier:
www.uni-frankfurt.de/78466849
Das House of Pharma & Healthcare verfolgt das Ziel, den Pharma-
Kompetenzcluster Hessen weiterzuentwickeln und die Innovationslücke in der
Arzneimittelentwicklung zu schließen. Zu diesem Zweck fördert es die
Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren der Gesundheits- und Pharmabranche
in Deutschland und bietet ihnen eine neutrale Diskussionsplattform. Es
wird geleitet von Professor Manfred Schubert-Zsilavecz (Goethe-
Universität) und Professor Jochen Maas (Sanofi).
Informationen: Joachim Pietzsch, Pressestelle des House of Pharma &
Healthcare e.V., Telefon 069 36007188, E-Mail
Aktuelle Nachrichten aus Wissenschaft, Lehre und Gesellschaft in GOETHE-
UNI online (www.aktuelles.uni-frankfurt.d
Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der
europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 1914 mit privaten Mitteln
überwiegend jüdischer Stifter gegründet, hat sie seitdem Pionierleistungen
erbracht auf den Feldern der Sozial-, Gesellschafts- und
Wirtschaftswissenschaften, Medizin, Quantenphysik, Hirnforschung und
Arbeitsrecht. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren
historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein hohes Maß an
Selbstverantwortung. Heute ist sie eine der drei größten deutschen
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