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Gesundheit

Gute Vorsätze durchhalten – Ihr Blutdruck wird es Ihnen danken!

Abnehmen, Sport treiben, sich gesund ernähren – das sind wahrscheinlich
die häufigsten Vorsätze, die zum Jahreswechsel gefasst wurden. Warum es
sich lohnt, genau diese Vorsätze auch konsequent umzusetzen, erläutert die
Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® | Deutsche Gesellschaft für Hypertonie
und Prävention: Diese Lebensstilmaßnahmen reduzieren Bluthochdruck – und
damit auch das Risiko für gefährliche Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt,
Schlaganfall oder Nierenversagen. Jeder kann so für den Erhalt der eigenen
Gesundheit bis ins hohe Alter sorgen.

Jeder Dritte ist in Deutschland von Bluthochdruck betroffen, bei den über
60-Jährigen ist es sogar jeder zweite. Die Folgen sind gravierend, denn
unbehandelt kann Bluthochdruck zu gefährlichen Gefäßerkrankungen wie
Herzinfarkten und Schlaganfällen sowie zu Nierenversagen,
Netzhautveränderungen und wahrscheinlich auch zu Demenz führen. Bekannt
ist, dass allein die Hälfte aller Herzinfarkte und Schlaganfälle
vermeidbar wäre, wenn Bluthochdruck rechtzeitig erkannt und behandelt
würde.

Eine medikamentöse Blutdrucksenkung ist bei Werten ab 140/90 mm Hg
erforderlich, aber schon ab einem Blutdruck von 130/80 mm Hg steigt das
Risiko für Folgeerkrankungen. Menschen mit hochnormalen Blutdruckwerten
(130-139/85-89 mm Hg) werden daher Lebensstilmaßnahmen empfohlen, um den
Blutdruck auf natürliche Weise zu senken. „Oft können allein dadurch
normale Blutdruckwerte erreicht werden – und zwar ganz ohne
Nebenwirkungen“, erklärt Prof. Dr. Bernhard K. Krämer, Mannheim,
Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hochdruckliga e.V. DHL® | Deutschen
Gesellschaft für Hypertonie und Prävention. „Es lohnt sich also,
dranzubleiben und seine Vorsätze umzusetzen. Mit den folgenden drei
Maßnahmen kann jeder seinen Blutdruck senken und damit für den Erhalt der
eigenen Gesundheit bis ins hohe Alter sorgen.“

Übergewichtige Menschen sollten abnehmen!
Ein Hauptrisikofaktor für Bluthochdruck ist Übergewicht, eine wichtige
Maßnahme, um hohe Blutdruckwerte zu korrigieren, ist daher abzunehmen. Der
Hausarzt hilft und berät dabei, als besonders erfolgreich haben sich
Gruppenprogramme erwiesen. Wie auch immer eine Gewichtsreduktion erreicht
wird: Jedes Pfund, das schmilzt, nimmt Druck aus den Gefäßen!

Unbedingt in Bewegung bleiben!
Nicht nur das Körpergewicht ist ausschlaggebend für das
Bluthochdruckrisiko, sondern auch das Verhältnis von Muskel- zu Fettmasse.
Selbst dünne Menschen, die untrainiert und unsportlich sind, haben ein
erhöhtes Bluthochdruck-Risiko. Mediziner sprechen vom „TOFI“-Phänotypen
(TOFI für „thin ouside, fat inside“, also außen schlank und innen fett)
oder von metabolischer Fettleibigkeit bei Normalgewicht [1]. „Ob dick oder
dünn: Sport ist eine wichtige Maßnahme, um Bluthochdruck zu vermeiden und
zu behandeln“, erklärt Prof. Dr. med. Burkhard Weisser, Direktor des
Instituts für Sportwissenschaft an der Universität Kiel und Mitglied des
Vorstands der Deutschen Hochdruckliga.

Gesund essen!
Auch eine gesunde, ausgewogene Kost ist wichtig, um Bluthochdruck
vorzubeugen. Doch was versteht man eigentlich darunter? Die Deutsche
Hypertonie Akademie steckt gesunde Ernährung mit diesen „10 Geboten“ ab:

1. Wenig gesättigte Fettsäuren (sind in Fleisch- und Milchprodukten
enthalten) essen: Sie sollten maximal 10% der Gesamtenergiezufuhr
ausmachen und daher so oft wie möglich durch mehrfach ungesättigte
Fettsäuren, besonders Omega-3-Fettsäuren, enthalten in Fisch, pflanzlichen
Ölen, Nüssen, ersetzt werden.

2.Trans-Fettsäuren auf ein Minimum beschränken – sie entstehen beim Braten
und bei der industriellen Fetthärtung und erhöhen das Gesamtcholesterin.

3. Kochsalz auf 5-6 g pro Tag beschränken.

4. Viele Ballaststoffe zu sich nehmen (30-45 g, vorzugsweise
Vollkornprodukte).

5. Zwei Portionen Obst am Tag essen.

6. Drei Portionen Gemüse am Tag essen .

7. Ein bis zwei Portionen Fisch pro Woche essen.

8. 30 Gramm ungesalzene Nüsse pro Tag essen.

9. Alkoholkonsum stark begrenzen (Frauen: 10 Gramm, entspricht ca. einem
achtel Liter Wein; Männer: 20 Gramm, entspricht ca. einem viertel Liter
Wein).

10.Gesüßte Softdrinks nach Möglichkeit ganz vermeiden [2].

Literatur
[1] Ding C, Chan Z, Magkos F. Lean, but not healthy: the 'metabolically
obese, normal-weight' phenotype. Curr Opin Clin Nutr Metab Care. 2016
Nov;19(6):408-417.
[2] Nach European Association of Preventive Cardiology (EAPC)

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Darmflora ist ein eigener Mikrokosmos, Foto Fotolia

Kurzkettige Fettsäuren: Unverzichtbar für Gesundheit und Wohlbefinden

Darmflora ist ein eigener Mikrokosmos, Foto Fotolia
Darmflora ist ein eigener Mikrokosmos, Foto Fotolia
Kurzkettige Fettsäuren rücken weltweit in den Fokus von Forschern, weil sie zahlreiche positive Wirkungen für den menschlichen Organismus haben. Unsere moderne Ernährungsweise führt dazu, dass der Körper zu wenig dieser wertvollen Stoffe produziert. Die gute Nachricht: Dieser Mangel lässt sich ausgleichen.

 

Immer mehr Studien im In- und Ausland liefern verblüffende Ergebnisse: Kurzkettige Fettsäuren könnten demnach helfen, den Stresspegel im Körper zu reduzieren (University College in Cork), Diabetes vorzubeugen oder zu lindern (Rutgers University in New Brunswick und Jiao Tong Universität in Shanghai), Knochen zu stärken und Gelenkentzündungen zu lindern und damit Osteoporose oder Arthritis positiv zu beeinflussen (Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg) oder auch die Infektanfälligkeit im Alter zu reduzieren (Hochschule Neubrandenburg). Forschungsergebnisse legen auch nahe, dass kurzkettige Fettsäuren helfen, den Verlauf von Autoimmunkrankheiten wie zum Beispiel Rheuma, Multiple Sklerose, Schuppenflechte oder die Darmerkrankung Morbus Crohn günstig zu beeinflussen (unter anderem Ruhr-Universität Bochum).

 

Kurzkettige Fettsäuren: Schlüssel für Darmgesundheit, 
Immunsystem, Stoffwechsel 
Bekannt ist mittlerweile auch, dass kurzkettige Fettsäuren die eigene Körperabwehr besser ausbalancieren und damit das Immunsystem stärken. Kurzkettige Fettsäuren können zudem helfen den Cholesterinspiegel zu senken, den Appetit zu reduzieren und schützen unseren Organismus vor einem Angriff auf eigene Zellen. Außerdem können sie unter anderem dazu beitragen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Zudem sind sie ein Schlüssel für einen gesunden Darm. Dort befinden sich mehr als zwei Drittel unserer Immunzellen. 
 
Kurzkettige Fettsäuren als "Nahrung" für schützende Bakterien
Unter kurzkettigen Fettsäuren versteht die Wissenschaft Essigsäure, Buttersäure und Propionsäure. Sie spielen eine zentrale Rolle im menschlichen Darm. Die kurzkettigen Fettsäuren dienen nach dem aktuellen Stand der Forschung denjenigen Darmbakterien als "Nahrung", die eine besondere Schutzfunktion für den Menschen haben.
 
Die exakten Mechanismen, wie genau die kurzkettigen Fettsäuren diese Effekte auslösen, sind noch nicht erforscht. Voraussetzung dafür, dass dem Organismus genügend kurzkettige Fettsäuren zur Verfügung stehen, ist laut neuester Forschung die ausreichende Verfügbarkeit von löslichen Ballaststoffen. 
 
Ungünstige Ernährung lässt den Darm "verarmen"
Bei vielen Mitteleuropäern hat die moderne, ballaststoffarme Ernährungsweise aber dazu geführt, dass die wichtigen schützenden Darmbakterien nicht in ausreichender Zahl vorkommen und nicht genug kurzkettige Fettsäuren von der Darmflora produziert werden. Der Grund: Den Bakterien wird durch die zu geringe Verfügbarkeit von Pflanzenfasern und Ballaststoffen die Nahrungsgrundlage entzogen. 
 
Gezielte Aufnahme kurzkettiger Fettsäuren kann Mangel ausgleichen
Der Mangel lässt sich ausgleichen: Studien, bei denen unter anderem Propionat, das Salz der Propionsäure, zum Einsatz kommt, lassen den Schluss zu: Auch die gezielte Einnahme kurzkettiger Fettsäuren hilft, die Darmflora positiv zu beeinflussen - und die angesprochene Schutzfunktion zu stärken. Forscher des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke haben nachgewiesen: Die Zufuhr von Salzen kurzkettiger Fettsäuren hat ähnlich positive Effekte wie der Verzehr von Pflanzenfasern.
 
Salze der Propionsäure besonders im Fokus der Forschung
Die Propionsäure steht besonders im Fokus der Forschung: Sie wurde bereits 1844 entdeckt und spielte im letzten Jahrhundert bei der Konservierung von Brot und Käse eine Schlüsselrolle. In der Lebensmittelindustrie werden Propionate weiterhin bei bestimmten Backwaren und zum Beispiel bei der Käseherstellung eingesetzt. Dort sorgen sie etwa bei der Reifung für das Entstehen der Löcher im Emmentaler. In den Studien der Forscher kommt hochreines Natriumpropionat zum Einsatz, das unter dem Handelsnamen Propicum vertrieben wird. Dieses ist jetzt auch als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.
 
Aufgrund der Studienarbeiten verschiedener Forscher wird die Einnahme von zweimal 500 Milligramm Propionat täglich empfohlen, je eine Kapsel morgens und abends zum Essen. Das Mikrobiom eines gesunden Menschen produziert normalerweise bei ballaststoffreicher Kost etwa vier bis fünf Gramm Propionsäure/Propionat am Tag selbst.



Die menschliche Darmflora ist ein eigener Mikrokosmos: Das so genannte Mikrobiom setzt sich aus mehr als eintausend verschiedenen Arten von Darmbakterien zusammen. Diese siedeln an den Wänden des Darms und in dessen Inneren. Sie sind für uns lebenswichtig: Die Darmflora ist wichtig für die Verdauung, die Abwehr von gefährlichen Keimen und Giften und die Funktionsfähigkeit des Immunsystems. Je größer die Vielfalt der Bakterien im Darm, desto stärker unser Schutzschild vor Erkrankungen. Um die "Wohngemeinschaft" im Darm zu unterstützen, spielen die Ernährung und hier insbesondere kurzkettige Fettsäuren eine zentrale Rolle. Foto: Fotolia
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Prof. Dr. Rudolf Hagen, der Direktor der HNO-Klinik des Uniklinikums Würzburg, präsentiert den Neurostimulator des Zungenschrittmachers.  Bild: Michael Bogár / Uniklinikum Würzburg

Uniklinikum Würzburg: Zungenschrittmacher als weitere Therapieoption bei obstruktiver Schlafapnoe

Prof. Dr. Rudolf Hagen, der Direktor der HNO-Klinik des Uniklinikums Würzburg, präsentiert den Neurostimulator des Zungenschrittmachers.  Bild: Michael Bogár / Uniklinikum Würzburg
Prof. Dr. Rudolf Hagen, der Direktor der HNO-Klinik des Uniklinikums Würzburg, präsentiert den Neurostimulator des Zungenschrittmachers. Bild: Michael Bogár / Uniklinikum Würzburg

An der HNO-Klinik des Uniklinikums Würzburg wurde im Dezember dieses
Jahres dem ersten Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe ein
Zungenschrittmacher implantiert. Das System sorgt dafür, dass dessen
Atemwege während des Schlafs offen bleiben.

Rund 3,7 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter obstruktiver
Schlafapnoe. „Bei diesem Syndrom erschlafft die Zungenmuskulatur und das
umliegende Gewebe während des Schlafes“, erläutert Prof. Dr. Rudolf Hagen.
Der Direktor der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und
Ohrenkrankheiten, plastische und ästhetische Operationen des Uniklinikums
Würzburg (UKW) fährt fort: „Dabei werden die oberen Atemwege verschlossen
und die Atmung setzt aus. Der daraus folgende Sauerstoffmangel führt unter
anderem zu häufigen Aufwachreaktionen während der Nacht.“
Als Standardtherapie können die Betroffenen eine spezielle Maske tragen,
die ihnen während des Schlafens kontinuierlich Umgebungsluft mit einem
leichten Überdruck zuführt. Bei diesem als CPAP (vom englischen
„Continuous Positive Airway Pressure“) bekannten Verfahren stabilisiert
der Überdruck das im Schlaf entspannte Gewebe im Nasen- und Rachenraum und
hält diesen offen.

Eine Alternative zur Therapie mit Maske

„Obwohl die CPAP-Masken in diversen Varianten zur Verfügung stehen, gibt
es eine beträchtliche Anzahl von Patienten, die diese Therapie aus
unterschiedlichen Gründen nicht tolerieren können oder wollen“, sagt Dr.
Philipp Schendzielorz, der Leiter des Schlaflabors des UKW. Für diese
Zielgruppe gibt es seit kurzem am Uniklinikum Würzburg mit dem
Zungenschrittmacher eine weitere Behandlungsoption: Am 14. Dezember dieses
Jahres implantierten Prof. Hagen und Dr. Schendzielorz dem ersten
Patienten der HNO-Klinik erfolgreich das innovative Gerätesystem. Der
eineinhalbstündige mikrochirurgische Eingriff bei dem 62-jährigen Mann
verlief ohne Komplikationen.

Elektrische Impulse im Atemrhythmus

Der Zungenschrittmacher besteht aus drei funktionalen, miteinander durch
Leitungen verbundenen Elementen, die alle nach der Implantation unter der
Haut getragen werden. Ein Sensor am Brustkorb erkennt den Atemrhythmus des
Patienten und gibt diesen an einen Neurostimulator mit integriertem
Generator weiter. Dieses Modul verarbeitet die Atemsignale und sendet im
passenden Takt elektrische Impulse an eine Stimulationselektrode, die auf
dem Unterzungen-Nerv (Hypoglossus-Nerv) platziert wurde. Die leichte
elektrische Anregung des Nervs aktiviert die Zungenmuskulatur, so dass die
Zunge nicht mehr zurückfallen kann.
Der Patient schaltet das System mit einer Fernbedienung per Knopfdruck vor
dem Zubettgehen ein und am Morgen nach dem Erwachen wieder aus. Über die
Fernbedienung lässt sich außerdem die Stärke der Stimulation vom Patienten
selbst regulieren.
„Bei unserem Pilotpatienten konnten wir bei einer intraoperativen
Stimulation sehr gut dokumentieren, dass der Atemweg durch die
Zungenbewegung nach vorne schön erweitert wird“, berichtet Prof. Hagen.
Nach einer Einheilungs- und Eingewöhnungsphase ist eine ärztliche
Feineinstellung des Systems erforderlich. Beim ersten Zungenschrittmacher-
Patienten des UKW findet diese im Januar 2019 im Schlaflabor statt.
Nach Herstellerangaben nehmen die Patienten die Stimulation in der Regel
nur gering oder gar nicht wahr. Für gewöhnlich werde ein leichtes Kribbeln
oder eine leichte Kontraktion der Zungenmuskulatur gefühlt. Die Batterie
des Generators hält normalerweise acht bis elf Jahre und muss dann mit
einer kurzen Operation ausgetauscht werden.

Bessere Lebensqualität bei reduzierten Gesundheitsgefahren

„Der Zungenschrittmacher ist eine geprüfte und sichere Behandlungsoption“,
sagt Dr. Schendzielorz. Nach seinen Worten profitieren die Implantatträger
nicht nur von einer nachhaltigen Reduktion der nächtlichen Atemaussetzer,
sondern auch von einer dauerhaft verbesserten Lebensqualität sowie
letztlich auch von einer höheren Lebenserwartung. „Bei unbehandelter
Schlafapnoe besteht ein stark erhöhtes Schlaganfall- und
Herzinfarktrisiko. Außerdem wächst bei einer verstärkten Tagesmüdigkeit
die Gefahr eines Sekundenschlafs am Steuer“, erläutert Dr. Schendzielorz.

Einziger Anbieter in Unterfranken

Die Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten,
plastische und ästhetische Operationen des UKW ist die einzige Einrichtung
in Unterfranken, die diese Zungenschrittmacher-Therapie anbietet. Dass das
Interesse an dieser Lösung hoch ist, kann man unter anderem daran ablesen,
dass bereits am 17. Dezember dieses Jahres ein weiterer Patient am UKW
damit versorgt wurde.

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Schmerz im Diskurs zwischen Medizin, Psychologie und Theologie

Heinrich Bedford-Strohm und die Universitäten Bamberg sowie Würzburg
stellen interdisziplinären Promotionsschwerpunkt vor

Bei psychischen und körperlichen Schmerzen suchen die meisten Menschen
medizinische Hilfe. Chronischer Schmerz kann aber auch zu Sinnfragen und
Selbstzweifeln führen, wodurch eine theologische Perspektive eröffnet
wird. An dieser Schnittstelle arbeiten Medizin, Psychologie und
evangelische Theologie im Promotionsschwerpunkt „Resilienzfaktoren in der
Schmerzverarbeitung“ zusammen. Ermöglicht und gefördert wird der
Schwerpunkt vom Evangelischen Studienwerk Villigst, dem
Begabtenförderungswerk der evangelischen Kirchen in Deutschland. Die
Universitäten Bamberg und Würzburg erforschen hierbei gemeinsam und
interdisziplinär den Schmerz. Der Promotionsschwerpunkt wird am
Donnerstag, den 10. Januar 2019, von 14 bis 18.30 Uhr der Öffentlichkeit
vorgestellt. Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der
Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und ehemaliger Professor an der
Universität Bamberg, wird bei der Festveranstaltung Denkanstöße aus
christlicher Perspektive geben. Die Veranstaltung findet in Raum U2/00.25
statt, An der Universität 2, Bamberg.

Die weiteren Veranstaltungsvorträge betrachten den Schmerz aus
medizinischer, psychologischer und theologischer Sicht. Die Bandbreite
reicht von: „Placebo und Nocebo-Effekte – Dr. Jekyll und Mr. Hyde in der
Schmerztherapie“ bis hin zu: „Sinnloser Sinn. Religiöse Deutung und
medizinische Erklärung von Krankheit und Schmerz“. Außerdem stellen vier
Stipendiatinnen ihre Doktorarbeiten vor, die sie im Promotionsschwerpunkt
„Resilienzfaktoren in der Schmerzverarbeitung“ schreiben. Ihren Arbeiten
liegt die Frage zugrunde, ob es Faktoren gibt, die sich positiv auf die
Gesundheit auswirken und die Entstehung von Schmerzerkrankungen
verhindern. Mögliche positive Faktoren könnten genügend Schlaf oder
Optimismus sein. Auch eine religiöse Deutung des eigenen Lebens kann zu
einem veränderten Umgang mit Schmerz beitragen.

Weitere Informationen unter: www.uni-bamberg.de/physiolpsych/news/artikel
/resilienzfaktoren-in-der-schmerzverarbeitung

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