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Gesundheit

Hochschule Trier erforscht Strukturen zur Regeneration von Nerven

Insbesondere bei der Heilung von Verletzungen des Rückenmarks ist das
Wachstum von neu gebildeten Nervenfasern nicht ausreichend, um eine
funktionelle Überbrückung der Verletzung zu ermöglichen.

Abhilfe sollen hier Mikrofasern bieten, die als Leitstruktur die
Regeneration der Nervenfasern über die Verletzung hinweg ermöglichen
sollen. Hierzu wurden Mikrofasern entwickelt, die mit leitfähigen
Kunststoffen beschichtet sind. Erste Ergebnisse in Zellkulturen zeigen wie
Nervenfasern entlang dieser Mikrofasern gerichtet wachsen.

Im Rahmen der Forschungsarbeiten an der Hochschule Trier arbeitet Prof.
Hernández zusammen mit Prof. Dr.-Ing. Klaus Peter Koch (Studiengangleiter
Medizintechnik) an der elektrischen und elektrochemischen
Charakterisierung dieser Mikrofasern. Prof. Koch arbeitet seit über 20
Jahren auf dem Gebiet implantierbarer Mikroelektroden für
elektrophysiologische Anwendungen und hat in dieser Zeit zusammen mit
seinem Team spezielle Messtechniken zur Charakterisierung von
Mikroelektroden entwickelt. Die Ergebnisse des halbjährigen
Forschungsaufenthalts von Prof. Hernández sollen zur Optimierung der
Mikrofasern eingesetzt werden, um diese in Kooperation mit
Forschungspartnern der Universität des Saarlandes in Homburg im
praktischen Einsatz weiter zu erforschen. Mit diesen Forschungsarbeiten
könnten sich neue Perspektiven in der Behandlung von
Rückenmarksverletzungen ergeben.

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Neue Therapieverfahren am Klinikum Friedrichsheim: Bessere Behandlungschancen für Knochentumore, Kinder mit Wirbelsäulen-Verkrümmung und ISG-Schmerzen

Die Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim ist heute mit jährlich 2000 Patienten das größte Zentrum zur Behandlung von Rücken- und Wirbelsäulenerkrankungen im Großraum Frankfurt. In den letzten Monaten wurde in dem vor einem Jahr gegründeten neuen Wirbelsäulenzentrum der Klinik das Behandlungsspektrum nochmals erweitert. Vor allem Tumorpatienten, Kinder mit Wirbelsäulenverkrümmung und Patienten mit ganz speziellen ISG-Rückenschmerzen profitieren von den neuen Therapieverfahren.
"Unser Ziel ist, durch die kontinuierliche Ausweitung des Therapieangebots die Qualität und das Ansehen der Klinik als orthopädisches Kompetenzzentrum auch überregional ständig zu verbessern", sagt Professor Andrea Meurer, die ärztliche Direktorin.

Magnetstäbe machen Mehrfach-Eingriffe überflüssig
Bei Behandlung von Wirbelsäulen-Verkrümmungen bei Kindern (Kinderskoliosen) nutzt die Klinik beispielsweise modernste Therapieverfahren. Die Verkrümmungen der Wirbelsäule (Skoliose) im frühen Kindesalter führt im Laufe des Wachstums oft zu einer weiter zunehmenden Verkrümmung. Wenn die konservative Therapie versagt und die Krümmung zu groß wird, konnten in der Vergangenheit nur regelmäßige Operationen helfen. Bei den Eingriffen wurden mehrmals im Jahr die zur Stabilisierung des Rückens eingesetzten Stäbe wachstumsbegleitend verlängert.

Mittlerweile ist es möglich, einen magnetischen Stab unter die Haut zu setzen, der von außen per Magnet kontrolliert verlängert werden kann. "Das machen wir heute in der Ambulanz und ohne Narkose oder Betäubung und die Familie geht danach wieder direkt nach Hause", so Dr. Müller-Broich, Leiter des vor einem Jahr in der Klinik eröffneten Frankfurter Wirbelsäulenzentrums

Neue Therapiekonzepte für Tumor-Patienten
Von neuen Therapiekonzepten profitieren aktuell auch Patienten mit Knochenmetastasen im Bereich der Wirbelsäule. Sie leiden meist unter extremen Schmerzen und wachsender Instabilität der Wirbelsäule. Oft kommen durch die Schwächung der Wirbelkörper auch Brüche in der Wirbelsäule hinzu.

Heute erleichtern Carbonmaterialien die nachfolgende onkologische Therapie. Statt strahlenundurchlässigen Titanimplantaten verbessern Carbonschrauben und Wirbelkörperersatz aus neuen Verbundstoffen die Beurteilung der Wirbelsäule und des Rückenmarkes. Die minimalinvasive Hitzebehandlung (Radiofrequenzablation) von Metastasen mit gleichzeitiger Stabilisierung durch eine Zementauffüllung hilft in vielen Fällen, den Patienten wieder eine gute Lebensqualität und vor allem Mobilität zurückzugeben. "Untersuchungen zeigen, dass Schmerzmedikamente dann in der Regel reduziert werden können", sagt Dr. Müller-Broich.

Die Spezialisten in der Orthopädischen Universitätsklinik Friedrichseim sind Teil des "Universitären Tumor Centrums (UCT)" und arbeiten Hand in Hand mit Onkologen.

Für Betroffene oft unerträglich: ISG-Schmerzen
Krankhafte Veränderungen im Kreuz-Darmbeingelenk (Iliosakralgelenk oder ISG) können Auslöser für oft unerklärliche, anhaltende und vielfach unerträgliche Rückschmerzen sein. In der Vergangenheit wurde das ISG oft nicht als mögliche Schmerzquelle erkannt und auch bei der Behandlung zu wenig berücksichtigt.

Deshalb haben viele Patienten, die zur Therapie in das Frankfurter Wirbelsäulenzentrum kommen, bereits diverse Operationen hinter sich. "Durch unsere große Erfahrung mit gerade diesen häufig operierten Patienten können wir bei ISG-Schmerzen in vielen Fällen eine gute und sinnvolle Therapie anbieten, auch dann, wenn andere Kliniken mit Ihrem Repertoire und Ressourcen nicht weiterhelfen können", sagt Dr. Müller-Broich.

Neueste Studien hätten gezeigt, dass bei ISG-Schmerzen insbesondere minimalinvasive operative Therapien mit dreieckigen Titanimplantaten der konservativen Behandlung überlegen sind. "Da wir hierfür nur noch einen drei Zentimeter langen Hautschnitt benötigen, können wir vielen ISG-Schmerzpatienten gut, schnell und dauerhaft helfen", so Dr. Müller-Broich.

Die Wirbelsäulenspezialisten in Friedrichsheim bieten neben den minimalinvasiven Eingriffen zudem eine Reihe von anderen Lösungen zur Linderung der Beschwerden an - mit dem Ziel, wirksam zu behandeln, aber möglichst große belastende chirurgische Eingriffe zu vermeiden.
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Welt-Pneumonie-Tag am 12. November: „Die Folgen einer Lungenentzündung werden unterschätzt!"

Mehr als 650.000 Menschen erkranken jährlich an einer Lungenentzündung –
alleine in Deutschland. Vor allem für Kinder unter fünf Jahren und ältere
Menschen kann das tödlich enden. „Noch immer unterschätzen Betroffene die
Folgen einer Lungenentzündung“, sagt Dr. Anja Kwetkat (Foto), Direktorin
der Klinik für Geriatrie am Uniklinikum Jena und Leiterin der
Arbeitsgruppe Impfen der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG).
Pneumokokken sind die häufigsten Erreger. „Dabei kann eine rechtzeitige
Impfung Leben retten – in jedem Alter“, so Kwetkat. Deshalb unterstützt
die Arbeitsgruppe Impfen der DGG den Welt-Pneumonie-Tag der International
Federation on Ageing (IFA) am 12. November.

„Wir laden Mediziner und Bürger ein, gerade am Aktionstag über die
positiven Auswirkungen einer Impfung aufzuklären. So können wir viele
Leben retten.“

Die IFA lädt alle Interessierten dazu ein, vorbereitete Kurznachrichten
zum Thema Pneumonie über die sozialen Netzwerke zu teilen. „Wir
unterstützen diese Idee, weil wir so auf unkomplizierte Weise weite Teile
der Bevölkerung erreichen und zukünftig mehr Menschen durch eine passende
Impfung schützen können“, so Kwetkat. Damit der Arbeitsaufwand so gering
wie möglich bleibt, hat die IFA einen Social-Media-Kalender
zusammengestellt. Verwenden Sie die fertigen Textvorlagen, Links und
Bilder, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Nutzen Sie zum Teilen Ihrer
Nachrichten die Hashtags #WorldPneumoniaDay und #VaccinesWork sowie die
Markierungen @IntFedAgeing zusammen mit @Vaccines4Life.

Gegen Pneumonien: Impfempfehlungen für ältere Menschen ergänzt

In den vergangenen Jahren hat die Arbeitsgruppe Impfen der DGG die STIKO-
Empfehlungen um spezifische Empfehlungen speziell für ältere Menschen
ergänzt. „Es wurde lange Zeit nur ungenügend darauf eingegangen, dass das
Immunsystem alter Patienten anders auf Impfungen reagiert, als bei
jüngeren Patienten“, sagt Dr. Anja Kwetkat. Die Kenntnisse zur
Immunseneszenz bei Hochaltrigen und Senioren mit Multimorbidität sollten
immer in den Impfempfehlungen berücksichtigt werden. „Influenza-und
Pneumokokkenimpfung sind ein starkes Team gegen Pneumonien“, sagt Kwetkat.
Gerade jetzt zum Start der Grippesaison solle der Impfstatus von Patienten
nochmals grundsätzlich geprüft werden. „Es ist die passende Gelegenheit,
bestehende Impflücken zu schließen. Hier sind sowohl Hausärzte als auch
Patienten in der Pflicht“, so Kwetkat.

Die AG Impfen der DGG hat die aktuellen Impfempfehlungen der STIKO für den
Jahreswechsel 2018/2019 speziell für ältere Menschen als PDF-Datei
zusammengestellt und mit geriatriespezifischen Informationen ergänzt.

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Weltdiabetestag 2018 „Patienten mit Diabetes müssen nicht zwangsläufig an den Nieren erkranken.“

Die Volkskrankheit Diabetes in den Fokus zu stellen und über die damit womöglich verbundenen Folgeerkrankungen zu informieren, ist Ziel des alljährlichen Weltdiabetestages am 14. November. Vorstandsvorsitzender Professor Dr. med. Dieter Bach, KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e. V., Neu-Isenburg, weist in diesem Zusammenhang insbesondere auf die Vermeidung von Folgeerkrankungen an den Nieren hin.

 

Neu-Isenburg, 09.11.2018. Warum Diabetes zu einer Schädigung der Nieren führen kann, erklärt der Nephrologe und Diabetologe Bach so: „Die Stoffwechselerkrankung schädigt die Gefäße im Körper – und eben auch die Kleinstgefäße, die in den Nieren die lebenswichtige Entgiftungsfunktion übernehmen.“ Nierenerkrankungen müssten aber bei Patienten mit Diabetes nicht zwangsläufig auftreten. Mit einer frühzeitigen Diagnostik und rechtzeitigen Behandlung könne gegengesteuert werden, betont Bach. So trägt eine gute Blutzuckereinstellung viel dazu bei, Nierenschäden zu verhindern. Gleiches gilt auch für den Blutdruck, denn je besser dieser eingestellt ist, desto besser werden die Nieren entlastet. „Für die rund 7 Millionen Patienten mit Diabetes in Deutschland ist es deshalb so wichtig, dass sie sich kontinuierlich haus- und fachärztlich behandeln lassen“, rät Bach. Und auch der Patient selbst könne zum Erhalt bzw. zur Stabilisierung seiner Nierenfunktion u. a. mit einer ausgewogenen Ernährung und körperlicher Bewegung beitragen. „Diese Verhaltensänderungen im Alltag sind allerdings viel einfacher zu realisieren, wenn auch das private Umfeld mitmacht“, gibt Bach zu bedenken. Nicht ohne Grund lautet das diesjährige Motto zum Weltdiabetestag: „The Family and Diabetes“.

 

Für Patienten mit Diabetes mellitus, die ihre Nieren gesund erhalten wollen, enthält die KfH-Broschüre „Diabetes mellitus. Nierenfunktion durch rechtzeitige Behandlung stabilisieren“ auf www.kfh.de/infomaterial weitere Informationen. Bestellt werden kann die Broschüre unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

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Hintergrundinformation:

Das gemeinnützige KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. steht für eine qualitativ hochwertige und integrative nephrologische Versorgung nierenkranker Patienten. Es wurde im Jahr 1969 gegründet und ist damit zugleich der älteste und größte Dialyseanbieter in Deutschland. In über 200 KfH‐Zentren werden  19.000 Dialysepatienten sowie aktuell rund 69.000 Sprechstundenpatienten umfassend behandelt.

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