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Gesundheit

Sonnenbrille und Kopfbedeckung: wichtiger Schutz für Kinder in der Sonne Shutterstock

Hautkrebsrisiko UV-Strahlung: Schützt Eure Kinder!

Sonnenbrille und Kopfbedeckung: wichtiger Schutz für Kinder in der Sonne Shutterstock
Sonnenbrille und Kopfbedeckung: wichtiger Schutz für Kinder in der Sonne Shutterstock

Ultraviolette Strahlung (UV) ist krebserregend und stellt den Hauptrisikofaktor für Hautkrebs dar. Nach Prüfung umfassender und eindeutiger Studienergebnisse hält die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) dies bereits seit 2009 für erwiesen. Dennoch ist die Zahl der Neuerkrankungen an Hautkrebs in Deutschland in den letzten Jahren weiter gestiegen. Kinder und Jugendliche sind besonders gefährdet. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums gibt Tipps, wie Eltern ihre Kinder vor den gefährlichen UV-Strahlen schützen können. 

Ob im Urlaub, auf dem Spielplatz oder im eigenen Garten – im Sommer spielt sich das Kinderleben vor allem draußen ab. Umso wichtiger ist gerade in dieser Zeit der konsequente Schutz vor starker UV-Belastung und Sonnenbränden. Denn Kinderhaut ist wesentlich dünner als die Haut von Erwachsenen. Auch die Pigmente, die einen körpereigenen Schutz gegen UV-Strahlen bilden, werden im Kindesalter noch nicht in vollem Umfang produziert. Mit jedem Sonnenbrand des Kindes steigt die Wahrscheinlichkeit, im Erwachsenenalter an Hautkrebs zu erkranken.

Keine Entwarnung
Im Jahr 2014 erkrankten in Deutschland etwa 21.200 Menschen an dem bösartigen schwarzen Hautkrebs. Durch das Hautkrebsscreening werden viele Tumore bereits in einem frühen Stadium entdeckt. „Dennoch sollten wir uns und vor allem unsere Kinder vor den gefährlichen Strahlen der Sonne schützen, damit es auch später erst gar nicht zu einer Erkrankung kommt“, so Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums. Telefonisch unter 0800-420 30 40 oder per E-Mail unter krebsinformationsdienst@dkfz.de beantworten Ärztinnen und Ärzte alle Fragen zu Krebs – zum Beispiel auch, was jeder selbst tun kann, um sich bestmöglich zu schützen.

Praktische Tipps zum Sonnenschutz von Kindern

  • Säuglinge und Kleinkinder bis zum Alter von etwa 2 Jahren sollten nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden. Wenn die Sonne nicht vermieden werden kann, sind ein Kopfschutz und UV-dichte Textilien ein Muss. Vor allem bei hellhäutigen Kleinkindern kann ergänzend ein Sonnenschutzmittel aufgetragen werden. 
  • Denken Sie an einen Sonnenschirm am Kinderwagen.
  • Zwischen 11 und 15 Uhr, wenn die UV-Strahlung am höchsten ist, sollten Kinder im Sommer am besten überhaupt nicht in die Sonne gehen.
  • Grundsätzlich sollte die pralle Sonne gemieden werden, also häufig den Schatten aufsuchen
  • Ausreichend trinken
  • Kinder zum Schutz vor den UV-Strahlen immer mit Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille ausstatten. Bei den Brillen ist auf die Kennzeichnung UV-400 oder 100% UV-Schutz zu achten.
  • Verwendung von Sonnenschutz mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 – vor allem Nase, Stirn, Ohren, Hände, Schultern, Knie und Fußrücken sollten reichlich versorgt werden.
  • Hellhäutige Kinder benötigen im Hochsommer und in südlichen Ländern den Lichtschutzfaktor 50.
  • Regelmäßiges Nachcremen nicht vergessen – mindestens alle zwei Stunden.
  • Nach dem Schwimmen Sonnenschutz erneut auftragen, auch wenn es sich um ein wasserfestes Produkt handelt. Das gilt auch für Schwitzen und Abtrocknen.
  • Im Auto können UV-Folien, Scheibenrollos oder Sonnenschutzblenden an den hinteren Seitenfenstern angebracht werden, da diese, anders als die Frontscheibe, möglicherweise UV-A-Strahlung durchlassen.
  • Auch an bewölkten Sommertagen an Sonnenschutz denken: Bis zu 90 Prozent der gefährlichen Strahlen dringen durch die Wolkendecke.
  • Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre gehören auf keinen Fall in ein Solarium – das ist in Deutschland gesetzlich verboten.

Eltern sollten ihren Kindern mit gutem Beispiel vorangehen. Sowohl zum eigenen Schutz als auch, um die Kinder konsequent und von klein auf an möglichst risikoarmes Verhalten in der Sonne zu gewöhnen. Auf diese Weise kann Sonnenschutz langfristig zum positiven Automatismus werden. 

 

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Venengymnastik

Gefäßerkrankungen: Vorbeugen ist besser als Heilen Bundesweiter Aktionstag Gefäßgesundheit am 16. Juni 2018

Venengymnastik
Venengymnastik

Gefäßerkrankungen wie die Venenthrombose, die
Lungenembolie, Krampfadern oder die periphere arterielle
Verschlusskrankheit (PAVK), auch bekannt als Schaufensterkrankheit, sind
Volkskrankheiten. Doch ihre Anzeichen, ihre Verbreitung und ihre zum Teil
dramatischen Folgen sind in der Bevölkerung weitestgehend unbekannt.
Deshalb stehen am Aktionstag Gefäßgesundheit am 16. Juni die Aufklärung
über diese Krankheiten und die Bedeutung gesunder Gefäße im Fokus.

Tipps für einen intakten Blutfluss in Arterien und Venen:

•       Trinken Sie ausreichend! 2 Liter (natriumarmes) Wasser oder
ungesüßte Tees sind die besten Durstlöscher!
•       Bleiben Sie aktiv! Nehmen Sie öfter die Treppe statt den Aufzug,
gehen Sie bewusst zu Fuß (Abrollen über die ganze Fußsohle) oder nehmen
das Fahrrad statt das Auto.
•       Achten Sie auf eine gesunde Ernährung! Vollkornprodukte, Müsli,
frisches Obst und Gemüse, wenig Fette, magere Fische sowie fettarme
Milchprodukte und gehen Sie sparsam mit Salz um!
•       Werden Sie Nichtraucher! Jeder Zigarettenzug verändert im Blut
eine Milliarde Sauerstoffmoleküle in freie Radikale, die wie Torpedos die
Gefäßwände angreifen und damit eine Arterienverkalkung fördern. Suchen Sie
sich Unterstützung, um mit dem Rauchen aufzuhören, z.B.
Rauchentwöhnungskurse über die Krankenkasse, weitere Infos unter www
.rauchfrei-info.de.
•       Integrieren Sie Venengynmastik in Ihren Alltag! Wenn Sie beruflich
viel sitzen oder stehen, können Sie Ihre Gefäße durch einfache Übungen
auch Arbeitsplatz trainieren. Übungen finden Sie hier:
https://goo.gl/4IO7BU

•       Kennen Sie Ihre Risiken! Menschen mit Bluthochdruck, Diabetes
Mellitus, zu hohen Cholesterinwerten und Übergewicht haben ein erhöhtes
Risiko für eine Gefäßerkrankung.

„Der Aktionstag Gefäßgesundheit ist eine gute Möglichkeit außerhalb der
Sprechstunde in Ruhe mit Patienten und Interessierten über deren Sorgen
und Fragen zu Gefäßkrankheiten, deren Risiken und Behandlungsmöglichkeiten
zu sprechen und die sonst hohe Schwelle zwischen Arzt und Patient leichter
zu überwinden", so PD Dr. Christoph Kalka,  Vorsitzender der Deutschen
Gefäßliga und Beiratsmitglied der DGA.

Informieren Sie sich auf den bundesweit stattfindenden Veranstaltungen,
wie Sie Gefäßerkrankungen vorbeugen und Ihre Gefäße gesund halten können.
Denn wie so oft gilt auch hier „Vorbeugen ist besser als Heilen“.

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Volkskrankheit „Fersenschmerz“: Stoßwellentherapie als Kassenleistung

Stechende Schmerzen beim Auftreten und keine sichtbare
Veränderung am Fuß?! Wer das kennt, leidet wahrscheinlich unter der
Plantarfasziitis – einer Gewebeveränderung in der Sehnenplatte der
Fußsohle. Eine wirksame Methode ist die extrakorpale Stoßwellentherapie
(EWST). Der Gemeinsame Bundeausschuss (G-BA) hat entschieden, dass diese
Therapie ab sofort zur Kassenleistung wird. Die Deutsche Gesellschaft für
Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) begrüßt das. Sie fordert jedoch
auch, dass Patienten diese Therapie frühzeitiger in Anspruch nehmen können
sollten und betont, dass es für den Therapieerfolg unerlässlich sei, dass
Ultraschall-Experten diese durchführen.

Die Plantarfasziitis verursacht bei Betroffenen einen starken
Fersenschmerz. „In Anbetracht der Erkrankungshäufigkeit und weil viele
Patienten sogar bis zu zehn Jahre mit diesen Fersenschmerzen leben müssen
– was ihre Lebensqualität erheblich einschränkt – begrüßen wir die G-BA-
Entscheidung zur Erstattung der ESTW", betont Dr. med. Rainer Berthold,
stellvertretender Leiter des Arbeitskreises Bewegungsorgane der DEGUM und
niedergelassener Orthopäde.

Eine Plantarfasziitis entsteht üblicherweise, wenn der Fuß längerfristig
stark belastet wird und sich die Sehnen an der Fußsohle im Bereich der
Ferse entzünden. Ursache hierfür sind meist starkes Übergewicht, Tragen
von Schuhen mit harten Absätzen, Überbelastung beim Sport, stehende
Berufe, eine genetisch bedingte Verkürzung des Waden- oder
Oberschenkelmuskels oder ein Hohl- beziehungsweise Plattfuss. Die
Patienten klagen über Anlaufschmerz in der Ferse bei den ersten
morgendlichen Schritten und nach längerem Sitzen. Der Schmerz an der
medio-plantaren Ferse („loco tipico“) wird als stechend beschrieben. Er
bessert sich häufig nach einigen Schritten oder im Laufe des Tages. Zudem
leiden Betroffene an einer Bewegungseinschränkung im oberen Sprunggelenk.
Im Erkrankungsverlauf klagen sie über einen dumpfen Schmerz
unterschiedlicher Lokalisation, der teilweise auch in Ruhe besteht. Helfen
konservative Therapien mit Schuheinlagen, Dehnübungen, Medikamenten oder
Physiotherapie nicht, kann die Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESTW)
eingesetzt werden.

„Üblicherweise gilt die Extrakorpale Stoßwellentherapie (ESTW) für rund
zehn Prozent der Betroffenen als letzte Therapiemöglichkeit bevor es zu
einer Operation kommt", erläutert Berthold. Bei der ESTW werden über die
Haut Ultraschallstoßwellen in die betroffene Region gebracht. Dadurch wird
eine mechanische Reizung der Plantaraponeurose am so genannten kalkanearen
Ursprung bewirkt. Die Reizung führt zu Mikrorissen, die einen reaktiven
Heilungsprozess des Körpers auslösen, was wiederum die Durchblutung
erhöht. Ferner wirkt die ESTW häufig schon während der Anwendung
schmerzstillend. Die Methode hat wegen ihres guten Erfolgs in der
physikalischen Therapie zur Bewegungsverbesserung und Schmerzreduktion
zunehmend an Bedeutung gewonnen. „Da die Behandlungskosten im Vergleich zu
den sonst übrigen Pauschalen der gesetzlichen Krankenversicherung relativ
hoch sind, hat der G-BA nun entschieden, dass nur chronisch Erkrankte und
Patienten, die auf andere konservative Maßnahmen nicht ansprechen, eine
Erstattung durch die Krankenkasse erhalten", erklärt Berthold. „Hier sehen
wir das Problem, dass viele Patienten zunächst einen langen Leidensweg von
mindestens sechs Monaten gehen müssen, bis sie die ESTW kostenfrei
erhalten können. Wir riskieren damit, dass diese Patienten über die
Plantarfasziitis hinaus noch einen größeren Fersensporn entwickeln und
Zeiten unnötiger Arbeitsunfähigkeit hinzukommen.

Die DEGUM weist überdies darauf hin, dass bei der Diagnose und Therapie
der Ultraschall-Anwender eine Schlüsselrolle einnimmt, die der G-BA in
seinem Beschluss nicht berücksichtigt hat. Als schonendste und günstigste
Diagnosemaßnahme gilt der Ultraschall. Dieser sollte jedoch durch einen
ausgewiesenen Ultraschall-Spezialisten erfolgen. „Nur ein erfahrener
Sonografie-Spezialist kann zum Beispiel bei beidseitigem Befall eine
generalisierte Enthesiopathie rheumatischer Genese – also eine
schmerzhafte Erkrankung des Sehnenansatzes – schnell erkennen und so eine
nicht sinnvolle Behandlung vermeiden", erklärt Berthold. „Die
Plantarfaszie – also die Sehnenplatte an der Unterseite des Fußes – hat
bei einem gesunden Menschen eine Dicke von drei bis vier Millimetern,
während bei einer Plantarfasziitis die Faszienschichten oft auf sieben bis
zehn Millimeter verdickt sind." Auch diffuse hypoechogene Strukturen, die
als Ödeme aufgrund von kleinsten Rissen interpretiert werden - im
Ultraschall dunkel dargestellte Flächen - kann der Spezialist erkennen.
„Der Erfolg einer ESWT-Therapie hängt ebenso wie die Diagnostik stark vom
Anwender ab", betont Berthold. Der Experte empfiehlt deshalb, sich an
DEGUM-zertifizierte Orthopäden zu wenden, die Erfahrungen mit dieser
Therapie haben. Denn es komme bei der ESWT neben Dauer, Intensität und
Frequenz auch auf die exakte Applikation der Stosswellen an. „Es gibt
bislang kein einheitliches Behandlungsschema bei der Stosswellentherapie.
Daher ist es wichtig, dass der behandelnde Arzt langjährige Erfahrungen
vorzuweisen hat", so Berthold abschließend.

Quellen:
G-BA: Extrakorporale Stoßwellentherapie kann zukünftig auch ambulant zur
Fersenschmerz-Behandlung eingesetzt werden
<https://www.g-ba.de/institution/presse/pressemitteilungen/743/>

Über die DEGUM:
Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) bietet
ein Forum für den wissenschaftlichen und praktischen Erfahrungsaustausch
auf dem Gebiet des medizinischen Ultraschalls. Sie vereint rund 10 000
Ärzte verschiedener Fachgebiete, medizinische Assistenten,
Naturwissenschaftler und Techniker. Ultraschalldiagnostik ist heute das am
häufigsten eingesetzte bildgebende Verfahren in der Medizin.
Ultraschallanwendern bescheinigt die DEGUM eine entsprechende
Qualifikation mit einem Zertifikat der Stufen I bis III. DEGUM-
zertifizierte Ärzte finden Patienten im Internet unter: <www.degum.de>

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Noch 6 Tage bis zum Start: Urologische Themenwoche „Alarmzeichen Blut im Urin“

Der Countdown läuft: Am 25. Juni 2018 startet die Deutsche Gesellschaft
für Urologie e.V. (DGU) in Kooperation mit dem Berufsverband der Deutschen
Urologen e.V. die Urologische Themenwoche „Alarmzeichen Blut im Urin“.

Bis zum 29. Juni 2018 informiert die Fachgesellschaft mit Flyern und
Postern, mit Videofilmen, Experten-Interviews und einer Telefon-Hotline
über das Leitsymptom des Harnblasenkrebses. Das 5-tägige Aktionsprogramm
wird mit dem Start der Themenwoche auf www.urologenportal.de verfügbar
sein und hat eine zentrale Botschaft: Blut im Urin ist immer ein
Alarmzeichen, das ärztlich abgeklärt werden muss, weil es ein Symptom
einer ernsten Erkrankung sein kann.
Das Blasenkarzinom ist der zweithäufigste urologische Tumor, an dem in
Deutschland jährlich rund 29. 000 Menschen neu erkranken. Tabakkonsum gilt
als größter Risikofaktor.

Die Aktionen der Urologischen Themenwoche „Alarmzeichen Blut im Urin“ auf
einen Blick:

Montag, 25. Juni 2018       - Tag 1 Der Flyer geht online
Dienstag, 26. Juni 2018      - Tag 2 Start des Video-Clips
Mittwoch, 27. Juni 2018      - Tag 3 Die Experten-Interviews
Donnerstag, 28. Juni 2018  - Tag 4 Erfahrungsberichte von Patienten
Freitag, 29. Juni 2018         - Tag 5 Experten an der Telefon-Hotline
(0800 000 55 14)

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