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Gesundheit

Palliativmedizin am UKD: Tag der offenen Tür am 19. August Neuer Stationsgarten wird präsentiert / Eigener Hospizdienst gegründet

Ein neuer Garten für die Palliativmedizin am Universitätsklinikum
Düsseldorf (UKD): Der bisherige Palliativgarten musste aufgrund der
aktuellen Bauprojekte an der Uniklinik verlegt werden. Er befindet sich
nun im Innenhof der MNR-Klinik. Dr. Martin Neukirchen, Ärztlicher Leiter
des Zentrums für Palliativmedizin am UKD. „Anfangs gab es noch etwas
Skepsis, aber inzwischen kommt der neue Garten sehr gut an.“ Bei einem Tag
der offenen Tür am 19. August ab 11 Uhr wird der neue Garten offiziell
vorgestellt. Auch das Team der Palliativstation steht für Fragen bereit.
Im September ist dann die offizielle Gründung eines Fördervereins zur
Unterstützung der Palliativmedizin am UKD geplant. Schon jetzt gibt es
viele Vereine und Privatpersonen, die regelmäßig die Versorgung von
Palliativpatienten in der Düsseldorfer Uniklinik unterstützen. Mit dem
Förderverein kann auch dieses vielfältige Engagement zukünftig optimal
koordiniert werden.

Auf der Palliativstation des UKD arbeitet ein interprofessionelles Team
für schwerst- und unheilbar kranke Menschen und deren Angehörige. Die
Palliativstation verfügt über acht Patientenbetten in Einzelzimmern.
Angehörige können jederzeit anwesend sein und auf Wunsch mit im Zimmer
übernachten.

Und es gibt einen weiteren Grund für den Tag der offenen Tür am 19. August
ab 11 Uhr: Seit Anfang Juli ist auch der ehrenamtliche  Hospizdienst des
Interdisziplinären Zentrums für Palliativmedizin am UKD durch die
Krankenkassen offiziell anerkannt und gefördert. Damit kann die
ehrenamtliche Begleitung, sowohl von Patienten auf der Palliativstation,
aber auch von Palliativpatienten auf anderen Stationen der Uniklinik,
deutlich verbessert werden.

Termin: Samstag, 19. August, ab 11 Uhr
Zentrum für Palliativmedizin am UKD, MNR-Klinik, U1


Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.uniklinik-duesseldorf.de

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Diesel-Fahrverbot: Herzpatienten besser schützen Luftverschmutzung kann Entstehung von Infarkten beschleunigen / Herzstiftung vermisst Anstrengungen von Politik und Industrie

Mit großer Sorge verfolgt die Deutsche Herzstiftung die jüngsten
Ereignisse um Abgasmanipulationen in der Automobilbranche. „Diese
Ereignisse sind äußerst beunruhigend. Sie führen vor Augen, wie weit
entfernt Deutschland von einer dringlich notwendigen Verbesserung der
Luftqualität durch den überfälligen Einsatz sauberer Alternativen zu
Benzin und Diesel für den Gesundheitsschutz von vielen Millionen Menschen
ist, darunter Kinder, chronisch Kranke, Schwangere und ältere Menschen“,
warnt Prof. Dr. med. Thomas Münzel vom Wissenschaftlichen Beirat der
Deutschen Herzstiftung und Direktor der Klinik für Kardiologie I der
Universitätsmedizin Mainz. „Nur durch eine rasche Verringerung der
gesundheitsgefährdenden Luftverschmutzung insbesondere durch PKW- und LKW-
Abgase mit ihren giftigen Stickoxiden, Feinstaub, Schwefeloxiden,
Kohlenmonoxid und Schwermetallen können wir die Bevölkerung vor einer
Gesundheitsgefährdung schützen.“ Für den Kardiologen ist das jüngste
Gerichtsurteil in Stuttgart für ein Diesel-Fahrverbot in der
Landeshauptstadt in medizinischer Hinsicht „ein folgerichtiger Auftakt für
mögliche weitere Diesel-Fahrverbote in anderen belasteten Regionen.“
Luftverschmutzung ist nicht nur für die Entstehung und Verschlechterung
von Atemwegserkrankungen verantwortlich, sondern stellt ein Risiko für
Herz-Kreislauf-Erkrankungen dar (Infos kostenfrei unter
www.herzstiftung.de/stress.html). Bei Patienten mit koronarer
Herzkrankheit (KHK) kann auch ein nur kurzfristiger Kontakt mit stark
verschmutzter Luft die Gefährdung für das Herz erhöhen. „Abgase des
Straßenverkehrs, insbesondere von Dieseltreibstoff, können die
Blutplättchen von KHK-Patienten aktivieren und so deren Neigung erhöhen zu
verklumpen. Die Pumpfunktion des Herzens verschlechtert sich nachweislich,
der Blutdruck steigt und der Prozess der Arteriosklerose wird deutlich
gesteigert. Das befördert die Entstehung eines Herzinfarkts“, betont Prof.
Münzel. Kommt es zu kurzfristigen Ausbrüchen einer Luftverschmutzung mit
deutlichem Anstieg der gasförmigen und Partikelbestandteile, erhöht sich
bei Herzschwächepatienten das Risiko zu sterben oder zumindest einen
Krankenhausaufenthalt notwendig zu machen.

Anhaltende Luftverschmutzung: Warum beschleunigt sie Entstehung von
Infarkten?
Mit der Atmungsluft gelangen gasförmige Stoffe und kleine Partikel über
die Atemwege (Bronchien) bis in die Lungenbläschen (Alveolen). Diese
Fremdgase und Fremdstoffe führen in den unteren Atemwegen wegen der
Aktivierung der dort ansässigen Fresszellen (Phagozyten) zu einer
Entzündungsreaktion. Neuere Untersuchungen belegen, dass Feinstaub,
insbesondere der Ultrafeinstaub (die Partikelgröße ist kleiner als 100
Nanometer = Größe eines Virus) nach Inhalation sofort in die Blutbahn
übergeht und von dort in die Gefäßwand. Dadurch werden chronische
Entzündungen ausgelöst und damit auch der Prozess der Arteriosklerose
begünstigt bzw. beschleunigt.
Dadurch kommt es bei Menschen, die chronisch der Luftverschmutzung
ausgesetzt sind, zum vorzeitigen Ausbruch der wichtigsten Erkrankungen in
diesen Gefäßregionen: Herzinfarkt und Schlaganfall und zu einem deutlichen
Mehr an Herzschwäche. Insbesondere ältere Patienten mit Herz- und
Lungenerkrankungen sollten sich deshalb bei hoher Luftverschmutzung
besonders wenig außerhalb des Hauses aufhalten.
Wer in einer Stadt mit viel Autoverkehr z. B. joggen gehen oder Rad fahren
möchte, sollte nicht entlang intensiv befahrener Straßen laufen, sondern
eher in Parks oder im Grüngürtel, wo man weniger verschmutzte Luft
einatmet.

Die WHO hat in ihren „Air Quality Guidelines“ (Leitlinien für
Luftqualität) folgende Grenzwerte für die Feinstaubbelastung im
Jahresdurchschnitt gesetzt:

- für Feinstaubpartikel PM10: 20 μg/m³
- für Feinstaubpartikel PM2,5: 10 μg/m³

Mit diesen Vorgaben gehen die Regierungen sehr unterschiedlich um. Die EU
ist – wie Experten im „European Heart Journal“ (2016) feststellten – „ein
besonders schlechtes Beispiel“. Die EU hat die Grenzen doppelt so hoch
gesetzt:

- für Feinstaubpartikel PM10: 40 μg/m³
- für Feinstaubpartikel PM2,5: 20 μg/m³

Wissenschaftler haben immer wieder verlangt, diese Grenzwerte nach unten
zu korrigieren – ohne dass in Brüssel irgendetwas geschieht.

Siehe z. B. „European Heart Journal“ Newby D.E. et al. (2014) und Claeys
M.J. et al. (2017).

Tipp: Im Ratgeber „Psychischer und sozialer Stress“ informieren
Herzspezialisten und ein Psychokardiologe über verschiedene Formen von
Stress (Arbeitsbelastung, Lärm, Luftverschmutzung), die schädigend auf das
Herz-Kreislauf-System wirken können. Auch liefert der Band (32 S.) Tipps
zum Umgang mit Stress. Anzufordern kostenfrei unter
www.herzstiftung.de/stress.html, per E-Mail unter
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder telef. unter 069 955128400.

Infos zum Herzinfarkt:
www.herzstiftung.de/Anzeichen-Herzinfarkt.html

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Konsolidierung im Betreuungsmarkt: Pflegix übernimmt Mitbewerber HelloCare

Die beiden Pflege- und Betreuungsstart-ups Pflegix und HelloCare sind in
Zukunft ein Unternehmen und firmieren unter der Marke Pflegix

Pflegix (www.pflegix.de) stärkt mit der Übernahme des Hamburger Start-ups
HelloCare seine Marktpräsenz, insbesondere im Großraum Hamburg. HelloCare
ging 2014 als eines der ersten Startups in der attraktiven Pflegebranche
an den Markt. Das Unternehmen vermittelte Senioren und Familien
zuverlässige und qualifizierte Alltagshelfer. Die Plattform war
insbesondere in Hamburg aktiv.

Für die Marktdurchdringung war das Unternehmen zuletzt auf der Suche nach
einem Zusammenschluss und fand in Pflegix den geeigneten Partner. „Wir
freuen uns, dass wir unsere Kräfte nun gemeinsam unter dem Dach von
Pflegix bündeln und unsere Kunden und Helfer dort ein neues Zuhause
finden“, so HelloCare-Geschäftsführerin Katrin Pietschmann.

Pflegix wurde im Herbst 2016 im Entrepreneurship Zentrum Witten an der
Universität Witten/Herdecke gegründet und verfolgt die Vision einer
umfangreichen Produkt-, Informations- und Dienstleistungsplattform in den
Bereichen Pflege, Betreuung und Alltagshilfe. „Der Zusammenschluss mit
HelloCare hilft uns, unsere Marktpräsenz insbesondere im Raum Hamburg zu
stärken und unseren Kunden- und Helferstamm auszubauen“, so
Geschäftsführer Tim Kahrmann.

Mit mehr als 6.500 Helfern in mehr als 30 deutschen Städten ist das
Unternehmen auf starkem Expansionskurs und öffnete vor Kurzem seinen
Marktplatz auch für Unternehmen aus dem Gesundheitswesen. Dabei profitiert
das Team von Pflegix von einer engen Kooperation mit dem Department für
Pflegewissenschaften der Universität Witten/Herdecke sowie dem Lehrstuhl
für Künstliche Intelligenz der Technischen Universität Dortmund.


Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine
Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als
Modelluniversität mit rund 2.400 Studierenden in den Bereichen Gesundheit,
Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma
Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit
Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

www.uni-wh.de  / #UniWH / @UniWH

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Tabuthema Inkontinenz: Neue Untersuchungsmethode stoppt den Leidensweg Verbesserte Diagnostik im Upright-MRT ermöglicht hilfreiche Therapiemaßnahmen für Patienten

Mediziner haben mit einem neuen Verfahren das einstige Tabuthema Beckenbodenschwäche anhand von MRT-Aufnahmen unter natürlicher Gewichtsbelastung gründlich untersucht. Die Radiologin Dr. Stella Ebert hat sich in ihrer Upright-MRT Praxis auf die Untersuchung von Erkrankungen des Beckenbodens spezialisiert. Ganz im Sinne des Patienten: Denn erst wenn die zugrundeliegende Beckenbodenschädigung bekannt ist, können Ärzte und Therapeuten eine hilfreiche Behandlung für den Patienten entwickeln.

Neun Millionen Menschen jeglichen Alters leiden in Deutschland unter Inkontinenz – und keiner spricht gern drüber, über das gesellschaftliche Tabuthema unter Erwachsenen (1). Das neue Upright-MRT ist für die Diagnostik bei Funktionsstörungen des Beckenbodens besonders geeignet. Denn gerade bei diesem Leiden ist es wichtig, dass die gesamte Beckenregion unter der normalen Gewichtsbelastung untersucht wird und nicht im Liegen. Die Schwerkraft beeinflusst nämlich die Muskelstränge des Beckenbodens sowie die Position der Organe im unteren Beckenraum. Einige Muskelstränge des Beckenbodens stellen die reibungslose Funktion der Ausscheidungsorgane sicher, sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Sind Teile dieser Muskeln oder Bindegewebe beeinträchtigt, kann es zu gestörten Entleerungen der Harnblase oder des Darms kommen. Inkontinenz, Verstopfung, Schmerzen, unvollständige Darmentleerung, wiederkehrende Entzündungen und Harnblasensenkungen können auftreten. Das Upright-MRT stellt die Weichteile des Körpers sehr gut dar und ermöglicht es, den Patienten in seiner natürlichen Körperposition im Sitzen zu untersuchen. So lassen sich die genauen Ursachen für die Störungen im kleinen Becken finden.

Nach einem Vorgespräch legt die spezialisierte Ärztin den Untersuchungsablauf im Upright-MRT fest. Dieser Vorgang wird dem Patienten genau erläutert, sodass er sich gut auf die Untersuchung vorbereiten kann. Die Untersuchungszeit beträgt zwischen 20 und 45 Minuten und findet in separaten Räumen der Praxis in entspannter und privater Atmosphäre statt. Damit ist die Praxis ein Vorreiter in Deutschland.

Völlig schmerzfreie Untersuchung im Sitzen

Bei der Untersuchung kann meist auf intravenöses Kontrastmittel verzichtet werden, da eine geringe Menge unschädliches Gel vorab als Einlauf verabreicht wird. Im Anschluss wird die Entleerung in Echtzeit im Sitzen mittels der Magnetresonanztomographie abgebildet. Dabei entsteht pro Sekunde ein Bild. Die gesamte Untersuchung ist völlig schmerzfrei und belastet den Patienten im Gegensatz zur klassischen Röntgen-Defäkographie nicht mit radioaktiver Strahlung. Zudem hat der Patient im vollkommen offenen Upright-MRT eine freie Sicht nach Außen und kann währenddessen fernsehen.

Im Anschluss an die dynamische MRT wertet die spezialisierte Radiologin Frau Dr. med. Stella Ebert die MRT-Bilder aus und bespricht sie ausführlich mit dem Patienten. Diese Grundlage ermöglicht es nun den behandelnden Ärzten, eine gezielte Therapie für die unangenehmen Beschwerden zu entwickeln. Auch das Bewusstsein des Patienten über die eigene Krankheit und ihre Ursachen wird so gestärkt. Ist er konsequent in der Anwendung der therapeutischen Maßnahmen und Übungen, lassen sich die Unannehmlichkeiten im Alltag besser meistern und oft signifikant mindern.

Angst und Scham nehmen

Eine Harn- und Stuhlinkontinenz hat unterschiedliche Ursachen und kann erwachsene Menschen auch schon in jungen Jahren treffen. Frühere Operationen im Bereich des Beckenbodens – zum Beispiel eine Gebärmutterentfernung – oder eine altersbedingte Schwächung der Beckenbodenmuskulatur, aber auch Geburten können zu einer Dysfunktion des Beckenbodens führen. Die so eintretende Inkontinenz mit unkontrollierbarem Harn- oder Stuhldrang oder gestörter Entleerung ruft Scham und Angst bei dem Betroffenen hervor. Der Patient ist meist in seinem Alltag wie Reisen, Sport oder Ernährungsgewohnheiten eingeschränkt. In der Hamburger Upright-MRT Praxis nimmt sich die Spezialistin Frau Dr. Stella Ebert für das Vorgespräch und die Untersuchung viel Zeit. Besonders geschulte Mitarbeiterinnen betreuen den Patienten vom Eintreffen in die Praxis bis zum Abschluss der Termins, um eine komfortable Untersuchung in privater Atmosphäre zu bieten und gute diagnostische Ergebnisse zu gewährleisten. Um die Privatsphäre zu wahren, findet die Untersuchung in einem separaten, sehr ruhigen und wohnzimmerartig eingerichteten Besprechungsraum statt. Von diesem modern gestalteten Raum gelangt der Patient direkt in den Untersuchungsraum, wo er sich in das MRT setzt. Dort wird die Defäkographie im Upright-MRT durchgeführt. Dabei wird sichtbar, wie der Beckenboden im Ruhezustand, bei Muskelkontraktion bzw. beim Pressen arbeitet. Auch sieht man anhand dieser Aufnahmen, ob das Gel seinen „normalen“ Weg nimmt oder ob Teile des Enddarms lädiert sind und eine Entleerungsstörung oder Organsenkung vorliegt. Nur durch diese dynamischen MRT-Aufnahmen im Sitz-MRT können die Pathologien im Beckenboden-Bereich in ihrer Gesamtheit erkannt werden. Nach der MRT-Untersuchung wertet Frau Dr. Ebert die Bilder aus und bespricht die Ergebnisse der Untersuchung mit dem Patienten anhand der angefertigten Aufnahmen. Zudem gibt es die Möglichkeit, alle Fragen im persönlichen Gespräch zu stellen und zu klären.

Für eine erfolgreiche Behandlung ist es wichtig die eigene Erkrankung zu verstehen. Die funktionellen Bilder zeigen den Ursprung der Beschwerden und ermöglichen dem behandelnden Ärzteteam eine gezielte Behandlung. Nur so kann er wieder zurück in seinen Alltag eintauchen.

Weitere Informationen unter: www.upright-mrt.de

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