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Gesundheit

Neuer Studiengang: „Paramedic“ für Notfallsanitäter

Reanimationsworkshop  (Foto: Ostfalia)Zum Wintersemester 2017/18 startet an der Fakultät Gesundheitswesen der
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften der neue
berufsbegleitende Studiengang „Paramedic“ mit den Studienschwerpunkten
„Management im Rettungsdienst“ und „Berufspädagogik im Rettungsdienst“.

Der Rettungsdienst stellt ein spannendes und abwechslungsreiches
Arbeitsfeld dar. Die Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern bisher jedoch
nur wenige Möglichkeiten zur beruflichen Entwicklung anbieten.
Insbesondere im Bereich der Leitungskräfte im Rettungsdienst fehlt es an
geeignetem Nachwuchs, der sowohl über eine medizinische Kompetenz als
Notfallsanitäter als auch über eine betriebswirtschaftliche Kompetenz als
Leitungskraft verfügt. Zudem müssen Lehrkräfte an Notfallsanitäterschulen
künftig durch die Anforderungen des Notfallsanitätergesetzes (NotSanG) an
die Qualifikationen der Lehrkräfte über eine pädagogische
Hochschulausbildung verfügen.

Vor diesem Hintergrund eröffnet der berufsbegleitende Bachelor-Studiengang
„Paramedic“ Notfallsanitätern zahlreiche Möglichkeiten zur beruflichen
Weiterentwicklung.

Um ein berufsbegleitendes Studium zu ermöglichen, werden die
Studieninhalte im Blended-Learning-Format aufbereitet. Hierdurch können
die Präsenzzeiten auf circa 20 bis 25 Präsenztage (in drei bis vier
Blöcken) pro Semester an der Ostfalia am Campus Wolfsburg begrenzt werden.
Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester, Abschluss „Bachelor of
Science“ (BSc).

Kontakt: Tobias Immenroth, Telefon 05361/8922-23230,
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.


Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.ostfalia.de/g/studienangebot/Paramedic.html

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Die mysteriöse Ermüdung: Stiftung Schmieder Preis 2016 würdigt drei Arbeiten zum Thema Fatigue

Prof. Dr. Ulrich Rüdiger mit den Preisträgerinnen Dr. Aida Sehle, Gesa Pust, Carina Menzel sowie der Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Schmieder Lisa Friedrich-Schmieder (v.l.)  Universität KonstanzMit dem Stiftung Schmieder Preis 2016 werden in diesem Jahr drei
Nachwuchswissenschaftlerinnen ausgezeichnet, die sich in unterschiedlichen
Disziplinen mit dem Phänomen der Fatigue befasst haben: Die
Sportwissenschaftlerin Dr. Aida Sehle erhält den mit 3000 EUR dotierten
ersten Platz, Carina Menzel und Gesa Pust erhalten den zweiten und dritten
Platz für Ihre Masterarbeiten im Fach Psychologie, dotiert mit jeweils
1000 EUR.

Dr. Aida Sehle, Carina Menzel und Gesa Pust sind die diesjährigen
Gewinnerinnen des Stiftung-Schmieder-Preises, der am 21. Oktober 2016 im
Rahmen des Dies Academicus im Audimax der Universität Konstanz feierlich
verliehen wurde.

In der Begründung heißt es: „Die Arbeiten von Frau Dr. Sehle, Frau Menzel
und Frau Pust überzeugten die Jury durch ihren Studienumfang, ihren
methodischen Anspruch und die wissenschaftliche Originalität. Sie zeichnen
sich darüber hinaus durch ihre Anwendungsorientierung und den praktischen
Bezug zur neurologischen Rehabilitation aus.“ Lisa Friedrich-Schmieder,
die Vorstandsvorsitzende der Stiftung Schmieder für Wissenschaft und
Forschung übergab den Preis an die Nachwuchswissenschaftlerinnen.

Alle drei Preisträgerinnen hatten sich mit dem Thema Fatigue befasst. Die
Fatigue ist ein sehr häufig auftretendes Symptom bei Patienten mit
neurologischen Erkrankungen. Kennzeichnend sind außerordentliche
Müdigkeit, mangelnde Energiereserven oder ein massiv erhöhtes
Ruhebedürfnis, welche absolut unverhältnismäßig zu vorangegangenen
Aktivitätsänderungen, wie z.B. einer kurzen Gehstrecke, sind. Dabei hat
die Fatigue sowohl eine motorische als auch eine kognitive Dimension. Die
betroffenen Patienten erfahren eine deutliche Einschränkung ihrer
Lebensqualität; bei Personen mit Multipler Sklerose (MS) gilt die Fatigue
sogar als einer der Hauptgründe für Erwerbslosigkeit.
Zu den bisher noch ungeklärten Fragestellungen gehören z.B. das Fehlen
objektiver Diagnoseverfahren sowie des ausreichenden Wissens über die
Pathophysiologie der Fatigue.

Dr. Aida Sehle promovierte im Fach Sportwissenschaft. In Ihrer Arbeit
beschäftigte sie sich mit der motorischen Fatigue bei Patienten mit MS und
nach einem Schlaganfall. Zunächst entwickelte Sie eine Methode zur
Quantifizierung von Unterschieden im Gangmuster der Patienten; darauf
aufbauend dann einen Index, um die motorische Fatigue bei Patienten mit MS
und nach einem Schlaganfall objektiv erfassen zu können. Dieser Index
(FKS) erleichterte  Ärzten die Befunderhebung und ermöglicht eine
rechtzeitige und bestmögliche Behandlung betroffener Patienten.

Carina Menzel und Gesa Pust, die den zweiten und dritten Platz erreicht
haben, absolvierten ihre Masterstudien im Fach Psychologie. In ihren
Arbeiten hatten sie sich mit den kognitiven und pathophysiologischen
Aspekten der Fatigue beschäftigt:
Carina Menzel untersuchte das Phänomen der belastungsinduzierten
kognitiven MS-bezogenen Fatigue. Dabei unterzog sie eine Gruppe von MS-
Patienten und eine (hirngesunden) Kontrollgruppe einer eigens entwickelten
Belastungsprüfung. Die Ergebnisse brachten u.a. wichtige Erkenntnisse für
die Berufstherapie und die Arbeitsplatzorganisation. Gesa Pust hatte in
ihrer Arbeit die Daten von 70 an MS erkrankten Personen ausgewertet. Dabei
kam sie unter anderem zu dem Ergebnis, dass emotionale Belastungsfaktoren
einen Einfluss auf die Fatiguesymptomatik und deren Verschlechterung durch
Belastung haben.

Die Preisträgerinnen und ihre ausgezeichneten Arbeiten:

Dr. Aida Sehle, M.A.
Dissertation: Quantifizierung motorischer Fatigue durch Bewegungsanalyse -
Entwicklung und Evaluation eines neuen Diagnostikverfahrens bei Patienten
mit Multipler Sklerose

Carina Menzel, M.Sc.
Masterarbeit: Kognitive Fatigue bei MS-Patienten: Einfluss
unterschiedlicher Aufgabenmodi bei berufsrelevanter Belastungsprüfung

Gesa Pust, M.Sc.
Masterarbeit: „Der Einfluss von emotionalen Belastungsfaktoren auf die
Ausprägung der Fatiguesymptomatik bei Patienten mit Multipler Sklerose
nach Induktion von Ermüdung“

Der seit 2006 vergebene Stiftung-Schmieder-Preis ist international einer
der wenigen Forschungspreise für das Spezialgebiet der Neurologischen
Rehabilitation. Die Auszeichnung soll junge NachwuchswissenschaftlerInnen
fördern und dadurch Impulse für die Weiterentwicklung der Behandlung
neurologisch erkrankter Menschen setzen. Die Preisträger werden vom
Vorstand des Lurija Instituts ausgewählt. Das Preisgeld ist jährlich ist
auf 5000 EUR dotiert.

Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.kliniken-schmieder.de/servicenavigation/aktuelles/aktuelles-detail.html?tx_aspresse_pi1%5Bitem%5D=241&no_cache=1
http://www.kliniken-schmieder.de/lurija-institut/stiftung-schmieder-preis/2016.html

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Fit für die Zukunft: 10 Jahre Kursprogramm „Rheumatologische Fachassistenz“

Kursreferenten und FachassistentInnenSeit 10 Jahren bietet die Rheumatologische Fortbildungsakademie ein
Kursprogramm zur Qualifizierung medizinischer FachassistentInnen in der
Rheumatologie nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für
Rheumatologie und des Berufsverbands Deutscher Rheumatologen. Fast 2.000
Teilnehmer haben die Kurse bisher absolviert und stehen den Rheumatologen
in Klinik und Praxis als kompetente Partner zur Verfügung.

Eine Arbeitsgruppe aus engagierten Rheumatologen, die frühzeitig die
Notwendigkeit der Delegation an qualifizierte Mitarbeiter erkannte, hat
das Kursprogramms für die Rheumato-logische Fachassistenz erfunden und
stetig weiterentwickelt. Zu ihnen zählen Prof. Dr. Christoph Fiehn, Baden-
Baden, Prof. Dr. Erika Gromnica-Ihle, Berlin, Prof. Dr. Peter Kern, Fulda,
Dr. Stefan Kleinert, Erlangen, Dipl.-Med. Gabi Kreher, Fulda, Prof. Dr.
Klaus Krüger, München, Prof. Dr. Andrea Rubbert-Roth, Köln, Dr. Florian
Schuch, Erlangen, und Dr. Jörg Wendler, Erlangen. Bereits im Jahr 2013
wurde die Gruppe dafür mit der Kussmaul-Medaille der Deutschen
Gesellschaft für Rheumatologie ausgezeichnet.

Das 10-jährige Jubiläum des Kursprogramms wurde in Berlin Ende Oktober im
Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums, bei dem die Referenten die
erfolgreiche Entwicklung noch einmal Revue passieren ließen, gefeiert. Die
Kurse umfassen Anfänger-, Grund-, Aufbau- und Refresherkurse, die in
unterschiedlichen Tiefen rheumatologisches Wissen und praktische
Fertigkeiten wie einfache Untersuchungen, Erheben von Assessments,
Grundlagen von Infusionstherapie und Wundmanage¬ment oder Umgang mit
schwierigen Patienten vermitteln. Die Ausbildung ist curriculär angelegt
und folgt defi¬nierten Lernzielen. Die Kurse finden seit 2006 unter dem
Dach der Rheumatologischen Fortbildungsakademie statt und werden mit einem
Zertifikat abgeschlossen. Der Grundkurs beispielsweise erstreckt sich über
vier Wochen¬enden, an deren Ende jeweils eine Prüfung erfolgt. In
umfänglichen Evaluationen wurden die Kurse sowohl von den Teilnehmern als
auch von den Ärzten sehr positiv bewertet. Inzwischen wurden fast 2.000
FachassistentInnen geschult.

Diese zusätzliche Qualifikation hat wesentlich zur Verbesserung der
rheumatologischen Versorgung in der ambulanten Versorgung beigetragen und
bietet die Grundlage für eine qualifizierte Delegation bestimmter Aufgaben
an die FachassistentInnen. Durch die Einbindung in ambulante
Patientenschulungsprogramme können Krankheitsverständnis und Therapietreue
verbessert werden. Die Aufgaben und die Verantwortungsbereiche der
rheumatologischen Fachassistentinnen werden in Zukunft noch deutlich
steigen.

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) ist mit fast 1.500
Mitgliedern die größte medizinische Fachgesellschaft in Deutschland im
Bereich der Rheumatologie. Sie repräsentiert seit fast 90 Jahren die
rheumatologische Wissenschaft und Forschung und deren Entwicklung in
Deutschland. Als gemeinnütziger Verein arbeitet die DGRh unabhängig und
ohne Verfolgung wirtschaftlicher Ziele zum Nutzen der Allgemeinheit.

Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.dgrh.de
http://www.rheumaakademie.de

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Erster Zungenschrittmacher in Thüringen: Erfolgreiche Implantation durch Jenaer HNO-Mediziner

Prof. Orlando Guntinas-Lichius, Direktor der HNO-Klinik (links) und OÄ Dr. Gerlind Schneider implantierten erstmals in Thüringen einen Zungenschrittmacher bei Patient Wolfgang Manz.  UKJAlternative Behandlung bei Schlafapnoe erfolgreich eingesetzt
Erstmals in Thüringen haben Mediziner der Klinik für Hals-, Nasen- und
Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Jena (UKJ) einen
Zungenschrittmacher erfolgreich implantiert. „Dieser Schrittmacher ist
eine neue Methode, um Patienten mit Atemaussetzern im Schlaf, auch
Schlafapnoesyndrom genannt, zu behandeln, wenn die Standardtherapie mit
einer Atemmaske nicht möglich ist“, sagt Prof. Dr. Orlando Guntinas-
Lichius, Direktor der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am UKJ.
Das Gerät in der Größe einer Streichholzschachtel hält die Atemwege nachts
mithilfe kleiner Stromimpulse offen, um Atemaussetzer zu verhindern. Der
Patient hat die etwa zweistündige Operation gut überstanden.

Bei Patienten mit dem sogenannten obstruktiven Schlafapnoesyndrom verengen
sich die Atemwege, da die Spannkraft der Zungen- und Rachenmuskulatur im
Schlaf nachlässt. Deshalb kommt es zu Atemaussetzern. „Die Betroffenen
erreichen nicht die wichtigen Tiefschlaf- und Traumphasen. Sie sind
tagsüber müde und unkonzentriert“, so Prof. Guntinas-Lichius. „Die
Erkrankung belastet den Kreislauf nachts sehr stark. Nicht erkannt oder
nicht ausreichend behandelt erhöht es deshalb das Risiko eines
Herzinfarkts oder Schlaganfalls.“

Bei manchen Patienten führt die Standard-Überdruckbehandlung mit einer
Atemmaske zu Druckstellen im Gesicht, Augenentzündungen oder
Erstickungsangst. „Mit dem Zungenschrittmacher haben wir nun die
Möglichkeit, auch diesen Patienten zufriedenstellend weiterzuhelfen. Die
Methode kann eingesetzt werden, wenn der Hauptort der Muskelerschlaffung
im Bereich des Zungengrunds liegt und kein ausgeprägtes Übergewicht beim
Patienten besteht“, erklärt Dr. Gerlind Schneider, Oberärztin an der
Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde und Leiterin des Schlaflabors.
Sie hat die Implantation des Zungenschrittmachers durchgeführt.

Der Schrittmacher wird ähnlich wie ein Herzschrittmacher rechts unterhalb
des Schlüsselbeins eingesetzt. Ein Drucksensor zwischen der
Rippenmuskulatur am Brustkorb versorgt ihn mit Informationen über die
Atmung. Eine zweite Elektrode wird unter die Haut bis zum Unterzungennerv
gelegt und mit ihm verbunden. Diese Elektrode gibt bei jedem Einatmen
einen kleinen Stromimpuls ab, der die Zungenmuskulatur nach vorn aus dem
Rachenraum heraus bewegt. „Insgesamt sind nur drei kleinen Hautschnitte
bei diesem Eingriff nötigt, der unter Vollnarkose vorgenommen wird“, so
Dr. Schneider. In vier Wochen wird das Gerät aktiviert. Der Patient kann
es dann vor dem Schlafengehen mit einer Fernbedienung ein- und morgens
wieder ausschalten. Nach weiteren vier Wochen der Eingewöhnung wird der
Schrittmacher im klinikeigenen Schlaflabor kontrolliert. Die Batterie des
geplanten Stimulators muss erst nach etwa zehn Jahren ausgetauscht werden.
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.uniklinikum-jena.de

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