Transplantationsskandal umfangreicher als bisher bekannt
Nun ist das eingetreten, was Ärzte, Krankenkassen und Politiker immer wieder befürchtet haben. Während die Kassen fleißig Infobroschüren und Organspendeausweise verschicken, wird klar, dass der Umfang des Transplantationsskandals größer ist, als bisher bekannt. Auch in Münster wurde systematisch gegen die Richtlinien verstoßen. Das führte dazu, dass Patienten auf der Warteliste unberechtigterweise nach vorn rutschten. Andere bezahlten das möglicherweise mit ihrem Leben.
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Das Bundesversicherungsamt hat den Umgang der Pflegekassen mit Pflegebedürftigen scharf kritisiert. Ihrer umfangreichen Informations- und Beratungspflicht kämen die Kassen "teils gar nicht, teils nur unvollständig" nach, heißt es nach Informationen der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinische Post" im Tätigkeitsbericht der Aufsichtsbehörde. Das Versicherungsamt beanstandet auch, dass die Pflegekassen "überwiegend" keine Beratungsangebote machten, welche Pflegeleistungen für die Betroffenen in ihrer "persönlichen Situation" in Betracht kämen.