Zum Hauptinhalt springen

Bayerisches Staatsorchester | Vladimir Jurowski | Yefim Bronfman und Klimaaktivisten, KKL Luzern, 8.9.2023, besucht von Léonard Wuest

Bayerisches Staatsorchester
Bayerisches Staatsorchester
 

Bayerisches Staatsorchester Konzertimpression von Peter Fischli

Besetzung und Programm:
Bayerisches Staatsorchester
Vladimir Jurowski Dirigent
Yefim Bronfman Klavier
Richard Wagner (1813–1883) Vorspiel zu Tristan und Isolde
Robert Schumann (1810–1856) Klavierkonzert a-Moll op. 54
Anton Bruckner (1824–1896) Sinfonie Nr. 4 Es-Dur WAB 104 Romantische

Über den Dirigenten 

Vladimir Jurowski  FotoWilfried Hösl
Vladimir Jurowski Foto Wilfried Hösl

Das Engagement gegen den Klimawandel steht für Vladimir Jurowski weit oben auf der Tagesordnung. Spezielle Programme zu diesem Themenkreis hat er mit seinen Orchestern schon präsentiert. Und er versucht, auch in seinem Alltag ein Zeichen zu setzen. Deshalb hat er die Verantwortung beim Glyndebourne und beim Enescu Festival sowie beim Akademischen Staatsorchester Moskau abgegeben und konzentriert sich ganz auf seine beiden deutschen Chefpositionen: beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und an der Bayerischen Staatsoper. «Ich möchte meinen persönlichen CO2-Abdruck reduzieren », bekennt Jurowski. «Seit 2017 fahre ich innerhalb Europas nur noch Zug.». Anmerkung des Autors: Dies als Vorinformation zum zweiten Teil der Rezension.

Zum Konzert

Richard Wagner (1813–1883) Vorspiel zu Tristan und Isolde

Richard Wagners Vorspiel zu seiner bahnbrechenden Oper “Tristan und Isolde” ist ein episches Meisterwerk, das die Grenzen der klassischen Musik sprengt und den Hörer auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitnimmt und einen  unauslöschlichen Eindruck hinterlässt., was schon mit dem mysteriösen weltberühmten «Tristan Akkord» beginnt.

Ein Vorspiel der Leidenschaft

Bayerisches Staatsorchester Konzertimpression von Peter Fischli
Bayerisches Staatsorchester Konzertimpression von Peter Fischli

Das Vorspiel zu “Tristan und Isolde” ist ein musikalisches Manifest der Leidenschaft. Schon die ersten Takte, gespielt von den Streichern des Bayerischen Staatsorchesters, ziehen den Hörer unweigerlich in eine Welt intensiver Gefühle. Jurowski versteht es meisterhaft, die Spannung aufzubauen und die emotionalen Nuancen dieses Stücks zu betonen. Die dynamische Bandbreite reicht von zarten, sehnsuchtsvollen Passagen bis hin zu kraftvollen, stürmischen Momenten.

Die Klangpalette des Bayerischen Staatsorchesters

Das Orchester, das dieses Jahr sein 500jähriges Bestehen feiern darf, unter der Leitung von Vladimir Jurowski zeigt in dieser Aufführung eine beeindruckende Klangvielfalt und technische Präzision. Die Streicher glänzen mit ihrer warmen und zugleich intensiven Darbietung, während die Bläser mit expressiver Brillanz punkten. Die Harmonie und das Zusammenspiel des Orchesters sind bemerkenswert und verleihen der Aufführung eine unvergleichliche Tiefe.

Vladimir Jurowskis Interpretation

Bayerisches Staatsorchester Konzertimpression von Peter Fischli
Bayerisches Staatsorchester Konzertimpression von Peter Fischli

Jurowski ist zweifellos ein Dirigent von Weltklasse. Seine Interpretation des Vorspiels zu “Tristan und Isolde” ist geprägt von einem tiefen Verständnis für Wagners musikalische Sprache. Er führt das Orchester mit einer Mischung aus Präzision und emotionaler Intensität, die die Essenz dieses Werks einfängt. Die Langsamkeit und Geduld, mit der er die melodischen Linien entwickelt, erzeugen eine fast hypnotische Wirkung, die den Hörer in den Bann zieht.

Die emotionale Reise

Wagners Werk ist eine musikalische Reise in die dunkelsten und tiefsten Emotionen der menschlichen Seele. Es ist eine Reise durch die Leidenschaft, die Sehnsucht, die Verzweiflung und die Ekstase. Jurowski und das Bayerische Staatsorchester navigieren durch diese emotionalen Abgründe mit bemerkenswerter Sensibilität und Intensität. In den Momenten der Ekstase fühlt man sich, als ob die Musik den Hörer in die Höhe hebt, während die Verzweiflung einen tiefen Abgrund öffnet.

Die Spannung bis zum Schluss

Das Vorspiel zu “Tristan und Isolde” ist keine leichte Kost. Es ist ein Stück, das den Hörer herausfordert und emotional erschöpft. Die Aufführung unter Jurowski hält die Spannung bis zum letzten Ton aufrecht. Der dramatische Höhepunkt, der sich langsam aufbaut und schließlich in einem kraftvollen Crescendo gipfelt, hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck.

Fazit: Eine unvergessliche Aufführung

Die Aufführung des Vorspiels zu “Tristan und Isolde” durch das Bayerische Staatsorchester unter der Leitung von Vladimir Jurowski war ein triumphales Ereignis und hat gezeigt, dass Wagners Musik auch heute noch die Kraft hat, die tiefsten Emotionen in den Menschen hervorzurufen. Unter der einfühlsamen Leitung des 1972 geborenen Dirigenten und mit der Brillanz des Bayerischen Staatsorchesters wurde diese Aufführung zu einem unvergesslichen Erlebnis, das noch lange in den Herzen der Zuhörer nachhallt. Es ist eine Erinnerung an die universelle Kraft der Musik, die in der Lage ist, die Grenzen des Verstandes zu überschreiten und direkt in die Seele zu sprechen.

Robert Schumann  Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 54

Der Konzertflügel wird ins Zentrum geschoben und hergerichtet für den heutigen Solisten, den vielfach preisgekrönten Grandseigneur der 88 Tasten,  Yefim Bronfman.

Er setzt sich hin, tauscht ein paar Blicke mit Dirigent und Konzertmeister und baut dann seine Konzentration und Spannung auf und schon gehts los.

Bayerisches Staatsorchester Konzertimpression von Peter Fischli
Bayerisches Staatsorchester Konzertimpression von Peter Fischli

Da scheint sich, beim Intro, auch Consuelo Velázquez, die Komponistin von «Besame mucho» bedient zu haben. Dann, ganz zu Beginn unvermittelt eine Kaskade von Akkorden, die nur hier in dieser Form erscheint, es folgt eine unvergessliche Melodie, die gleich vorherrschend wird und aus der sich fast alles Folgende entwickeln wird: Der Beginn von Schumanns einzigem Klavierkonzert ist spektakulär. Darf man vielleicht die feurigen Akkorde zu Anfang dem lebhaften Florestan in Schumann zuordnen, das beherrschende Hauptthema aber Clara? Oder kann man den langsamen Teil (andante espressivo) des Kopfsatzes als Liebesduett deuten? Wird der unstete Florestan endlich von der sanften Clara sozusagen gezähmt? Vielleicht, vielleicht auch nicht, reizvoll sind solche Spekulationen allemal. Die Entstehung dieses erzromantischen Konzerts ist jedenfalls einigermaßen unromantisch verlaufen, es wurde keineswegs in einer einzigen kurzen, intensiven und inspirierten Arbeitsphase geschaffen. Begonnen wurde es 1841 etwa ein halbes Jahr nach der Hochzeit der Schumanns und zwar als einsätzige Fantasie mit jenem eigenen langsamen Mittelteil, dem “Liebesduett”, und einem eigenen Finale. In dieser Form konnte das Stück weder aufgeführt noch verlegt werden, der Markt verlangte unerbittlich dreisätzige Konzerte. 1845 fügte Schumann nahtlos zwei weitere Sätze an: das traumhaft schöne Intermezzo und das ohne Pause folgende optimistische, vorwärtsdrängende Finale (allegro vivace). Insgesamt war das Werk jetzt etwa doppelt so lang geworden. Die Uraufführung war im Dezember 1845 in Leipzig, natürlich mit Clara am Flügel.

Keine Komposition für eitle Egomanen

Bayerisches Staatsorchester Konzertimpression von Peter Fischli
Bayerisches Staatsorchester Konzertimpression von Peter Fischli

Das Konzert ist von Schumann sehr bewusst nicht für mehr oder weniger eitle Virtuosen geschrieben worden und Franz Liszt z.B. hat es anfangs deswegen auch nicht spielen wollen. Vielleicht noch mehr als Beethovens Violinkonzert, dem es in diesem Punkte ähnelt, setzt dieses Klavierkonzert auf den Dialog zwischen dem Solisten und dem Orchester. Beide Seiten müssen sehr aufmerksam und flexibel sein. Zeitweise vertauschen sich die Rollen, wenn das Klavier das Orchester begleitet. Anderswo wird es richtiggehend kammermusikalisch, wenn das Klavier mit einzelnen Instrumenten aus dem Orchester Zwiegespräche hält. Die Zeitgenossen nahmen sehr wohl wahr, dass Schumann neue Wege ging, auch wenn sein Konzert wiederum in einer Tradition steht und er Anregungen von Beethoven (3.Klavierkonzert), Mendelssohn, Schubert und Bach bezog.

Auch im Zusammenhang mit diesem Konzert sind Schumann Schwächen bei der Orchestrierung vorgeworfen worden. Ganz unberechtigt sind sie nicht, viel Erfahrung hatte er nicht, als er mit der ursprünglichen Fantasie begann. Vielleicht macht es sogar den besonderen Charme dieses Meisterwerks aus, dass es eben nicht ganz perfekt ist, sondern ein wenig grün und jugendlich geblieben ist. Und im Ganzen jugendlich frisch sollte es meiner Meinung nach gespielt werden und eben nicht schmalzig-schmachtend bis hin zur völligen Gedankenverlorenheit und Lethargie. Bruno Walter (“Von der Musik und vom Musizieren”) hat z.B. auf eine unselige Aufführungstradition hingewiesen, die bis zum heutigen Tage nicht ausgerottet ist: Nach den fallenden Akkorden ganz zu Anfang wird das Tempo für das “Clara-Thema” gewöhnlich sofort gedrosselt, obwohl das in der Partitur überhaupt nicht so notiert ist. Erst sehr viel später wird das Thema langsamer verlangt, ein Kontrast geht also dann entweder verloren oder es muss wiederum noch langsamer, noch schmachtender gespielt werden … Ein wenig Schmachten, ein wenig Sehnsucht muss sein, aber nicht im Übermaß. Auch unbändige Lebenslust und Drama haben hier ihren Platz, und wie sich zeigt, sind diese verschiedenen Elemente in diesem Konzert nicht einfach im Gleichgewicht zu halten. Der Solist bewegte sich mit schlafwandlerischer Sicherheit und Grandezza durch die Partitur und es wirkte alles jung und frisch. Grossartig vor allem die Sequenzen, wo die ebenso brillanten Solist*innen (Klarinette, Oboe usw.) des Orchesters mit dem 1958 in Taschkent geborenen Solisten Yefim Bronfman traten.

Nie zu viel Schmelz oder gar penetrant süss

Bayerisches Staatsorchester Konzertimpression von Peter Fischli
Bayerisches Staatsorchester Konzertimpression von Peter Fischli

So macht Bronfman, technisch ungemein brillant in seiner unprätentiösen Art, trotz allen romantischen Schwungs und Überschwangs, nie eine überkandidelte Diva aus dem Stück (was man sonst leider verhältnismäßig oft erleben kann). Der Mann aus Usbekistan gehört nicht zu den Interpreten, für die ‚Romantik‘ eine Art permanente Ekstase bedeutet. Zwar werden die unterschiedlichen Affektlagen von ihm mit aller Deutlichkeit aufgezeigt (auch ihre Brüche und plötzlichen Wechsel). Er begeht allerdings nie den Fehler, es zu ‚überschminken‘ und dadurch Gefahr zu laufen, Schumann in seinem Gefühlsüberschwang der Lächerlichkeit preiszugeben. Insgesamt ist das eine sehr starke, sehr emotionale Interpretation, aber vollständig frei von ‚künstlicher Aufregung‘ und gerade deshalb in ihrer Empfindsamkeit glaubwürdig. Das hat überhaupt nichts ‚Ranschmeißerisches‘ an sich, übertrieben Heroisches oder gar Martialisches, wie man das öfter hören kann. Gleichzeitig wirkt die Interpretation trotz aller Brüche im Stück sehr organisch. Es gibt also nicht lediglich einen Wechsel von Affekten, sondern einen durchdachten Aufbau, der am Ende klar macht, dass es sich trotz aller Überraschungen im Stück um ein ‚Großes Ganzes‘ handelt.

Perfekte Tempovariierung durch den Pianisten

Bayerisches Staatsorchester Konzertimpression von Peter Fischli
Bayerisches Staatsorchester Konzertimpression von Peter Fischli

Der Grossmeister der Tasten weiß immer sehr genau, wo man bremsen und wo man ein bisschen Gas geben muss, um das Ganze zum Strömen zu bringen. So passiert es ihm beispielsweise nie, dass er erst mit großer Agogik Spannung aufbaut, um dann im entscheidenden Moment durch eine unbedachte Verzögerung (oder – je nachdem – eine fehlende Verzögerung) die ganze Dramatik sinnlos verpuffen zu lassen. Der Mann am Klavier ist vollkommen frei von dieser ‚Verlegenheits-Agogik‘, die man manchmal bei Pianisten beobachten kann, die sich über die Konstruktion eines Stückes nicht übermäßig intensiv den Kopf zerbrochen haben, aber ‚gefühlsmäßig‘ etwas unternehmen wollen – und es dann ausgerechnet an den ‚falschen‘ Stellen tun, und der ganze Aufbau dann kollabiert. Diese perfekte Umsetzung gelingt natürlich auch dank der Unterstützung von Dirigent Jurowski und des ausgezeichneten Orchesters, welche auf Augen- respektive Ohrenhöhe mit  dem introvertierten Tastenakrobat agieren. Besonders erwähnenswert auch der Dialog der Oboen mit dem Piano.

Alles in allem eine glanzvolle Demonstration ihres Könnens durch die Protagonist*innen, die vom Auditorium mit entsprechendem Applaus gewürdigt wurde und schliesslich in einer stehenden Ovation endete, die Bronfman mit einer kurzen Zugabe verdankte. Das Publikum begab sich aufgewühlt und beeindruckt in der Foyers und auf den Vorplatz des KKLzur Pause.

Unvorhersehbarer 2. Konzertteil nach der Pause

Die Sinfonie Nr. 4 von Anton Bruckner ist für ihre atemberaubende Schönheit und ihre klangliche Pracht bekannt. Das Orchester begann die Aufführung mit beeindruckendem Können, und die Zuhörer waren in die magische Welt der Musik vertieft.

Der unerwartete Zwischenfall

Die beiden Aktivisten kleben sich am Dirigentenpult fest, während das Orchester weiterspielt
Die beiden Aktivisten kleben sich am Dirigentenpult fest, während das Orchester weiterspielt

Etwa in der Mitte der Sinfonie, als das Orchester die subtilen Klänge von Bruckners Komposition interpretierte, stürmten plötzlich zwei Klimaaktivisten auf die Bühne. Eine Frau und ein Mann, die zuvor unauffällig im Publikum gesessen hatten, setzten sich vor das Orchester und klebten sich ans Dirigentenpult.

Die Forderungen der Aktivisten

Die Aktivisten riefen Parolen wie “Klimaaktion jetzt!” und “Rettet unseren Planeten!” und forderten die sofortige Aufmerksamkeit der Konzertbesucher. Sie argumentierten, dass die Kunst und Musik eine Plattform für soziale Veränderungen bieten und dass es an der Zeit sei, die Klimakrise zu adressieren. Trotz der Überraschung und Verwirrung im Saal gelang es den Aktivisten, ihre Botschaft leidenschaftlich zu vermitteln.

Reaktion des Publikums

Am Freitagabend haben ein Aktivist und eine Aktivistin von Renovate Switzerland ein Konzert im KKL gestört
Am Freitagabend haben ein Aktivist und eine Aktivistin von Renovate Switzerland ein Konzert im KKL gestört

Die Reaktion des Publikums war gespalten. Einige Besucher unterstützten die Aktion und erhoben sich von ihren Sitzen, um Solidarität zu zeigen. Andere waren jedoch irritiert über die Störung und $äusserten ihren Unmut auch verbal. Die Stimmung im Saal wurde angespannt, weil die Konzertbesucher unterschiedlicher Meinung waren.

Das Orchester setzt die Aufführung fort

Trotz des Zwischenfalls spielte das Bayerische Staatsorchester weiter. Dirigent Vladimir Jurowski versuchte, die Ruhe wiederherzustellen und die Aufführung fortzusetzen. Das Orchester zeigte bemerkenswerte Professionalität und ließ sich nicht von der Unterbrechung ablenken und spielte den Satz zu Ende.

Dirigent Vladimir Jurowski lässt die beiden reden – und reicht ihnen danach die Hand
Dirigent Vladimir Jurowski lässt die beiden reden – und reicht ihnen danach die Hand

Dann unterhielt sich Jurowski mit der aktiveren Aktivistin und vereinbarte mit ihr folgendes: Ich lasse Euch eure Anliegen vortragen, wenn ihr danach die Bühne räumt, damit wir das Konzert zu Ende spielen können. Also deklamierte die Renovate Switzerland Vertreterin ihre Botschaft, unterbrochen von teils sich selbst disqualifizierenden Zwischenrufen und Unmutsäusserungen einiger Zuschauer*innen. Dann intervenierte der Dirigent recht resolut, dass man die Frau ausreden lassen soll, dies sei Teil des Deals, den er mit ihr getroffen habe.Als die Aktivistin ausgeredet hatte, verliessen sie und ihr Kollege die Bühne und wurde vor den Konzertsaal geführt, worauf die Musiker*innen wieder ihre Kernaufgabe wahrnahmen und den Schlussatz von Bruckners Sinfonie spielten, für den  sie einen langanhaltenden Applaus und eine stehende Ovation erhielten, mit einer Spezialakklamatioon für den in jeder Lage souveränen Dirigenten.

Unflätige Anpöbeleien der Platzanweiser*innen

Nach dem Konzert benahmen sich einige der Konzertbesucher*innen völlig daneben, liessen sie ihren Ärger über das Geschehen an den völlig unschuldigen Platzanweiser*innen aus. So pöbelte z.B. ein Herr, Typ «Wichtiger Manager» eine der Damen folgendermassen an (wortgetreu): Sind Sie eigentlich nicht imstande solche «Arschlöcher» am Zutritt zum Konzertsaal zu hindern. Wer mit A… gemeint war, muss ich wohl nicht weiter erläutern. Die meisten der Damen mussten solche, oder ähnliche verbale Anwürfe über sich ergehen lassen, meist von Damen und Herren der «gehobenen» Gesellschaft. Wäre ich noch jünger und in besserer körperlicher Verfassung gewesen, hätte ich sicher den Mut gehabt, mich verbal schützend vor die attackierten Damen zu stellen, obwohl ich mich überhaupt nicht gern auf Diskussionen auf solch tiefem intellektuellen und moralischen Niveau einlasse. So nahm ich halt den Ärger mit nach Hause und mach ihm jetzt hier ein bisschen Luft.

Schlussfolgerung Diskussion und Nachwirkungen

Der Vorfall wird sicherlich weiterhin in der Luzerner Kunstwelt diskutiert werden. Er wirft Fragen zur Verantwortung von Künstlern und Kulturinstitutionen auf, sich zu gesellschaftlichen Anliegen zu äußern und gleichzeitig die Erwartungen ihres Publikums zu respektieren und könnte, hoffentlich, zu einer breiteren Diskussion über die Rolle von Kunst und Kultur in der Klimabewegung führen. Einige werden argumentieren, dass Kunst eine Plattform für soziale und politische Botschaften bieten sollte, während andere die Aktion als unangebracht während eines Konzerts ansehen. Dieser Zwischenfall wird zweifellos weiterhin in der Kunst- und Kulturwelt diskutiert werden und zeigt die anhaltende Relevanz von Kunst als Plattform für soziale Veränderungen.

Ein grosses Kränzchen winden kann man sicher dem Meister am Pult, Vladimir Jurowski, der mit seinem Eingreifen, besonnenen Handeln und geschickten Verhandeln mit den Aktivisten ein totales Desaster verhindern konnte und den Abend gerettet hat.

Text: www.leonardwuest.ch

Fotos: Peter Fischli  www.lucernefestival.ch

Homepages der andern Kolumnisten:  www.gabrielabucher.ch  www.herberthuber.ch  www.maxthuerig.ch  www.marinellapolli.ch

Bayerisches Staatsorchester geleitet von Vladimir Jurowski Konzertimpression von Peter Fischli

Vladimir Jurowski Foto Wilfried Hösl

Bayerisches Staatsorchester unter der Leitung von Vladimir Jurowski Konzertimpression von Peter Fischli

Bayerisches Staatsorchester geleitet von Vladimir Jurowski Konzertimpression von Peter Fischli

Dirigent Vladimir Jurowski und am Flügel Yefim Bronfman Konzertimpression von Peter Fischli

Bayerisches Staatsorchester mit Solist am Piano Yefim Bronfman Konzertimpression von Peter Fischli

  • Aufrufe: 137

Kolumnistenausflug mit Leonard Wüst auf den Luzerner Hausberg aufgezeichnet von Max Thürig

Die Golden Rundfahrt startete für uns auf dem Schiff Richtung Alpnachstad

Grandiose Aussicht auf den Alpnachersee

vlnr Gertrud und Herbert Huber Léonard Wüst Irene und Max Thürig

Auch wenn man schon etwas angejahrt ist, so freut man sich doch immer wieder, wenn man ein Schulreisli machen darf. So erging es auch uns Schreiberlingen mit Anhang, als uns Leonard Wüst, Primus inter pares der www.innerschweizonline.ch  zu einem Ausflug auf den Pilatus einlud.

Kolumnistin Gabriela Bucher – Liechti

Im Vorfeld war es nicht ganz einfach gewesen, für alle einen passenden Termin zu finden. Aber die lange Suche hatte sich letztendlich sehr gelohnt, durften wir doch am vergangenen Samstag bei herrlichem Spätsommerwetter unseren Begegnungstag in Angriff nehmen. Pünktlich um 11.12 Uhr setzte sich der Zug in Sursee in Bewegung nach Luzern, wo wir auf der Brücke 2 der SGV unser Grüppchen vervollständigen konnten.

 

Schifffahrt nach Alpnachstad

Irene Thürig in regem Austausch mit Herbert Huber

Mit dem Motorschiff „Gotthard“ legten wir ab, genossen die herrliche frische Luft auf dem See und ließen uns vom gewonnenen Weitblick in die Berge motivieren.   Alle waren gespannt, was wir nun voneinander erfahren würden, hatten wir uns doch seit längerer Zeit nicht mehr in einem so lockeren Rahmen getroffen! Und wirklich; man hatte sich so einiges über Gott und die Welt zu erzählen und wir konnten spannende News, lustige Begebenheiten oder ernste Statements vernehmen.

 

Andere hatten die gleiche Idee…

so steil gings obsi

In Alpnachstad legte unser Schiff wieder an und wir wechselten auf die Pilatus Zahnrad Bahn, die steilste der Welt, um mit ihr auf Pilatus Kulm zu gelangen. Was nach einem kurzen Wechsel aussah, entpuppte sich aber als eine riesige Warteschlange (oder war es ein Drachenschwanz?) hatten doch noch unzählige andere Leute die gleiche Idee, an diesem Prachtstag den Luzerner Hausberg „zu besteigen“…

 

 

Top-Service!

Lieber gut festhalten im steilen Gelände. Max Thürig inks, Léonard Wüst rechts

Kein Problem, wenn man mit Léonard als Organisator unterwegs ist! Er überließ nichts dem Zufall und hatte für uns die Plätze vorreserviert. VIP’s gleichgestellt, überholten wir die wartenden Bergbesucher rechts und wurden vom Personal der Pilatus Bahnen bestens betreut und hochtransportiert. Diesen perfekte Serviceleistung durften wir über den ganzen Tag verteilt immer wieder wahrnehmen und bedanken uns dafür bei den Mitarbeiter*innen der Pilatus Bahnen ganz herzlich!

Aussicht motiviert

Leonard Wuest im regen Austausch mit den Gegenübern

Auf dem Kulm genossen wir mit einer riesigen Besucherschar die 360°-Aussicht und konnten uns an diesem Panorama kaum satt sehen… a apropos 360°-Aussicht; Vielleicht steht sie auch als Sinnbild für unsere Schreibtätigkeit, gilt es doch dabei immer die Übersicht zu wahren, den Fokus nicht zu eng zu setzen und dadurch das Erlebte ganzheitlicher abzubilden…

 

 

Tolles und engagiertes Personal

Schroffes Gebirge am Luzerner Hausberg

Hungrig und gut gelaunt ließen wir es uns im Restaurant schmecken und wurden hier von einer motivierten jungen Crew verwöhnt. Wir durften aus einer reichhaltigen Menuekarte leckere Vorschläge aussuchen und wurden dabei von den Mitarbeitenden fachmännisch und sympathisch beraten. Dabei ergaben sich auch unerwartete Einblicke ins Leben dieser Angestellten, die ihren Job zur vollsten Zufriedenheit ausführten. Wie so oft verging die Zeit bei einem feinen Essen, passendem Wein, erfrischenden Getränken und guten Gesprächen wie im Fluge.
Die Zeit mahnte und wir ließen uns vom Top oft the mountain mit der Luftseilbahn nach der Fräkmüntegg chauffieren, stiegen in die Gondelbahn nach Kriens um und erreichten mit dem Stadtbus gegen 18.00 Uhr den Bahnhof Luzern.

 

Saftige Alpwiesen erfreuten das Auge

Zufrieden und hoch erfreut über den gelungenen Ausflug verabschiedeten wir uns und traten individuell die Heimreise an.

Dass der Tag zu einem positiven Erlebnis wurde, ist vorab unserem „Chef“ Léonard zu verdanken. Ihm spreche ich einen grossen Dank aus. Es ist für uns Schreibende sehr wertschätzend und motivierend, wenn man auf eine solch tolle Art verwöhnt wird!

Text:www.maxthuerig.ch

Fotos:   Gabriela Bucher, Herbert Huber Max Thürig und https://www.pilatus.ch/

Homepages der andern Kolumnisten:  www.gabrielabucher.ch  www.herberthuber.ch    www.marinellapolli.ch  www.leonardwuest.ch

Ein letzter Blick zurück zum Luzerner Seebecken bevor die zügige Schifffahrt startet

Die steilste Zahnradbahn der Welt unterwegs Richtung Pilatus Kulm

Aussicht von der Zahnradbahn auf den Vierwaldstättersee

Lieber gut festhalten im steilen Gelände, Max Thürig links Léonard Wüst rechts

Saftige Alpwiesen erfreuten das Auge

 

An starken Seilen gehts durch die Lüfte

 

Saftige Alpwiesen erfreuten das Auge

Sogar unseren Sempachersee kann man ausmachen

  • Aufrufe: 165

Herbert Huber auf dem Drachenberg mit den andern Kolumnist*innen der www.innerschweizonline.ch

ie Goldene Rundfahrt startete für uns auf dem Schiff Richtung Alpnachstad
Die Goldene Rundfahrt startete für uns auf dem Schiff Richtung Alpnachstad

Grandiose Aussicht auf den Alpnachersee

vlnr Gertrud und Herbert Huber Léonard Wüst Irene und Max Thürig

Am sonnigen Tag des 2. September versammelten sich die Kolumnistinnen und deren Partner*innen der renommierten Website http://www.innerschweizonline.ch zu einem Treffen am Steg 2 in Luzern. Das Hauptereignis des Tages war die berühmte goldene Pilatus Rundfahrt, die mit einem köstlichen Mittagessen auf dem Gipfel des Pilatus-Kulms gekrönt wurde

Kolumnistin Gabriela Bucher
Kolumnistin Gabriela Bucher - Liechti

Das Treffen begann mit einer herzlichen Begegnung, bei dem sich die Teilnehmer*innen mit einem „so schön, dass wir uns jedes Jahr wieder sehen“, begrüßten. Die (vor)freudige Atmosphäre war spürbar. Nun, es war Samstag. und Luzern, die Leuchtenstadt mit gehörig vielen Touristen. Mit schier endlosen Menschenschlangen an den Billet Schaltern. Leonard, unser Chef hatte gottseidank beizeiten die ganze Reise reserviert.

Nachdem alle an Bord des Schiffes waren, setzte sich dieses in Bewegung und glitt elegant über das klare Wasser. Während wir dem Rhythmus der Wellen lauschten, entfaltete sich eine lebhafte Diskussion über die verschiedenen Strategien und Ausrichtungen des Portals innerschweizonline.ch. Von der Bedeutung des qualitativen Journalismus bis hin zur Förderung lokaler Themen und Kulturen wurden vielfältige Ideen ausgetauscht. Über Einst und Heute des Journalismus diskutiert. Natürlich auch über KI

Hinauf auf den Pilatus

Die steilszte Zahnradbahn der welt erwartet uns
Die steilszte Zahnradbahn der Welt erwartet uns

Auch in Alpnach war die gleiche «Schlange», nur noch viel länger anzutreffen. Für die «Reservierten» gab’s eine «hohle Gasse», wo man zügig vorwärtskam.Die Fahrt hinauf auf 2123 m.über Meer war selbst für uns Einheimische ein abenteuerliches Erlebnis. Die 45° Steigung.

Aussicht von der Zahnradbahn auf den Vierwaldstättersee
Aussicht von der Zahnradbahn auf den Vierwaldstättersee

Die überwältigende Aussicht und dann die raue, steinige Bergwelt – das Ziel «Der Drachenberg Pilatus».Oben im von Hotelnostalgie geprägtem «Kulm» war für uns im stylischen Speisesaal gepflegt gedeckt. Ein Glas prickelnden Laurent  Perrier Champagners unterstützte uns wohltuend bei der Akklimatisation in luftiger Höhe.Eine sehr freundlich gestimmte Service Mitarbeiterin aus Ungarn bot während des ganzen Essens eine kompetenten und «kein Wort zu wenig, weder noch zuviel» Service. Die Speisekarte ist mit viel Regionalem bereichert. Und doch nicht zu viel – eben, um die Frische Garantie zu gewähren. Wir wählten Cordon Bleu vom Kalb (war hervorragend) einzig das Ofengemüse war ziemlich phantasielos. Auch der Portobello Pilz mit Avocado-Granatapfelsalat und Salzkartoffel, Limette-Kräuter-Pinienö kam gut an. Mein Tischnachbar entschied sich für Fischknusperli, welche den Namen mit dem leichtem «Knuspern» sehr verdienten. Super Sauce Tartar! Zum Schluss: Besonders sympathisch war, dass uns drei Köche das Essen servierten. Und als ich dabei einen Jungen «Uniformierten» ansprach, ob er Lehrling sei, die Antwort erhielt: «Nicht ganz. Ein Sommerjob ist es, der mir sehr gut gefällt – doch ich bin Medizinstudent.

Die Rückreise

An diesen dünnen Drähten hing unser Leben
An diesen dünnen Drähten hing unser Leben

Nun es ging gegen 16 Uhr und langsam, nach unseren lebhaften Diskussionen, brachen wir auf. Unser Chef hatte plötzlich ernsthafte Atemprobleme. Die Mitarbeiter beim Check-in für die Talfahrt reagierten subito und wir wurden an der endlosen Schlange vorbei geschleust und los ging’s mit der beeindruckenden Seilbahn. Ein grosses Lob auf der ganzen Rundreise gehört den sichtlich den unter «Dampf» stehenden Mitarbeitenden der grandiosen Pilatus Bahnen.

Saftige Alpwiesen und schroffe Fewlsen prägen die Landschaft
Saftige Alpwiesen und schroffe Fewlsen prägen die Landschaft

Insgesamt war das diesjährige Kolumnisten/Innen Treffen der http://www.innerschweizonline.ch ein voller Erfolg. Das Tag hat nicht nur dazu beigetragen, die Verbindungen untereinander zu stärken, sondern auch das Portal selbst gestärkt. Mit neuen Strategien, frischen Ideen und einer noch klareren Ausrichtung ist das Team von http://www.innerschweizonline.ch bereit, weiterhin qualitativ hochwertigen Journalismus und Informationen aus der Innerschweiz im speziellen, aus der ganzen Welt im Besonderen, zu liefern und die Leserschaft zu begeistern.

Text: www.herberthuber.ch

Fotos:   Gabriela Bucher, Herbert Huber Max Thürig und https://www.pilatus.ch/

Homepages der andern Kolumnisten:  www.gabrielabucher.ch  www.marinellapolli.ch  www.leonardwuest.ch www.maxthuerig.ch

Talstation der Pilatusbahn in Alpnachstad

Aussicht von der Zahnradbahn auf den Vierwaldstättersee

Lieber gut festhalten im steilen Gelände, Max Thürig links Léonard Wüst rechts

Saftige Alpwiesen erfreuten das Auge

Viele Wege führen nach Kulm auch solche für geübte Wanderer

Etliche Besucher ziehts ganz nach oben

 

An starken Seilen gehts durch die Lüfte

 

Saftige Alpwiesen erfreuten das Auge

Grandiose Aussicht über das Innerschweizer Mittelland aus der Gondel in Richtung Fräkmüntegg

  • Aufrufe: 151

Wiener Philharmoniker | Jakub Hrůša, KKL Luzern, 6.9.2023, besucht von Léonard Wüst

Wiener Philharmoniker
Wiener Philharmoniker
 

Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer

Besetzung und Programm:
Wiener Philharmoniker
Jakub Hrůša Dirigent
Leoš Janáček (1854–1928) Suite aus der Oper Das schlaue Füchslein zusammengestellt und bearbeitet von Jakub Hrůša<
Bedřich Smetana (1824–1884)
Die Moldau
Sergej Rachmaninow (1873–1943) Sinfonische Tänze op. 45

Leoš Janáček’s Meisterwerk: Eine Suite aus “Das schlaue Füchslein”

Jakub Hrůša bringt Janáček’s musikalisches Meisterwerk zur Geltung

Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer
Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer

Leoš Janáček’s “Das schlaue Füchslein” ist eine Oper, die mit ihrem feinen musikalischen Gewebe und ihrer tiefen emotionellen Resonanz begeistert. In der Suite aus dieser Oper, zusammengestellt und bearbeitet von Jakub Hrůša, erleben wir die Essenz von Janáček’s musikalischem Genie. Diese Aufführung war eine Hommage an den tschechischen Komponisten und ein beeindruckendes Zeugnis für die Meisterschaft von Hrůša und dem Orchester.

Janáček’s musikalisches Erbe

Leoš Janáček ist bekannt für seine innovative und expressiv emotionale Musik. “Das schlaue Füchslein” ist eines seiner Meisterwerke, und die Suite aus dieser Oper, die von Jakub Hrůša zusammengestellt wurde, ist ein wunderbares Beispiel für Janáček’s musikalische Vision. Die Musik ist geprägt von folkloristischen Elementen, intensiven Gefühlen und einer tiefen Verbindung zur Natur.

Hrůša’s meisterhafte Interpretation

Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer
Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer

Jakub Hrůša, ein herausragender Dirigent und Kenner der tschechischen Musik, führte das Publikum durch Janáček’s musikalische Welt. Seine Interpretation der Suite war nuanciert, leidenschaftlich und einfühlsam. Er verstand es, die emotionalen Höhepunkte der Musik zu betonen und gleichzeitig die subtilen Details zum Leben zu erwecken. Das Orchester folgte ihm mit Hingabe und Präzision.

Die Vielschichtigkeit der Musik

Die Suite aus “Das schlaue Füchslein” zeigt die Vielschichtigkeit von Janáček’s Musik. Von zarten lyrischen Passagen bis zu lebhaften, tanzbaren Melodien entfaltet sich hier eine reiche Palette von Klangfarben. Die Musik spiegelt die Charaktere der Oper wider und vermittelt deren Emotionen und Beziehungen auf eindrucksvolle Weise. Die Suite ist eine reine Freude für die Sinne.

Ein orchestraler Glanzpunkt

Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer
Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer

Die musikalische Ausführung durch das Wiener Orchester war herausragend. Die Streicher brachten Wärme und Lyrik in die Musik, die Bläser setzten Akzente und fügten subtile Nuancen hinzu, und das Schlagwerk verlieh der Musik rhythmische Kraft. Die dynamische Bandbreite des Orchesters war beeindruckend und trug dazu bei, die Tiefe der Musik zu verdeutlichen.

Ein Konzert, das berührt

Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer
Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer

Das Werk ist nicht nur musikalisch beeindruckend, sondern auch emotional bewegend. Janáček’s Musik spricht direkt zu den Herzen der Zuhörer, und unter der Leitung von Jakub Hrůša wurde diese Wirkung verstärkt. Die Aufführung entlockte dem Publikum ein breites Spektrum an Emotionen, von Freude und Begeisterung bis zu Melancholie und Ehrfurcht vor der Schönheit der Musik.

Ein Tribut an Janáček’s Erbe

Diese Aufführung war mehr als nur ein Konzert. Sie war ein Tribut an das musikalische Erbe von Leoš Janáček und eine Hommage an die tschechische Kultur. Die Suite aus “Das schlaue Füchslein” zeigte die zeitlose Relevanz von Janáček’s Musik und ihre Fähigkeit, die Seele zu berühren.

Stehende Ovationen und Begeisterung

Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer
Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer

Das Publikum reagierte begeistert auf diese Aufführung und belohnte die Künstler mit langanhaltendem, stürmischer Aklamation. Die Begeisterung im Saal war spürbar, und die Zuschauer ließen sich von der Musik mitreißen. Es war ein Moment, der die Magie der klassischen Musik und die Tiefe von Janáček’s Werk zelebrierte.

Smetana’s “Die Moldau”: Die majestätische Interpretation eines zeitlosen Meisterwerks

Bedřich Smetana’s “Die Moldau” ist zweifellos eines der berühmtesten und beliebtesten Stücke der klassischen Musik. In einer bezaubernden Aufführung durch die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Jakub Hrůša wurde dieses Meisterwerk zu neuem Leben erweckt und entführte das Publikum auf eine emotionale und musikalische Reise.

Ein musikalischer Fluss: Die Moldau

Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer
Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer

“Die Moldau” ist eine sinfonische Dichtung, die die Schönheit und den Verlauf des Flusses Moldau in Tschechien beschreibt. Smetana gelingt es meisterhaft, die verschiedenen Abschnitte und Charakteristiken des Flusses musikalisch darzustellen. Von den sanften Quellen bis zu den stürmischen Stromschnellen und schließlich zur majestätischen Vereinigung mit der Elbe – jede Etappe wird in dieser Komposition auf eindrucksvolle Weise hörbar.

Die Wiener Philharmoniker: Virtuosität und Sensibilität

Die Wiener Philharmoniker, eines der angesehensten Orchester der Welt, zeigten in dieser Aufführung ihre außergewöhnliche Virtuosität und Sensibilität. Unter der Leitung von Jakub Hrůša schufen sie eine Interpretation von “Die Moldau”, die das Publikum von Anfang bis Ende in ihren Bann zog. Die Streicher erzeugten warme, fließende Klänge, die die sanfte Strömung des Flusses perfekt einfingen. Die Bläser setzten mit beeindruckender Präzision Akzente und verliehen der Musik Lebendigkeit.

Emotionen im Fluss

Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer
Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer

Was diese Aufführung besonders beeindruckend machte, war die Fähigkeit der Musiker, die Emotionen der Musik zum Ausdruck zu bringen. Die lyrischen Passagen waren von einer tiefen Melancholie durchzogen, während die lebhaften Abschnitte eine freudige Aufregung vermittelten. Die Wiener Philharmoniker verstanden es, die Nuancen von Smetana’s Musik auf subtile Weise herauszuarbeiten und das Publikum auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitzunehmen.

Die Natur in Klang gemalt

“Die Moldau” ist nicht nur ein musikalisches Meisterwerk, sondern auch eine klangliche Darstellung der Natur. Das Plätschern des Wassers, das Rascheln der Blätter und das Rauschen des Flusses werden in der Musik lebendig. In dieser Aufführung schien es, als ob die Natur selbst auf der Bühne anwesend wäre. Die Wiener Renommierorchester vermitteltt die Schönheit und Vielfalt der Landschaft, die Smetana in Töne gegossen hatte.

Standing Ovations und Begeisterung

Das Publikum war von dieser Aufführung sichtlich bewegt. Es war ein Moment, in dem die Musik die Grenzen zwischen Künstlern und Zuhörern überwand und alle in einem gemeinsamen Gefühl der Begeisterung und Bewunderung vereinte.

Fazit: Eine eindrucksvolle Interpretation

Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer
Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer

Die Aufführung von Bedřich Smetana’s “Die Moldau” durch die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Jakub Hrůša war zweifellos ein Höhepunkt der klassischen Musik. Diese Interpretation erweckte das Meisterwerk zu neuem Leben und entführte das Publikum auf eine musikalische Reise entlang des Flusses Moldau. Es war ein Abend voller Emotionen, Virtuosität und musikalischer Brillanz, der die zeitlose Schönheit der klassischen Musik feierte.

Rachmaninows Sinfonische Tänze op. 45

Rachmaninows Meisterwerk erstrahlt in voller Pracht

Sergej Rachmaninow, einer der herausragenden Komponisten der Spätromantik, schuf mit seinen Sinfonischen Tänzen op. 45 ein beeindruckendes Meisterwerk, das die emotionale Tiefe und musikalische Brillanz seiner Kompositionen einfängt. Die Aufführung dieses Stücks durch die Berliner Philharmoniker unter der einfühlsamen Leitung von Jakub Hrůša war zweifellos ein Höhepunkt der Saison und zeigte die außergewöhnliche Fähigkeit dieses Orchesters, die Schönheit und Kraft von Rachmaninows Musik zum Leben zu erwecken.

Die Spätromantik in voller Blüte

Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer
Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer

Die Sinfonischen Tänze op. 45 sind ein herausragendes Beispiel für die Spätromantik. Rachmaninow komponierte dieses Werk im Jahr 1940, und es spiegelt die reifere Phase seines Schaffens wider. Die Musik ist reich an Emotionen, Dramatik und orchestraler Pracht. Sie vereint Elemente der russischen Volksmusik mit raffinierten harmonischen Wendungen und ist ein eindrucksvolles Zeugnis für Rachmaninows kreatives Genie.

Hrůša’s einfühlsame Leitung

Unter der Leitung von Jakub Hrůša entfaltete sich Rachmaninow’s Musik in ihrer ganzen Pracht. Hrůša ist bekannt für sein tiefes Verständnis der Musik und seine einfühlsame Interpretation. In dieser Aufführung lenkte er das Orchester mit meisterhafter Hand und ermöglichte es den Musikern, die emotionalen Nuancen von Rachmaninow’s Kompositionen auszudrücken. Seine Interpretation war gleichzeitig leidenschaftlich und nuanciert, und er schaffte es, die Essenz dieser Musik einzufangen.

Das Glanzstück des Orchesters

Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer
Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer

Die Berliner Philharmoniker, eines der bekanntesten Orchester der Welt, brillierten in dieser Aufführung. Ihr Spiel war von außergewöhnlicher Qualität und Präzision. Die Streicher erzeugten warme, sinnliche Klänge, die Bläser setzten mit ihrer Brillanz Akzente, und das Schlagzeug verlieh der Musik rhythmische Kraft. Das Orchester interpretierte Rachmaninow’s Partitur mit Hingabe und Leidenschaft und trug dazu bei, die musikalische Schönheit dieser Komposition zu offenbaren.

Die Vielschichtigkeit der Musik

Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer
Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer

Die Sinfonischen Tänze op. 45 sind ein vielschichtiges Werk, das verschiedene Stimmungen und Emotionen verkörpert. Von der düsteren Melancholie des ersten Satzes bis zu den feurigen, leidenschaftlichen Passagen des zweiten Satzes und dem eindrucksvollen Finale des dritten Satzes, bot diese Komposition eine breite Palette von Klangfarben und Ausdrucksmöglichkeiten. Rachmaninow nutzte das Orchester in seiner ganzen Bandbreite und schuf ein Werk, das sowohl musikalisch anspruchsvoll als auch emotional berührend ist.

Emotionen und Leidenschaft

Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer
Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer

Die Aufführung der Berliner Philharmoniker war geprägt von intensiven Emotionen und leidenschaftlichem Spiel. Die Musiker verstanden es, die Gefühlswelten von Rachmaninow’s Musik zum Leben zu erwecken und das Publikum auf eine emotionale Reise mitzunehmen. Die dynamischen Kontraste, die leisen, lyrischen Momente und die kraftvollen Ausbrüche wurden mit großer Sensibilität interpretiert und erzeugten Momente von tiefgehender Schönheit.

Begeisterung und Standing Ovations

Das Publikum reagierte begeistert auf diese Aufführung und belohnte die Berliner Philharmoniker und Jakub Hrůša mit stehenden Ovationen. Die Atmosphäre im Saal war elektrisch, und die Zuschauer konnten sich der emotionalen Wucht von Rachmaninows Musik nicht entziehen. Es war ein Abend, der die künstlerische Exzellenz der Berliner Philharmoniker und die zeitlose Schönheit von Rachmaninows Kompositionen feierte.

Text: www.leonardwuest.ch

Fotos: Priska Ketterer  www.lucernefestival.ch

Homepages der andern Kolumnisten:  www.gabrielabucher.ch  www.herberthuber.ch  www.maxthuerig.ch  www.marinellapolli.ch

Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer

Jakub Hrůša Foto Ian Ehm

Wiener Philharmoniker dirigiert von Jakub Hrusa Konzertimpression von Priska Ketterer

Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer

Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer

Wiener Philharmoniker dirigiert von Jakub Hrusa Konzertimpression von Priska Ketterer

Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer

 

Wiener Philharmoniker dirigiert von Jakub Hrusa Konzertimpression von Priska Ketterer

Wiener Philharmoniker Konzertimpression von Priska Ketterer

  • Aufrufe: 127