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Gesundheit

Knieprobleme

Fünf Gründe für Knieprobleme: So bekommen Sie die Schmerzen in den Griff

Knieprobleme
Knieprobleme

Probleme mit den Knien können viele Ursachen haben. Häufig wird das Wetter genannt. Meist stecken jedoch Verschleißerscheinungen dahinter. Natürlich können auch Unfälle, Sportverletzungen oder Überbelastung die Knieprobleme auslösen. Sogar häufiges Treppensteigen kann eine Ursache für Beschwerden mit dem Knie auslösen – aber nur wenn die Belastbarkeit aufgrund mangelnder körperlicher Fitness massiv eingeschränkt ist.  Diese sind jedoch relativ zügig wieder in den Griff zu bekommen. Anders sieht es jedoch bei Verschleißerscheinungen wie Arthrose aus. Doch auch hier gibt es Möglichkeiten, die Schmerzen zu lindern und wieder beweglicher zu werden. Natürlich sollten die Knieprobleme immer von einem Arzt abgeklärt werden. Dieser wird dann die  entsprechenden Maßnahmen setzen, um die Beschwerden zu lindern. Doch auch Sport und Bewegung sollten dabei nicht vergessen werden. Denn diese können durchaus helfen, auch wenn sich das viele nicht vorstellen können.

Hilfe bei Kniegelenksarthrose

Kniegelenksarthrose ist eine Verschleißerkrankung, weshalb sie als degenerative Erkrankung gilt. Dabei muss es nicht sein, dass der Betroffene ständig Schmerzen hat. Die Schmerzen treten häufig in akuten Schmerzepisoden auf, die mehrere Tage andauern können. Danach kann es durchaus möglich sein, dass der Patient viele Wochen nichts mehr wirklich spürt. Um akute Schmerzen in den Griff zu bekommen, gibt es unterschiedliche Methoden aus der Physiotherapie oder auch mit ganz sanften Bewegungen können Sie die Schmerzen sehr gut lindern. Wer auf natürliche Heilmittel steht, kann mit CBD die schmerzende Stelle behandeln. Nutzer berichten hierbei von guten Ergebnissen.

Doch nicht immer reichen diese Massnahmen aus, um die Schmerzen zu beseitigen. In diesem Fall sollte unbedingt mit dem Arzt gesprochen werden und im Notfall diverse Schmerzmedikamente eingesetzt werden. Diese Medikamente sind wirklich nur für sehr akute Beschwerden und nicht zur Dauereinnahme geeignet.

Bewegung ist das A und O bei Arthrose

So komisch es sich anhört, aber viele Schmerzen können mit Bewegung reduziert werden. Insbesondere bei Arthrose ist es wichtig, in Bewegung zu bleiben. Natürlich nicht, wenn akute Schmerzen auftreten, dann ist zuerst schonen angesagt. Sobald es aber wieder besser ist, sollte tägliche Bewegung auf dem Programm stehen. Es können beispielsweise Knieübungen bei Schmerzen auf nejchojc-personaltrainer.ch angeschaut und nachgemacht werden, die dabei helfen, Schmerzen zu reduzieren und die Funktion des Gelenks zu verbessern. Dadurch kann der natürliche Verschleiß hinausgezögert werden.    

Allerdings sollte die Bewegungstherapie individuell auf den Betroffenen abgestimmt werden. Denn die Bewegung sollte an das Ausmaß der Arthrose angepasst werden. Möglich sind hier beispielsweise Gleichgewichtsübungen, Kräftigungs- und Dehnungsübungen wie auch Tai Chi und Laufbandtraining. Auch schwimmen oder im Allgemeinen Bewegungen im Wasser sind empfehlenswert. Zudem gibt es in vielen Orten auch spezielle Gruppen für Arthrose. Dort ist man unter Betroffenen, kann sich austauschen und erfährt, welche Übungen die richtigen sind.

 

Auch Schlammpackungen, Fango und Akupunktur können bei Beschwerden mit dem Knie helfen. Diese Interventionen besitzen aber im Gegensatz zur aktiven Bewegungstherapie laut diversen Studien keinen wesentlich höheren Effekt als ein Placebo und sollten deshalb immer nur in Kombination mit richtigem Training ausgeführt werden.

Weiterhin sollte darauf geachtet werden, dass man das Normalgewicht hält, da jedes zusätzliche Kilo  eine Belastung für das Knie ist. Auch Aktivitäten, die vor allem auf das Knie gehen, sollten gemieden werden.

Wer sich an diese Tipps hält, kann seine Arthrose durchaus in den Griff bekommen. Vielleicht sollte man auch einmal ins europäische Ausland schauen. Hier gibt es oft Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, die es in Deutschland nicht gibt, aber zu 100 % natürlich sind. Auch diese können helfen, die Beschwerden zu lindern und die Arthrose ein wenig aufzuhalten, sind aber einer adäquaten Trainingstherapie deutlich unterlegen.

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Kinder mit Krebs – geheilt, doch das Herz geschädigt?

Eine von der Herzstiftung geförderte Studie untersucht, ob sich bei jungen
Patienten Herzschäden nach einer Krebstherapie früher erkennen lassen.

In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 2.200 Patientinnen und Patienten
unter 18 Jahren an Krebs. Für die Kinder und Jugendlichen stellt die
Diagnose einen belastenden Einschnitt in ihr Leben dar – dennoch sind ihre
Aussichten überwiegend positiv: Rund 80 Prozent der Erkrankten können
heute geheilt werden. Die erfreulichen Heilungserfolge rücken nun
zunehmend die Lebensqualität und die Prävention von krankheits- und
therapiebedingten Spätfolgen in den Fokus, mit denen ein Großteil der
Betroffenen leben muss.   Denn der Behandlungserfolg geht mitunter
zulasten der Herzgesundheit. Betroffene sind etwa gefährdet, eine Herz-
Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln z. B. durch Schäden am Herzmuskel
(Kardiomyopathie) sowie an Herzkranzgefäßen und Herzklappen. Auch
Störungen der Erregungsleitung mit der Gefahr von Herzrhythmusstörungen
sind möglich.

Im Fokus der Kardio-Onkologie: Herz- und Gefäßkomplikationen nach
Krebstherapie
In einem Kooperationsprojekt wird nun untersucht, ob kardiale
Funktionseinschränkungen nach einer Krebstherapie frühzeitig zu erkennen
sind. Beteiligt an dem Forschungsvorhaben sind der Lehrstuhl für
Präventive Pädiatrie der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften
der TU München und die beiden Münchner kinderonkologischen Zentren – das
Dr. von Haunersche Kinderspital der Universität München und die
Kinderklinik München Schwabing der TU München. Die Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler des Projekts wollen im Rahmen einer Studie auch eine
neuartige Diagnostik-Kombination einsetzen. Die Deutsche Herzstiftung
fördert diese Diagnostik-Studie mit einer Summe von rund 49.000 Euro.
„Dieses kardio-onkologische Forschungsvorhaben ist besonders wichtig, weil
es mögliche Folgeschäden für Herz und Gefäße nach einer Krebstherapie
bereits im Kindes- und Jugendalter im Blick hat“, betont der Vorsitzende
des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Herzstiftung Prof. Dr. med.
Hugo A. Katus. „Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter sind dank des
medizinischen Fortschritts gut behandelbar. Gleichzeitig werden wir jedoch
vermehrt mit kardiovaskulären Komplikationen als Folge von Krebstherapien
bei vielen dieser Patienten im Erwachsenalter zu tun haben. Dazu bedarf es
an innovativen Diagnose- und Therapieverfahren“, so der Heidelberger
Kardiologe.

Herzschäden als Spätfolge?
Die Schäden infolge einer Krebstherapie zeigen sich oft erst Jahre nach
einer Krebstherapie. Denn das Herz kann vermutlich behandlungsbedingte
Schädigungen zunächst kompensieren und eine normale Funktion über einen
gewissen Zeitraum erhalten. Eine Studie zeigt zum Beispiel, dass
Erwachsene, die als Kind an Krebs erkrankt waren, fast 40 Prozent häufiger
und sechs Jahre früher Bluthochdruck entwickeln im Vergleich zur
Allgemeinbevölkerung (1). Überlebende nach einer Krebserkrankung im
Kindes- oder Jugendalter haben insgesamt eine achtfach erhöhte Sterberate
aufgrund von Herzerkrankungen. Ursächlich für Spätfolgen sind vor allem
bestimmte herzschädigende Krebsmedikamente (Anthrazykline) sowie die
Auswirkungen einer Strahlentherapie im Bereich des Brustkorbs. Beide
Behandlungsmethoden tragen auf der anderen Seite wesentlich zu den guten
Heilungschancen bei – sind also unverzichtbar. „Wir erforschen eine
innovative diagnostische Methode zur Früherkennung von
Funktionseinschränkungen des Herzens bis zu fünf Jahre nach der
Krebstherapie”, erläutert die Sportwissenschaftlerin Dr. rer. medic.
Sabine Kesting von der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften
am Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie der TU München, die die Studie
leitet.  „Wenn wir Auffälligkeiten entdecken, können die Betroffenen ins
Deutsche Herzzentrum München geschickt und dort, falls erforderlich,
behandelt werden. Im optimalen Fall eröffnet somit eine frühe Diagnose die
Chance, gravierenden kardiovaskulären Problemen vorzubeugen.”

Früh kleinste Schwachstellen erkennen
Auswirkungen einer Krebstherapie aufs Herz bleiben lange ohne Symptome.
Üblicherweise erfolgt eine Herzuntersuchung im Rahmen der standardisierten
Nachsorgeprotokolle in der Kinderkardiologie zudem am liegenden Patienten
(EKG/Herzultraschall). Geringgradige Funktionseinschränkungen des
Herzmuskels fallen unter diesen Ruhebedingungen allerdings oft nicht auf
und entgehen so leicht der Aufmerksamkeit. Eine Ultraschalluntersuchung
des Herzens während körperlicher Belastung – quasi als Stressfaktor –
erhöht hingegen die Empfindlichkeit der Diagnostik. Insgesamt werden in
der geplanten Studie nun 40 Teilnehmer im Alter von 10 bis 25 Jahren im
ersten bzw. im fünften Jahr nach Beendigung einer Krebstherapie
untersucht. Zusätzlich wird die gleiche Untersuchung bei 40 gleichaltrigen
Gesunden durchgeführt, um mögliche Auffälligkeiten der Herzfunktion durch
die Krebsbehandlung einordnen und beurteilen zu können.

Innovative Diagnostik-Kombination
Die einmalige nicht-invasive Untersuchung beinhaltet neben einer
ausführlichen Anamnese eine Ultraschalluntersuchung des Herzens – einmal
in Ruhe zur Überprüfung der Tauglichkeit für eine Belastungsuntersuchung
und einmal auf dem Liegefahrradergometer unter submaximaler körperlicher
Belastung. Zeitgleich zu der Stressechokardiografie wird die individuelle
kardiopulmonale Leistungsfähigkeit auch über eine Spiroergometrie
(Bestimmung der Atemgase, um Belastbarkeit der Lunge und des
Herzkreislaufsystems festzustellen) gemessen. „Durch diese innovative,
wenig belastende und vergleichsweise kostengünstige Untersuchungsmethode
können wir möglicherweise früher Hinweise auf strukturelle Auffälligkeiten
und beginnende oder bereits vorhandene Funktionseinschränkung des Herzens
erhalten. Und damit könnte eine weitere Verschlechterung der Schäden
möglicherweise günstig beeinflusst werden“, hofft Dr. Kesting. Denn die
Erkenntnisse sollen z. B. auch dazu beitragen, spezielle
Bewegungsprogramme zu erarbeiten, mit deren Hilfe Herzschäden im besten
Fall vorgebeugt werden kann oder sich diese reduzieren lassen.

*Projekttitel: Früherkennung von kardialen Funktionseinschränkungen nach
einer potentiell herzschädigenden Krebstherapie im Kindes- und Jugendalter
– Eine Machbarkeitsstudie

(1) Burden of cardiovascular risk factors and cardiovascular disease in
childhood cancer survivors: data from the German CVSS-study;
https://doi.org/10.1093/eurheartj

Forschung nah am Patienten
Dank der finanziellen Unterstützung durch Stifterinnen und Stifter,
Spender und Erblasser kann die Deutsche Herzstiftung gemeinsam mit der von
ihr 1988 gegründeten Deutschen Stiftung für Herzforschung (DSHF)
Forschungsprojekte in einer für die Herz-Kreislauf-Forschung
unverzichtbaren Größenordnung finanzieren. Infos zur Forschung unter
www.herzstiftung.de/herzstiftung-und-forschung

Infoservice zum Thema Herzgesundheit nach Krebstherapie
Weitere Informationen zur Herzgesundheit im Zusammenhang mit
Krebstherapien bietet die Herzstiftungs-Zeitschrift HERZ heute Ausgabe
1/2021 mit dem Titel „Die Balance halten: Krebspatienten vor Herzschäden
schützen“. Ein kostenfreies Probeexemplar ist unter Tel. 069 955128-400
oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. erhältlich.

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DRINGENDER AUFRUF: Schwangere sollen Impfangebot unbedingt nutzen!

Mit dem Beschluss auf seiner heutigen Sitzung ruft der Vorstand der
Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. in Absprache
mit dem Berufsverband der Frauenärzte e.V. unterstützt von der
Arbeitsgemeinschaft für Geburtshilfe und Pränatalmedizin e. V. (AGG) und
weiteren Fachgesellschaften* die KollegInnen dazu auf, alle Ressourcen zu
nutzen, um Patientinnen optimal aufzuklären und die notwendige
Schutzimpfung gegen COVID-19 zur Verfügung zu stellen.

Deutschlandweit machen noch viel zu wenige Frauen vom flächendeckenden
Impfangebot Gebrauch. Nach wie vor liegen ungeimpfte Schwangere auf den
Intensivstationen. Diese Tragödien sind unnötig und könnten durch eine
entsprechende Nutzung des verfügbaren Impfangebotes verhindert werden.

Vor diesem Hintergrund appelliert die Deutsche Gesellschaft für
Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. an alle ungeimpften Schwangeren und
Frauen mit Kinderwunsch, das kostenfreie Angebot der Schutzimpfung vor Ort
wahrzunehmen, um sich und das noch ungeborene Kind zu schützen.

Wichtig ist, dass vorliegende wissenschaftliche Daten zur Sicherheit der
COVID-19-
Schutzimpfung kein gehäuftes Auftreten von schweren unerwünschten
Arzneimittelwirkungen während der Schwangerschaft oder ein erhöhtes Risiko
während der Stillzeit für Mutter und Kind, insbesondere nicht von
Fehlgeburten zeigen würden.

Fest steht aber: Eine COVID-19-Erkrankung in der Schwangerschaft stellt
eine ernsthafte
Gefahr für Mutter und Kind dar. Im Vergleich zu Nicht-Schwangeren macht
eine
entsprechende Infektion sechsmal häufiger eine intensivmedizinische
Betreuung nötig. Eine Beatmung ist sogar 23-mal häufiger notwendig als bei
der nicht schwangeren Vergleichsgruppe. Das Frühgeburtsrisiko ist bei
COVID-19 positiv getesteten Frauen fast
doppelt so hoch, wie bei gesunden Schwangeren. Hinzu kommen zahlreiche
weitere Risiken für nicht geimpfte erkrankte Mütter und ihre Babys.

Daher ist eine COVID-19-Impfung für Schwangere zwingend notwendig!

*Diese Pressemitteilung basiert auf den bereits veröffentlichten
Empfehlungen der
Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. (DGGG) in
Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin e.V.
(DGPM) und der Deutschen Gesellschaft für Pränatal- und Geburtsmedizin e.
V. (DGPGM) und weiteren
Fachgesellschaften.

Quellen
1
https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/PM_2021-09-10.html
2
https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/PM_2021-11-18.html

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Den Forschungsteams am Universitätsklinikum Jena steht ein neu implementiertes Laser-Mikrodissektions-System zur zellgenauen Gewebeauswahl für genomische, proteomische und metabolomische Analysen zur Verfügung.  Michael Szabó  Universitätsklinikum Jena

Gewebeproben zellgenau ausschneiden

Den Forschungsteams am Universitätsklinikum Jena steht ein neu implementiertes Laser-Mikrodissektions-System zur zellgenauen Gewebeauswahl für genomische, proteomische und metabolomische Analysen zur Verfügung.  Michael Szabó  Universitätsklinikum Jena
Den Forschungsteams am Universitätsklinikum Jena steht ein neu implementiertes Laser-Mikrodissektions-System zur zellgenauen Gewebeauswahl für genomische, proteomische und metabolomische Analysen zur Verfügung. Michael Szabó Universitätsklinikum Jena

Ein neu implementiertes Laser-Mikrodissektions-System ermöglicht in der
Forschung am Universitätsklinikum Jena genomische, proteomische und
metabolomische Analysen mit höchster räumlicher Auflösung. Das System
wurde von der Thüringer Aufbaubank mit 300.000 Euro gefördert.

Krebszelle ist nicht gleich Krebszelle – selbst im Gewebe desselben Tumors
können Zellen je nach Ort und Funktion unterschiedliche Mutationen,
abweichende Genprofile und variierende Proteinmuster aufweisen. Für
Analysen, die das gesamte Genom oder alle hergestellten Eiweiße erfassen,
ist deshalb eine genaue Auswahl des Gewebebereiches oder sogar der
einzelnen Zelle notwendig. Ein jetzt am Universitätsklinikum Jena (UKJ)
neu implementiertes Laser-Mikrodissektions-System ermöglicht genau das: Im
mikroskopischen Bild gefärbter Gewebeschnitte lassen sich Bereiche mit
Mikrometergenauigkeit markieren, mit einem Laser ausschneiden und
berührungslos für die weitere Untersuchung aufbereiten.

„Diese zellgenaue Probenauswahl erhöht die Aussagekraft der modernen
Analysemethoden immens. In Verbindung mit der Laser-Mikrodissektion
erhalten die Genomik mit Next-Generation-Sequencing und die auf
Massenspektrometrie basierende Proteomik eine räumliche Auflösung, die für
das tiefergehende Verständnis von Tumoren in einer personalisierten
Diagnostik, Prognose und Therapieplanung besonders wichtig ist“, betont
Prof. Ferdinand von Eggeling. Der Wissenschaftler an der HNO-Klinik des
UKJ betreut das neue System, das bereits in Forschungskooperationen mit
Teams in der Pathologie, der Proteomanalyse, und den onkologischen Laboren
der Urologie, Gynäkologie und HNO-Heilkunde zum Einsatz kommt.

Wenn Gen-, Protein- oder Stoffwechselprofile quasi mit einer Zelladresse
versehen werden können, lassen sich beispielsweise Signalprozesse
nachverfolgen oder spezifische Biomarker identifizieren. Aber nicht nur in
der Krebsforschung zur Untersuchung von Tumoren und Metastasen kann die
Laser-Mikrodissektion eingesetzt werden. Sie ermöglicht auch die
detailliertere Charakterisierung dynamischer Zellmodelle. „Wir kooperieren
gern mit weiteren interessierten Arbeitsgruppen und entwickeln unser
Methodenwissen weiter“, so Ferdinand von Eggeling.

Die Implementierung der neuen Forschungsinfrastruktur am UKJ wurde vom
Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale
Gesellschaft mit EFRE-Mitteln in Höhe von knapp 300.000 Euro gefördert.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
apl. Prof. Dr. Ferdinand von Eggeling
Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Jena
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.-jena.de
Telefon: +49 3641 9-39081

Originalpublikation:
von Eggeling F, Hoffmann F. Microdissection-An Essential Prerequisite for
Spatial Cancer Omics. Proteomics, 2020 Sep;20(17-18):e2000077. DOI:
10.1002/pmic.202000077

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