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Gesundheit

Die Zukunft der Blutdruckmessung: Kontinuierlich. In Echtzeit. In-Ear.

Die Deutsche Hochdruckliga ist an der Entwicklung einer neuartigen
Blutdruck-Messmethode beteiligt. Die Messung des Blutdrucks erfolgt dann
sensorbasiert und kontinuierlich über ein Hörgerät oder einen in-ear-
Kopfhörer. Die Vorteile? Oft kommt es im Alltag oder in der Nacht zu
gefährlichen Blutdruckspitzen, die bei der herkömmlichen Messung nicht
erkannt werden. Darüber hinaus erlaubt das System ein echtes Monitoring
von Hochrisikopatientinnen und -patienten – Smartwatches hingegen messen
den Blutdruck nicht, sondern schätzen ihn lediglich ab.

Die Deutsche Hochdruckliga ist zusammen mit dem Hörgerätehersteller Kind
assoziierter Partner des Projekts „Mikroelektronik für permanente,
nichtinvasive Blutdruckmessung im Ohr“ im Rahmen der BMBF-geförderten
Forschungsinitiative „Neue Elektroniksysteme für intelligente
Medizintechnik (Smart Health)“. Herr Hartmut Richter (audiofon hearing
system) koordiniert die Entwicklungsarbeit der Verbundpartner (Bartels
mikrotechnik, Bosch, FZI Forschungszentrum Informatik, Hahn Schickard).

Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines Mikrosystems zur permanenten,
nichtinvasiven Blutdruckmessung im Ohr, inklusive der dafür benötigten
Sensor-Aktor-Komponenten sowie der Steuerungsplattform. Ein solches System
würde belastungsfreie Langzeitmessungen ermöglichen und einen enormen
Fortschritt für die Diagnose und Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
bedeuten. Die unmittelbaren, medizinischen Informationen durch
belastungsfreie Langzeitmessungen über akute Veränderungen, mögliche
Auslöser oder postoperative Verläufe, welche ein solches Systems ohne die
Risiken invasiver Verfahren liefern könnte, würde die Diagnose und
Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen revolutionieren. So würde
detailliertes Wissen über kardiopulmonale Verläufe von Patienten dazu
führten, individualisierte Therapiekonzepte mit denkbarer Unterstützung
durch technische Patient-The-Loop-Systeme zu ermöglichen. Auch gibt es
Krankheiten, wie z.B. Ohnmachtsanfälle (Synkopen), orthotostische
Dysregulationen, ungeklärte Herzrhythmusstörungen, bei denen das Wissen
über den Blutdruckverlauf eine wertvolle Information sein kann. Die
zusätzlich gewonnenen Informationen könnten darüber hinaus neue
medizinische Forschungsfelder eröffnen, wie die Blutdruckentwicklung
während körperlicher Aktivitäten/Sport.

In Vorarbeiten konnte bereits gezeigt werden, dass sich mittels passiver
Messung des Drucksignals im Ohr Vitalparameter wie Puls und Atmung
extrahieren lassen. Zudem wurde ein Verfahren erarbeitet und patentiert
(Az. 10 2016 002 596.4), welches basierend auf einer aktiven
Druckbeaufschlagung in einer abgedichteten Luftkammer im äußeren Gehörgang
bei gleichzeitiger Erfassung des Drucksignals die kontinuierliche
Bestimmung des absoluten Blutdrucks im Ohr ermöglicht. Die kontinuierlich
erhobenen Werte lassen sich dann in einer App auf dem Smartphone ablesen
und archivieren.

„Im Vergleich zur Blutdrucküberwachung mit einer SmartWatch, die den
Blutdruck anhand von Pulswellen oder Änderungen der Blutfülle von
Hautarealen nur mehr oder weniger abschätzen und relative
Blutdruckänderungen messen, handelt es sich bei dem neuen System um eine
medizinisch genaue kontinuierliche Messung in Echtzeit mit absoluten
Blutdruckwerten“, erklärt Dr. Siegfried Eckert, Bad Oeynhausen, der das
Projekt seitens der Deutschen Hochdruckliga begleitet und betreut.

Durch die Unterstützung der assoziierten Partner deutschen Hochdruckliga
und KIND können schon im Entwicklungsprozess Standards und Normen
eingehalten werden, um eine nachhaltige Entwicklung für eine zukünftige
Produktentwicklung nach Projektende zu gewährleisten. „Wir sind
optimistisch, das System binnen der nächsten zwei Jahre zur Produktreife
zu führen“, so Dr. Eckert abschließend heute auf der Pressekonferenz der
Deutschen Hochdruckliga.

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Neue Online-Fortbildung soll hohe Beratungsqualität bei familiärem Brust- und Eierstockkrebs sicherstellen

Ein neues kostenloses Online-Programm unterstützt Ärzt*innen bei der
Aufklärung und Beratung von Menschen mit einem erhöhten Risiko für
familiär bedingten Brust- und Eierstockkrebs. Die Deutsche
Krebsgesellschaft (DKG) hat diese Fortbildung gemeinsam mit dem Deutschen
Konsortium Familiärer Brust- und Eierstockkrebs konzipiert. Das Programm
ist von der Ärztekammer Westfalen-Lippe mit 14 CME-Punkten anerkannt.

Auf einer Online-Plattform können sich Teilnehmer*innen Wissen in
Videoschulungen aneignen. Die Online-Vorträge vermitteln fachspezifische
Inhalte zu genetischen Risiken, zum Gendiagnostikgesetz, zu den
diagnostischen und therapeutischen Optionen und den besonderen
Anforderungen an die Kommunikation mit Risikopatient*innen. Im Anschluss
an die Vorträge findet, ebenfalls online, eine kurze Lernerfolgskontrolle
statt.

Bei rund 30 Prozent aller Betroffenen mit Mamma- oder Ovarialkarzinom
liegt eine familiäre Risikokonstellation vor. Von diesen tragen rund 30
Prozent eine Mutation in einem der bekannten Risikogene BRCA 1 und BRCA 2,
die mit einem Gentest nachgewiesen werden können. Rund 60 Prozent
entwickeln bis zum 80. Lebensjahr Brustkrebs, bei 20 bis 40 Prozent bildet
sich Eierstockkrebs. Deutlich erhöht ist bei Brustkrebs-Betroffenen auch
das Risiko für ein Karzinom in der zweiten Brust. Bei rund 40 Prozent
tritt innerhalb von 25 Jahren ein weiteres Karzinom auf. Da die Mutationen
vererbt werden können, haben auch Familienmitglieder ein erhöhtes
Krebsrisiko. Betroffene und deren Angehörige stellen sich dann oftmals die
Fragen, wie hoch das individuelle Erkrankungsrisiko ist und ob eine
vorsorgliche Entfernung von Brust oder Eierstock sinnvoll ist.

„Ärzt*innen können in der Fortbildung grundlegende Kenntnisse erwerben,
wie eine fundierte Beratung erkrankter Personen mit einer familiär gehäuft
auftretenden Krebserkrankung durchgeführt werden sollte“, sagt Professorin
Dr. Rita Schmutzler, Direktorin des Zentrums Familiärer Brust- und
Eierstockkrebs der Universitätsklinik Köln und Koordinatorin des Deutschen
Konsortiums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs. Die Inhalte des
Curriculums wurden durch die Arbeitsgemeinschaft Curriculum des Deutschen
Konsortiums entwickelt, basierend auf den Vorarbeiten am Zentrum
Familiärer Burst- und Eierstockkrebs der Uniklinik Köln.

„Genetische Beratung ist insbesondere für alle gynäkologisch-onkologisch
tätigen Fachärzt*innen hochrelevant und wichtiger Bestandteil ihrer
täglichen Arbeit“, bestätigt auch PD Dr. Simone Wesselmann,
Abteilungsleiterin Zertifizierung der DKG. „Durch die enge Zusammenarbeit
von zertifizierten Brust- und Gynäkologischen Krebszentren mit den von der
DKG zertifizierten Zentren für familiären Brust- und Eierstockkrebs
(FBREK-Zentren) sichern wir eine umfassende Betreuung von Patient*innen
mit einem familiär bedingten Brust- oder Eierstockkrebs. Dazu gehören -
neben Diagnose und Therapie - die genetische Beratung, die Durchführung
und Befundung genetischer Analysen, die Nachsorge, eine engmaschige
risikoadaptierte Früherkennung sowie die Durchführung prophylaktischer
Maßnahmen, wenn nötig. Die neue Online-Fortbildung schafft das Fundament
für eine einheitliche und evidenzbasierte Qualifikation der betreuenden
Ärzt*innen.“

Die Online-Fortbildung kann zeitlich flexibel durchgeführt werden und
richtet sich auch an Ärzt*innen außerhalb der Zertifizierten Zentren. Für
Ärzt*innen aus zertifizierten Brust- und Gynäkologischen Krebszentren
besteht zudem die Möglichkeit zu einer Hospitation in einem FBREK-Zentrum.
Dies ist Voraussetzung für den Abschluss und die Aufrechterhaltung eines
Kooperationsvertrages zwischen einem zertifizierten Gynäkologischen
Krebszentrum oder zertifizierten Brustkrebszentrum mit einem FBREK-
Zentrum. Die Förderung der Fortbildung erfolgt durch das Bundesministerium
für Gesundheit und das Horizon-2020-Projekt BRIDGES der EU.

Hier geht es zur Anmeldung:
https://seminare.akademie-wl.de/index.cfm?seite=veranstaltungsliste&l=2793

Weitere Informationen zur Fortbildung sind hier zu finden:
https://www.krebsgesellschaft.de/fortbildung-familiaerer-krebs.html
https://www.konsortium-familiaerer-brustkrebs.de/

Die Deutsche Krebsgesellschaft
Die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. (DKG) – eine Nachfolgeorganisation
des 1900 gegründeten „Comité für Krebssammelforschung“ – ist die größte
wissenschaftlich-onkologische Fachgesellschaft im deutschsprachigen Raum.
In der DKG vertreten sind rund 8.000 Einzelmitglieder in 25
Arbeitsgemeinschaften, die sich mit der Erforschung und Behandlung von
Krebserkrankungen befassen; dazu kommen 16 Landeskrebsgesellschaften und
36 Fördermitglieder. Die DKG engagiert sich für eine Krebsversorgung auf
Basis von evidenzbasierter Medizin, Interdisziplinarität und konsequenten
Qualitätsstandards, ist Mitinitiatorin des Nationalen Krebsplans und
Partnerin der „Nationalen Dekade gegen Krebs". Mehr:
https://www.krebsgesellschaft.de/

Deutsches Konsortium Familiärer Brust- und Eierstockkrebs
Die Zentren im Deutschen Konsortium Familiärer Brust- und Eierstockkrebs
bieten Ratsuchenden aus einer Risikofamilie, die eine familiäre Belastung
für Brust- und/oder Eierstockkrebs haben, eine Beratung und Betreuung an.
Hierbei wird das individuelle Risiko, an Brustkrebs und/oder
Eierstockkrebs zu erkranken, innerhalb einer Risikofamilie durch eine
interdisziplinäre Beratung festgestellt und durch eine Gendiagnostik
ergänzt und präzisiert. Im Rahmen der gynäkologischen Beratung werden
adäquate präventive und therapeutische Maßnahmen besprochen und im Rahmen
von Verträgen zur Besonderen Versorgung mit den Krankenkassen angeboten.
Im Falle von Entscheidungsschwierigkeiten bieten wir eine psychosomatische
Beratung als Hilfestellung an. Ein zentrales Anliegen ist es dabei, unsere
Forschungsergebnisse und den stetigen Wissenszuwachs auf dem Gebiet des
familiären Brust- und Eierstockkrebses in die klinische Wissen
generierende Versorgung umzusetzen. Diesem Ziel dient neben einem
zentralen Register ein großes Angebot an Forschungsprojekten und
klinischen Studien zur Evaluation von präventiven und therapeutischen
Optionen. Mehr: https://www.konsortium-familiaerer-brustkrebs.de/

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Multidisziplinäres Herzboard (MDH)

Das Herz-Team als zentrale Instanz für patientenindividuelle Therapien von
Herz- und Kreislauf-Erkrankungen

Die Therapieoptionen für herzkranke Patienten haben sich in den
vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt. Dies gilt sowohl für den
Einsatz medikamentöser Substanzen als auch für die invasiven
Behandlungsoptionen. Daher kann die Entscheidung über die Wahl des
Therapieverfahrens für jeden einzelnen Patienten nicht mehr
monodisziplinär getroffen werden. Dieser wichtige Aspekt wird auch in den
aktuellen wissenschaftlichen Leitlinien der europäischen und
amerikanischen Fachge-sellschaften adressiert und in entsprechenden
Empfehlungen ausgewiesen. Dennoch ist davon auszugehen, dass die klinische
Realität in Deutschland in Bezug auf den stringenten Einsatz
„multidisziplinärer Herz-Teams“ zur patientenindividuellen Beratung,
Entscheidungsfindung und Therapieempfehlung im Sinne des „shared decision
making“ noch wesentliche Verbesserungspotentiale aufweist. Für das seit
Jahrzehnten in der Onkologie fest verankerte „multidisziplinäre Tumorboard
(MDT)“ konnte nachgewiesen werden, dass die prätherapeutische
Konsentierung im MDT nachweislich Konsequenzen auf die Ergebnisqualität
und den Patienten-Outcome hat. Es ist unbestritten, dass für einige Herz-
Kreislauf-Erkrankungen bereits multidisziplinäre Herz-Teams etabliert
sind. Dieses erfolgreiche Konzept gilt es konsequent und verbindlich für
alle invasiven Therapien von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu etablieren.

Was ist ein Herz-Team?
Bis heute werden mit dem Begriff „Herz-Team“ unterschiedliche
Teamstrukturen, verschiedene Prozesse und diverse infrastrukturell
bedingte Organisationsmodelle subsummiert. Die Mindestanforderung an ein
Herz-Team ist die nachvollziehbar strukturierte Abstimmung zwischen
Fachärztinnen und -ärzten für Herzchirurgie und Kardiologie oder
pädiatrische Kardiologie, ggf. unter Einbindung von Fachärzten für
Anästhesie mit kardioanästhesiologischer Kompetenz. Diese Zusammensetzung
zeigt bereits den Grundgedanken der fachgebietsübergreifenden
Zusammenarbeit, die die historisch bedingte, nicht mehr zeitgemäße und
arbiträre Trennung „schneidender“ und „sprechender“ bzw.
„diagnostizierender“ Fachgebiete überwindet. Hierdurch werden eine
patientenzentrierte sowie erkrankungs-spezifische Diagnostik und Therapie
ermöglicht.

In Abhängigkeit von der zugrundeliegenden Herzerkrankung, der notwendigen
Diagnostik und den Co-Morbiditäten der Patientinnen und Patienten inkl.
Risikobewertung ist die Erweiterung von Herzteams zum Beispiel um
Vertreter der Fachgebiete Radiologie, Gefäßchirurgie, Neonatologie,
Neurologie etc. notwendig.

In diesem Kontext konnte bereits für bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen
gezeigt werden, dass durch strukturierte Teams, im Gegensatz zu
Einzelentscheidungen, fundiertere Entscheidungen getroffen werden.
Beispielsweise empfehlen die wissenschaftlichen Leitlinien zum Management
der infektiösen Endokarditis den kooperativen Ansatz eines
multidisziplinären „Endokarditis Teams“ mit besonderer Expertise. Gleiches
gilt auch für Patientinnen und Patienten mit einer Lungenembolie, die
durch ein „pulmonary embolism response team“ (PERT) oder Patienten nach
erfolgreicher Reanimation, die durch ein erfahrenes interprofessionelles
„Cardiac Arrest Receiving Team“ (CART) adäquat versorgt werden sollen.

Was ist die Aufgabe des Herz-Teams?
Das Herz-Team hat die Aufgabe, jeden Patienten fokussiert auf seine
Herzerkrankung, seine Co-Morbiditäten und auch die persönliche
Lebenssituation differenziert zu erfassen und einen individualisierten
Therapievorschlag im Herz-Team und danach mit dem Patienten zu
konsentieren. Dieser umfängliche Prozess muss ergebnisoffen geführt
werden, auch wenn im Ergebnis ggf. nicht leitlinienkonforme Empfehlungen
erfolgen. Hierbei ist es von entscheidender Bedeutung, dass der Patient
eine im Herz-Team konsentierte Empfehlung erhält und nicht bereits im
Vorfeld mit Therapiepräferenzen konfrontiert wird. Für die Abwägung,
welche Therapieverfahren für den jeweiligen Patienten die beste Option
darstellt, sind Fachärztinnen und -ärzte mit entsprechender Expertise aus
dem medikamentös-konservativen, dem interventionellen und dem operativen
Bereich der Herzmedizin und ggf. auch anderer Fachgebiete (siehe oben)
notwendig.

Wie funktioniert das Herz-Team am besten?
In einem gemeinsamen Herzzentrum mit Fachabteilungen für Herzchirurgie und
Kardiologie / pädiatrische Kardiologie oder auch in einem gemeinsamen
Herz- und Gefäßzentrum, in dem Fachärztinnen und -ärzte für Herzchirurgie,
Gefäßchirurgie, Kardiologie, pädiatrische Kardiologie und Angiologie
zusammenarbeiten, lassen sich bestmöglich patientenindividuelle
Entscheidungen treffen. Diese müssen grundsätzlich frei von ökonomischen
Zwängen und abteilungsbezogenen Partikular-interessen getroffen werden.
Hierzu erscheint u.a. eine zentrums-bezogene Budgetierung sinnvoll, wenn
nicht sogar notwendig.
Periodik, Struktur und Dokumentation von Herz-Team-Sitzungen sind obligat
festzulegen. Ferner sind nicht nur „allgemeine“ Herz-Team-Sitzungen
notwendig, sondern es müssen auch spezielle erkrankungsbezogene Sitzungen
durch besonders qualifizierte Herz-Teams etabliert sein (z.B. angeborene
Herzfehler, Herzinsuffizienz, Herzklappenerkrankungen, Herzrhythmus-
störungen etc.). Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit fokussiert auf
bestmögliche, patientenindividuelle Therapieempfehlungen und ermöglicht
eine exzellente Versorgungs- und Ergebnisqualität. Dies gilt insbesondere
auch für die wissenschaftliche Begleitung von Innovationen und die
klinische Einführung neuer Therapieverfahren. Ökonomische Implikationen
müssen in diesen ärztlichen Entscheidungsprozessen in den Hintergrund
treten. Es muss mit der Krankenhausverwaltung ein Weg gefunden werden,
neue Therapieverfahren zügig und unkompliziert im Herz-Team einführen zu
können.

Neben zentrumsinternen Herz-Teams existieren heutzutage auch institutions-
und fachgebietsübergreifende Kooperationen im Sinne von Herz-Team-
Abstimmungen. Diese haben zumeist keine feste Periodik, keine verbindlich
festgelegte Struktur und eine weniger differenzierte Dokumentation. Ein
einmalig wöchentliches Vorstellen von ausgewählten Patientinnen und
Patienten aus der kardiologischen Diagnostik verfehlt den Sinn des Herz-
Teams.

Gibt es Parallelen zum „multidisziplinären Tumorboard (MDT)?
Wie bereits dargestellt, ist das multidisziplinäre Tumorboard in der
Onkologie fest verankert. Das MDT ermöglicht durch seine Strukturierung
und die verbindlichen Vorgaben evidenzbasierte Bewertungen und
Entscheidungsfindungen im Team und beeinflusst dadurch entscheidend die
Patientensicherheit und die Behandlungsqualität. Für die Abstimmung im MDT
bedarf es einer gewissenhaften Aufbereitung der notwendigen Informationen,
um eine differenzierte und umfassende Darstellung zu ermöglichen. Die
Umsetzung des Konsensergebnisses ist nicht begrenzt auf die Institution,
in der das MDT etabliert ist. Ergänzend sollen MDT auch Empfehlungen und
Vorgaben für spezielle Tumorarten geben und hierbei Prävention,
Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge berücksichtigen. Des
Weiteren obliegt es dem MDT, auch Forschung und Wissenschaft zu
unterstützen. Schließlich ist das MDT ein wichtiges Element der
studentischen Lehre wie auch der ärztlichen Weiterbildung. Das Ergebnis
der Beratung im MDT ist für die Beteiligten bindend und muss den
Patientinnen und Patienten durch die behandlungsführende Ärztin
verständlich vermittelt werden – in der Regel sind die Patienten an einer
Adhärenz an diese Therapieempfehlung interessiert. Auch für Herz-Teams
sind die für das MDT dargestellten Aspekte sinnvoll und notwendig.
Bei Patientinnen mit Tumorerkrankungen stellt sich regelmäßig die Frage
nach dem mittel- und langfristigen Überleben bzw. der Prognose der
Tumorerkrankung. Dieser Fokus ist bei Herzpatienten zumeist weniger
ausgeprägt, da im Zusammenhang mit invasiven Therapiemaßnahmen (Operation,
Intervention) häufig die Hoffnung verbunden ist, durch Beseitigung der
Symptomatik die Herzerkrankung zu „heilen“. Viele Herz- und Gefäß-
Erkrankungen haben unbehandelt innerhalb von fünf Jahren eine mindestens
so hohe Sterblichkeitsgefahr wie manche Tumorerkrankungen, das Interesse
an einer langfristig wirksamen Therapie ist bei Herzpatienten jedoch
deutlich geringer. Es muss daher auch Aufgabe des Herz-Teams sein,
wissenschaftliche Daten zu langfristigen Therapiefolgen im Blick zu haben.
Ein besonderes Beispiel für ein aktives Herz-Team findet sich in der
Kinderherzmedizin, in der diese Team-Arbeit seit Jahrzehnten eine gelebte
Selbstverständlichkeit ist. Im Rahmen von Therapieentscheidungen bei
Neugeborenen, Säuglingen, Kindern und Jugendlichen mit angeborenen
Herzfehlern wird bei der interdisziplinären Zusammenarbeit von
Kinderherzchirurgen und Kinderkardiologen stets der gemeinsame Blick auf
die kurz-, mittel- und langfristige Perspektiven gerichtet. In gleicher
Art und Weise sollte dies auch für Patientinnen und Patienten mit
erworbenen Herzerkrankungen erfolgen.

Kann das Herz-Team wirtschaftlich arbeiten?
Die gemeinsame Budgetierung in einem Herzzentrum entlastet die
Verantwortlichen nicht von der Notwendigkeit, Entscheidungen unter
Einbeziehung wirtschaftlicher Aspekte zu treffen, dennoch müssen prioritär
patientenorientierte Entscheidungen im Vordergrund stehen. In Zentren mit
abteilungs- oder bereichsbezogenen Budgets lässt sich nicht ausschließen,
dass Therapieentscheidungen für Patientinnen und Patienten von
Partikularinteressen beeinflusst werden könnten. Die Vorteile für die
Kostenträger ergeben sich daraus, dass eine leitliniengerechte, nach
Qualitätskriterien evaluierte Therapie für einen Patienten zu einem
nachhaltig besseren Ergebnis führt. Durch das im Herz-Team gegebene
„Mehrmeinungsverfahren“ ist davon auszugehen, dass eine Über- oder
Unterversorgung wenig wahrscheinlich ist. Beispielsweise ist in Österreich
das Gesundheitssystem als Teil der Daseinsvorsorge der Bundesregierung
anders gestaltet und nicht wie in Deutschland ein überwiegend ökonomisch
orientierter Wirtschaftszweig.
Insgesamt zeigt sich, dass strukturierte Herz-Teams in vielerlei Hinsicht
erhebliche Vorteile, insbesondere für die uns anvertrauten Patientinnen
und Patienten, bieten. Im Gegensatz zur Onkologie bedarf es in der
Herzmedizin weiterer Anstrengungen zur verbindlichen Etablierung von Herz-
Teams, um die zuvor skizzierten Aspekte in der klinischen
Patientenversorgung fest zu verankern und die evidenzbasierte
patientenindividuelle Behandlung zu verbessern.

Autoren:
Prof. Dr. Andreas Böning, DGTHG Präsident
Dr. Andreas Beckmann, DGTHG Geschäftsführer

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Trotz Corona-Notlage: Warnsignale des Herzens nicht ignorieren

Deutsche Herzstiftung warnt angesichts hoher Covid-19-Inzidenzen und
Auslastung von Intensivstationen: Bei Herzinfarkt, Schlaganfall und
anderen notfallartigen Beschwerden niemals zögern, den Notarzt (112) zu
rufen

Mit den derzeit dramatisch steigenden SARS-CoV-2-Infektionen und der damit
verbundenen Notlage in Krankenhäusern und Intensivstationen in Deutschland
befürchten Herzspezialisten, dass Herzkranke mit akuten Herzbeschwerden
erneut Kliniken und Praxen meiden könnten. Besonders fatal zeigte sich das
bereits in vergangenen Pandemiewellen: Menschen scheuten vor allem im
Lockdown bei Verdacht auf Herzinfarkt und anderen notfallartigen
Herzbeschwerden den lebensrettenden Notruf 112 oder den Weg in die
Notfallambulanz – aus Angst vor Ansteckung mit SARS-CoV-2 oder wegen
befürchteter pandemiebedingter Kapazitätsengpässe für nicht Corona-
bedingte Fälle in den Kliniken (1).

„Die sehr hohen Inzidenzen für Covid-19- und Hospitalisierungsfälle, die
regional stark schwanken können, dürften bei vielen Menschen zur
Schlussfolgerung führen, dass eine Notfallversorgung für Nicht-
Covid-19-Erkrankte wie Patienten mit Herzinfarkt, Schlaganfall oder
anderen notfallfallartigen Komplikationen nicht mehr gewährleistet sei.
Auch die Furcht vor einer SARS-CoV-2-Infektion kann für chronisch Kranke
trotz Impfung weiterhin ein Thema sein. All dies darf nicht erneut zu
fatalem Verzögerungsverhalten bei Notfallpatienten führen“, warnt der
Kardiologe und Intensivmediziner Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer,
Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Eine Notfallversorgung
sei grundsätzlich (noch) gewährleistet, auch wenn es aufgrund hoher
Hospitalisierungsinzidenzen von über 18 Hospitalisierungen pro 100.000
Einwohnern (2) regional jetzt schon zu einer dramatischen Verdichtung für
die Notfallversorgung komme, so der Ärztliche Direktor des Agaplesion-
Krankenhauses Frankfurt am Main. „Dies kann sich mancherorts angesichts
der aktuellen Notlage jedoch schnell ändern. Umso wichtiger ist jetzt,
dass jeder Einzelne mit der Covid-19-Erstimpfung und einer Auffrischung
des Impfschutzes sowie durch strikte Einhaltung der Hygiene-Regeln AHA+A+L
seinen Teil dazu beiträgt, das Infektionsgeschehen zurückzudrängen.“
Aktuelle Informationen der Herzstiftung zur Corona-Impfung unter
https://www.herzstiftung.de/corona-impfung

Bei Herzinfarkt und anderen lebensbedrohlichen Komplikationen Notarzt
(112) rufen
Mit jeder Minute, die man mit Symptomen eines Herzinfarkts abwartet, ohne
den Notarzt unter der 112 zu alarmieren und den Herzinfarkt sofort
medizinisch versorgen zu lassen, verlässt man das optimale Zeitfenster für
eine Behandlung des Herzinfarkts in der Klinik. „Dadurch steigt das Risiko
eines plötzlichen Herztodes und irreparable Schäden am Herzen bei
dauerhaften Leistungseinbußen werden wahrscheinlicher“, so Voigtländer.
Aber nicht nur der akute Herzinfarkt, auch andere lebensbedrohliche
Komplikationen wie bösartige Herzrhythmusstörungen oder Schlaganfall sind
keine aufschiebbaren Krankheitsfälle, sondern erfordern eine
notfallmedizinische Versorgung durch den Notarzt und die Klinik. Dies gilt
auch für Durchblutungsstörungen des Herzens (Ischämien) höherer
Dringlichkeit wie Hauptstammstenosen und die instabile Angina pectoris als
Vorstufen des Herzinfarkts sowie für die entgleiste (dekompensierte)
Herzschwäche, die hochgradige Aortenklappenstenose und den
Bluthochdrucknotfall. Sie unterliegen auch in der Pandemie weiterhin
selbstverständlich der Notfallversorgung. Über die Symptome eines
Herzinfarkts, Schlaganfalls und anderer Herz-Kreislauf-Beschwerden
informiert die Seite https://www.herzstiftung.de/krankesherzwartetnie

Herzerkrankungen und ihre häufigsten Warnzeichen kennen
Jeder und besonders Risikogruppen wie Herz-Kreislauf-Patienten sollten die
wichtigsten Symptome von Herzinfarkt und anderen Herz-Kreislauf-
Erkrankungen kennen, die sich zum Teil mit Symptomen von Covid-19
(Luftnot, Brustschmerzen) überschneiden können. Um die Bevölkerung erneut
dafür zu sensibilisieren, trotz Corona-Notlage bei Herzinfarkt-Verdacht
wie auch bei Herzbeschwerden generell medizinische Versorgung in den
Kliniken und Praxen in Anspruch zu nehmen, haben die Deutsche Herzstiftung
und die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und
Kreislaufforschung (DGK) gemeinsam mit der Europäischen Gesellschaft für
Kardiologie (European Society of Cardiology, ESC) und dem Bündnis der
Europäischen Herzstiftungen (European Heart Network, EHN) bereits im März
2021 die Aufklärungskampagne „Ein krankes Herz kann niemals warten – Trotz
Corona: Warnsignale des Herzens nicht ignorieren“ gestartet. Unter
www.herzstiftung.de/krankesherzwartetnie sind Informationsangebote rund um
das Thema Herzinfarkt (Ursachen, Symptome, Therapie) und richtiges
Verhalten im Herznotfall sowie zu Herzerkrankungen allgemein abrufbar.

Unser Herz sollte immer höchste Priorität genießen – auch in diesen
schwierigen Zeiten. Deshalb der gemeinsame Appell von Herzstiftung, ESC,
DGK und EHN an chronisch Herzkranke und Personen mit erstmaligen
Herzbeschwerden: Hören Sie auf Ihr Herz, nehmen Sie medizinische Hilfe in
der Klinik oder Praxis in Anspruch. Nehmen Sie weiterhin Ihre Medikamente
und halten Sie Ihre Kontrolltermine ein.

Links zum Thema Herznotfall in Pandemiezeiten:

Website: https://www.herzstiftung.de/ein-krankes-herz-kann-niemals-warten
Shortlink: https://www.herzstiftung.de/krankesherzwartetnie
Link zur Corona-Impfung: https://www.herzstiftung.de/corona-impfung

Bei diesen Anzeichen eines Herzinfarkts sofort den Rettungsdienst (112)
rufen

- Starke Schmerzen und Druckgefühl im Brustkorb: Anzeichen für einen
Herzinfarkt können Schmerzen sein, die überwiegend im Brustkorb oder
häufig auch ausschließlich hinter dem Brustbein auftreten. Sie können in
andere Körperteile wie Arme, Oberbauch, Rücken, Hals, Kiefer oder
Schulterblätter ausstrahlen. Brustschmerzen oder Atemnot bei kleinsten
Belastungen oder in Ruhe sind besonders alarmierend. Dahinter könnte die
sogenannte instabile Angina pectoris (Brustenge) stecken, aus der sich
jederzeit ein Herzinfarkt entwickeln kann. Generell gilt: Halten die
Schmerzen länger als fünf Minuten an, sollten Sie sofort handeln.
- Massives Engegefühl: Viele Menschen spüren als Anzeichen für einen
Herzinfarkt einen heftigen Druck oder ein sehr starkes Einschnürungsgefühl
im Brustkorb – so, als würde ihnen „ein Elefant auf der Brust stehen“.
- Heftiges Brennen: Im Brustkorb kann ein starkes Brennen auftreten.
- Angstschweiß mit kalter, fahler Haut: Menschen, die einen Herzinfarkt
erleiden, spüren häufig starke Angst, die durch blasse Gesichtshaut und
kalten Schweiß auch sichtbar wird.
- Übelkeit, Erbrechen, Atemnot, Schmerzen im Oberbauch: Die Anzeichen für
einen Herzinfarkt können zudem recht unspezifisch sein – vor allem bei
Frauen. Um auf Nummer sicher zu gehen und auch diese Symptome nicht zu
übersehen, gilt die Empfehlung, immer dann einen Rettungswagen mit Notarzt
(112) zu rufen, wenn die Beschwerden in einem noch nie zuvor erlebten
Ausmaß auftreten.

Achtung: Auch wenn bei vielen Patienten der Herzinfarkt plötzlich und ohne
Vorboten kommt, so treten nach neueren Daten bei ca. 50 % der
Herzinfarktpatienten Symptome auch 24-48 Std. vor dem eigentlichen
Herzinfarkt auf. Die Betroffenen berichten über kurze Phasen von
Brustkorbenge oder Brennen hinter dem Brustbein. Dies kann in Ruhe oder
bei leichter Belastung auftreten, gelegentlich tritt auch nächtliches
Erwachen mit diesen Beschwerden auf.

Bei diesen Warnzeichen für Herzerkrankungen sofort zum Arzt!
Generell sollten Betroffene bei den folgenden Warnzeichen umgehend zum
Internisten oder Kardiologen. Sie können untersuchen, ob z. B. eine
Herzrhythmusstörung als Folge einer koronaren Herzkrankheit
(Grunderkrankung des Herzinfarkts), oder anderer Herzerkrankungen wie
Herzklappenerkrankungen oder eine Herzschwäche vorliegt. Unbehandelt
können diese Erkrankungen zu schwerwiegenden, auch notfallmäßigen,
Komplikationen führen:

- Schmerzen oder ein unangenehmes Engegefühl im Brustkorb (Angina
pectoris) und/oder Luftnot
- Nächtliches Erwachen mit Druck im Brustkorb
- Herzrasen mit Einschränkung der Belastbarkeit
- Hartnäckiges Herzstolpern
- Kurze Bewusstlosigkeiten (Synkopen)
- Schwindelanfälle, drohende Bewusstlosigkeiten

Diese Beschwerden können Warnzeichen auch für mehrere Herzerkrankungen
zugleich sein. Angina pectoris-Beschwerden können Vorboten für eine
fortgeschrittene Herzkranzgefäßverengung bis hin zum Herzinfarkt sein,
aber auch Anzeichen eines operationsbedürftigen Herzklappenfehlers.
Atemnot und Leistungsschwäche sind typische Symptome für eine Herzschwäche
oder eine Herzproblematik wie Herzklappenerkrankung oder Vorhofflimmern.
Kurze Synkopen können ein harmloses neurologisches Problem, aber auch
Vorboten einer bösartigen Herzrhythmusstörung (Kammerflimmern) sein.

Literatur

(1) Zeymer, U., Gitt, A. & Thiele, H. COVID-19-Pandemie. Herz 46, 115–119
(2021). https://doi.org/10.1007/s00059-020-05015-w
(2) Nach dem aktuellen Situationsbericht des Robert Koch-Instituts (RKI)
vom 23.11.2021 weist Thüringen die derzeit höchste
Hospitalisierungsinzidenz von 18,35 Hospitalisierungen pro 100.000
Einwohner auf:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Nov_2021/2021-11-23-de.pdf?__blob=publicationFile

Weitere:
- Nef, H.M. et al, Impact of the COVID-19 pandemic on cardiovascular
mortality and catherization activity during the lockdown in central
Germany: an observational study. Clin Res Cardiol 110, 292–301 (2021).
https://doi.org/10.1007/s00392-020-01780-0
- Pessoa-Amorim G, Camm CF, Gajendragadkar P, et al. Admission of patients
with STEMI since the outbreak of the COVID-19 pandemic. A survey by the
European Society of Cardiology. Eur Heart J Qual Care Clin Outcomes.
2020;6:210–216. doi: 10.1093/ehjqcco/qcaa046
- WidO-Report: Günster, C, Drogan D, Hentschker C, Klauber J, Malzahn J,
Schillinger G, Mostert C.  WidO-Report: Entwicklung der
Krankenhausfallzahlen während des Coronavirus-Lockdowns. Nach
ICD-10-Diagnosekapiteln und ausgewählten Behandlungsanlässen, Berlin 2020

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