Im Freien arbeitende Menschen, deren Haut über lange Zeit starker UV- Strahlung ausgesetzt ist, entwickeln häufiger einen hellen Hautkrebs als andere Menschen. Seit 2015 ist daher heller Hautkrebs in Deutschland als Berufskrankheit anerkannt. Bisher galt dies jedoch nur für das Plattenepithelkarzinom und nicht für das viel häufigere Basalzellkarzinom. Neue Daten aus einer großen deutschen Multicenterstudie zeigen nun, dass „Outdoor-Worker“ ein doppelt so hohes Risiko haben, ein Basalzellkarzinom zu entwickeln. In Zukunft könnte diese Form des hellen Hautkrebses daher – so die Einschätzung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) – als eine Berufskrankheit anerkannt werden.
Menschen, die überwiegend im Freien arbeiten, wie beispielsweise in der Landwirtschaft, im Bauwesen, im Straßen- und Tiefbau, im Gartenbau, bei der Straßen- und Fahrzeugreinigung oder als Sicherheitspersonal, setzen ihre Haut über die Jahre einer hohen UV-Strahlenbelastung aus. Von dieser weiß man, dass sie das größte Risiko für die Ausbildung von hellem Hautkrebs ist. Jedes Jahr erkranken in Deutschland nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts 230.000 Menschen neu an nicht-melanozytären Hautkrebsformen, wie heller Hautkrebs auch bezeichnet wird. Der helle Hautkrebs tritt meist in einem höheren Alter auf; Frauen und Männer sind etwa gleich häufig betroffen.
Seit 2015 sind in Deutschland bestimmte Vorstufen des hellen Hautkrebses, sogenannte aktinische Keratosen, und Plattenepithelkarzinome bei langjährig im Freien Beschäftigten als Berufskrankheit anerkannt. „Inzwischen werden jedes Jahr über 8000 Verdachtsfälle von beruflichem Hautkrebs bei Versicherten der Gesetzlichen Unfallversicherung gemeldet, und ein Großteil wird anerkannt“, sagt Professor Dr. med. Peter Elsner, Direktor der Klinik für Hautkrankheiten am Universitätsklinikum Jena und Beauftragter für die Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft. Die Anerkennung als Berufskrankheit ist für die Betroffenen wichtig, da damit eine medizinische Versorgung zu Lasten der Unfallversicherung und gegebenenfalls auch eine Rentenzahlung verbunden sind.
Nicht berücksichtigt wurden bisher jedoch sogenannte Basalzellkarzinome, die häufigste Form des hellen Hautkrebses. Drei Viertel der nicht- melanozytären Hautkrebsformen sind Basalzellkarzinome. Dieser Tumor hat sehr unterschiedliche Erscheinungsformen und zeigt sich im Gesicht, auf der Kopfhaut, an Hals und Nase, am Dekolleté, an Armen, Beinen oder Rumpf. Dort bilden sich hautfarbene bis rötliche knotige Tumore, die einen perlschnurartigen Randsaum haben. Geweitete Blutgefäße schimmern rötlich durch die Haut und es können kraterförmige Einsenkungen sichtbar sein. Basalzellkarzinome bilden nur selten Metastasen, also Tochtergeschwülste, aus. Sie sind also selten tödlich. Allerdings kann der Tumor in das umliegende Gewebe einwachsen, dadurch Organe gefährden und die Lebensqualität stark beeinträchtigen.
Lange schon vermuten Expertinnen und Experten, dass diese Tumoren ebenfalls durch intensive und langjährige Sonnenlichtexposition entstehen. Es fehlten aber bislang belastbare Daten, um eine Anerkennung als Berufskrankheit zu erlangen. Eine Forschergruppe um die Dresdener Dermatologin Professor Dr. med. Andrea Bauer hat nun in einer Multicenterstudie untersucht, in welchem Ausmaß sich eine beruflich bedingte UV-Strahlungsexposition auf das Risiko, an einem Basalzellkarzinom zu erkranken, auswirkt. Professor Bauer, die stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie der DDG ist, wollte zudem herausfinden, ob der Lichtempfindlichkeitstyp, die Stelle des Tumors und der feingewebliche Typ des Hautkrebses eine Rolle für das Risiko spielen.
Acht Studienzentren beteiligten sich. In die Studie eingeschlossen wurden 643 Patienten mit einem Basalzellkarzinom an einer durch den Beruf bedingten sonnenbelichteten Hautstelle und eine gleichgroße Kontrollgruppe. Die Dermatologin, die als Oberärztin an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden arbeitet, erläutert: „Wir wollten exakt ermitteln, wie groß die UV-Strahlungsexposition während des jeweiligen Arbeitslebens war, also eine genaue, retrospektive Expositionserfassung möglichen machen. Dafür brauchten wir eine spezielle Software zur Erhebung der beruflichen Anamnese der Studienteilnehmer“. Diese Anamnesesoftware wurde zusammen mit dem Institut für Arbeitsschutz (IFA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) entwickelt. In die von der DGUV geförderten Studie gingen zudem Versicherungsunterlagen ein, aus denen die Dauer der Arbeit im Freien hervorging.
Die Analyse der Daten ergab, dass das Risiko, ein Basalzellkarzinom zu entwickeln, für die „Outdoor Worker“ doppelt so hoch ist, wie für Menschen, die nicht im Freien arbeiten. Und dies unabhängig von der Tumorlokalisation, dem histologischen Subtyp und dem Hauttyp des Patienten. „Damit sind wichtige Voraussetzungen gegeben, um eine Anerkennung als Berufskrankheit auf den Weg zu bringen“, so Bauer. Nach deutschem Berufskrankheitenrecht muss eine Krankheit mindestens doppelt so häufig auftreten wie bei der übrigen Bevölkerung, um als beruflich verursacht eingestuft zu werden. Bauer geht davon aus, dass der entscheidende Punkt, der zu einer Risikoverdoppelung durch berufliche UV- Exposition führt, der Erwerb hoher UV-Dosen in kürzeren Zeitabständen bei beruflicher Außenarbeit (z.B. 6.000 SED in 15 Jahren Außenarbeit, [400 SED/Jahr]), im Vergleich zur kumulativen UV-Exposition während der gesamten Lebenszeit (z.B. 9.100 SED private Exposition bei einem 70-jährigen Menschen [130 SED/Jahr]) ist. Diese Annahme wird durch neue Daten aus dem IFA gestützt, das in Messkampagnen eine hohe berufliche UV- Belastung in vielen Außenberufen gezeigt hat.
„Alle, die unter freiem Himmel arbeiten, sollten ganz besonders auf guten UV-Lichtschutz durch entsprechende Kleidung und Sonnenschutzmittel achten – und das dann natürlich auch bei Freizeitaktivitäten im Freien“, ergänzt Elsner. Auch das alle zwei Jahre von der gesetzlichen Krankenversicherung für über 35-Jährige angebotene Hautkrebsscreening sollten „Outdoor-Worker“ unbedingt wahrnehmen, empfiehlt der Dermatologe.
Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, Kardiologe und Intensivmediziner am Cardioangiologischen Centrum Betahnien (CCB) Frankfurt a. M. . Foto: DHS/C. Hesselmann
Unvorhersehbar, aber nicht aus heiterem Himmel: Herzstiftung sensibilisiert zum Weltherztag für Vorgeschichte und Warnzeichen des Herzinfarkts
Der Herzinfarkt kommt plötzlich, aber nicht aus heiterem Himmel. Umso tragischer ist, dass jedes Jahr fast 49.000 Herzinfarkttote in Deutschland zu beklagen sind. Viele der Sterbefälle wären zu verhindern, weil etwa 30 Prozent der Patienten am akuten Herzinfarkt versterben, noch bevor sie die Klinik erreichen. „Diese hohe Infarktsterblichkeit außerhalb der Klinik hat mehrere Gründe: In den ersten Minuten und Stunden nach Verstopfung der Herzkranzarterie ist das Sterberisiko besonders hoch. Fatalerweise zögern Betroffene bei einem Herzinfarkt immer noch zu lange, den Notruf 112 abzusetzen, damit ein Rettungswagen mit Notarzt kommt“, betont der Kardiologe Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Ein Grund für dieses Zögern dürfte mangelndes Wissen in der Bevölkerung über die Bedrohlichkeit des Herzinfarkts sein. „Beim Herzinfarkt zählt aber jede Minute, sobald der sich mit Symptomen bemerkbar macht. Sonst drohen schwerwiegende Schädigungen des Herzmuskels bis hin zu Herzschwäche oder gar plötzlichem Herztod“, so der Ärztliche Direktor des Agaplesion-Bethanien-Krankenhauses und Cardioangiologischen Centrums Bethanien (CCB) Frankfurt am Main. Durch Sensibilisierung der Bevölkerung für die Warnzeichen eines Herzinfarkts und seiner Vorgeschichte, der chronischen Verengung der Herzkranzgefäße über viele Jahre (koronare Herzkrankheit), will die Herzstiftung dazu beitragen, die Infarktsterblichkeit außerhalb der Klinik zu senken. Dazu bietet die Herzstiftung zum Weltherztag für Betroffene und Interessierte den Experten-Ratgeber „Koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt“ kostenfrei unter Tel. 069 955128-400 oder unter www.herzstiftung.de (Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.) an.
Bei Herzinfarkt immer sofort die 112 – auch in Zeiten der Corona-Pandemie Zeitverluste beim Herzinfarkt durch zögerliches Verhalten von Betroffenen und Angehörigen sind fatal, weil der Infarkt jederzeit in bösartige Herzrhythmusstörungen übergehen kann. Dieses Kammerflimmern, bei dem das Herz über 300 Mal pro Minute schlägt, führt innerhalb weniger Sekunden zum Herzstillstand. „Herzinfarkte ereignen sich meistens zu Hause, daher kann nur ein über den Notruf 112 herbeigerufenes Rettungsteam mit einem Defibrillator das flimmernde Herz wieder in seinen normalen Rhythmus und den Patienten anschließend sofort in die nächstgelegene Klinik zur Infarktversorgung bringen“, warnt der Herzspezialist. Beim Herzinfarkt gilt die Formel: Zeit ist Herzmuskel. „Je weniger Zeit zwischen Auftreten der ersten Symptome und dem Erreichen der Klinik mit dem Herzkatheterlabor verstreicht, wo das verstopfte Herzkranzgefäß vom Blutgerinnsel befreit wird, desto weniger Schaden erleidet der Herzmuskel“, erklärt Voigtländer. Herzmediziner sprechen von der „Golden Hour“, innerhalb der die Infarktversorgung eine Schädigung des Herzens abwenden kann. Schon nach mehreren Stunden, die nach Auftreten der ersten Symptome verstreichen, steigt die Gefahr von Herzmuskelverlusten und einer Herzschwäche. Fatal sind Zeitverluste von Stunden oder gar Tagen aufgrund vermeidbarer Fehler der Betroffenen im Notfall, z. B. Scheu vor Fehlalarm besonders am Wochenende oder an Feiertagen („Belästigung der Ärzte“) oder die Einnahme von Schmerzmedikamenten. Wichtig: Auch in Zeiten der Corona-Pandemie und im Falle steigender Infektionsraten besteht keinerlei Grund, vor dem Notruf 112 bei Infarktverdacht oder sonstigen notfallartigen Herzereignissen zu zögern. „Eine Notfallversorgung für diese Patienten ist stets gewährleistet, auch in Corona-Zeiten.“ Deutschlands Kliniken verfügen mittlerweile über sehr gute Hygienekonzepte, die eine strikte Trennung der Versorgungsbereiche für Covid-19-Patienten von anderen Klinikbereichen und Notfallambulanzen in aller Regel garantieren.
Die Herzinfarkt-Alarmzeichen Die Infarkt-Alarmzeichen sind oft leicht zu erkennen: Schwere Schmerzen, die länger als fünf Minuten andauern. Die Schmerzen sind typisch im Brustkorb, häufig hinter dem Brustbein. Zusätzlich können Schmerzen im Rücken (zwischen den Schulterblättern) oder im Oberbauch (Verwechslung mit „Magenschmerzen“ möglich) ein Alarmzeichen sein. Die Schmerzen können in Arm, Hals oder Oberbauch ausstrahlen, sie sind flächenhaft und werden als brennend und drückend mit Engegefühl in der Brust beschrieben. Je älter die Person mit Herzinfarkt ist, desto weniger ausgeprägt kann der typische Brustschmerz sein. Bei Frauen häufiger als bei Männern können – zusätzlich zu den oben genannten Schmerzen oder auch alleine – weitere Symptome wie Atemnot, Übelkeit oder Erbrechen, Schwitzen, Benommenheit oder Schwindel sowie unerklärliche Müdigkeit ein Alarmzeichen sein. Da die Symptomatik bei Frauen nicht immer klar ist, werden ihre Symptome oftmals fehlgedeutet. Dies führt dazu, dass Frauen häufig deutlich später in die Klinik eingeliefert werden als Männer.
Herzinfarkt-Vorboten: Brustschmerzen und/oder Atemnot Dem Herzinfarkt geht oft jahrzehntelang unbemerkt die KHK voraus. Die KHK ist durch Brustschmerzen und/oder Atemnot charakterisiert, die bei körperlicher Belastung (Treppensteigen, Getränkekisten tragen) oder seelischer Erregung auftreten. Endet die Belastung, verschwindet der Schmerz in wenigen Minuten wieder (stabile Angina pectoris). Die KHK kann jahrelang stabil bleiben, kann aber gefährlich werden, weil sie die Grundlage für den Herzinfarkt darstellt. Besonders alarmierend ist es, wenn Brustschmerz und/oder Atemnot bei kleinsten Belastungen oder in Ruhe (instabile Angina pectoris) auftreten. „Dann muss sofort der Rettungsdienst mit der 112 angerufen werden, weil sich daraus jederzeit ein Herzinfarkt entwickeln kann. Der Übergang zwischen instabiler Angina pectoris und Herzinfarkt ist fließend“, warnt der Intensivmediziner Voigtländer. Bei der instabilen Form verschließt ein Blutgerinnsel ein Herzkranzgefäß teilweise, beim Herzinfarkt vollständig.
Tipp: Experten-Ratgeber Der neue Ratgeber „Koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt“ der Deutschen Herzstiftung informiert über Ursachen, Diagnose und Behandlung der Koronaren Herzkrankheit und des Herzinfarkts. Der Band (160 S.) kann kostenfrei per Tel. 069 955128-400 oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. angefordert werden. Infos zur KHK und Herzinfarkt bietet die Homepage der Herzstiftung www.herzstiftung.de
Infos zum Weltherztag unter: www.herzstiftung.de/weltherztag Druckfähiges Bildmaterial zu den Herzinfarkt-Alarmzeichen und zum KHK- Ratgeber eine erhalten Sie gerne auf Anfrage unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Prof. Dr. med. Bernhard Schwaab, Mitglied des Wisenschatlichen Beirats der Deutschen Herzstiftung, Kardiologe und Reha-Spezialist, Chefarzt der Curschmann-Klinik am Timmendorfer Strand Foto: Bogdan Kramliczek DHS
Weltherztag: Herzstiftung empfiehlt gezielte schrittweise Lebensstiländerung für gesundes Herz und Gefäße – und ein seelisches Wohlbefinden.
Herzinfarkt, Herzschwäche, Bluthochdruck, Schlaganfall: Herz- und Kreislauferkrankungen führen jedes Jahr zu sehr vielen Klinikeinweisungen und Sterbefällen. Allein wegen der koronaren Herzkrankheit (KHK), der Grunderkrankung des Herzinfarkts, werden in Deutschland fast 660.000 Menschen stationär aufgenommen. Über 122.000 Menschen sterben daran, darunter befinden sich fast 49.000 Herzinfarkttote. Allerdings ist die Hälfte der KHK-Fälle auf den heutigen Lebensstil zurückzuführen: Rauchen, Bewegungsmangel, Fettleibigkeit, schädlicher Dauerstress und ungesunde Ernährung, die wiederum zu Risikokrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen (hohe Cholesterinwerte) führen. Mit dem Weltherztag ruft die Deutsche Herzstiftung die Bundesbürger zur frühzeitigen Vorsorge in Form eines gesunden Lebensstils auf, um Risikokrankheiten für Herz- und Gefäßleiden zu vermeiden. Sieben Schritte können dabei helfen. Denn eine Umstellung des Lebensstils ist im Trubel des beruflichen und familiären Alltags nicht immer einfach. Hilfestellung können neben eine Sieben-Schritte-Checkliste die Informationen der Herzstiftung geben, die unter www.herzstiftung.de/weltherztag abrufbar sind. „Ein gesunder Lebensstil bewirkt viel für das Herz-Kreislauf-System, nur sollte man schrittweise vorgehen und sich nicht zu viel auf einmal vornehmen“, rät der Kardiologe und Reha-Spezialist Prof. Dr. med. Bernhard Schwaab vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung und Chefarzt der Curschmann-Klinik am Timmendorfer Strand. Wie komme ich trotz des inneren Schweinehunds zu mehr Bewegung? Wie esse ich gesünder? Und habe ich alle meine Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall mit Hilfe eines regelmäßigen Gesundheits-Check-ups im Blick? Die folgende Checkliste soll Motivierten für ein herzgesundes Leben helfen:
- Sei aktiv, bewege dich mehr - Höre mit dem Rauchen auf - Iss gesünder, vermeide Zucker - Achte auf dein Gewicht - Achte auf deinen Blutdruck - Behalte deinen Cholesterinspiegel im Auge - Achte auf ausreichend Entspannung im Alltag
Herzspezialist Prof. Schwaab empfiehlt zunächst mit Bewegung anzufangen. „Mit Bewegung fühlt man sich schnell besser und ist leistungsfähiger. Herzkranke kommen mit mehr körperlicher Aktivität häufig besser mit der herzmedizinischen Behandlung zurecht.“ Danach können weitere Lebensstilmaßnahmen angegangen werden. Bewegung hilft auch über das Verlangen nach Zigaretten hinweg und verbessert die Stimmung. Letzten Endes sollte aber jeder Patient seine individuelle Reihenfolge (Prioritäten) selbst festlegen. Das ist wichtig, damit die Lebensstiländerungen dauerhaft durchgehalten werden können.
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Sei aktiv, bewege dich mehr Wer sich regelmäßig bewegt, beugt wirksam Herz- und Gefäßkrankheiten, aber auch Diabetes und Krebserkrankungen wie Darm- oder Brustkrebs vor. Ideal ist Ausdauerbewegung an fünf Tagen die Woche 30 Minuten. Zum Beispiel bei einer mäßigen Ausdauerbelastung Joggen, schnelles Gehen, Radfahren, Schwimmen, Ergometertraining oder auch Tanzen. Am besten man gestaltet auch seinen Alltag so bewegt wie möglich: Fahrrad statt Auto oder E-Roller, Treppe statt Aufzug, im Büro stehend statt sitzend telefonieren und arbeiten. „Herzpatienten sollten aber ihre Belastbarkeit mit ihrem Arzt besprechen“, rät Schwaab. Das gilt auch für Menschen ohne Erkrankung nach längerer Pause ohne sportliche Aktivität. Bewegung schützt nicht nur vor Arteriosklerose („Gefäßverkalkung“), sondern wirkt sich positiv auf andere Körper- und Organfunktionen wie Zellerneuerung, Anregung der Hirnaktivität, Stoffwechselprozesse in Leber und anderen Organen aus.
Höre mit dem Rauchen auf Mit dem Rauchen aufzuhören oder gar nicht erst anzufangen lohnt sich! Nikotin ist ein starkes Gift für die Gefäße und Rauchen ein Risikofaktor für Herzinfarkt, Schlaganfall und Arterienverkalkung (z. B. pAVK). Auf den Tabakkonsum gehen hierzulande 120.000 vorzeitige und vermeidbare Todesfälle pro Jahr zurück: verursacht durch Herzinfarkt und Schlaganfall, bösartige Tumoren und chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Mit dem Rauchen aufzuhören ist nach einem Herzinfarkt unverändert die wirksamste Einzelmaßnahme und reduziert das Wiederholungsrisiko für einen weiteren Infarkt um weit über 50 %! Auch das dauerhafte Rauchen von E-Zigaretten kann heute nicht mehr als gesundheitlich unbedenklich eingestuft werden. Es gibt unterstützende Programme zum Aufhören mit Rat und Hilfen wie Aussteigerprogramme z. B. unter www.rauchfrei-info.de/
Iss gesünder, vermeide Zucker Herzspezialisten propagieren die traditionelle Mittelmeerküche. „Die mediterrane Kost setzt auf Obst und Gemüse, Salat, Hülsenfrüchte, wenig Fleisch, dafür eher Fisch, auf Oliven- und Rapsöl und auf Kräuter anstelle von Salz“, bestätigt Prof. Schwaab. Salz bindet Wasser im Körper, was einen Bluthochdruck fördern kann. Speziell der tägliche Konsum von ausreichend Gemüse und Ballaststoffen kann durch den relativ geringen Energiegehalt dazu beitragen, Übergewicht zu vermeiden, das wiederum Bluthochdruck begünstigt. Dazu schmecken die Gerichte der Mittelmeerküche lecker und sind keineswegs fade. Zu viel Zucker in Lebensmitteln und Getränken erhöht das Risiko für Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes. Deshalb die Devise: Zucker in Getränken vermeiden. Auch in Lebensmitteln, in denen wir Zucker in großen Mengen gar nicht vermuten (Joghurt, Salatsaucen, Ketchup), ist Zucker enthalten. Ein Blick auf die Beschreibung der Zutaten hilft dabei, Zucker aus dem Weg zu gehen.
Achte auf dein Gewicht Zusätzlich zur Bewegung fördert die Mittelmeerküche das schrittweise Abnehmen für ein gesundes Normalgewicht. Auch lohnt es sich, den Alkoholkonsum einzuschränken. Alkohol hat viele Kalorien und kann indirekt über die Zunahme an Gewicht zu hohem Blutdruck führen. Übergewicht ist ein wichtiger und häufiger Auslöser für Bluthochdruck. Angestrebt werden sollte ein Gewicht mit einem Body-Mass-Index (BMI*) zwischen 22 und 25. Beim Taillenumfang sollten Männer weniger als 102 und Frauen weniger als 88 cm anstreben. Das Bauchfett produziert Hormone und entzündungsfördernde Botenstoffe, die sich unter anderem auf den Blutdruck auswirken. „Jedes Kilo und jeder Zentimeter weniger wirken sich günstig auf den Bluthochdruck und den Zucker aus“, betont Prof. Schwaab, der auch Präsident der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR) ist.
Achte auf deinen Blutdruck Bluthochdruck ist tückisch, weil man ihn zunächst nicht spürt ihn nicht sieht („stiller Killer“). Unerkannt und unbehandelt steigt bei Bluthochdruck das Risiko, einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Nierenschädigung zu erleiden erheblich. Deshalb unbedingt regelmäßig den Blutdruck messen: ab Schuleintritt beim Kinderarzt und später im Rahmen von Einstellungsuntersuchungen im Beruf oder der Routineuntersuchung beim Hausarzt oder Frauenarzt. Von Bluthochdruck sprechen Ärzte, wenn verschiedene Oberarm-Messungen in der Arztpraxis an unterschiedlichen Tagen Werte von 140 zu 90 mmHg oder höher ergeben. Bei Selbstmessungen für zu Hause gilt eine Obergrenze von 135 zu 85 mmHg. Die Blutdruckwerte in der Praxis dürfen etwas höher sein, weil meist die Patientinnen und Patienten bei der Messung etwas aufgeregt sind („Weißkittelhochdruck“). Um festzustellen ob ein erhöhter Blutdruck vorliegt, ist eine sorgfältige Messung erforderlich. Info: www.herzstiftung.de/blutdruck-mehrmals- messen.html Die Werte können in einem Blutdruck-Pass protokolliert werden, um den Verlauf zu dokumentieren.
Behalte deinen Cholesterinspiegel im Auge Erhöhte Cholesterinspiegel im Blut sind ein wichtiger Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall und Durchblutungsstörungen der Beine (Schaufensterkrankheit, kurz „pAVK“). Hohe LDL-Cholesterinspiegel verursachen Gefäßveränderungen in den Arterien des Herzens (Arteriosklerose), in Hirnarterien und in den Beinarterien mit der Bildung von Ablagerungen in diesen Gefäßen (Plaques). „Das belegen Studien ganz eindeutig seit Jahrzehnten“, betont Schwaab. Zusätzlich konnte in Studien gezeigt werden, dass sich eine medikamentöse Senkung erhöhter Cholesterinwerte günstig auf den Krankheitsverlauf auswirkt. Zur Infarktvorbeugung trägt eine Untersuchung des Cholesterinspiegels beim regelmäßigen Gesundheits-Check ab 35 Jahren einmal im Jahr beim Hausarzt bei. Eine erste Einschätzung, bis zu welcher Höhe Cholesterinspiegel noch normal sind und unter welchen Kriterien eine medikamentöse Behandlung notwendig wird, finden Sie unter www.herzstiftung.de/ihre-herzgesundheit /gesund-bleiben/cholesterin/was-ist-cholesterin oder Sie sprechen Ihren Arzt an. Dabei sind neben dem gemessenen LDL-Cholesterinspiegel im Blut auch die anderen, eventuell vorhandenen Risikofaktoren für eine Therapieentscheidung wichtig.
Achte auf ausreichend Entspannung im Alltag Stress bei der Arbeit, in der Familie, in der Beziehung und noch in der Freizeit: Nicht Stress alleine macht krank, sondern fehlende Entspannung. Bei Stress wappnet sich der Körper sehr gut für die akute Problemsituation: Stresshormone werden ausgeschüttet, der Blutzucker steigt, die Insulinausschüttung nimmt zu, das Herz schlägt schneller und der Blutdruck steigt. Bei anhaltendem Stress kommen diese Vorgänge jedoch nicht zur Ruhe und der Organismus steht ständig unter Dampf. Das schadet dem gesamten Körper. Die Folge können Entzündungsreaktionen im Körper sein, im schlimmsten Fall Diabetes, Schlaganfall, Arteriosklerose und Herzinfarkt oder Herzrhythmusstörungen. Achten Sie daher auf ein Gleichgewicht zwischen Stress und Entspannung. Sorgen Sie für Inseln der Ruhe, die Sie mit Leben füllen. Also Aktivitäten, die den Stress vergessen lassen: musizieren, lesen, malen, tanzen, mit Freunden kochen, mit den Kindern spielen, einem Verein beitreten oder gemeinsam Konzerte und Sportereignisse besuchen. Auch Entspannungstechniken sind sehr hilfreich: progressive Muskelentspannung, Atemgymnastik, Yoga, Qigong oder Tai-Chi.
Wie bleibt man trotz des inneren Schweinehunds dran? Für Lebensstiländerungen sind meistens alte gewohnte Strukturen im eigenen Leben aufzubrechen. „Das ist in der Regel schwierig“, sagt Schwaab und empfiehlt: „Oftmals ist es hilfreich, in sein Lebensumfeld feste Ankerpunkte einzurichten: die regelmäßige Lauf-, Walker- oder Herzsportgruppe im Verein, das mehrmalige gemeinsame Kochen mit der Familie oder mit Freunden zu Hause und für Raucher der Austausch mit Ex- Rauchern in der Selbsthilfegruppe.“
*BMI errechnet sich aus: Körpergewicht in kg geteilt durch Körperlänge² in m. Beispiel: 80 kg: 1,80 (m)² = BMI 24,7
Tipp: Der Herzinfarkt-Risikotest der Herzstiftung zur Besprechung der persönlichen Risikofaktoren für Herzinfarkt mit dem Hausarzt unter www.herzstiftung.de kann auch als Faltblatt kostenlos angefordert werden per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Daten & Fakten zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nach wie vor die häufigste Todesursache in Deutschland. An Herz- und Kreislauferkrankungen starben 2018 insgesamt 345.300 Menschen (2017: 344.500). (Statistisches Bundesamt/Destatis, 2020). Jährlich werden in Deutschland über 1,7 Mio. vollstationäre Fälle wegen Herzkrankheit (koronare Herzkrankheit, Herzklappenerkrankung, Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz, Angeborene Herzfehler) in einer Klinik behandelt, davon allein fast 218.000 wegen eines Herzinfarkts. Über 207.000 Menschen sterben jedes Jahr an einer Herzkrankheit, davon ca. 48.700 am akuten Herzinfarkt (Deutscher Herzbericht 2018).
Die Risikokrankheiten für Herzinfarkt im Überblick - Bluthochdruck: ca. 20 Mio. Erwachsene in Deutschland, davon ca. vier Mio. unerkannte Fälle. - Diabetes Mellitus: ca. 7 Mio. Betroffene. - Fettstoffwechselstörungen (Gesamtprävalenz): Insgesamt haben 64,5 % der Männer und 65,7 % der Frauen im Alter von 18 bis 79 Jahren - Fettstoffwechselstörungen (Gesamtcholesterin ≥190 mg/dl oder ärztliche Diagnose einer Fettstoffwechselstörung); davon haben jeweils mehr als die Hälfte der betroffenen Personen eine bislang unerkannte Fettstoffwechselstörung. - Rauchen ist nicht nur für Krebs und chronische Lungenleiden ein Risikofaktor, sondern auch für Herzinfarkt und Schlaganfall. An den Folgen des Rauchens sterben jedes Jahr in Deutschland zwischen 100.000 und 120.000 Menschen. - Menschen mit einer starken Belastung durch chronischen Stress zeigen deutlich häufiger eine depressive Symptomatik, ein Burnout-Syndrom oder Schlafstörungen als Menschen ohne starke Belastung durch chronischen Stress. Das Mortalitätsrisiko (alle Todesursachen) in Assoziation mit psychosozialem Stress steigt um 21%.
Quellen: Deutscher Herzbericht 2018 PLOS ONE: DOI:10.1371/journal.pone.0133493 Deutscher Gesundheitsbericht, Diabetes 2016; Bundesgesundheitsbl 2013 56:661-666 Robert Koch-Institut (2016), Gesundheit in Deutschland – die wichtigsten Entwicklungen, RKI Berlin Bundesgesundheitsbl 2013·56:749-754 DOI10.1007/s00103-013-1690-9
Insbesondere ältere Menschen können im Vorfeld einer Operation an Hüfte oder Knie viel für deren Erfolg tun. Dazu gehört die richtige Wahl der Einrichtung. Endoprothetik-Zentren bieten ein auf ältere Menschen zugeschnittenes Therapiekonzept. Sie tragen das Gütesiegel EndoCert der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC).
„Bei einem künstlichen Gelenkersatz sind ältere Menschen in einem Endoprothetik-Zentrum gut aufgehoben. Die Patienten werden von erfahrenen Operateuren und durch ein interdisziplinäres Team behandelt, welches besonders die häufigen Zusatzerkrankungen im hohen Alter berücksichtigt“, sagt Prof. Dr. C. Dieter Wirtz, DGOOC-Präsident und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Orientierung bietet die Endomap-Kliniksuche. Betroffene können schauen, welche zertifizierte Klinik sich in ihrer Nähe befindet. Anlässlich des Tags der älteren Generation am 1. Oktober 2020 gibt die DGOU zudem Tipps, mit welchen Maßnahmen jeder selbst im Vorfeld das spätere OP-Ergebnis positiv beeinflussen kann: Eine gute Blutzuckereinstellung und Bewegung gehören dazu.
Pro Jahr erhalten mehr als 400.000 Menschen ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk. Ca. 70 Prozent dieser Operationen werden in das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) gemeldet, einem freiwilligen Register, das die Qualität in der Endoprothetikversorgung misst und darstellt. Darin stellen mit jeweils über 30 Prozent Patienten der Altersgruppe der 75- bis 84-Jährigen den größten Anteil bei den Hüftimplantationen und die Gruppe der 65- bis 74-Jährigen bei den Knieeingriffen. „Für diese Patienten halten die EndoCert-zertifizierten Kliniken ein gesondertes Versorgungskonzept bereit“, erklärt Dr. Holger Haas, Vorsitzender der EndoCert-Zertifizierungskommission und Chefarzt am Zentrum für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin des Gemeinschaftskrankenhauses in Bonn.
Denn gerade ältere Menschen leiden oft auch an anderen Erkrankungen, die neben der Arthrose des betroffenen Gelenks die Lebensqualität beeinflussen und die Erholung nach dem Eingriff erschweren können. EndoCert- zertifizierte Einrichtungen müssen daher nachweisen, dass sie neben der erforderlichen Kooperation mit einer Abteilung für Innere Medizin über ein spezialisiertes Behandlungskonzept gerade für ältere Menschen verfügen. Dies gilt vor allem für die Häuser, in denen diese Aufgabe nicht durch eine Abteilung für Geriatrie von Altersmedizinern übernommen werden kann. Damit ist gewährleistet, dass Endoprothetik-Zentren den besonderen Herausforderungen des älteren Menschen bei seiner Behandlung gerecht werden.
In Deutschland tragen etwa 50 Prozent aller Endoprothetik-Versorger das Gütesiegel EndoCert. In diesen Kliniken operieren sehr erfahrene Endoprothetiker. „Erfahrung und Routine beim Einbau von künstlichen Hüft- und Kniegelenken haben einen positiven Einfluss auf das Ergebnis“, sagt Prof. Dr. Karl-Dieter Heller, Präsident der DGOU-Sektion AE – Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik und Ärztlicher Direktor der Orthopädischen Klinik am Herzogin Elisabeth Hospital in Braunschweig. Daher schreiben die EndoCert-Standards u.a. vor, dass ein Hauptoperateur mindestens 50 Prothesen pro Jahr implantieren muss, bei einem Senior-Hauptoperateur sind es mindestens 100. Auch die Indikationsstellung, also die Empfehlung zur Operation, und Hygienestandards werden in EndoCert-Kliniken nach festen Vorgaben umgesetzt.
Neben der richtigen Klinikwahl kann sich der Patient noch mit weiteren Maßnahmen vorbereiten und so maßgeblich am Erfolg der Operation mitwirken.
Dazu gehören: Mit dem Rauchen pausieren oder ganz verzichten: Wundheilungsstörungen am Implantat treten bei Rauchern doppelt so häufig auf wie bei Nicht- Rauchern. Diese schädlichen Effekte lassen sich jedoch mit einem Rauchverzicht bereits ab 6 Wochen vor und nach der Operation minimieren.
Training im Vorfeld: Langes Liegen bringt insbesondere den Körper von älteren Patienten aus dem Gleichgewicht, Muskeln werden schnell abgebaut. Daher ist die schnelle Mobilisation nach dem Eingriff wichtig für den Behandlungserfolg. Betroffene sollten bereits vor der Operation ihre Muskeln gut trainieren, damit sie nach dem Eingriff wieder schnell fit werden.
Blutzuckereinstellung bei Diabetes mellitus: Um Infektionen und sonstige Komplikationen zu verhindern, hat sich das Augenmerk in jüngster Zeit auf die Blutzuckerwerte vor und während der Behandlung im Krankenhaus gerichtet. Normale Blutzuckerwerte tragen dazu bei, dass die Operation im Normbereich komplikationslos und infektionsfrei verläuft. Daher sollten Patienten dafür sorgen, dass sie die Blutzuckereinstellung im Vorfeld der Operation von einem Arzt überprüfen lassen.
Ernährung anpassen: Übergewicht erhöht das Komplikationsrisiko bei einer endoprothetischen Versorgung. Daher gilt auch hier: Im Vorfeld der Operation aktiv werden und Kilos abbauen. Aber auch ohne Operation sollte Normalgewicht angestrebt werden. Denn Übergewicht geht auf die Gelenke und gilt beim Knie als einer der Hauptgründe für Arthrose.