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Gesundheit

„Diabetes – besser unkompliziert“: Diabetes Herbsttagung 2020 findet digital statt

Mehr als 3500 Ärztinnen und Ärzte sowie Mitglieder des Diabetes-
Behandlungsteams treffen sich jedes Jahr an zwei Tagen im November zur
fachlichen Weiterbildung. In diesem Jahr findet die Diabetes Herbsttagung
nicht wie geplant in Hannover, sondern rein virtuell statt. Die
interdisziplinären Symposien und Workshops werden ab dem 6. November um 12
Uhr live übertragen und stehen im Nachgang zum Abruf bereit.
Selbstverständlich erhalten Teilnehmende auch bei der digitalen
Herbsttagung attraktive Fortbildungspunkte.

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft hat beschlossen, die diesjährige
Diabetes Herbsttagung im November ausschließlich digital auszurichten.
„Die derzeit in Niedersachsen bestehenden Hygienekonzepte für
Großveranstaltungen machen einen Vor-Ort-Kongress für Teilnehmende wenig
attraktiv“, sagt Professor Dr. med. Monika Kellerer, Präsidentin der DDG.
„Mundschutz und Abstandsregeln erschweren das Netzwerken und den
kollegialen Austausch.“ Getreu dem Tagungsmotto „Diabetes – besser
unkompliziert“ nutzt die Fachgesellschaft die vielen Möglichkeiten der
virtuellen Welt, um die Herbsttagung für alle Teilnehmenden interessant,
informativ und praxisnah zu gestalten. Nicht nur die wissenschaftlichen
Symposien, Workshops und Praxisdialoge, sondern auch die
Eröffnungsveranstaltung und Preisverleihungen werden online – live sowie
on demand – stattfinden.

„Die Veranstaltungen der Herbsttagung fokussieren sich auf die
Komplikationen des Diabetes aber auch auf die neuen Möglichkeiten in
Diagnostik und Therapie, die das Leben der Patientinnen und Patienten mit
Diabetes einfacher machen und uns Behandelnden neue Chancen eröffnen“, so
Professor Dr. med. Ralf Lobmann, Tagungspräsident der DDG Herbsttagung.
Die Digitalisierung und neue Diabetes-Technologien spielen dabei eine
wichtige Rolle. „Gerade, weil diese Themen auch ein Schwerpunkt der Tagung
sind, bietet sich die digitale Ausrichtung optimal an“, sagt Lobmann.

Die 14. Diabetes Herbsttagung der DDG eröffnet am Freitag, den 6. November
2020 um 12 Uhr mit einer virtuellen Eröffnungsveranstaltung. Die digitalen
Vorträge beginnen im Anschluss. Die digitale Herbsttagung bietet zum
Jahresende noch die Möglichkeit, attraktive Fortbildungspunkte zu
erlangen. Teilnehmende erhalten pro 90-Minuten-Symposium/Praxisdialog und
einer kleinen Lernerfolgskontrolle 2 CME- beziehungsweise VDBD-
Fortbildungspunkte. Das Tagungsprogramm ist für alle Inhaber und
Inhaberinnen eines gültigen Tickets ab dem 6. November 2020 im Internet
abrufbar. Interessierte können sich ab sofort direkt online anmelden unter
https://www.herbsttagung-ddg.de/anmeldung-2020.html.

Terminhinweis:

14. Diabetes Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)
„Diabetes – besser unkompliziert“
Termin: ab 6. November 2020

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Was Patienten mit Lungenkrankheiten über COVID-19 wissen sollten - Deutscher Lungentag

Lungenexpert*innen der im Deutschen Lungentag zusammengeschlossenen
Fachgesellschaften und Patientenorganisationen vermitteln in einen
interaktiven Onlineseminar am 25. Juli 2020, 11.00 – 13.00 Uhr, was
Patenten mit Atemwegs- und Lungenkrankheiten in Zeiten der Coronavirus-
Pandemie beachten sollten. Das kostenlose Webseminar richtet sich an
Betroffene, deren Angehörige und die interessierte Öffentlichkeit.

Patienten mit Atemwegs- und Lungenkrankheiten haben in Zeiten der
Coronavirus-Pandemie einen besonderen Bedarf an wissenschaftlich
abgesicherten Informationen. Jedoch sind Präsenzveranstaltungen, wie Sie
der Deutsche Lungentag seit vielen Jahren anbietet, für Personen mit
besonderem Risiko wegen der Infektionsgefahr nicht möglich. Mit einem
interaktiven Webseminar wollen Lungenfachärzt*innen der pneumologischen
Fachgesellschaften und Spezialisten der Patientenorganisationen wichtige
Informationen zu COVID-19 an Betroffene, deren Angehörige und die
interessierte Öffentlichkeit vermitteln. Das interaktive Onlineseminar
findet am 25. Juli 2020 in der Zeit von 11.00 – 13.00 Uhr statt. Die
Teilnahme ist nach Registrierung für alle Teilnehmer*innen kostenfrei.
Weitere Informationen zu Inhalten und Anmeldung unter www.lungentag.de.

Programm
Moderation: Prof. Dr. med. Heinrich Worth, Dr. med. Ursula Worth, Fürth

Erfahrungen einer Betroffenen
Karoline Preisler, Barth

Infektion mit COVID-19: was kann passieren?
Prof. Dr. med. Carl-Peter Criée, Bovenden-Lenglern

Diskussion

Ich habe Angst vor Corona bei meinem Kind - was ist zu tun?
PD Dr. med. Christiane Lex, Göttingen

Erkrankungsrisiko bei Patienten mit Asthma und COPD
Prof. Dr. med. Marek Lommatzsch, Rostock
Diskussion

Erkrankungsrisiko bei seltenen Lungenerkrankungen
Prof. Dr. med. Michael Kreuter, Heidelberg

Erkrankungsrisiko bei Krebs
Prof. Dr. med. Wolfgang Schütte, Halle-Dölau

Diskussion

Möglichkeiten der Behandlung bei Versagen der Atmung
Prof. Dr. med. Wolfram Windisch, Köln

Welche Maske zu welcher Gelegenheit – was ist zu beachten?
Dr. med. Uta Butt, Kreuztal

Diskussion

Über den Deutschen Lungentag
Der Deutsche Lungentag ist eine jährlich fortlaufende Aktion mit folgenden
Zielen:

• Öffentliche Darstellung des Fachgebietes Atemwegs- und Lungenkrankheiten
• Förderung der Selbsterkennung entsprechender Symptome und Erkrankungen
durch Betroffene
• Stärkung von Forschung und Lehre im Fachgebiet “Pneumologie”

Die Planung und Realisierung der Aktionen zum Deutschen Lungentag werden
durch die Sektion Deutscher Lungentag in der Deutschen Atemwegsliga e.V.
geleitet. Mitglieder der Sektion sind pneumologische Fachgesellschaften
und Patientenorganisationen (www.lungentag.de).

Dem Deutschen Lungentag e. V. gehören folgende Organisationen und
Gesellschaften an:

Deutsche Gesellschaft. für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V.
Deutsche Atemwegsliga e.V.
Deutsche Lungenstiftung e. V.
Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie e. V.
Arbeitsgemeinschaft Lungensport in Deutschland e.V.
Bundesverband der Pneumologen, Schlaf- und Beatmungsmediziner e. V.
Deutsche PatientenLiga Atemwegserkrankungen e.V.
Deutsche Sauerstoff und BeatmungsLiga LOT e.V.

Sponsoren des Webseminars
Platinsponsor: GlaxoSmithKline
Silbersponsoren: Chiesi, Novartis
Bronzesponsoren: SanofiGenzyme, ResMed

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In einer Befragung des Jenaer Instituts für Allgemeinmedizin zeigen Studierende großes Interesse am Hausarztberuf.  Anna Schroll/UKJ

Studierende interessieren sich für Allgemeinmedizin

In einer Befragung des Jenaer Instituts für Allgemeinmedizin zeigen Studierende großes Interesse am Hausarztberuf.  Anna Schroll/UKJ
In einer Befragung des Jenaer Instituts für Allgemeinmedizin zeigen Studierende großes Interesse am Hausarztberuf. Anna Schroll/UKJ

Treten die jetzt empfohlenen Änderungen für das Medizinstudium in Kraft,
würden knapp 30% der Jenaer Medizinstudierenden einen Abschnitt des
Praktischen Jahres in der Allgemeinmedizin absolvieren, etwa 20% geben das
Fach als Berufswunsch an. Dieses Umfrageergebnis des Instituts für
Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Jena zeigt das Interesse des
ärztlichen Nachwuchses am Hausarztberuf - und den Bedarf an Lehrpraxen.

Der 2018 beschlossene Masterplan Medizinstudium 2020 sieht unter anderem
eine Stärkung der Allgemeinmedizin in der Ausbildung der
Medizinstudierenden vor. Für das Praktische Jahr, das auch kurz als PJ
bezeichnete sechste Studienjahr, empfiehlt er deshalb die Unterteilung in
Viertel, von denen eines im ambulanten Bereich absolviert werden muss.
Dies trifft durchaus die Interessen der Studierenden, wie eine aktuelle
Umfrage des Instituts für Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Jena
belegt. Die knapp 500 Studierenden des achten und des zehnten
Fachsemesters sollten angeben, welches medizinische Fach sie für das
ambulante Pflichtquartal wählen würden. Dabei entschieden sich 29% für die
Allgemeinmedizin, gefolgt von der Kinder- und Jugendmedizin sowie
Anästhesiologie mit je 15% und der Frauenheilkunde mit 9%. Die beiden
Jahrgänge beteiligten sich fast vollständig und unterschieden sich nur
sehr gering.

„Das würde einen deutlichen Zuwachs an PJlern in der Allgemeinmedizin
bedeuten“, so die Studienautorin Dr. Inga Petruschke, Lehrkoordinatorin am
Institut. „Entsprechend benötigen wir Konzepte zur Gewinnung und
Qualifizierung von Lehrpraxen im hausärztlichen Bereich, aber auch in
anderen ambulanten Fächern.“ Welche Bedeutung der Unterricht in der
ambulanten Versorgung hat, zeigt die zweite Frage an die Studierenden, die
nach der Fachrichtung, die für die berufliche Tätigkeit angestrebt wird.
Auch hier lag die Allgemeinmedizin vorn mit 20%, es folgten die Fächer
Innere Medizin mit 15% und Anästhesiologie mit 13%. Bei den beliebtesten
ambulanten PJ-Fächern stellten die Wissenschaftler zudem eine enge
Korrelation zum Berufswunsch fest. „Die Studierenden interessieren sich
für den Hausarztberuf und die ambulante Tätigkeit; sie sehen das PJ als
Vorbereitung für eine solche Tätigkeit. Qualitativ und quantitativ darauf
ausgerichtete ambulante Lehrkapazitäten können dazu beitragen, dem
erwarteten Nachwuchsmangel, z. B. auch in der Kinderheilkunde oder in
anderen Fächern, frühzeitig zu begegnen“, betont Prof. Jutta Bleidorn, die
Leiterin des Instituts.

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Start der öffentlichen Konsultationsphase: Nationale Versorgungsleitlinie Typ-2-Diabetes

Der erste Teil der Nationalen VersorgungsLeitlinie (NVL) Typ-2-Diabetes
steht ab sofort bis zum 27. August 2020 zur öffentlichen Konsultation
bereit. Jeder ist dazu eingeladen, die Leitlinie kritisch zu kommentieren.

Die Nationale VersorgungsLeitlinie Typ-2-Diabetes wird seit 2018
kapitelweise aktualisiert. Jetzt stehen die Themen "medikamentöse
Therapie" und "partizipative Entscheidungsfindung" für die öffentliche
Konsultation bereit.
Im Bereich der medikamentösen Therapie des Typ-2-Diabetes gibt es seit
Erscheinen der letzten NVL 2013 viele neue Studien. Doch ohne kritische
Überprüfung lassen sich deren Ergebnisse nicht in den Versorgungsalltag
übertragen. Das Ergebnis eines intensiven Abstimmungsprozesses stellt die
NVL-Leitliniengruppe jetzt zur öffentlichen Diskussion.
Die Wahl des geeigneten Medikaments und der angemessenen Therapiestrategie
hängen stark von individuellen Voraussetzungen der Patientinnen und
Patienten ab. Deshalb erscheinen die Empfehlungen zur medikamentösen
Therapie zusammen mit einem weiteren Kapitel, das die Grundzüge von
gemeinsamer Therapiezielvereinbarung, Risikokommunikation, gemeinsamer
Entscheidungsfindung und Evaluation der Therapieziele beschreibt.
Das öffentliche Konsultationsverfahren ist ein Qualitätsmerkmal des
Programms für Nationale VersorgungsLeitlinien. Hier besteht die
Möglichkeit, die Ergebnisse der über 2-jährigen Arbeit der
Leitliniengruppe zu begutachten. Die Leitliniengruppe prüft die
eingegangenen Vorschläge sorgfältig und entscheidet über deren
Berücksichtigung. Alle Kommentare und deren Bewertung werden im
Leitlinienreport veröffentlicht.
Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien steht unter der
Trägerschaft von Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztlicher
Bundesvereinigung (KBV) und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen
Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Zu ausgesuchten Erkrankungen
hoher Prävalenz werden unter Berücksichtigung der Methoden der
evidenzbasierten Medizin versorgungsbereichsübergreifende Leitlinien
entwickelt und implementiert. Mit der Durchführung, Organisation und
methodischen Begleitung wurde das Ärztliche Zentrum für Qualität in der
Medizin (ÄZQ) beauftragt.
So geben Sie Ihren Kommentar ab:
Interessierte und Experten können die Konsultationsfassung der Leitlinie
kostenfrei herunterladen und bis zum 27. August 2020 kommentieren sowie
Änderungen und Ergänzungen vorschlagen (per E-Mail an: <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.>).
Für die Rückmeldung steht ein Kommentierungsbogen zu Verfügung.

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