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Gesundheit

Arztbesuch: Kein Risiko eingehen bei Augenerkrankungen

Die PRO RETINA Beratungstelefone stehen in diesen Zeiten nicht still. Viele Menschen mit Netzhauterkrankungen sind verunsichert, was schrittweise Lockerungen im öffentlichen Leben vor allem für sie als regelmäßige Augenarzt-Patientinnen und -Patienten, bedeuten. Ein Aufschub oder gar Verzicht auf den notwendigen Arztbesuch sollte aber dadurch nicht riskiert werden. Gravierende Verschlechterungen der Sehkraft können auch durch rechtzeitige Prävention verhindert werden.

Bonn - Nach und nach werden die drastischen Beschränkungen des öffentlichen, privaten und Arbeitslebens aufgrund von Verordnungen und Verfügungen in der Corona Pandemie wieder gelockert. Doch viele Menschen mit einer Netzhauterkrankung sind verunsichert. Sie wissen nicht, wie ein Besuch in der Augenarztpraxis möglich ist oder ob dieser Arztbesuch mit Gefahren für sie verbunden sein könnte. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) weist darauf hin, dass planbare Behandlungen, Untersuchungen und operative Eingriffe wieder stattfinden dürfen.

„Auch die Augenarztpraxen sollten sich nicht mehr rein auf die Behandlungen von Notfällen oder medizinisch absolut dringlichen Untersuchungen beschränken, sondern wieder allmählich in die Regelversorgung einsteigen“, erläuterte Dr. Peter Heinz, 1. Vorsitzender des Berufsverbandes der Augenärzte (BVA), die neuen Lockerungen in einer Pressemitteilung bereits Mitte April. Betroffene mit einer Augenerkrankung bedürfen einer regelmäßigen Kontrolle. Diese ist nicht über einen längeren Zeitraum verschiebbar. „PRO RETINA möchte Menschen mit Netzhauterkrankungen ermutigen, die Lockerungen zu nutzen, um die eigene Sehkraft durch regelmäßige Kontrollen zu schützen und zu stärken. Verhaltensregeln für den Praxisbesuch hat der Berufsverband der Augenärzte nun getroffen. Sie schaffen dafür Sicherheit“, betont Franz Badura, Vorsitzender von PRO RETINA Deutschland e. V. 

Rücksprache mit Ärztin oder Arzt

Grundsätzlich sollten demnach Patientinnen und Patienten nicht ohne Termin oder vorherige Rücksprache zur Augenärztin oder zum Augenarzt gehen. Die Terminvergabe erfolgt in vielen Praxen derzeit so, dass möglichst wenig Zeit im Wartezimmer und in der Praxis verbracht werden muss. Teilweise sind alternative telefonische Beratungen oder, sofern die technischen Voraussetzungen bestehen, Videosprechstunden möglich. Allerdings müssen sich die Augenarztpraxen wie alle anderen Arztpraxen auch nach den Hygienevorgaben der einzelnen Bundesländer richten.

Für die Patientinnen und Patienten ist es wichtig, in der Praxis einen Mund-Nase-Schutz zu tragen, um die Verbreitung des Coronavirus weiter einzudämmen – auch wenn keine Krankheitszeichen vorliegen. Die Abstandsregeln zwischen Patientinnen und Patienten sowie zum Praxisteam müssen eingehalten werden.

Die vollständigen Verhaltensregeln bei Augenarztbesuchen während der Corona Pandemie finden Sie unter folgendem Link des BVA:  https://augeninfo.de/cms/fileadmin/PDF/bva_patienteninfo_corona.pdf

Information, Kontakt und Beratung für Menschen mit Netzhauterkrankungen:
PRO RETINA Deutschland e. V.
Selbsthilfevereinigung von Menschen mit Netzhautdegenerationen
Kaiserstr. 1c
53113 Bonn

Tel. (02 28) 227 217-0
Fax (02 28) 227 217-29
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

www.pro-retina.de 

 

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Stellungnahme von SAGE-Wissenschaftler_innen zur Corona-Pandemie und ihren Folgen

Interdisziplinäre Arbeitsgruppe aus Sozialer Arbeit, Gesundheit sowie
Erziehung und Bildung zeigt Herausforderungen und Handlungsbedarfe auf

Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe der Alice Salomon Hochschule hat sich
mit den Folgen der COVID-19-Pandemie befasst. Die daraus resultierende
Stellungnahme „SAGE-Wissenschaftler_innen in gesellschaftspolitischer
Verantwortung“ zeigt in 11 Themenbereichen die zum Teil bereits vor der
Corona-Pandemie bestehenden Herausforderungen sowie deren aktuelle
Verschärfungen auf und bietet Expertise im Hinblick auf nachhaltige
Strukturveränderungen im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesen an:

• Care-Arbeit aufwerten – der Ausbeutung nachhaltig begegnen
• Struktureller Benachteiligung von Frauen* entgegenwirken –
geschlechtergerechte Politik umsetzen
• Gesundheitsfachberufe und Soziale Arbeit als zentrale Teile des
Gesundheitssystems während und nach der Pandemie anerkennen
• Lebenswelt- und ressourcenorientierte Ansätze im öffentlichen
Gesundheitsdienst konsequent und interdisziplinär verfolgen
• Unteilbar und solidarisch: Niemanden zurücklassen
• Bildung gerecht gestalten
• Kindeswohl gewährleisten – familienfreundliche Umwelten durch
öffentliche Infrastruktur (wieder-)herstellen
• Selbstbestimmte und gleichberechtige Teilhabe von Menschen mit
Beeinträchtigungen jederzeit gewährleisten
• Menschen in existenziellen Armutslagen schützen
• Menschen mit Suchtverhalten auch unter Infektionsschutzbedingungen
bedarfsgerecht beraten und begleiten
• Institutionelle Unterstützungsangebote mit verstärkten Schutzmaßnahmen
aufrechterhalten

Die ausführliche Stellungnahme „SAGE-Wissenschaftler_innen in
gesellschaftspolitischer Verantwortung“ inklusive Autor_innenliste steht
unter https://ash-
berlin.eu/fileadmin/Daten/News/2020/SAGE_Stellungnahme_Corona/SAGE-
Stellungnahme_Corona.pdf
zum Download bereit.

„Die SAGE-Fächer erweitern die wissenschaftliche Diskussion um die
Bewältigung der Corona- Krise. Sie steuern systemrelevantes Wissen neben
den virologischen, epidemiologischen und wirtschaftswissenschaftlichen
Expertisen bei“, so Co-Autorin Prof. Dr. Gesine Bär, Professorin für
„Partizipative Ansätze“ in den Studiengängen der Sozialen Arbeit der ASH
Berlin und der Berlin School of Public Health.

Daneben gehe es vor allem auch um die Anerkennung: „Die systemrelevanten
Arbeitsbereiche, wie z.B. Kitas oder Pflege, für die wir qualifizieren,
brauchen neben einer Rhetorik der Aufwertung auch eine finanzielle
Anerkennung “, so Mitverfasserin Prof. Dr. Anja Voss, Professorin für
Gesundheit und Bewegung im Studiengang Erziehung und Bildung in der
Kindheit an der ASH Berlin.

Dem pflichtet Co-Autorin Azize Kasberg, wissenschaftliche Mitarbeiterin im
Bereich Public Health der ASH Berlin bei: „Gesundheitsfachberufe und
Soziale Arbeit müssen als zentrale Teile des Gesundheitssystems anerkannt
werden. Sie leisten wichtige Beiträge zur Bewältigung der Pandemie und
ihrer Folgen.“

Das Positionspapier kann per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. unter Angabe
von Name, Vorname, Position, Institution und Ort unterstützt werden; für
SAGE-Wissenschaftler_innen besteht darüber hinaus die Möglichkeit, die
Stellungnahme per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. unter Angabe von Name,
Vorname, Position, Institution und Ort mitzuzeichnen.

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Prof. Witt erforscht mit seiner Arbeitsgruppe Ursachen einer chronischen Pankreatitis

Krankheitsauslöser für Pankreatitis identifiziert

Prof. Witt erforscht mit seiner Arbeitsgruppe Ursachen einer chronischen Pankreatitis
Prof. Witt erforscht mit seiner Arbeitsgruppe Ursachen einer chronischen Pankreatitis

An der Entstehung einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung sind
Mutationen in einem Ionenkanal in der Zellmembran beteiligt, der eine
spezifische Durchlässigkeit für Kalziumionen besitzt. Diese bahnbrechende
Entdeckung machte ein Forschungsteam der Technischen Universität München
(TUM) zusammen mit weiteren Gruppen aus Deutschland, Japan und Frankreich.
Damit könnten sie den Weg für neue Therapeutika zur Behandlung und
Prävention der chronischen Pankreatitis ebnen.

An einer chronischen Pankreatitis leiden Menschen, deren
Bauchspeicheldrüse sich immer wieder oder dauerhaft entzündet. „Ursache
hierfür ist häufig ein jahrelanger Alkohol- oder Zigarettenkonsum. Auch
erbliche Faktoren, bestimmte Medikamente oder erhöhte Fett- und
Kalziumwerte im Blut können eine Bauchspeicheldrüsenentzündung auslösen“,
erklärt Heiko Witt, Professor für Pädiatrische Ernährungsmedizin am Else
Kröner-Fresenius Zentrum (EKFZ) der TUM und einer der beiden
Studienleiter.

Der Hauptfokus der bisherigen Forschung lag auf den so genannten
Azinuszellen der Bauchspeicheldrüse, die die Verdauungsenzyme herstellen.
Bei vielen Erkrankten mit erblich bedingter Pankreatitis lassen sich
Mutationen in Verdauungsenzymen oder in Molekülen feststellen, welche die
Wirkung dieser Enzyme hemmen.

Funktionsstörung des Kalziumkanals verursacht Pankreatitis

In der aktuellen Untersuchung bei europäischen und japanischen
Patientinnen und Patienten mit nicht-alkoholischer chronischer
Pankreatitis stellte sich heraus, dass Gendefekte, die die Funktion des
Kalziumkanals TRPV6 stark beeinträchtigen, eine früh einsetzende
chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung verursachen.

„Ein erblicher TRPV6-Defekt ist ein weltweit auftretender, schwerer
Risikofaktor für eine chronische Pankreatitis“, sagt Prof. Witt. „Mit der
Identifikation von Veränderungen des Kalziumkanals werden nun auch die
Gangzellen im Konzept der Krankheitsentstehung berücksichtigt.“ Gangzellen
kleiden die Kanäle aus, welche die Verdauungsenzyme vom Produktionsort in
den Darm leiten.

Im Mausmodell konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen,
dass ein Fehlen des betreffenden Gens meist mit einer Entzündung sowie der
Entwicklung einer bindegewebigen Umwandlung der Bauchspeicheldrüse, wie es
typisch für chronische Entzündungen ist, einherging.

Entdeckung bietet Möglichkeiten für pharmakologische Therapieansätze

Die Entdeckung, dass die gestörte Funktion eines Kalziumkanals zur
Entwicklung einer Pankreatitis beiträgt, bietet einen neuen Angriffspunkt
für therapeutische Interventionen. Die Forschungsergebnisse werden zudem
Eingang in die genetische Routinediagnostik der erblichen Pankreatitis
finden.

Darüber hinaus eröffnet sich ein neues Forschungsfeld in der
Ursachenforschung der Pankreatitis – weg von den Azinuszellen und den
Verdauungsenzymen hin zu Gangzellen und Kanälen beziehungsweise zum
Kalziumstoffwechsel.

Mit der Identifikation von Mutationen eines Kalziumkanals als
krankheits(mit)verursachender Faktor rücken andere Kalziumkanäle sowie
Proteine, die in dem Kalziumstoffwechsel relevant sind, in den Fokus des
wissenschaftlichen Interesses. „Derzeit untersuchen wir diese Gene auf
Erbveränderungen in einem großen europäischen Patientenkollektiv von über
1.100 Betroffenen“, lässt Prof. Witt wissen.

„Die Entschlüsselung der erblichen Grundlagen einer Pankreatitis wird
unser Verständnis dieser Formen der genetisch bedingten
Bauchspeicheldrüsenentzündung wie auch unser Verständnis der alkoholisch
bedingten Pankreatitis entscheidend beeinflussen und neue
Forschungsansätze eröffnen, die in der Zukunft möglicherweise auch zu
neuen Behandlungsmöglichkeiten führen.“

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Heiko Witt
Technische Universität München
Professur für Pädiatrische Ernährungsmedizin
Tel.: +49.8161.71.2466
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Originalpublikation:
Masamune A., Kotani H., Sörgel F.L., [..] Witt H., Shimosegawa T.:
Variants That Affect Function of Calcium Channel TRPV6 Are Associated With
Early-Onset Chronic Pancreatitis. Gastroenterology. 2020 Jan 10. pii:
S0016-5085(20)30017-2. doi: 10.1053/j.gastro.2020.01.005.

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Gerinnungsstörungen bei Covid-19: Herzkranke dürfen Blutverdünner auf keinen Fall absetzen!

Deutsche Herzstiftung mahnt Herzpatienten zur Einnahme ihrer
Gerinnungshemmer für die Infarkt-Prophylaxe. Klinikärzte sind auf
Management von Gerinnungsstörungen bei Covid-19-Erkrankten vorbereitet

In medizinischen Fachkreisen und den Medien häufen sich Berichte über
Störungen des Gerinnungssystems bei Patienten mit einer
Covid-19-Erkrankung. Mediziner sehen gar einen Zusammenhang zwischen den
Gerinnungsstörungen und schwerwiegenden Verläufen der Covid-19-Erkrankung
mit Komplikationen wie tiefen Beinvenenthrombosen und Lungenembolien bis
hin zum Tod. Als Ursache hierfür wird eine übermäßige Aktivierung der
Gerinnungsfaktoren („Hyperkoagulabilität“) und der Blutplättchen mit einer
erhöhten Neigung zur Thrombenbildung in den Gefäßen vermutet. „Besonders
Patienten mit Herzleiden, die mit einer erhöhten Gefahr für Embolien und
Infarkte einhergehen und deshalb dauerhaft mit Gerinnungshemmern, den
,Blutverdünnern‘, behandelt werden, sind derzeit extrem verunsichert“,
berichtet der Kardiologe PD Dr. med. Gerian Grönefeld vom
Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung
(www.herzstiftung.de).
Millionen von Herzpatienten bedürfen langfristig einer Thromboseprophylaxe
mit Gerinnungshemmern wie den sogenannten oralen Antikoagulanzien
(Marcumar/Falithrom, oder die neuen DOAKs*). Dies betrifft insbesondere
Herzkranke mit der häufigsten Herzrhythmusstörung Vorhofflimmern sowie
Patienten mit einer künstlichen Herzklappe. Auch Patienten nach
Herzinfarkt müssen ihre Plättchenhemmer wie ASS, Clopidogrel sowie
Prasugrel und Ticagrelor weiter zuverlässig und ununterbrochen einnehmen.
„Für diese Patienten besteht aktuell kein Grund zur Besorgnis. Kliniken,
die Covid-19-Patienten versorgen, sind in aller Regel auf solche erhöhten
Gerinnungsaktivitäten und damit verbundene medizinische Vorkehrungen zur
Verminderung von Embolierisiken vorbereitet“, versichert der Chefarzt der
I. Medizinischen Abteilung Kardiologie der Asklepios Klinik Barmbek. Mit
besonderer Aufmerksamkeit bedacht werden von den Medizinern auch die mit
Gerinnungshemmern verbundenen Blutungsrisiken. „Besonders diese Patienten
mit Gerinnungshemmern sollten weiterhin auf die konsequente Einnahme ihrer
Medikamente für die Thromboseprophylaxe achten.“

Bei Covid-19-Erkrankung: Ärzte und Klinik über Blutverdünner-Einnahme
informieren
Im Fall einer Infektion mit dem Coronavirus sollten Patienten ihren Arzt
und die Klinikärzte über die bestehende Thromboseprophylaxe unbedingt
informieren, um somit eine unerwünschte Doppelbehandlung mit
Gerinnungshemmern zu vermeiden. Die Herzstiftung empfiehlt hier den
Notfallausweis für Herzpatienten, in den wichtige Angaben zur
Herzerkrankung und den Medikamenten eingetragen werden können. Der
Notfallausweis kann kostenfrei unter www.herzstiftung.de/notfallausweis
oder per Telefon unter 069 955128-400 bestellt werden.
Intensiv- und Notfallmediziner forderten jüngst in einer Erklärung der
Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und
Notfallmedizin (DGIIN), dass eine Thromboseprophylaxe und Blutverdünnung –
abhängig vom Risikoprofil des Patienten - eine stärkere Rolle in der
Behandlung von Covid-19-Patienten spielen müssen.

Übermäßige Gerinnbarkeit des Blutes als Entzündungsreaktion
Experten schätzen, dass rund 20 Prozent der Covid-19-Patienten als
Begleiterkrankung schwere Gerinnungsstörungen mit der Folge venöser
Thromboembolien aufweisen. Solche Gefäßverschlüsse sind bei
Covid-19-Fällen aufgetreten, die einen schweren oder tödlichen
Krankheitsverlauf hatten. Die Gefäßverschlüsse können zu
lebensgefährlichen Komplikationen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und
Lungenembolie führen. Den Grund für die häufige Thrombosebildung bei
Covid-19-Patienten vermuten Mediziner in einer übermäßigen Gerinnbarkeit
des Blutes, der Hyperkoagulation, die sie auf eine Entzündungsreaktion im
Zuge der Covid-19-Erkrankung zurückführen. Eine italienische Analyse von
Studien aus China (F. Violi et al., Thrombosis and Haemostasis 2020) ergab
bei Laborwerten von Covid-19-Patienten einen Anstieg des Proteins D-Dimer,
das gebildet wird, wenn sich in den Blutgefäßen Gerinnsel gebildet haben
und bei der körpereigenen Auflösung von Blutgerinnseln entstehen. Auch in
einer Obduktionsstudie von Hamburger Forschern am Universitätsklinikum
Hamburg-Eppendorf (UKE) auf Basis von Autopsien von an Covid-19
Verstorbenen wurde bei der Mehrheit der Fälle eine Beinvenenthrombose oder
Lungenembolie festgestellt (Wichmann D. et al., Annals of Internal
Medicine 2020).

In Corona-Zeiten wichtig: Mit Bewegung und gesunder Ernährung das Herz fit
halten
In Zeiten der Corona-Krise ist ein gesunder Lebensstil mit gesunder
Ernährung und möglichst regelmäßiger Bewegung für Herzpatienten besonders
wichtig, um so auch das Risiko für einen schweren Verlauf der Erkrankung
zu verringern. Die Herzstiftung und Herzspezialisten empfehlen
Herzpatienten deshalb Laufen oder Radfahren an der frischen Luft und
Gymnastik zu Hause, z. B. mit Übungen in Trainingsvideos aus dem Internet,
vom Sportverein oder der Herzsportgruppe. Die körperliche Aktivität tut
nicht nur der Seele gut, sondern hilft dabei, die Durchblutung und
Gefäßelastizität zu fördern und sein Herz fit zu halten.

*DOAKs: Direkte orale Antikoagulanzien

Quellen:
F. Violi et al., Hypercoagulation and Antithrombotic Treatment in
Coronavirus 201
9: A New Challenge. Thrombosis and Haemostasis 2020; online erschienen am
29.4.2020
DOI https://doi.org/10.1055/s-0040-1710317.

Wichmann D. Autopsy Findings and Venous Thromboembolism in Patients With
COVID-19 - A Prospective Cohort Study, Annals of Internal Medicine, 6th
May 2020, https://doi.org/10.7326/M20-2003 /
https://www.acpjournals.org/doi/10.7326/M20-2003

Service für Herzpatienten: Der Notfallausweis der Herzstiftung kann
kostenfrei angefordert werden unter www.herzstiftung.de/notfallausweis
oder per Tel. unter 069 955128400 und per E-Mail unter
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. (Stichwort: Notfallausweis).

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