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Gesundheit

Pflegewissenschaftliches Seminar an der UW/H

MasterFit: Infotag zum Masterstudiengang Pflegewissenschaft an der Uni Witten/Herdecke

Pflegewissenschaftliches Seminar an der UW/H
Pflegewissenschaftliches Seminar an der UW/H

Das Angebot richtet sich an pflegewissenschaftlich Interessierte, die
bereits über einen ersten Studienabschluss (Bachelor oder Diplom) verfügen
Das Department für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke
(UW/H) stellt seinen Masterstudiengang Pflegewissenschaft vor. Die
Veranstaltung „MasterFit“ am 16. Mai (10 bis 11 Uhr) richtet sich an alle,
die in der Pflegewissenschaft forschen oder Führungspositionen in
Gesundheitseinrichtungen übernehmen möchten und bereits über einen ersten
einschlägigen Studienabschluss (Bachelor oder Diplom) verfügen.
Nächstmöglicher Studienbeginn ist Oktober 2020.

Aufgrund der aktuellen Corona-Lage wird der Infotag online stattfinden.
Dozentinnen und Dozenten stellen dabei Schwerpunkte des Studiengangs vor
und geben einen ersten Einblick, zudem stehen sie für individuelle
Gespräche und eine Karriereberatung zur Verfügung.
Gedacht ist das Angebot für Menschen, die in der Pflegeforschung tätig
werden und so die Professionalisierung und Innovation in der Pflege
vorantreiben möchten, die sich für die Schwerpunkte Akutpflege bzw.
familienorientierte Pflege interessieren oder die das Gesundheitssystem
sowie die Sozial- und Gesundheitspolitik umfassend verstehen und die
Entwicklung der Pflegewissenschaft aktiv mitgestalten möchten.

Die Veranstaltung ist kostenlos und nicht an eine Studienaufnahme
gebunden. Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung gebeten
unter www.uni-wh.de/masterfit. Im Anschluss an die Anmeldung erhalten
Interessierte die Zugangsdaten zur Video-Konferenz.

Zum Hintergrund:
Das Department für Pflegewissenschaft an der UW/H gestaltet die
Pflegeforschung in Deutschland seit über 20 Jahren maßgeblich mit. Hier
studieren Interessierte den Pflege-Master bei den Pflegepionieren in
kleinen Gruppen, mit intensiver Betreuung. So eröffnen sie sich attraktive
Karrierechancen in der Forschung sowie in Führungs- und
Schlüsselpositionen von Gesundheitseinrichtungen, Ministerien, Behörden
oder Verbänden.

Anmeldung und Programm: www.uni-wh.de/masterfit

Weitere Informationen: Heike Möller: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine
Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als
Modelluniversität mit rund 2.600 Studierenden in den Bereichen Gesundheit,
Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma
Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit
Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

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Prof. Dr. Roland Frankenberger  DGZMK

ZahnMedizin stärkt Immunkompetenz der Mundhöhle und kann schlimme Covid-19-Verläufe verhindern

Prof. Dr. Roland Frankenberger  DGZMK
Prof. Dr. Roland Frankenberger DGZMK

DGZMK-Präsident Prof. Frankenberger: Prävention am Entstehungsort der
Infektion in Corona-Zeiten besonders wichtig / Systemrelevanz der Zahn-,
Mund- und Kieferheilkunde steht außer Frage

Düsseldorf. „Im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie kommt der
ZahnMedizin über die Gesunderhaltung der Mundhöhle eine besonders wichtige
Rolle zu. Prävention stärkt die Immunkompetenz am Entstehungsort der
Virusinfektion und hilft über diese Fitmacherfunktion, sie zu vermeiden
oder ihren Verlauf zu abzumildern“, stellt der Präsident der Deutschen
Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), Prof. Dr.
Roland Frankenberger (Uni Marburg), fest. Deshalb und aus vielen anderen
Gründen sei die Zahnmedizin absolut systemrelevant. Eine gesunde Mundhöhle
wirke als Barriere gegen alle möglichen Krankheiten und das gelte auch für
Covid-19. „Es existieren mittlerweile Daten, dass in Gebieten, in denen
die mangelnde Mundhygiene mehr Erkrankungen wie Karies oder Parodontitis
verursacht, auch vermehrt tödliche Verläufe einer Corona-Erkrankung zu
verzeichnen sind.“

Als prägnantes Beispiel nennt Frankenberger die in Deutschland weit
verbreitete Volkskrankheit Parodontitis. „Ein Patient, der unter einer
Parodontitis leidet, hat eine subgingivale Zahnfleischentzündung. Das
bedeutet, dass er - häufig unbemerkt - eine offene Wunde von etwa 40
Quadratzentimetern im Mundraum trägt. Es ist doch vollkommen klar, dass
dadurch einer Erkrankung wie Covid-19 Tür und Tor geöffnet ist“, stellt
der Präsident der wissenschaftlichen Dachorganisation der Zahnmedizin
fest. Über den Speichel lasse sich das Infektionsrisiko für Covid-19
wesentlich besser erkennen als über pharyngeale Abstriche. Ein schlechter
intraoraler Status erhöhe das Risiko für einen negativen Verlauf einer
solchen Infektion außerdem.

Unverständnis und Enttäuschung äußerte Frankenberger darüber, dass der
eigentlich wegen des Einbruchs des Patientenaufkommens um rund 50 Prozent
in den Zahnarztpraxen angedachte Rettungsschirm für Zahnmediziner wieder
eingeklappt worden sei. Wie immer würde bei Kürzungen oder Außerachtlassen
der Zahnmedizin uralte Klischees vom Großverdiener herausgekramt, die
heute überholt sind. Noch mehr ginge es dabei um den Symbolcharakter,
gerade auch für die jungen ZahnärztInnen. „Ich kann allen Patienten nur
dringend raten, ihre Zahnarztbesuche und die Prophylaxe nicht zu
vernachlässigen.“ Regelmäßige Zahnarztbesuche seien nicht nur wegen der
Karies, sondern auch wegen der weit verbreiteten Parodontitis oder
intraoraler Krebserkrankungen wichtig. Sonst seien im zahnmedizinischen
Bereich ebenso "stille Opfer" zu befürchten wie durch unbemerkte
Schlaganfälle oder Herzinfarkte in der Medizin. Die Hygienevoraussetzungen
in den Praxen dafür seien gegeben.

„Wir Zahnärzte müssen für unsere Patienten da sein und dürfen uns jetzt
nicht wegducken“, appelliert Frankenberger an den Berufsstand. Für die
Patienten sei es wichtig, sich immunologisch bestmöglich gegen Covid-19 zu
wappnen. „Und da gehört der intraorale Status fundamental dazu. Das ist
auf keinen Fall zu vernachlässigen“, warnt der DGZMK-Präsident.

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COVID-19: Versorgung von Patienten mit Lebererkrankungen

Die Deutsche Leberstiftung hat die deutsche Übersetzung des
Positionspapiers der EASL (European Association for the Study of the
Liver) und der ESCMID (European Society of Clinical Microbiology and
Infectious Diseases) mit Empfehlungen für die Behandlung von Patienten mit
Lebererkrankungen herausgegeben.

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es nur wenige Daten über die Wechselwirkungen
einer bereits bestehenden Lebererkrankung und den Verlauf einer Infektion
mit dem Corona-Virus (Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2,
SARS-CoV-2). Viele Fragen sind noch ungeklärt.

Patienten mit fortgeschrittenen Lebererkrankungen sowie
Lebertransplantierte stellen wohl anfällige Gruppen für COVID-19 dar und
sind wahrscheinlich einem erhöhten Infektionsrisiko und/oder einem
schweren Verlauf von COVID-19 ausgesetzt. Darüber hinaus stellt die
Corona-Pandemie eine Belastung für die Gesundheitssysteme dar, was sich
auch negativ auf die Versorgung von Patienten mit chronischen
Lebererkrankungen auswirken könnte, die einer kontinuierlichen
medizinischen Betreuung bedürfen.

Um die bestmögliche Versorgung in der aktuellen Situation und mit den
begrenzten Ressourcen zu unterstützen, haben die EASL (European
Association for the Study of the Liver) und die ESCMID (European Society
of Clinical Microbiology and Infectious Diseases) ein Positionspapier
erarbeitet, das Empfehlungen für Ärzte enthält, die Patienten mit
chronischen Leberkrankheiten behandeln. Zusätzlich zu den Empfehlungen
bietet dieses Positionspapier einen Algorithmus für die Priorisierung der
Versorgung von Patienten mit einer chronischen Lebererkrankung und einen
Überblick über die aktuellen Behandlungsmöglichkeiten, um Ärzte bei der
Entscheidungsfindung zu unterstützen.

„Trotz der aktuellen Situation ist es für die Betroffenen elementar, eine
angemessene Versorgung von Patienten mit chronischer Lebererkrankung
aufrechtzuerhalten. Wir müssen Wege finden, diese Versorgung zu
realisieren, wenn die Ressourcen im Gesundheitswesen begrenzt sind.
Deshalb haben wir dieses Positionspapier erarbeitet“, erklärt Professor
Dr. Markus Cornberg, einer der Autoren, leitender Oberarzt der Klinik für
Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie an der Medizinischen
Hochschule Hannover und Medizinischer Geschäftsführer der Deutschen
Leberstiftung, die Motivation der Autoren.

Empfohlen werden unter anderem die Förderung der Telemedizin im ambulanten
Bereich, die Priorisierung von ambulanten Kontakten und die Vermeidung der
nosokomialen Verbreitung des Virus bei Patienten und im Gesundheitswesen
Tätigen bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Standardversorgung von
Patienten, die sofortige medizinische Hilfe benötigen.

Der korrespondierende Autor, Professor Dr. Thomas Berg, Leiter des
Bereichs Hepatologie am Universitätsklinikum Leipzig, der Mitglied im
Stiftungsrat der Deutschen Leberstiftung und Vize-Generalsekretär der
European Association for the Study of the Liver ist, erläutert: „Diese
Empfehlungen gehen auf die spezifischen Belange von Patienten mit
Lebererkrankungen ein und sollen eine zusätzliche Hilfestellung für ihre
Betreuung bieten. Es ist wichtig, klarzustellen, dass alle allgemeinen
Empfehlungen und Richtlinien der lokalen Behörden bezüglich Prävention,
Diagnose und Behandlung von COVID-19 eingehalten werden müssen.“

„Um Interaktionen zwischen Arzt und Patient auch während der Corona-
Pandemie zu ermöglichen, stehen technische Lösungen zur Verfügung, um eine
Betreuung aus der Ferne zu ermöglichen. Die Behörden sollten Krankenhäuser
mit solchen Systemen ausstatten. Dies würde nicht nur der Unterstützung
von COVID-19-Patienten dienen, die zu Hause in Quarantäne sind, sondern
auch der Betreuung von Patienten, die im Krankenhausumfeld vor einer
potenziell schädlichen Infektion geschützt werden müssen“, fordert
Privatdozent Dr. Tobias Böttler von der Klinik für Innere Medizin II des
Universitätsklinikums Freiburg und Erstautor der Publikation.

Das Positionspapier in deutscher Sprache kann auf der Website der
Deutschen Leberstiftung unter https://www.deutsche-leberstiftung.de
heruntergeladen werden. Der Originalbeitrag steht unter https://www.jhep-
reports.eu/article/S2589-5559(20)30047-1/fulltext zur Verfügung.

Deutsche Leberstiftung
Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen
und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung durch
Forschungsförderung und eigene wissenschaftliche Projekte zu verbessern.
Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit steigert die Stiftung die
öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen, damit diese früher erkannt
und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet außerdem
Information und Beratung für Betroffene und Angehörige sowie für Ärzte und
Apotheker in medizinischen Fragen. Weitere Informationen zur Stiftung
unter https://www.deutsche-leberstiftung.de. Auf der Website finden Sie
unter anderem umfangreiche Informationen sowie Bildmaterial für
Betroffene, Interessierte, Angehörige der Fachkreise und Medienvertreter.

BUCHTIPP: „Das Leber-Buch“ der Deutschen Leberstiftung informiert
umfassend und allgemeinverständlich über die Leber, Lebererkrankungen,
ihre Diagnosen und Therapien – inzwischen in dritter, aktualisierter und
erweiterter Auflage! „Das Leber-Buch“ ist im Buchhandel erhältlich: ISBN
978-3-89993-899-9, 16,99 Euro. Weitere Informationen: https://www
.deutsche-leberstiftung.de/Leber-Buch.

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Angst vor COVID-19 verzögert Diagnose und Therapie bei KrebspatientInnen

Die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie
e. V. warnt, dass die Angst vor COVID-19 nicht dazu führen darf, dass die
Früherkennung oder die Durchführung wirksamer Therapien verzögert wird.
Der Schaden für PatientInnen wäre immens.

Berlin, 13. Mai 2020 – Die Angst von PatientInnen vor einer möglichen
Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 kann zu einer Verzögerung in der
Diagnostik und Therapie anderer, lebensgefährlicher Erkrankungen führen.
Das betrifft auch Krebserkrankungen. Deutsche Kliniken beobachten, dass
PatientInnen erst in sehr fortgeschrittenen Tumorstadien kommen und die
Zahl der in Tumorkonferenzen vorgestellten PatientInnen mit frühen
Tumorstadien sinkt. Die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und
Medizinische Onkologie e. V. warnt, dass die Angst vor COVID-19 nicht dazu
führen darf, dass die Früherkennung oder die Durchführung wirksamer
Therapien verzögert wird. Der Schaden für PatientInnen wäre immens.

COVID-19 war das beherrschende Gesundheitsthema der letzten Wochen. Die
Angst vor einer Ansteckung hat auch viele KrebspatientInnen zutiefst
beunruhigt. Dabei stellt für die allermeisten PatientInnen die
Krebskrankheit eine weitaus größere Gefahr für ihr Leben dar als COVID-19.
Bisher liegen noch keine vollständigen Auswertungen zur Anzahl von
KrebspatientInnen in Kliniken und Praxen vor. Es ist aber eine Tendenz zu
beobachten, dass die Zahl der in frühen Stadien diagnostizierten Tumore
wie Darm- oder Brustkrebs zurückgeht. Bei diesen Krankheitsbildern wird
die Erstdiagnose häufig im Rahmen der Früherkennung gestellt. Diese
Screening-Untersuchungen haben nicht stattgefunden, entsprechend ist mit
einer Welle von Neudiagnosen im Sommer und Herbst dieses Jahres zu
rechnen. Auch die Zahl der in Tumorkonferenzen vorgestellten PatientInnen
ist im April deutlich gesunken, in einzelnen Institutionen um 30 bis 50
Prozent.

Bei PatientInnen mit akut lebensbedrohlichen Krebserkrankungen wie akuten
Leukämien haben sich die Zahlen dagegen kaum geändert. Einige PatientInnen
sind aber erst in sehr fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert worden.
Prof. Dr. med. Hermann Einsele, Vorsitzender der DGHO und Direktor der
Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Universitätsklinikums Würzburg:
„Wir sehen Leukämie- oder Myelompatientinnen und -patienten mit
Komplikationen, die wir in den letzten Jahren eher nicht gesehen haben.
Wir sehen auch Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen soliden
Tumoren, die in den letzten beiden Monaten nicht zur Frühdiagnostik oder
zu Verlaufskontrollen vorstellig wurden. Dabei zeigen die bisher
verfügbaren Daten bei onkologischen Patientinnen und Patienten kein
erhöhtes Ansteckungsrisiko. Das liegt möglicherweise an der bereits
vorhandenen Achtsamkeit dieser Patientinnen und Patienten, die sie aber
auch von Arztbesuchen abhält.“

In diesem Zusammenhang macht Prof. Dr. med. Lorenz Trümper,
Geschäftsführender Vorsitzender der DGHO und Direktor der Klinik für
Hämatologie und Medizinische Onkologie der Universitätsmedizin Göttingen,
deutlich, dass sowohl alle diagnostischen als auch therapeutischen
Maßnahmen von PatientInnen mit Blut- und Krebserkrankungen wahrgenommen
werden sollten. „Natürlich können wir die Angst unserer Patientinnen und
Patienten vor einer möglichen Infektion mit SARS-CoV-2 verstehen. Aus
diesem Grund möchten wie ihnen versichern, dass in unseren Kliniken und
Institutsambulanzen alle notwendigen Vorsichts- und Schutzmaßnahmen
getroffen werden und dass wir alles daransetzen, entsprechende Maßnahmen
bezüglich des neuen Infektionsgeschehens in die gängigen Abläufe der
Krebstherapie zu integrieren. Deswegen haben wir die Onkopedia-Leitlinien
für mehr als 60 Krebserkrankungen ergänzt und eigene Kapitel zu COVID-19
und Krebs erstellt.“ Auch systemische Tumortherapien werden fortgeführt,
sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich. Praxen und
Ambulanzen haben große Anstrengungen unternommen, Therapien regelhaft mit
räumlicher Distanz und zeitlicher Entzerrung durchzuführen.

Prof. Dr. med. Wolfgang Knauf, Vorsitzender des Berufsverbands der
Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland – BNHO e. V.
betont, dass sich auch die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen in
ihren Praxen auf das neue Infektionsgeschehen eingestellt haben. „In den
Zeiten von COVID-19 halten wir weiterhin alle Diagnostik- und
Therapiekonzepte vor. An manchen Stellen haben wir aber unsere Strukturen
und Abläufe angepasst. So kann – wenn medizinisch vertretbar – in
bestimmten Fällen eine telefonische oder telemedizinische Besprechung
anstatt der physischen Einbestellung einer Patientin oder eines Patienten
sinnvoll sein. Klar ist: Trotz dieser Anpassung gewährleisten wir
selbstverständlich alle notwendigen diagnostischen und therapeutischen
Maßnahmen und können unsere Patientinnen und Patienten zu jeder Zeit
entsprechend betreuen und behandeln.“

Die DGHO hat in Onkopedia inzwischen die 11. Aktualisierung ihrer
Empfehlungen zum Umgang mit COVID-19 bei PatientInnen mit Blut- und
Krebserkrankungen publiziert. Sie enthalten Empfehlungen zum Schutz vor
Infektionen, zur Identifikation von Risikopersonen für schwere Verläufe
von COVID-19, zum Einsatz antiviral wirksamer Arzneimittel und zur
Prophylaxe von Komplikationen wie Thrombosen und weiteren Infektionen.
Diese Empfehlungen sind für alle offen, nicht nur für ÄrztInnen.
PatientInnen mit Blut- und Krebserkrankungen müssen für die nächsten
Monate lernen, auch die Angst vor COVID-19 in den Umgang mit ihrer
Krebskrankheit zu integrieren.

Die aktualisierten Empfehlungen der DGHO können abgerufen werden unter:
https://www.dgho.de/aktuelles/news/news/2020/covid-
19_empfehlungen_11_aktualisierung

Über die DGHO
Die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie
e. V. besteht seit über 80 Jahren und hat heute mehr als 3.500 Mitglieder,
die in der Erforschung und Behandlung hämatologischer und onkologischer
Erkrankungen tätig sind. Mit ihrem Engagement in der Aus-, Fort- und
Weiterbildung, mit der Erstellung der Onkopedia-Leitlinien, mit der
Wissensdatenbank, mit der Durchführung von Fachtagungen und
Fortbildungsseminaren sowie mit ihrem gesundheitspolitischen Engagement
fördert die Fachgesellschaft die hochwertige Versorgung von Patientinnen
und Patienten im Fachgebiet. In mehr als 30 Themen-zentrierten
Arbeitskreisen engagieren sich die Mitglieder für die Weiterentwicklung
der Hämatologie und der Medizinischen Onkologie.

Informationen unter: http://www.dgho.de

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