Zum Hauptinhalt springen

Gesundheit

Organspende als Thema in der Schule - BZgA veröffentlicht neues Unterrichts-Material

„Ist man wirklich tot, wenn man für hirntot erklärt wird?” Diese und viele
weitere Fragen beschäftigen junge Menschen, die sich mit dem Thema
Organspende auseinandersetzen. Das neue Schulmaterial der Bundeszentrale
für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) „Wissen kompakt – Organspende. Das
Unterrichtsheft“ unterstützt Lehrerinnen und Lehrer dabei, Jugendliche für
das Thema zu sensibilisieren. Das kostenfrei zu bestellende Angebot
richtet sich an die Altersgruppe der Sekundarstufe II. Junge Menschen ab
dem 16. Lebensjahr können sich entscheiden, ob sie ihre Organe spenden
möchten.

Prof. Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung, erläutert: „Um speziell Schülerinnen und
Schüler der Sekundarstufe II zu erreichen, haben wir das neue
Unterrichtsangebot entwickelt. Es ermöglicht eine fächerübergreifende
Annäherung an das Thema Organspende und regt zu Diskussionen untereinander
und mit ihren Familienangehörigen an. Auch fordert es dazu auf, sich zu
verschiedenen ethischen Fragen zu positionieren. Somit werden junge
Menschen ermutigt, sich schon zu Schulzeiten mit dem Thema auseinander zu
setzen und eine informierte und selbstbestimmte Entscheidung zur eigenen
Spendebereitschaft zu treffen.“

Laut Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wünschen
sich 47 Prozent der jungen Menschen zwischen 14 und 25 Jahren mehr
Informationen zum Thema Organspende. Doch nur jeder vierte Teilnehmende
dieser Altersgruppe ist gut über das Thema informiert.

Das neue Unterrichtsmaterial beinhaltet das Unterrichtsheft, das als
Broschüre zur Verfügung steht. Ergänzt wird das Angebot online durch PDF-
Dateien, die eine methodisch-didaktische Handreichung für Lehrkräfte sowie
Lösungen zu den Aufgaben aus dem Unterrichtsheft und eine Linksammlung
umfassen. Zusätzlich stehen Filmportraits von Organempfängern und
Angehörigen zur Verfügung. Sie verdeutlichen, wie plötzlich und
unvorhersehbar das Thema Organspende jeden Einzelnen betreffen kann.

Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

„Wissen kompakt – Organspende. Das Unterrichtsheft“ kann ab sofort
kostenfrei unter Angabe der Bestellnummer 60205003 bestellt werden:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung | 50819 Köln
Online: http://www.bzga.de/infomaterialien
Fax: 0221/8992257
E-Mail: <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.>

Das Schulmaterial zum Download:
http://www.bzga.de/infomaterialien/organspende/informationsmaterialien/allgemein/3410/

Ansicht bzw. Herunterladen der Filmportraits:
http://www.organspende-info.de/erfahrungen-und-
meinungen/erfahrungsberichte.html

Weitere Informationen zur Organ- und Gewebespende unter:
http://www.organspende-info.de

Für persönliche Fragen ist das Infotelefon Organspende unter der
kostenfreien Rufnummer 0800-9040400 (montags bis freitags von 9:00 bis
18:00 Uhr) oder per E-Mail unter <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.> erreichbar.

  • Aufrufe: 174

Corona-Krise: Kinder in seelischen Nöten Kinderärzte beobachten Zunahme psychischer Beschwerden bei ihren jungen Patienten / Anzeichen für Entwicklungsprobleme

Kinderärzte schlagen Alarm: In der
Corona-Krise beobachten sie eine Zunahme körperlicher und vor allem
seelischer Beschwerden. Schul- und Kitaschließungen sowie
Kontaktbeschränkungen belasten besonders die Psyche ihrer jungen
Patienten, so das Fazit der Mediziner: 89 Prozent beobachten vermehrt
psychische Probleme. 37 Prozent diagnostizieren eine Zunahme
körperlicher Beschwerden. Dies sind Ergebnisse der Studie
"Homeschooling und Gesundheit 2020" der pronova BKK, für die 150
niedergelassene Kinderärztinnen und Kinderärzte befragt wurden.

Besonders betroffen sind nach den Erfahrungen in den Sprechstunden
Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren. Eine Zunahme von
Verhaltensänderungen wie Antriebslosigkeit oder Rückzug aber auch
Reizbarkeit und Angststörungen beobachtet jeder zweite Pädiater. 46
Prozent berichten von vermehrt aggressivem Verhalten, 45 Prozent von
Schlafstörungen. Aber auch Bauchschmerzen, Depressionen,
Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten seien häufiger
geworden.

Kinder litten unter Corona-Beschränkungen

Die Ursache für die Zunahme der Beschwerden sehen die Pädiaterinnen
und Pädiater in den Einschränkungen im täglichen Leben während der
Corona-Krise. Kinder waren stark betroffen, die Einschnitte in ihren
Alltag erheblich. Besonders folgenschwer waren aus Sicht einer
Mehrheit der Mediziner die mangelnden Freizeitmöglichkeiten wie Sport
im Verein (70 Prozent) und dafür zu viel Zeit am Bildschirm von Handy
und Computer (69 Prozent). Hinzukamen die fehlende Tagesstruktur (69
Prozent) infolge von Kita- und Schulschließungen und Konflikte in den
Familien (67 Prozent). 66 Prozent der Kinderärzte sprechen von
Isolation ihrer jungen Patienten. Auch die Enge zu Hause in der
Wohnung, fehlende Rückzugsmöglichkeiten sowie die Übertragung von
Ängsten der Eltern auf das Kind machten dem Nachwuchs zu schaffen,
wie mehr als jeder zweite Kinderarzt feststellte. "Erst die
Wiederaufnahme der Routinetermine sowie die Rückkehr in Schulen und
Kitas dürfte den ganzen Umfang entstandener Probleme bei Kindern und
Jugendlichen ans Licht bringen", sagt Dr. Gerd Herold, Beratungsarzt
bei der pronova BKK.

Nicht nur die Erwachsenen, auch die Kinder haben die ersten Monate
der Corona-Krise als eine Ausnahmesituation erlebt und vielfach als
verstörend oder gar bedrohlich empfunden. Es ist nun die Aufgabe der
Erwachsenen, die Kinder bei der Bewältigung dieser Erlebnisse zu
begleiten und zu unterstützen", sagt Herald.

Anzeichen für Entwicklungsverzögerungen bei Heranwachsenden

Die Auswirkungen der Corona-Einschränkungen auf Kinder könnten sogar
noch tiefere Spuren hinterlassen: Knapp vier von zehn Kinderärzten
beobachten Anzeichen für Entwicklungsverzögerungen bei ihren
Patienten, die sie auf die Corona-Krise zurückführen. Bei motorischen
Fähigkeiten sind Kinder zwischen sechs und neun Jahren besonders
betroffen, bei kognitiven Fähigkeiten betreffen die Verzögerungen
Kinder zwischen drei und dreizehn Jahren. Ursachen für die
Schwierigkeiten vermuten die Mediziner wiederum im zu hohen
Medienkonsum, in der Überforderung der Eltern sowie fehlendem Kontakt
zu Gleichaltrigen.

Das hat direkte Konsequenzen für die Praxen: 54 Prozent der
Kinderärzte rechnen damit, dass mehr Kinder Hilfe von Ergo- und
Physiotherapeuten benötigen; 43 Prozent erwarten, dass sie häufiger
an Psychotherapeuten überweisen werden müssen. "In den kommenden
Monaten wird sich erst das gesamte Ausmaß der Corona-Folgen für die
Kindergesundheit abschätzen lassen", sagt Herold. 57 Prozent der
befragten Kinderärzte sagen, dass viele Vorsorgeuntersuchungen und
Impfungen in der Corona-Krise verschoben wurden. "Erst die
Wiederaufnahme der Routinetermine, aber auch die Rückkehr in Schulen
und Kitas dürfte entstandene Probleme bei Kindern und Jugendlichen
ans Licht bringen", so Herold.

Zur Studie

Die Kinderärztebefragung "Homeschooling und Gesundheit 2020" wurde im
Juni und Juli 2020 im Auftrag der pronova BKK im Rahmen einer
Online-Befragung durchgeführt. Bundesweit nahmen 150 niedergelassene
Pädiaterinnen und Pädiater daran teil.

  • Aufrufe: 121
Die DIU bildet für ein völlig neues Berufsbild iDIU bildet für ein völlig neues Berufsbild in der Gesundheitsven der Gesundheitsversorgung aus.  © iStock / cyano66

Plan B für die medizinische Karriere

Die DIU bildet für ein völlig neues Berufsbild iDIU bildet für ein völlig neues Berufsbild in der Gesundheitsven der Gesundheitsversorgung aus.  © iStock / cyano66
Die DIU bildet für ein völlig neues Berufsbild iDIU bildet für ein völlig neues Berufsbild in der Gesundheitsven der Gesundheitsversorgung aus. © iStock / cyano66

Der bundesweit einzigartige Studiengang „Medizinischer
Behandlungsassistent“ der Dresden International University (DIU) bildet
für ein völlig neues Berufsbild in der Gesundheitsversorgung aus.

Ob Allgemeinarzt, Anästhesist oder Chirurg – viele Abiturienten träumen
von einem Berufsleben in der Medizin. Doch der Weg zum Arztberuf ist
steinig und die Hürden hoch. Ohne ein Einser-Abitur haben die Absolventen
in der Regel keine Chance und müssen zunächst Zeit in einem anderen
medizinischen Beruf verbringen, um sich für das Studium zu qualifizieren –
ohne Garantie, dass es anschließend klappt. Im Ergebnis verzichten
zahlreiche Abiturienten auf ihre Träume und entscheiden sich für eine
Karriere außerhalb der Medizin.

Das Gesundheitswesen kann es sich aufgrund des akuten Fachkräftemangels
nicht leisten, diese gut ausgebildeten Schulabsolventen an andere Branchen
zu verlieren. Vor diesem Hintergrund hat die Dresden International
University (DIU) gemeinsam mit der Uniklinik Dresden, dem Klinikum
Chemnitz und der Sächsischen Landesärztekammer den bundesweit
einzigartigen dualen Studiengang „Medizinischer Behandlungsassistent“
(MedBa) entworfen.

„Der ‚Medizinische Behandlungsassistent‘ vereint die akademische Tätigkeit
des Mediziners mit einer beruflichen Lehre. Die Absolventen dürfen direkt
am Patienten arbeiten und haben gleichzeitig eine hohe universitäre
Ausbildung. Sie sind in der Lage, diverse Tätigkeiten zu übernehmen, für
die es keine Approbation benötigt“, sagt Andreas Mogwitz, medizinischer
Geschäftsleiter am Uniklinikum Dresden.

Er war maßgeblich an der Idee und der Konzeption des neuartigen
Studienganges beteiligt und kennt die Bedürfnisse medizinischer
Versorgungseinrichtungen aus erster Hand.
Kliniken und Praxen funktionieren heute wie wirtschaftliche Unternehmen.
Das bedeutet auch, dass das zur Verfügung stehende Personal möglichst
effizient eingesetzt werden muss.

Kein leichter Spagat für Ärzte: Sie sollen auf der einen Seite für eine
patientengerechte, individuelle Behandlung sorgen, müssen sich auf der
anderen Seite aber um eine Vielzahl Patienten gleichzeitig kümmern und
noch dazu dokumentarische Aufgaben übernehmen. An dieser Stelle zeigt sich
der Wert des „Medizinischen Behandlungsassistenten“: „Er kann den Arzt bei
einer Vielzahl von wichtigen Aufgaben entlasten, etwa beim Schreiben
medizinischer Dokumente oder bei grundlegenden Interventionen am
Patienten. Dadurch hat der Arzt mehr Kapazitäten für die Diagnostik und
weiterführende Behandlung der Patienten. Praxen und Kliniken können die
Arbeitslast ihrer Ärzte dadurch effizienter steuern“, ergänzt Andreas
Mogwitz. Für medizinische Versorgungseinrichtungen kann dies eine große
Entlastung ihrer oftmals angespannten Personalsituation bedeuten. Wo ein
immer größeres Spezialisierungswissen notwendig ist, helfen „Medizinische
Behandlungsassistenten“ dank ihrer breiten Grundausbildung bei notwendigen
Basisaufgaben. So kann jeder medizinische Mitarbeiter gezielt für Aufgaben
eingesetzt werden, die seiner Aus- und Weiterbildung entsprechen. Vor
allem im ländlichen Raum profitieren Kliniken und Praxen mit knapper
ärztlicher Ausstattung von diesem Modell.

Die Dresden International University (DIU) hat gemeinsam mit der Uniklinik
Dresden, dem Klinikum Chemnitz und der Sa?chsischen Landesa?rztekammer den
in Deutschland einzigartigen dualen Studiengang „Medizinischer
Behandlungsassistent“ (MedBa) entworfen. Das Studienprogramm vereint die
akademische Ta?tigkeit des Mediziners mit einer Berufsausbildung.

Das duale Studium zeichnet sich durch eine starke Praxisnähe aus, die das
klassische Medizinstudium nicht bieten kann. Die Studierenden sind während
der kompletten Ausbildung bei einer Klinik oder Praxis ihrer Wahl
angestellt und können die künftige Arbeitsumgebung vom ersten Tag an
kennenlernen. „Das Studium ist extra so angelegt, dass ein breites
medizinisches Grundlagenwissen aufgebaut und mit den notwendigen
Kompetenzen eines medizinischen Fachangestellten verbunden wird. Dank der
umfassenden naturwissenschaftlichen Ausbildung eignet sich der
eigenständige Bachelor-Studiengang auch für eine Laufbahn in Forschung und
Lehre“, berichtet Andreas Mogwitz.
Den Absolventen des „Medizinischen Behandlungsassistenten“ stehen alle
Türen für eine Karriere im Gesundheitswesen und der Medizin offen.
Abiturienten, die aus verschiedenen Gründen kein Medizinstudium antreten
können oder wollen, bietet die DIU mit dem dualen Studium einen Plan B, um
sich doch noch den großen Traum von der medizinischen Karriere zu
erfüllen.



Bei Rückfragen berät Sie gern:

Petra Perica
DIU-Studiengangsmanagerin Medizinischer Behandlungsassistent
Tel: 0351 259 331 24
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Originalpublikation:
https://www.di-uni.de/news-presse/medizinische-karriere

  • Aufrufe: 399

Coronavirus hält von Früherkennung und Check-ups ab: Vor allem 30- bis 49-Jährige schieben Untersuchungen auf

Die Corona-Situation beeinflusst die medizinische Versorgung und Vorsorge:
Viele Menschen haben deshalb Krebsfrüherkennungsuntersuchungen,
Gesundheits-Check-Ups und Zahnarztbesuche aufgeschoben. So das Ergebnis
der aktuellen Befragungswelle des COVID-19 Snapshot Monitorings (COSMO)
der Universität Erfurt, an dem die Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung (BZgA) als Partnerin beteiligt ist. In COSMO werden in
regelmäßigen Abständen jeweils rund 1.000 Bürgerinnen und Bürger
repräsentativ zu ihren Wahrnehmungen, Einstellungen, ihrem Wissen und
Verhalten zu COVID-19 befragt.

Prof. Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA: „Die COSMO-Daten zeigen,
dass Menschen wegen der Corona-Situation weniger Früherkennungs- und
Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen. Diese Untersuchungen können jedoch
helfen, eine Erkrankung frühzeitig zu entdecken. So dient beispielsweise
der Gesundheits-Check-up ab 35 Jahren der Früherkennung insbesondere von
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zum Beispiel von Bluthochdruck, von Diabetes
und Nierenerkrankungen. Früh diagnostiziert, haben auch Krebserkrankungen
eine deutlich bessere Prognose. Deshalb sollten
Früherkennungsuntersuchungen auch in Zeiten der Pandemie konsequent
wahrgenommen werden.“

Seit März 2020 haben 22 Prozent der Befragten den Besuch beim Zahnarzt
oder der Zahnärztin und 16 Prozent den Gesundheits-Check-Up aufgeschoben –
vor allem 30- bis 49-Jährige. Nennenswerte Unterschiede zwischen Frauen
und Männern gab es dabei keine.
Bei den aufgeschobenen Zahnarztbesuchen handelte es sich hauptsächlich um
Vorsorge- oder Kontrolltermine.
Knapp jeder neunte Teilnehmende (11 Prozent) gab an, eine
Krebsfrüherkennung wegen der Corona-Situation aufgeschoben zu haben –
darunter deutlich mehr Frauen (14 Prozent) als Männer (8 Prozent) und auch
hier am häufigsten Befragte im Alter zwischen 30 bis 49 Jahren (15
Prozent).

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informiert auf
ihren Internetseiten https://www.frauengesundheitsportal.de und
https://www.maennergesundheitsportal.de gezielt Frauen und Männer über
Möglichkeiten der Vorsorge und Früherkennung.

Informationen zur COSMO-Studie:
https://projekte.uni-erfurt.de/cosmo2020

  • Aufrufe: 107