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Gesundheit

Die Deutsche Lebertagung: Hepatologie auf dem neuesten Stand beim 16. HepNet Symposium

Am 28. und 29. Juni 2019 bietet die Deutsche Leberstiftung auf dem 16.
HepNet Symposium in Hannover – der Deutschen Lebertagung – aktuelle
Vorträge zu relevanten Themen der Hepatologie. Auf der etablierten
Veranstaltung werden grundlagenwissenschaftliche und klinische
Fragestellungen behandelt. Akkreditiert wurde die
Fortbildungsveranstaltung von der Ärztekammer Niedersachsen und der
Akademie für Infektionsmedizin.

In der ersten Sitzung stehen seltene Lebererkrankungen im Fokus. Themen
sind Morbus Wilson, granulomatöse Lebererkrankungen, durch die Therapie
mit Checkpoint-Inhibitoren bedingte Hepatitis und familiäre
Cholestasesyndrome.

Das diesjährige HepNet Symposium präsentiert zwei internationale Special
Lectures. Prof. Christophe Moreno aus Brüssel spricht über die
personalisierte Diagnose und Therapie von alkoholischer
Fettleberhepatitis. Neue Entwicklungen und Perspektiven im Bereich der
Hepatitis E stellt Prof. Darius Moradpour aus Lausanne vor.

Das Hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist Thema der dritten Sitzung am
Freitag. Vorgestellt werden das HCC-Screening aus Sicht des
niedergelassenen Arztes sowie die aktuellen Entwicklungen in der
systemischen HCC-Therapie, der interventionellen HCC-Therapie und den
chirurgischen Therapieoptionen für das HCC.

Am Samstag werden „Real World“-Daten zur Hepatitis C (aus dem Deutschen
Hepatitis C-Register) und zu den nicht-alkoholischen Fettlebererkrankungen
(NAFLD) präsentiert. Im Anschluss findet die bewährte Podiumsdiskussion
mit klinischen Fallvorstellungen zu Virushepatitis und NAFLD statt.

In der Sitzung „Update Hepatologie“ am Samstag geht es um den
diagnostischen Algorithmus und zukünftige Therapiestrategien bei NAFLD,
die Behandlung des Hämochromatose-Patienten mit Komorbidität, das
leitliniengerechte Management der Hepatischen Enzephalopathie und die
Erfahrungen zur Therapie der Primär Biliären Cholangitis (PBC) mit
Obeticholsäure (OCA) und Fibraten.

Weitere Informationen, das komplette Programm des 16. HepNet Symposiums
und die Möglichkeit zur Anmeldung unter: http://www.deutsche-
leberstiftung.de/symposium.

Deutsche Leberstiftung
Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen
und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung zu
verbessern. Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit steigert die Stiftung
die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen, damit diese früher
erkannt und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet
außerdem Information und Beratung für Betroffene und Angehörige sowie für
Ärzte und Apotheker in medizinischen Fragen. Diese Aufgaben erfüllt die
Stiftung sehr erfolgreich.
Weitere Informationen: http://www.deutsche-leberstiftung.de.

JETZT NEU: Website-Relaunch der Deutschen Leberstiftung http://www
.deutsche-leberstiftung.de – wichtige Basisinformationen, umfangreicher
Service und Presseinformationen/-bilder im neu gestalteten Online-Portal
für Betroffene und Angehörige, Fachkreise sowie Medienvertreter.

BUCHTIPP: „Das Leber-Buch“ der Deutschen Leberstiftung informiert
umfassend und allgemeinverständlich über die Leber, Lebererkrankungen,
ihre Diagnosen und Therapien – inzwischen in dritter, aktualisierter und
erweiterter Auflage! „Das Leber-Buch“ ist im Buchhandel erhältlich: ISBN
978-3-89993-899-9, 16,99 Euro.
Weitere Informationen: http://www.deutsche-leberstiftung.de/Leber-Buch

  • Aufrufe: 194
Logo Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft  @DGHWi

DGHWi und EHB begrüßen Gesetzesreform des Bundesministeriums. Qualifizierung zur Hebamme und zum Entbindungspfleger in Deutschland soll auf akademischer Basis erfolgen. DGHWi und Professorinnen der EHB erarbeiten Stellungnahme zum Referentenentwurf des ne

Logo Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft  @DGHWi
Logo Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft @DGHWi

DGHWi und EHB begrüßen Gesetzesreform des Bundesministeriums.
Qualifizierung zur Hebamme und zum Entbindungspfleger in Deutschland soll
auf akademischer Basis erfolgen. DGHWi und Professorinnen der EHB
erarbeiten Stellungnahme zum Referentenentwurf des neuen Hebammengesetzes.

Ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg zur Akademisierung der
Hebammenausbildung in Deutschland auf der Grundlage der EU-Richtlinie
2013/55/EU, ist erreicht: Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat
am 20. März 2019 den Referentenentwurf des neuen Hebammengesetzes an die
Verbände, Institutionen, Bundesressorts und Länder zur Stellungnahme
versendet. Im Entwurf ist umgesetzt, was Bundesgesundheitsminister Jens
Spahn im Oktober des vergangenen Jahres ankündigte: Hebammen werden
zukünftig akademisch ausgebildet. Dies soll im Rahmen eines dualen
Studiums geschehen, das neben der Vermittlung wissenschaftlich fundierter,
theoretischer Inhalte auch mindestens 2.100 Stunden praktische
Studienphasen in der klinischen und außerklinischen Hebammenversorgung
vorsieht.

Die Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft e. V. (DGHWi) begrüßt
diese Reform ausdrücklich. Seit Jahren tritt die DGHWi für eine
wissenschaftlich basierte Qualifizierung der Hebammen ein. Die
Gesamtverantwortung für die theoretischen und praktischen
Lehrveranstaltungen den Hochschulen zu übertragen, hält die DGHWi daher
für den richtigen Schritt. Dem schließen sich auch die Professorinnen im
Studiengang Hebammenkunde an der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB) an,
der bereits seit Wintersemester 2013 in dualer Form angeboten wird.

Der Gesetzesentwurf enthält viele sinnvolle Vorhaben. Beispielsweise
sollen freiberuflich tätige Hebammen, die Studierende in der Praxis
ausbilden, für ihre Arbeit entlohnt werden. Die Vorsitzende der DGHWi,
Elke Mattern, freut sich insbesondere darüber, dass der Hebammenberuf in
seiner Bedeutsamkeit und Unverzichtbarkeit in der gesundheitsfördernden
Versorgung von Frauen, Kindern und Familien während Schwangerschaft,
Geburt und Wochenbett mit diesem Entwurf umfassend anerkannt wird.
Gemeinsam mit den Beauftragten des Studiengangs Hebammenkunde an der EHB,
Professorin Dr. rer. medic. Melita Grieshop und Professorin Dr. Dorothea
Tegethoff, werden Vertreterinnen der DGHWi nun bis Mitte April eine
Stellungnahme zu dem Referentenentwurf erarbeiten.

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Oberarzt Dr. Jörg Laske (v.l.n.r.), Jürgen Preiss-Daimler und Klinikdirektor Stefan Beissert, mit dem

Lasermikroskop statt Skalpell – Spende für Dresdner Uniklinikum ermöglicht schonende Diagnostik

Oberarzt Dr. Jörg Laske (v.l.n.r.), Jürgen Preiss-Daimler und Klinikdirektor Stefan Beissert, mit dem
Oberarzt Dr. Jörg Laske (v.l.n.r.), Jürgen Preiss-Daimler und Klinikdirektor Stefan Beissert, mit dem "VivaScope"-Laser-Mikroskop zur schonenden Diagnose bei Hautkrebsverdacht. Uniklinikum Dresden / Marc Eisele

Dank einer großzügigen Spende kann die Klinik für Dermatologie des
Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden ihren Patienten im Fall
des Verdachts auf Hautkrebs eine schonende Untersuchung ihrer Haut
anbieten. Den Kauf des neuen Geräts ermöglichte Jürgen Preiss-Daimler. Als
einer der erfolgreichsten Unternehmer Ostdeutschlands mit Sitz in Grumbach
bei Dresden unterstützt er bereits seit sechs Jahren die Hochschulmedizin
Dresden und stellte allein für das spezielle Laser-Mikroskop über die von
ihm und seiner Ehefrau Beatrix Preiss-Daimler gegründete Stiftung „Medical
Equipment and Research“ einen knapp sechsstelligen Betrag zur Verfügung.

Mit der konfokalen Laserscanmikroskopie lässt sich schnell und direkt
feststellen, ob Hautkrebs vorliegt und um welche Krebsart es sich handelt.
Die oft schmerzhafte Entnahme von Gewebe zum Stellen einer Diagnose
(Biopsie) ist somit in vielen Fällen nicht mehr erforderlich. Das Ergebnis
liegt in der Regel sofort vor.

Jedes Jahr diagnostizieren Ärzte allein in Deutschland bei rund 140.000
Patienten erstmals einen Hautkrebs. Gut zehn Prozent davon sind vom
sogenannten „schwarzen Hautkrebs” – dem malignen Melanom – betroffen. Bei
rund 125.000 Deutschen wird jährlich die Diagnose „heller Hautkrebs”
gestellt. Bei beiden Krebsarten ist die Tendenz dabei steigend.
Hauptursache dieser Tumorerkrankungen ist eine übermäßige
Sonnenbestrahlung sowie vor allem in der Kindheit erlittene Sonnenbrände.
Ob ein Hautkrebs oder eine Vorform vorliegt oder eine gutartige
Veränderung wie ein Muttermal – Nävus –, können auch erfahrene Hautärzte
in der Regel nicht mit dem bloßen Auge abschließend erkennen. Dazu ist ein
Blick in die Zellstrukturen der Haut notwendig. Deshalb muss ein Stück des
verdächtigen Gewebes herausgeschnitten und im Labor mit einem Mikroskop
untersucht werden. Gerade beim häufiger auftretenden weißen Hautkrebs, der
sich schwerpunktmäßig im Gesicht und auf dem Kopf entwickelt, sind solche
Gewebeentnahmen – Biopsien – nicht nur schmerzhaft, sondern sie
hinterlassen feine Narben. Im Fall eines falschen Alarms für die Patienten
eine ungelegene Nebenwirkung. Gerade in Fällen, bei denen die
Wahrscheinlichkeit eines positiven Befundes eher gering ist oder bei einer
Häufung von Verdachtsfällen wissen Patienten wie Ärzte die moderne Technik
des neuen Laser-Mikroskops zu schätzen. Doch die mit dessen Anschaffung
verbundenen hohen Kosten, zu denen ein großer Aufwand für Schulungen
hinzukommt, werden von den gesetzlichen Krankenkassen derzeit noch nicht
getragen.

„Mit ihrem Engagement und ihrer Stiftung gehören Beatrix und Jürgen
Preiss-Daimler zu den herausragenden Mäzenen der Hochschulmedizin Dresden.
Dafür gilt beiden unser besonderer Dank“, sagt Wilfried Winzer,
Kaufmännischer Vorstand des Dresdner Uniklinikums und ergänzt: „Ihre
Unterstützung ist so vielfältig wie die Hochschulmedizin selbst. Sie
reicht von der Krankenversorgung über Forschungsprojekte bis zur Lehre.“

„Ich möchte von dem Erfolg, den ich als Unternehmer habe, etwas an die
Menschen zurückgeben“, begründet Jürgen Preiss-Daimler sein Engagement als
Mäzen der Hochschulmedizin Dresden. „Dabei liegt mir die Förderung des
öffentlichen Gesundheitswesens besonders am Herzen. – Auch weil jährlich
in Deutschland rund eine halbe Million Menschen neu an Krebs erkranken.
Deshalb brauchen wir in diesem Bereich Spitzenforschung auf allerhöchstem
Niveau. Aber auch meine Familie und mich hat diese Erkrankung sehr
betroffen. Durch den Kampf gegen den eigenen Krebs ist mir noch stärker
als früher bewusst geworden, dass es noch viel zu tun gibt, um diese
Krankheit zu besiegen. So ist mir der Gedanke gekommen, die 2013
gegründete Stiftung auf den Weg zu bringen. Denn helfen zu können, ist ein
schönes Gefühl – ganz besonders, wenn man selbst krank ist“, so der
Unternehmer.

„Dank der Spende von Herrn Preiss-Daimler konnten wir ein technologisch
hochmodernes Gerät anschaffen, das uns eine schonende und dennoch
hochpräzise Diagnose von Hauttumoren ermöglicht“, bedankt sich Prof.
Stefan Beissert, Direktor der Klinik für Dermatologie des Dresdner
Uniklinikums. Bei der Behandlung von Krebspatienten ist die Klinik eng in
das Nationale Zentrum für Tumorerkrankungen NCT/UCC eingebunden. Im darin
integrierten Hauttumorzentrum am Universitäts KrebsCentrum Dresden fanden
im Jahr 2018 mehr als 4.000 Besuche von Patienten mit bösartigen
Hauttumoren statt. „Bereits der Verdacht auf Hautkrebs löst bei vielen
Patienten eine große Besorgnis aus. Dass wir ihnen nun eine so schonende
Diagnosemöglichkeit anbieten können, bedeutet schon eine gewisse
Erleichterung. Doch um die moderne Technik so zuverlässig wie möglich
einsetzen zu können, braucht es erfahrene und sehr gut ausgebildete Ärzte.
Deshalb werden zwei Fachärzte unserer Klinik im Mai ein Schulungsprogramm
an der Universität Modena und Reggio Emilia absolvieren“, sagt Oberarzt
Dr. Jörg Laske.

Optische Hautbiopsien in Echtzeit dank Konfokale Laserscanmikroskopie
Das neue mit den Geldern der Stiftung „Medical Equipment and Research“
erworbene Gerät nutzt das Prinzip der konfokalen Laserscanmikroskopie. Im
Gegensatz zur herkömmlichen Mikroskopie, wo das komplette Blickfeld mit
einer Aufnahme abgebildet wird, tastet ein Laserstrahl Punkt für Punkt das
Gewebe ab. Je nach Intensität lassen sich zusätzlich unterschiedliche
Ebenen der Haut erfassen. Damit kann das neue Gerät Aufnahmen von sechs
verschiedenen Hautschichten in einer hohen Auflösung anfertigen. Der
Abgleich der Zellstrukturen von gesundem Gewebe und dem Tumorgewebe
erfolgt wenige Minuten nach der Aufnahme. Dies ist Aufgabe des Arztes, der
deshalb entsprechend geschult werden muss. Die konfokale
Laserscanmikroskopie öffnet ein „Fenster in die Haut“. Das Gerät arbeitet
mit langwelligem Laserlicht. Dank der Wellenlänge von 830 Nanometern (nm)
verursacht keinerlei Nebenwirkungen. Der Laser ist nicht schädlich für
Auge und Haut. Auch hochempfindliche Hautareale, wie zum Beispiel bei
einer akuten Kontaktallergie, können so problemlos beurteilt werden.

Der helle Hautkrebs

Mit dem Begriff „heller Hautkrebs“ (auch „weißer Hautkrebs“ genannt)
werden bestimmte Formen von Tumoren der Haut bezeichnet, die in der Regel
eine weiße bis rötliche Färbung haben. Zudem sind sie oft entweder rau und
schuppig an der Hautoberfläche oder haben eine muttermalähnliche Form. Sie
entstehen hauptsächlich durch zu intensive, jahrelange Sonnenbelastung der
Haut. Zum hellen Hautkrebs gehören unter anderem das Basalzellkarzinom,
Basaliom, oder das spinozelluläre Karzinom, auch Spinaliom genannt,
Plattenepithelkarzinom oder Stachelzellkrebs genannt, aber auch
Hautkrebsfrühformen wie die aktinischen Keratosen, auch solare Keratosen
genannt, und Morbus Bowen.

Der „schwarze Hautkrebs“ – Malignes Melanom

Bei dem malignen Melanom handelt es sich um einen bösartigen, von
pigmentbildenden Hautzellen (Melanozyten) ausgehenden Hauttumor. Er
entsteht aus pigmentierten Muttermalen, kann sich aber auch sehr plötzlich
auf bis dato völlig unauffälliger Haut entwickeln. In Anlehnung an seine
oft dunkle, schwärzliche Erscheinungsform kam es zu der Bezeichnung
„schwarzer Hautkrebs”. Wird ein Melanom sehr früh erkannt, bestehen sehr
gute Chancen auf eine dauerhafte Heilung. In fortgeschrittenen Fällen sind
die therapeutischen Möglichkeiten bereits stark begrenzt und die
Erkrankung kann einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen. Deswegen ist eine
Vorsorge und Früherkennung sehr wichtig.

  • Aufrufe: 554
Fortgeschrittene Arteriosklerose mit starken Ablagerungen und folgender Einengung

Schmerzen in den Beinen können Warnsignal für Herzinfarkt und Schlaganfall sein

Fortgeschrittene Arteriosklerose mit starken Ablagerungen und folgender Einengung
Fortgeschrittene Arteriosklerose mit starken Ablagerungen und folgender Einengung

Herzstiftung: Anzeichen der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit
(pAVK) oder „Schaufensterkrankheit“ ernst nehmen: Auch das Herz ist in
Gefahr
Es beginnt mit Schmerzen beim Gehen – häufig in den Waden: Bei der
„peripheren arteriellen Verschlusskrankheit“ (pAVK) sind die Arterien in
Becken und Beinen verengt. Dadurch gelangt nicht mehr ausreichend Blut in
die Beine und es kommt zu Schmerzen, weil die Muskelzellen in den Waden
nicht genügend Sauerstoff und Nährstoffe erhalten. In Deutschland leiden
vier bis fünf Millionen Menschen an der tückischen Durchblutungsstörung
der Gefäße (Arteriosklerose). Da Betroffene aufgrund der Schmerzen häufig
gezwungen werden stehen zu bleiben, wird die pAVK auch
„Schaufensterkrankheit“ genannt. „Mit der pAVK geht ein hohes Risiko für
Herzinfarkt und Schlaganfall einher“, warnt Herzspezialist Prof. Dr. med.
Dietrich Andresen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, die
in ihrer aktuellen Ausgabe HERZ HEUTE über die Diagnose und Therapie der
pAVK informiert. „Wer erste Anzeichen der Schaufensterkrankheit bemerkt,
sollte daher möglichst bald einen Arzt aufsuchen.“ Gleiches gilt für
Schmerzen, die sich beim Hinlegen in der Zehenregion bemerkbar machen,
besonders wenn Aufstehen für Linderung sorgt.  Wird die pAVK nicht
erkannt, bleiben möglicherweise auch Gefäßverengungen in anderen
Körperregionen wie Halsschlagader, Gehirn, Nieren und Herzen unbehandelt.
Die Folge sind z. B. Infarkte, wenn die Arteriosklerose stark
vorangeschritten ist. Mit einer einfachen Untersuchung lässt sich der
Zustand der Gefäße rasch feststellen. Informationen zur pAVK erhalten
Betroffene online unter www.herzstiftung.de/schmerzen-in-den-beinen

Unbehandelt nehmen die Beschwerden zu
Wird die pAVK nicht erkannt, verschlechtert sich die Durchblutung in den
Bein- und Beckenarterien weiter und die Beschwerden nehmen zu. Ärzte
teilen die pAVK je nach Schweregrad in vier Stadien ein: In Stadium I sind
die Arterien zwar verengt, verursachen aber noch keine Beschwerden. In
Stadium II spüren Patienten die oben beschriebenen Schmerzen beim Gehen.
In Stadium III treten die Schmerzen nicht nur bei Belastung, sondern
bereits in Ruhe auf. Folgenschwer wird es in Stadium IV: „Geht die
Durchblutung noch weiter zurück und stirbt das unterversorgte Gewebe ab,
entsteht ein ,Gangrän‘ oder ein offenes Geschwür“, warnt Prof. Dr. med.
Dr. h. c. Klaus Mathias, Radiologe und Spezialist für Gefäßmedizin
(Dortmund) und einer der Autoren des pAVK-Beitrags in HERZ HEUTE. „Wird
die Gefäßerkrankung hingegen rechtzeitig erkannt und entsprechend
behandelt, lässt sich solch ein dramatischer Verlauf oft verhindern.“

Diagnose und Therapie der Schaufensterkrankheit
Die pAVK lässt sich durch einen einfachen Test diagnostizieren: Der Arzt
tastet dazu den Puls in den Leisten sowie am Fuß und misst den Blutdruck
der Knöchel- und Zehenarterien. Ist der Puls abgeschwächt oder fehlt er
sogar ganz, bzw. sind die Drucke reduziert, steht die Diagnose „pAVK“
fest. Per Ultraschall lässt sich anschließend das Ausmaß der
Gefäßerkrankung feststellen. Zur Therapie empfehlen Ärzte in der Regel
eine Umstellung des Lebensstils: Patienten sollten u. a. das Rauchen
aufgeben, sich gesund ernähren und regelmäßig bewegen, ideal sind 30-40
Minuten täglich (www.herzstiftung.de/ausdauer-verbessern). „In schweren
Fällen ist es allerdings nötig, die Durchblutung durch einen kleinen
Eingriff wiederherzustellen“, betont Prof. Dr. med. Sigrid Nikol,
Chefärztin der Abteilung für Klinische und Interventionelle Angiologie der
Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg. „Mit verschiedenen
Kathetertechniken kann ein normaler Blutfluss wiederhergestellt werden.“
Dabei wird der Katheter, ein kleiner Schlauch, durch die Blutgefäße bis
zur Engstelle vorgeschoben und das Gefäß von innen aufgedehnt. In einigen
Fällen wird dabei ein Stent eingesetzt. Die Eingriffe seien in der Regel
wenig schmerzhaft und komplikationsarm.

Diabetes und Bluthochdruck als Risikofaktoren
Herzpatienten sollten besonders auf erste Anzeichen der
Schaufensterkrankheit achten. Denn die pAVK hat die gleiche Ursache wie
die Koronare Herzkrankheit: In den Blutgefäßen bilden sich Ablagerungen,
die im Laufe der Jahre die Gefäße verengen – die Arterien „verkalken“
(Arteriosklerose). Zwar bilden sich bei jedem Menschen im Laufe des Lebens
diese Ablagerungen. Über das Ausmaß bestimmen neben genetischen Faktoren
vor allem der Lebensstil sowie verschiedene Vorerkrankungen. Unter anderem
erhöhen Rauchen, Bluthochdruck (www.herzstiftung.de/Bluthochdruck-
Sonderband.html
), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
(www.herzstiftung.de/Diabetes.html) sowie Fettstoffwechselstörungen
(www.herzstiftung.de/cholesterin-ratgeber.html) das Arteriosklerose-
Risiko. Da sich auch die Herzkranzgefäße oder die Arterien im Gehirn
verengen können, haben Menschen mit Arteriosklerose ein stark erhöhtes
Infarkt-Risiko. „Bei Patienten mit pAVK sollte immer auch darauf geachtet
werden, ob es Anzeichen für eine koronare Herzerkrankung oder eine
Herzschwäche gibt“, rät Gefäßspezialistin Nikol. Umgekehrt sollten
Patienten mit solchen Herzleiden auf das Vorliegen einer pAVK untersucht
werden.

Tipp: Mehr Informationen zur pAVK finden Patienten in dem Expertenbeitrag
„Kranke Gefäße – gefährdetes Herz“ von Prof. Mathias und Prof. Nikol in
der aktuellen Ausgabe der Herzstiftungs-Zeitschrift HERZ HEUTE, die
kostenfrei per Tel. unter 069 955128400 oder E-Mail unter
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. (Stichwort: „pAVK“) angefordert werden kann.

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