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Gesundheit

Hüftgelenk-Ersatz: hipEOS macht den Operationserfolg vorhersehbar

In der Orthopädischen Universitätsklinik Friedrichsheim sehen Chirurgen bereits vor der Operation wie ein künstliches Hüftgelenk nach der Operation sitzt. Mit der in Deutschland jetzt erstmals eingesetzten hipEOS-Software können die Chirurgen vorab exakt prüfen, wie das künstliche Gelenk im Stehen sitzt.

Beim Implantieren eines künstlichen Hüftgelenks geht es um Millimeter. Sie entscheiden, wie perfekt das Ersatzgelenk später passt, wie unbeschwert der Empfänger sich in Zukunft im Alltag bewegen kann. In der Universitätsklinik Friedrichsheim unterstützen neue Röntgensysteme mit dreidimensionaler Darstellung des Hüftgelenkbereichs die Operateure in bisher nicht gekannter Perfektion bei ihrer Arbeit. Schlüssel dazu ist die EOS-Technologie, eine besonderen Röntgentechnik. EOS-Geräte ermöglichen durch spezielle Technik eine Rundumbetrachtung von Skelett und Knochen und auch die testweise Platzierung unterschiedlicher Implantate bereits vor dem eigentlichen Eingriff. EOS arbeitet mit einer extrem niedrigen Strahlendosis. EOS wurde jetzt nochmals weiterentwickelt. Im Klinikum Friedrichsheim wird seit einigen Monate erstmals in Deutschland EOS mit einer ganz neuen, noch genauer abbildenden Software eingesetzt: hipEOS


Der Bewegungsapparat des Patienten kann damit im Stehen also unter Belastung aufgenommen werden. "Die Analyse im Stehen zeigt ein realitätsnahes Belastungsbild von Knochen und Gelenken und damit auch Fehlstellungen, die oft Auslöser von Erkrankungen sind", sagt Professor Dr. Meurer. "Das ist in der Orthopädie deshalb besonders wichtig, weil die Beine das gesamte Gewicht eines Menschen tragen und im Falle von Abweichungen und Krankheiten dort große statische Probleme auftreten können."

"Diese exakten 3-D-Bilder, die im virtuellen Raum beliebig gedreht werden können, bedeuten einen Quantensprung für die Operationsplanung, für die Passgenauigkeit der neuen Prothese und damit für die Lebensqualität des Patienten", sagt Professor Dr. Andrea Meurer. Damit eröffnet EOS den Ärzten im Klinikum Friedrichsheim auch bei Patienten mit Wirbelsäulenproblemen,
Fehlstellungen des Beckens, bei unterschiedlichen Beinlängen oder Achsenabweichungen der Beine neue Möglichkeiten der Diagnose und Behandlungsplanung.

Uniklinik Friedrichsheim: mit an der Spitze in Deutschland

Die Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim steht beim Implantieren künstlicher Gelenke seit Jahren mit an der Spitze in Deutschland. Auch im aktuellen deutschlandweiten Klinikvergleichstest des Magazins Focus wurde das Klinikum als eines der besten Therapiezentren auf diesem Gebiet ausgezeichnet. Mit dem Ersteinsatz von hipEOS in Deutschland will die Klinik diese führende Position weiter ausbauen.
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Volkskrankheit „Trauma“ | 50. UUG-Vortrag über die Folgen körperlicher und seelischer Verletzungen

Prof. Anita Ignatius  Foto: Elvira Eberhardt / Uni UlmDas Jahr 2017 startet mit gleich zwei Jubiläen: Zum einen steht der 50.
Gründungstag der Uni Ulm kurz bevor und außerdem kann die Ulmer
Universitätsgesellschaft (UUG) ihren 50. Vortrag der Reihe "Wissen
erleben" feiern. Der Jubiläumsvortrag am Samstag, 14. Januar (11:00 Uhr,
neue Kundenhalle der Sparkasse Ulm, Eintritt frei), widmet sich der Ulmer
Traumaforschung. Die Sprecher des Ulmer Zentrums für Traumaforschung,
Professorin Anita Ignatius und Professor Jörg Fegert, geben Einblicke in
diesen wissenschaftlichen Schwerpunkt der Uni und Uniklinik Ulm und
sprechen beispielsweise auch über die körperlichen und seelischen
Auswirkungen von Traumata. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

In Deutschland ziehen sich jedes Jahr mehr als acht Millionen Menschen
körperliche Verletzungen zu, zum Beispiel bei Verkehrsunfällen. Bei
Menschen unter 45 Jahren ist Tod durch Trauma sogar die häufigste
Todesursache. Oftmals nimmt auch die Psyche durch körperlich traumatische
Ereignisse Schaden. Andere seelische Belastungen können durch
Missbrauchserfahrungen in der Kindheit, Erlebnisse von Krieg, Flucht und
Vertreibung oder den Verlust eines Familienangehörigen verursacht werden.
„Wir wissen heute, dass Verletzungen des Körpers und der Psyche in engem
Zusammenhang stehen und sich gegenseitig stark beeinflussen können“,
erklären Professorin Anita Ignatius, Direktorin des Instituts für
Unfallchirurgische Forschung und Biomechanik, und Professor Jörg Fegert,
Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und
Jugendpsychiatrie/

Psychotherapie an der Uniklinik. „Und genau an dieser
Schnittstelle besteht nach wie vor akuter Forschungsbedarf, insbesondere
auch vor dem Hintergrund, dass es so viele Betroffene gibt“, so die
Mediziner weiter.

Bereits seit mehreren Jahren wird an Uni und Uniklinik Ulm zu Prävention,
Versorgung und Behandlung bis hin zur Rehabilitation von Traumaopfern
geforscht, unter anderem in einem DFG-Sonderforschungsbereich. Seit
Dezember 2015 bündeln Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachgebieten
zudem ihre Kompetenzen im Zentrum für Traumaforschung. Beim 50. UUG-
Vortrag am 14. Januar erläutern die Sprecher des Zentrums, Ignatius und
Fegert, unter anderem, welchen drängenden Forschungsfragen in der
transdisziplinären Forschungseinrichtung nachgegangen wird.

Die Veranstaltung ist Teil der UUG-Vortragsreihe „Wissen erleben“, bei der
Ulmer Professoren ihre Forschung allgemeinverständlich vermitteln und
einen Bezug zum Lebensalltag der Zuhörer herstellen. Im ersten Halbjahr
finden fünf der insgesamt neun UUG-Vorträge des Uni-Jubiläumjahrs 2017
statt. Die beiden nächsten drehen sich um neuartige Batteriekonzepte (4.
Februar) und darum, wie künstliche Diamanten in der Quantentechnologie
eingesetzt werden (18. Februar). Die Veranstaltungsreihe (jeweils
samstags, 11:00 Uhr) wird von der Sparkasse Ulm unterstützt, der Eintritt
ist kostenlos.

Weitere Informationen: Ulmer Universitätsgesellschaft (UUG), Tel.: 0731
/173 160, http://www.uug-ulm.de/wissen-erleben/

Terminübersicht (Jan./Feb. 2017)
Die Vorträge finden jeweils samstags um 11:00 Uhr in der neuen Kundenhalle
der Sparkasse Ulm, Neue Straße 66, 89073 Ulm, statt. Der Eintritt ist
kostenlos.

- Samstag, 14. Januar, um 11:00 Uhr
Volkskrankheit „Trauma“
Prof. Dr. Anita Ignatius (Direktorin des Instituts für Unfallchirurgische
Forschung und Biomechanik, Universitätsklinikum Ulm) und
Prof. Dr. Jörg Fegert (Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und
Jugendpsychiatrie/Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm)

- Samstag, 4. Februar, 11:00 Uhr
Neuartige Batteriekonzepte für die Herausforderungen in der
elektrochemischen Energiespeicherung
Prof. Dr. Axel Groß
Leiter des Instituts für Theoretische Chemie, Universität Ulm
Helmholtz-Institut Ulm (HIU) für elektrochemische Energiespeicherung

- Samstag, 18. Februar, 11:00 Uhr
Diamanten in der Quantentechnologie
Prof. Dr. Fedor Jelezko
Leiter des Instituts für Quantenoptik, Universität Ulm

Text: UUG / Marieke Behnel
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.uug-ulm.de/wissen-erleben/ Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe der UUG
https://www.uni-ulm.de/misc/50jahre/programm/veranstaltungsreihen/uug-vortraege/ Informationen zu allen UUG-Vorträgen in der ersten Jahreshälfte 2017
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Guter Vorsatz fürs neue Jahr: Bewegt arbeiten!

Abnehmen, mehr bewegen, bessere Ernährung – so lauten die klassischen
Vorsätze zum Jahresbeginn. Viel wichtiger allerdings: mehr Bewegung am
Arbeitsplatz! Wie das funktioniert, wird an der Deutschen Sporthochschule
Köln erforscht.

Jeder hat schon mal von ihnen gehört oder kennt sie aus eigener Erfahrung:
die guten Vorsätze für das neue Jahr. Weniger rauchen, mehr Sport treiben
und gesünder essen stehen dabei ganz oben. Doch, mal ehrlich, viele
Vorsätze sind schnell gefasst und ebenso schnell wieder vergessen.
Radikaldiät und ein sportliches Mammutprogramm haben schlechte Chancen auf
langfristigen Erfolg. Daher raten Wissenschaftler der Deutschen
Sporthochschule Köln zu einem ganz anderen Schritt… und zwar: mehr
Bewegung am Arbeitsplatz!

Der moderne Büromensch verbringt etwa 80 Prozent seiner Arbeitszeit
sitzend. Die Folgen dieses Bewegungsmangels sind immens: Der Stoffwechsel
erlahmt, das Risiko, an Diabetes oder Krebs zu erkranken, steigt. Neuere
Studien belegen dabei Erstaunliches: Selbst regelmäßiger Sport nach der
Arbeit kann die Negativfolgen des langen Sitzens nicht ausgleichen.
„Während der Zeit der Inaktivität passieren so viele negative Prozesse im
Körper: Sport nach der Arbeit alleine reicht nicht aus, um Menschen
gesund, fit und leistungsfähig zu erhalten“, konstatiert Prof. Dr. Ingo
Froböse, Leiter des Zentrums für Gesundheit durch Sport und Bewegung der
Deutschen Sporthochschule Köln, und fordert daher: „Wir müssen Bewegung
wieder zu den Menschen bringen, indem wir Räume für Bewegung schaffen –
und das, ohne den Arbeitsprozess zu stören.“

Die Rede ist vom „bewegten Büro“ oder „dynamischen Arbeitsplatz“.
Mindestens 25% der Arbeitszeit sollte im Stehen, Gehen oder bei leichter
körperlicher Aktivität ausgeübt werden, am besten verteilt über den
gesamten Arbeitstag, rät Froböse. Aber wie kann das gelingen, wenn
Beschäftigte fast ausschließlich vor dem PC sitzen? Die Lösung: Bewegung
müsse direkt am Arbeitsplatz integriert werden. Umsetzungsideen und
konkrete Ansätze dazu präsentierten Wissenschaftler und Gäste der
Deutschen Sporthochschule Köln beim 11. Kölner Abend der Sportwissenschaft
im vergangenen Dezember unter dem Titel „Der Arbeitsplatz der Zukunft –
bewegtes Arbeiten statt riskanten Sitzens?“.

Hier wurden u.a. die Ergebnisse einer Studie vorgestellt, welche die
Deutsche Sporthochschule Köln und das Institut für Arbeitsschutz der
Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung zur aktiven
Arbeitsplatzgestaltung durchgeführt haben. Beschäftigte einer großen Firma
erhielten die Möglichkeit, dynamische Arbeitsstationen zu testen, z.B.
mobile Fahrradergometer unter dem Schreibtisch, die die Muskulatur und den
Kreislauf anregen. Dabei zeigte sich, dass die Leistungsfähigkeit der
Beschäftigten gegenüber einem Standardarbeitsplatz entgegen der
Wahrnehmung der ProbandInnen nicht abnahm.

Aus psychologischer Sicht entscheidend ist dabei die Akzeptanz der Geräte
und die Motivation der MitarbeiterInnen; nachhaltiger Nutzen entstehe
nicht durch Zwang, sondern aus der eigenen Überzeugung zum aktiven
Arbeiten, erklärt Prof. Dr. Jens Kleinert, Leiter des Psychologischen
Instituts: „Wir machen Dinge, die für uns ein Erlebnis und deren positive
Effekte unmittelbar wahrnehmbar sind.“ Bei den ProbandInnen der
durchgeführten Studie war dies der Fall: Die VielnutzerInnen der Geräte
zeigten einen Gewinn an Wohlbefinden insgesamt – nicht nur bei der Arbeit
oder während sie sich bewegten. Wichtig sei zudem, dass Führungskräfte als
aktive und bewegungsorientierte Vorbilder agierten.

Wie der Arbeitsplatz der Zukunft aussehen wird, bleibt abzuwarten. Die
Moden aus Vergangenheit und Gegenwart, beispielsweise der Gymnastikball,
der höhenverstellbare Schreibtisch oder die E-Mail-freie Stunde, haben
jedenfalls nicht langfristig zu mehr Bewegung am Arbeitsplatz geführt. Das
Equipment allein kann also nicht im Fokus stehen – ebenso die
(Bewegungs-)Kultur an den Arbeitsstätten, der Teamgeist und das
Miteinander sind laut Sportpsychologe Kleinert Schlüsselkomponenten auf
dem Weg zu einer bewegten (Arbeits-)Atmosphäre. Wie bei allen „guten
Vorsätzen“ sind auch beim „bewegten Arbeiten“ die sogenannten volitionalen
Kompetenzen besonders wichtig. Diese befähigen Menschen dazu, selbst
gesteckte Ziele in Resultate umzuwandeln. Den „guten Vorsatz“ zu
konkretisieren, messbar und überprüfbar zu machen sowie in die sozialen
und alltäglichen Handlungsstrukturen zu integrie-ren, sind dabei u.a.
wichtige Schritte, sagt Kleinert.

Hintergrund:
Den „Kölner Abend der Sportwissenschaft“ hat die Deutsche Sporthochschule
Köln im Jahr 2012 ins Leben gerufen. Ziel der Veranstaltungsreihe ist, den
Transfer von aktuellen sportwissenschaftlichen Erkenntnissen in die
Gesellschaft zu ermöglichen und die Forschung an Deutschlands einziger
Sportuniversität einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Diese Presse-Information ist in Kooperation mit den Studierenden des
Bachelorstudiengangs Sportmanagement und Kommunikation im Seminar „PR
/Organisations-kommunikation“ entstanden.

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Bundesweites KfH-Netzwerk wird weiter ausgebaut

Zum 1. Januar 2017 wurde das bisherige hessische Dialysezentrum Dr. Tillmann Fay als Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) KfH-Gesundheitszentrum Maintal in Betrieb genommen. Im KfH-Verbund gibt es aktuell neben 202 KfH-Nierenzentren zusätzlich auch 21 Medizinische Versorgungszentren in Trägerschaft des KfH bzw. der KfH MVZ gemeinnützige GmbH. Allein in Hessen betreibt das KfH derzeit 28 Zentren.

Neu-Isenburg/Maintal, 03.01.2017. Vorstandvorsitzender Professor Dr. med. Dieter Bach und sein Beauftragter Christoph Haake freuen sich über den Zuwachs im bundesweiten KfH-Netzwerk. „Damit stellen wir die umfassende nephrologische Versorgung vor Ort für die Patienten sicher“, erklärt Haake. „Andererseits stärken wir unsere Position als bundesweiter nephrologischer Gesamtversorger“, ergänzt Vorstandsvorsitzender Bach. Es sei nicht auszuschließen, dass das KfH auch weitere Zukäufe tätigen werde, sofern die Integration neuer Standorte in das bundesweite Netzwerk sinnvoll und finanziell vertretbar sei.

 

„Unter dem Dach des KfH werden wir in bewährter Form die qualitativ hochwertige Behandlung unserer Patienten aus Maintal und Umgebung mit dem bestehenden Team fortsetzen“, bekräftigt der Nephrologe Dr. Tillmann Fay, leitender Arzt im KfH-Gesundheitszentrum, und freut sich auf die künftige Zusammenarbeit im KfH-Verbund. Für die derzeit rund 60 Dialysepatienten und 450 Sprechstundenpatienten ändert sich somit nichts – weder bei der Dialysebehandlung noch bei der nephrologischen und hypertensiologischen Sprechstunde. Unterstützung bei den administrativen Aufgaben erhält das Team im neuen  KfH-Gesundheitszentrum Maintal durch die Verwaltungsleiterin Margit Titze: „Ich kümmere mich um alle nicht-medizinische Belange im Zentrum, so dass Ärzte und Pflegekräfte mehr Zeit für ihre Patienten haben.

Das gemeinnützige KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. steht für eine qualitativ hochwertige und integrative nephrologische Versorgung nierenkranker Patienten. Es wurde im Jahr 1969 gegründet und ist damit zugleich der älteste und größte Dialyseanbieter in Deutschland. Im Jahr 2011 wurde die KfH MVZ gemeinnützige GmbH als unmittelbare Tochtergesellschaft des KfH gegründet; sie ist Träger des neuen MVZ KfH-Gesundheitszentrums in Maintal.

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