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Lifestyle

Luzerner Sinfonieorchester LSO – Uraufführung von Jan Esra Kuhl, KKL Luzern, 2. März 2016, besucht von Léonard Wüst

Luzerner Sinfonieorchester LSO c Christian FlierlBesetzung und Programm:

Luzerner Sinfonieorchester LSO

James Gaffigan, Chefdirigent

Alina Ibragimova, Violine

Ferruccio Busoni (1866 – 1924)
Nocturne symphonique op. 43
Robert Schumann (1810 – 1856)
Konzert für Violine und Orchester d-Moll

Jan Esra Kuhl (*1988)
„and again“, Uraufführung der neuen Komposition des Gewinners des ART MENTOR FOUNDATION LUCERNE AWARD FOR YOUNG COMPOSERS 2015
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847)
Sinfonie Nr. 5 D-Dur op. 107 «Reformation»

Rezension:

Es ist immer wieder beeindruckend, das KKL in Luzern zu sehen und betreten, egal wie oft mal schon dort war. Die Vorfreude auf das Konzert ist natürlich noch grösser, wenn ein einheimisches Orchester, in diesem Fall das Luzerner Sinfonieorchester (LSO), sich die Ehre gibt, u.a. mit der Uraufführung eines Werkes des diesjährigen Gewinners des Kompositions-Wettbewerbs 2015 der Art Mentor Foundation Lucerne, Jan Esra Kuhl. Begonnen wurde aber mit einer ungewöhnlichen Komposition von Ferruccio Busoni.

Ferruccio Busoni, 1913Die „Nocturne Symphonique“ (entstanden 1912/13) ist eine von Busonis experimentellsten, atmosphärischen, fast unheimlichen Kompositionen. Wie viel von seiner abenteuerlicher Musik, erscheint auch ein Teil des Materials aus diesem Stück in seinem unvollendeten Hauptwerk auf, der Oper " Doktor Faust „. Das „Nocturne“ ist weit entfernt von der verklärten Romantik Chopins, sondern scheint das dunkle Geheimnis einer nächtlichen Geräuschkulisse zu erkunden. Überlegungen zu neuen Tonskalen, Sechstel Tonsystemen und erste Ahnungen der Möglichkeiten elektrisch erzeugter Klänge. Vielschichtig nebulös verwoben, trotzdem transparent, bildet sie den Schlusspunkt seines Frühwerkes, verzichtet fast ganz auf die stark schallenden Instrumente, atmet noch die Unbekümmertheit früher Werke, zeigt aber gleichzeitig schon den Feinschliff des reifen Meisters. Busoni, nach einer glanzvollen Pianisten Karriere, wie sie zuvor nur Franz Liszt und nach ihm Sergej Rachmaninow erlebten, widmete sich dann mehr und mehr seiner Berufung als Musikpädagoge/theoretiker, Schriftsteller und vor allem als Komponist. Das LSO interpretierte das Werk wie von Busoni angedacht, mit Respekt, Einfühlungsvermögen und instrumentaler Brillanz, die unterstützt wurde durch das zurückhaltende Dirigat von James Gaffigan, vom Publikum im fast ausverkauften Konzertsaal mit entsprechendem Applaus gewürdigt.

 

Als zweite Darbietung des ersten Konzertteils folgte Schumann. Das Violinkonzert in d-Moll war das letzte Orchesterwerk Robert Schumanns. 1853 entstanden, wurde es erst 84 Jahre später im Rahmen einer propagandistischen Inszenierung des Nationalsozialismus uraufgeführt. Der dem Werk lange anhängende Makel, von Schumanns nachlassender Geisteskraft geprägt zu sein, – der Komponist wurde 1854 in die Nervenheilanstalt Bonn-Endenich eingeliefert, wo er 1856 verstarb – wirkt bis heute nach.Robert Schumann Diese Komposition ist denn auch weniger romantisch als man den Komponisten normalerweise wahrnimmt, eher nachdenklich besinnlich, statt oberflächliche Virtuosen – Brillanz grüblerische Reflektion, reif und ernst mit der oft in Mittellagen geführten Solovioline. Ebendiese tiefgründig, technisch perfekt und mit engagiert, elegant - geschmeidigem Körpereinsatz gespielt von Alina Ibragimova, auf einer, von der Georg von Opel -Stiftung zur Verfügung gestellten Violine von Anselmo Bellosio  aus dem Jahre 1775.Alina Ibragimova, Solistin Violine Die Solistin vermochte sich auch gegen das nun doch etwas vorlaute Orchester souverän zu behaupten. Die Zuhörer waren gefesselt von der überragenden Demonstration der jungen Russin und feierten sie denn auch mit tosendem Applaus, zu einer Zugabe liess sich die Künstlerin aber nicht bewegen.  Jan Esra KuhlDer zweite Konzertteil startete mit der Uraufführung von "and again“, einem Werk des preisgekrönten Jan Esra Kuhl. Wie der Name des Werkes, tönte auch dieses selbst amerikanisch, Einflüsse von Gershwin und Bernstein liessen sich klar erkennen. Eine Art  badische „Cuban Overture“, aufgrund seiner Studien an der  Hochschule für Musik Freiburg/Breisgau? Basierend  auf sehr geordneten, relativ einfachen Abläufen, hangelt sich die Komposition harmonisch fortwährend an einer  Quintfallsequenz entlang. Dies gibt Raum für die  Lust, in Tradition geradezu zu „baden“ (Zitat des Komponisten). Manchmal fast ins absurde abdriftende Tonabfolgen, ähnlich einem linearen Anachronismus, teils „schräge“ bläsergeprägte Klänge bewegten sich vorwärts in ambivalente paradoxe Bewegungskonstellationen, abgerundet mit wunderschön weichem Klarinettensound, kongenial umgesetzt vom gesamten Orchester, mit einem, ab und zu, koboldhaft gestikulierenden Chefdirigenten auf dem Sockel, dem es sichtlich Spass machte Neues umzusetzen und mitzuprägen. Diesen Spass verstanden die Protagonisten auf das Auditorium zu übertragen was, dieses wiederum zu einer langanhaltenden Akklamation animierte, mit einem grossen Sonderapplaus für den, James Gaffigan Chefdirigent des LSOvon Gaffigan auf die Bühne gebetenen, Komponisten.Felix Mendelssohn Bartholdy Auf Neues folgte zum Abschluss noch Bewährtes in Form der Sinfonie Nr. 5  „Reformations-Sinfonie“ von Felix Mendelssohn Bartholdy (eine romantische Sinfonie in vier Sätzen, eigentlich die zweite seiner fünf Sinfonien, da sie aber später als die andern uraufgeführt wurde, wird sie als fünfte geführt). Auch dieses Werk wurde vom LSO grossartig interpretiert, liess den einzelnen Registern und Solisten genug Raum, um individuelle glanzvolle Akzente zu setzen, eloquente Holzbläser wechselten mit Blechbläsereinwürfen, abgelöst oder untermalt durch sanfte Streicher. Besonders auffallend wie Gaffigan das „Dresdner Amen“ figurierte. Einmal mehr bewiesen die Luzerner ihre enorme Wandelbarkeit und  grosse Reife, vertraute, aber auch neue Musik zu adaptieren und überzeugend zu interpretieren. Das begeisterte Publikum bedankte sich mit einem langanhaltenden starken Applaus für den schönen, eindrücklichen  Konzertabend.

Kurzer Trailer des Luzerner Sinfonieorchesters LSO

youtube.com/watch?v=2oAW9cmRsX0

Text: www.leonardwuest.ch

Fotos: sinfonieorchester.ch/home

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Schauspielhaus Zürich: Eine literarisch-musikalische Reise «Wolfgang Amadeus Mozart – von Salzburg nach Paris und zurück», 25. Februar 2016, besucht von Irène Hubschmid

Schauspielhaus ZürichProgramm und Besetzung:
Auszüge aus folgenden Werken von Wolfgang Amadeus Mozart:
Serenade Nr. 7 D-Dur KV 250 «Haffner»
Quintett Es-Dur KV 452
Streichquartett C-Dur KV 465 «Dissonanzen»
Klavierkonzert Nr. 14 Es-Dur KV 449, arr. Ignaz Lachner
Klavierquartett Nr. 1 g-Moll KV 478

Klaus Maria Brandauer
Daniel Hope Violine
Sophie Heinrich Violine
Blythe Teh Engstroem Viola
Daniel Geiss Violoncello
Jacques Ammon Klavier

Grundsätzliches:

Eine literarisch-musikalische Reise mit Klaus Maria Brandauer und Daniel Hope
Donnerstag, 25. Februar 2016, Schauspielhaus Zürich-Pfauen, 18.30 und 20.30 Uhr

Nach dem grossen Publikumserfolg im letzten Jahr treten Klaus Maria Brandauer und Geiger Daniel Hope erneut gemeinsam im Schauspielhaus auf. Dieses Mal begeben sie sich mit einer literarisch-musikalischen Reise auf Mozarts Spuren und werden dabei von einem Klavierquartett begleitet.

Seit Anfang der 1970er-Jahre ist Klaus Maria Brandauer einer der gefragtesten deutschsprachigen Schauspieler. Er ist Ehrenmitglied des Wiener Burgtheaters, stand viele Jahre als Jedermann auf der Bühne der Salzburger Festspiele und führt immer wieder bei Opern und Schauspielen Regie. Als einer von wenigen deutschsprachigen Schauspielern fand er weltweite Anerkennung und verkörperte zahlreiche Rollen in Hollywood-Produktionen. Als versierter Kenner Mozarts las Klaus Maria Brandauer im Mozart-Jahr 2006 an 365 Tagen im Rundfunk aus dessen Briefen.

Daniel Hope, Preisträger des Europäischen Kulturpreises 2015 und designierter Music Director des Zürcher Kammerorchesters, steht seit 25 Jahren als einer der vielseitigsten unter den internationalen Geigenvirtuosen auf Bühnen in aller Welt. Er ist preisgekrönter Exklusivkünstler der Deutschen Grammophon, Fernsehmoderator, Bestsellerautor und stellvertretender künstlerischer Leiter des Festivals in Savannah.

Gemeinsam begaben sie sich am Donnerstag, 25. Februar um 18.30 und 20.30 Uhr im Schauspielhaus Zürich auf eine literarisch-musikalische Reise und begleiteten Wolfgang Amadeus Mozart – von «Salzburg nach Paris und zurück».

Rezension:

Die Musik und die Sprache haben sehr gut miteinander harmoniert. Anfangs betritt der Pianist dezent diskret die Bühne und spielt ebenso sanft die Klänge von Mozart. Nach und nach kommen die anderen Musiker dazu und zuletzt der Leser Karl Maria Brandauer. Er liest mit viel Temperament und Einfühlungsvermögen die humorvollen, eloquenten und innigen Briefe des jungen W. A. Mozart. Brandauer beginnt mit den Worten, dass Mozart alleweil seine Freiheit haben will. In Salzburg war er Hahn im Korb, doch Salzburg war dem begabten, vorlauten Spitzbuben zu klein, so beschloss er, in Begleitung seiner Mutter, genannt “Mozartin“ nach Paris zu reisen in Etappen von Augsburg nach Mannheim und schlussendlich nach Paris. In Augsburg verliebt sich der pubertierende Mozart in seine Cousine Bäsle. In Mannheim unsterblich in Aloysia Weber, er will sie sogar heiraten. Doch sein gestrenger Vater ist dagegen. Mit grossem Zeter und Mordio befahl er ihm per Brief, er solle sofort nach Paris weiterreisen. Die Briefwechsel zwischen seinem Vater und ihm beinhalteten oft auch die ewigen Geldsorgen des „Wolferls“. Die Mutter stirbt in Mannheim. Das liest K. M. Brandauer mit viel Empathie. Der junge Komponist ist einerseits erschüttert und bewies andererseits durch seine Aussage „Gott hat es so gewollt“, eine verständnisvolle Einstellung zum Tode. Er versuchte seinem Vater die traurige Nachricht möglichst schonend zu vermitteln.

Sein Ziel nach Paris zu reisen, wurde immer konkreter, da die seinerzeitige Situation ihm das Gefühl vermittelte, dass die deutschen Fürsten alles Krieger seien. Auch die Musikeinlagen entsprachen sehr seiner emotionalen Verfassung. Diese Situationen wurden durch die Musiker mit grösster Hingabe widergegeben. Ein guter Dialog zwischen Wort und Musik, ja ein voller Ausdruck seiner jeweiligen Lebenslage wie Freude, Liebe, Trauer, Sehnsucht und sonstigen Emotionen.

Der Krieg bricht aus und liessen verschiedene unerwünschte Schwierigkeiten/Situationen aufkommen und so blieb W.A. Mozart noch längere Zeit im Ausland. Neue Pläne/Perspektiven wurden evaluiert wie z.B. Aufenthalt in Italien. Schlussendlich reiste er via Nancy und Strassburg nach Salzburg zurück.

Constanze wird später die Gemahlin von W. A. Mozart.

Das fünfköpfige versierte Ensemble vom Zürcher Kammerorchester spielte die wunderbaren Kompositionen von W.A. Mozart und amüsierte sich sichtlich über gewisse Aussagen der vorgetragenen Texte. Auch für das Publikum war die Gestaltung des Abends äusserst gelungen. Es zeigte ein Spiegelbild zur heutigen Zeit. Dienst und Verdienst, Gesellschaft, Macht und Gefühle. Kommunikation und wertvolle Verbindungen, dies speziell zwischen Vater/Mutter und Kind.

Grosser Applaus und erfüllt von Lesung und Musik verliess das Publikum den Schauspielhaustheatersaal. Es gab an diesem Abend zwei Vorstellungen mit Brandauer-Hope beide waren praktisch ausverkauft.

Text: www.irenehubschmid.ch 

Fotos: Wikipedia und  schauspielhaus.ch/home

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Lucerne Festival: Das Sommer-Festival 2016 12. August – 11. September 2016

KKL Luzern KonzertsaalThema «PrimaDonna»: Künstlerinnen stehen im Mittelpunkt des Sommer-Festivals –
Fünf Dirigentinnen gestalten den Erlebnistag am 21. August

Riccardo Chailly eröffnet das Sommer-Festival als Chefdirigent des Lucerne Festival Orchestra

Wolfgang Rihm leitet erstmals die Lucerne Festival Academy und ein Composer Seminar

28 Sinfoniekonzerte mit Orchestern wie den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem São Paulo Symphony Orchestra, dem West-Eastern Divan Orchestra, The Cleveland Orchestra oder den Münchner Philharmonikern

Olga Neuwirth ist «composer-in-residence»

Tänzer und Musiker gestalten «Divamania», die neue Ausgabe von Young Performance

Das Sommer-Festival ist Pierre Boulez gewidmet (1925–2016)

Zum Thema «PrimaDonna» übernehmen Frauen die Hauptrolle beim diesjährigen Sommer-Festival: Als «artistes étoiles» werden alle Künstlerinnen hervorgehoben, die beim Sommer-Festival auftreten, darun­ter allein elf Dirigentinnen. Den Erlebnistag am 21. August gestalten gleich fünf von ihnen wie Konstantia Gourzi, Mirga Gražinytė-Tyla, Anu Tali, Maria Schneider und Elena Schwarz. Die Wiener Philharmoniker spielen mit Emmanuelle Haïm erstmals in Luzern unter der Leitung einer Frau, Marin Alsop debutiert mit dem São Paulo Symphony Orchestra bei Lucerne Festival. Barbara Hannigan dirigiert das Mahler Cham­ber Orchestra, Susanna Mälkki, Elim Chan und Lin Lao arbeiten mit der Lucerne Festival Academy zu­sammen. Zu den Solistinnen zählen unter anderen Martha Argerich, Cecilia Bartoli, Diana Damrau, Sol Gabetta, Iveta Apkalna, Alisa Weilerstein und Anne-Sophie Mutter. Das Programm wird ergänzt durch eine Vortragsreihe, ein NZZ-Podium, Konzerteinführungen und ein Diskussionspanel am Erlebnistag. Barbara Hannigan hält die Eröffnungsrede zum Festivalthema.

Eröffnung mit Gustav Mahlers Sinfonie der Tausend
Beginn einer neuen Ära: Der neue Chefdirigent des Lucerne Festival Orchestra Riccardo Chailly eröffnet das Festival mit Gustav Mahlers Sinfonie der Tausend. Damit setzt er den fehlenden Baustein im gros­sen Mahler-Zyklus des Orchesters, den Claudio Abbado vor seinem Tod nicht mehr vollenden konnte. Bernard Haitink dirigiert das Orchester mit Anton Bruckners Achter Sinfonie. Beide Programme sind jeweils an zwei Abenden zu erleben, darüber hinaus gestalten Solisten und das Brass Ensemble des Lucerne Festival Orchestra zwei «40min»- und zwei Late Night-Konzerte.

Line-up der internationalen Sinfonieorchester und Solisten
Lucerne Festival ist erneut Gastgeber der renommiertesten internationalen Sinfonieorchester, die sich fast täglich im KKL Luzern bei insgesamt 28 Konzerten nacheinander ablösen: Die Berliner Philharmo­niker kommen mit Sir Simon Rattle, die Wiener Philharmoniker mit Emmanuelle Haïm und erstmals mit Tugan Sokhiev, das São Paulo Symphony Orchestra wird von Marin Alsop geleitet, das Royal Concert­gebouw Orchestra Amsterdam ist zum ersten Mal mit seinem neuen Chefdirigenten Daniele Gatti zu erleben. Kirill Petrenko dirigiert sein Luzern-Debut mit dem Bayerischen Staatsorchester, und Yannick Nézet-Séguin tritt erstmals mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra auf und Valery Gergiev mit den Münchner Philharmonikern. Erneut zu Gast sind das Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst, das Gewandhausorchester Leipzig mit Herbert Blomstedt und das West-Eastern Divan Orchestra unter Daniel Barenboim. Des Weiteren gastieren das Chamber Orchestra of Europe unter Bernard Haitink und Leonidas Kavakos, das Mahler Chamber Orchestra unter Barbara Hannigan, die Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim, das Luzerner Sinfonieorchester unter James Gaffigan und die Festival Strings Lucerne. Das Abschlusskonzert des Festivals gestaltet das Simón Bolívar Symphony Orchestra of Vene­zuela unter Gustavo Dudamel mit Messiaens monumentaler Turangalîla-Sinfonie. Die Reihe renommier­ter weiblicher Solistinnen wird ergänzt durch männliche Stars der Szene wie Martin Grubinger, Maurizio Pollini, Sir András Schiff und Jean-Yves Thibaudet. Simone Rubino, der junge Preisträger des «Credit Suisse Young Artist Award», debutiert mit den Wiener Philharmonikern.

Wolfgang Rihm leitet erstmals die Lucerne Festival Academy
Die Lucerne Festival Academy steht vom 13. August bis 4. September erstmals unter der Künstlerischen Leitung von Wolfgang Rihm. Er leitet ein neues zweiwöchiges Composer Seminar gemeinsam mit Olga Neuwirth; auf diese Weise erhält die Förderung von Komponisten einen zusätzlichen Schwerpunkt in der Akademie. Principal Conductor Matthias Pintscher und das Akademie-Orchester erarbeiten im Sommer 2016 Strawinskys Feuervogel, Mark Andres hij 1 und György Ligetis San Francisco Polyphony. Pintscher leitet darüber hinaus das Ensemble intercontemporain im Eröffnungskonzert der Akademie. Der Schlag­zeuger Martin Grubinger und die Geigerin Anne-Sophie Mutter treten als Solisten mit dem Orchester der Lucerne Festival Academy auf. Ausserdem arbeitet die finnische Dirigentin Susanna Mälkki mit dem Or­chester, und der Amerikaner Alan Gilbert leitet neben einem Meisterkurs Dirigieren auch das Abschluss­konzert.

Neue Werke von «composer-in-residence» Olga Neuwirth
Die Österreicherin Olga Neuwirth kehrt als «composer-in-residence» nach Luzern zurück und schreibt im Rahmen der Roche Commissions ein neues Solokonzert für Martin Grubinger, das mit der Akademie unter der Leitung von Susanna Mälkki zur Uraufführung kommt. In Luzern erklingen unter anderem ihre von David Lynch inspirierte Lost Highway Suite und das grosse Ensemblewerk Le Encantadas o le avventure nel mare delle meraviglie, das sie selbst als fiktionale «Raum-Zeit-Reise» bezeichnet. Das Werk Eleanor ist «vergessenen afroamerikanischen Jazz-Musikerinnen» gewidmet. Neun Songs des Pop-Countertenors Klaus Nomi sind in Neuwirths Bearbeitung als Hommage à Klaus Nomi zu erleben, am gleichen Abend erklingt das Werk Kloing! für computergesteuertes Klavier, Live-Pianisten und Film als wahres Tastengewitter. Die Klanginstallation …miramondo multiplo… ist während der Festivalzeit im KKL Luzern zugänglich.

Reihe mit Komponistinnen aus vergangenen Jahrhunderten
Die Solisten des Lucerne Festival Orchestra, ein Ensemble aus Berliner Philharmonikerinnen und das «ECHO Klassik»-prämierte Schweizer Spyros-Klaviertrio stellen bedeutende Komponistinnen der Ver­gangenheit vor: Ethel Smyth, Fanny Mendelssohn, Louise Adolpha Le Beau, Clara Schumann, Louis Farrenc und Mel Bonis. Beim Debut von Hagar Sharvit hört das Publikum jeweils sieben Lieder von Komponistinnen und Komponisten und darf raten, welche von einem Mann und welche von einer Frau geschrieben wurden.

Moderne mit 15 Uraufführungen
Michel Roth thematisiert auf der Grundlage von Hermann Burgers Roman Die künstliche Mutter mit einem neuen burlesken Musiktheater den Versuch eines Privatdozenten, seinen Mutterkomplex in einer unterirdischen Klinik im Gotthardmassiv, dem «Schoss von Mutter Helvetia» zu kurieren. Von insgesamt 15 Uraufführungen, die im Rahmen des Sommer-Festivals erklingen, werden 12 Schweizer Projekte realisiert: Erstmals wurde gemeinsam mit dem Schweizerischen Tonkünstlerverein ein Kompositionswettbewerb ausgeschrieben. Daraus resultieren acht Uraufführungen junger internationaler Komponisten wie Antoine Fachard, Gary Berger, Saskia Bladt und Nemanja Radivojevic, die in vier Kurz­konzerten am 4. September erklingen. Weitere neue Werke von Gabrielle Brunner, Helena Winkelman und Cyrill Lim kommen zur Uraufführung. Am Erlebnistag dirigiert Konstantia Gourzi die Premiere eines eigenen neuen Werks für das Orchester der Lucerne Festival Academy. In der diesjährigen Kooperation mit dem Luzerner Theater wird Luigi Nonos Prometeo realisiert.

Tanz und Musik bei Young Performance
Die dritte Young Performance-Produktion «Divamania» kombiniert erstmals Tanz und Musik und wird für ein Publikum ab 9 Jahre präsentiert – alles dreht sich um die Sehnsucht nach Anerkennung im Zeitalter der Social Media. Einen Tanzschwerpunkt setzt ebenfalls das Sitzkissenkonzert ab 4 Jahre, die Pro­duktion «Goldmädchen» von Regisseur Dan Tanson. «Aschenputtel!» erzählt das bekannte Märchen als fantasievolles Musiktheater mit Musik von Ivan Boumans. Das Figurentheater Petruschka zeigt eine neue Produktion mit Live-Musikern «Die Aufziehprinzessin», und mit dem inszenierten Konzert «Vier gewinnt» gewährt das vision string quartet einen ganz ungewöhnlichen Einblick in die gemeinsame Probenarbeit.

Hochkarätige «Debutanten»
In der rein weiblich besetzten Debut-Reihe stellen sich Nicola Benedetti, Asya Fateyeva, Harriet Krijgh, das Trio Rafale, Hagar Sharvit und das Quatuor Zaïde vor. Mit Elim Chan debutiert erstmals auch eine junge Dirigentin.

«40min», «Interval», «Soundzz.z.zzz…z» und Open-Air-Konzerte
Freitags und samstags Abend lädt Lucerne Festival ins neugestaltete Foyer des KKL Luzern ein: «Interval» lädt die Besucher zum Verweilen ein, mit Auftritten ausgewählter Festivalkünstler und bei freiem Eintritt. Erneut kann das Eröffnungskonzert auch gratis beim Public Viewing auf dem Inseli zu erleben sein. Das beliebte Gratiskonzertformat «40min» wird an zehn Terminen, jeweils um 18.20 Uhr im Luzerner Saal fortgeführt. Dort treten Mitglieder des Lucerne Festival Orchestra und Studierende der Lucerne Festival Academy mit Festival-Künstlern wie Barbara Hannigan, Anne-Sophie Mutter, Martin Grubinger, Susanna Mälkki und Alan Gilbert auf. Open-Air-Konzerte finden jeweils donnerstags «zu Gast
bei der Buvette» oder während des Festivals «In den Strassen» statt. Der Gewinner des Wettbewerbs «Soundzz.z.zzz…z», in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Luzern, präsentiert ein Projekt an der Schnittstelle von Musik und Bildender Kunst.

Informationen zum Kartenverkauf unter www.lucernefestival.ch

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Stadttheater Sursee: Über 10.000 Tickets für MASKE IN BLAU abgesetzt

Stadttheater Sursee. MASKE IN BLAUDer Operetten-Klassiker MASKE IN BLAU ist erfolgreich unterwegs. Noch vor Halbzeit sind
bereits mehr als 10.000 Tickets abgesetzt worden. Die bittersüsse Liebesgeschichte von Fred
Raymund begeistert das Publikum. Die Produktion mit über 100 Mitwirkenden wird noch bis
Ende März aufgeführt.
Seit der Premiere der Operetten-Revue MASKE IN BLAU vor einem Monat sind weit über 10.000
Tickets verkauft worden. Das entspricht einer Auslastung von rund 85 Prozent über die gesamte
Spielzeit. Der Präsident der Musik- und Theatergesellschaft Sursee, Daniel Gloor, zieht eine
positive Halbzeitbilanz: „Das Publikum ist von der Produktion begeistert und dankt es mit
regelmässigen Standing Ovations.“
Regisseur Björn B. Bugiel hat am Stadttheater Sursee mit seiner humorvollen und temporeichen
Inszenierung einmal mehr ein gutes Händchen bewiesen.
Der Operetten-Klassiker von Fred Raymond ist auch bekannt für die eingängigen Melodien –
darunter die bekannten Evergreens wie „Die Juliska, die Juliska aus Buda-Budapest“ oder „Am Rio
Negro“. MASKE IN BLAU bietet zudem mitreissende Tanzszenen an exotischen Schauplätzen.
Maske als „blauer“ Faden
Eine geheimnisvolle Unbekannte hat dem Maler Armando Cellini für sein preisgekröntes Porträt
MASKE IN BLAU Modell gesessen und versprochen, nach einem Jahr nach San Remo
zurückzukehren und ihre Identität preiszugeben. Als Erkennungszeichen hat Armando ihr einen
Ring geschenkt. Tatsächlich kommt die Dame nach Ablauf der Frist in Armandos Atelier. Es ist die
Argentinierin Evelyne Valera. Beide gestehen sich ihre Liebe.

Kleine Fotodiashow der Produktion von Roberto Conciatori:fotogalerien.wordpress.com/2016/02/15/stadttheater-sursee-maske-in-blau/
Dann kommt Pedro dal Vegas ins Spiel. Er möchte Evelyne selber heiraten und spinnt deshalb
eine Intrige. Pedro stiehlt Evelyne den Ring und gibt ihn Armando zurück. Armando fühlt sich
betrogen und annulliert die Verlobung. Evelyne kehrt daraufhin enttäuscht nach Argentinien
zurück. Das Missverständnis klärt sich auf und Armando und Evelyne holen ihre Verlobung nach.

http://www.stadttheater-sursee.ch Autoren- und Journalisten-Siegel von European News Agency - Nachrichten- und Pressedienst

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