Trittin: CDU hat sich durch Kannibalisierung der FDP zu Tode gesiegt
Der Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin sieht nach dem "bitteren Ergebnis" für die Grünen keine Perspektive für eine gemeinsame Basis mit der CDU im Bund: "Die Substanz für eine gemeinsame Politik zwischen den Grünen und CDU ist sehr schmal, in den meisten Fällen grob widersprüchlich. Und gerade in der letzten Woche ist das durch eine unsägliche Kampagne sehr deutlich geworden."
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In manchen Kreisen ist es modern geworden, die Wahl zu verweigern. Gelegentlich wird das auch mit intellektuellen Sprüchen verbrämt, als sei politische Abstinenz geradezu eine demokratische Heldentat. Aus allen Argumenten bekennender Nichtwähler spricht letztlich eine Politikverachtung, die auf einem fundamentalen Missverständnis beruht. Das Verlangen nach idealen Parteien und Politikern, die sich exakt so verhalten, wie jeder einzelne Wähler sich das wünscht, ist schlichtweg naiv. Wer auf sein Wahlrecht verzichtet, verzichtet auch auf Einfluss.