Zum Hauptinhalt springen

Neue Wissensplattform Herzmedizin.de soll Informationen zu Herzgesundheit für alle bieten

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind mit rund 40 Prozent die häufigste
Todesursache in Deutschland. Die Ursachen sind vielfältig und
Informationen darüber sind der breiten Öffentlichkeit nur unzureichend
zugänglich. Mit dem Launch von Herzmedizin.de schafft die Deutsche
Gesellschaft für Kardiologie (DGK) gemeinsam mit dem Bund Niedergelassener
Kardiologen (BNK) eine zentrale Wissensplattform sowohl für Patient:innen
und Interessierte als auch für Fachexpert:innen rund um das Thema
Herzgesundheit.

Düsseldorf, 21. April 2023 – Unter dem Motto „Wissen teilen, Gesundheit
stärken.“ will die Nationale Herz-Allianz, eine Initiative der DGK und
allen großen, deutschen Fachgesellschaften der Herz-Kreislauf-Medizin, mit
dem neuen Informationsportal Herzmedizin.de für mehr Aufklärung rund um
das Thema Herzgesundheit sorgen. Das Besondere: Die Plattform richtet sich
explizit gleichzeitig an die Mitglieder von DGK und BNK, an Ärzt:innen und
medizinisches Personal sowie Herzpatient:innen und Interessierte. Sie
bietet umfassende Informationen zu allen Herz- und Kreislauf-Erkrankungen,
deren (Früh-) Erkennung, Diagnose, Prävention, Therapiemöglichkeiten und
Rehabilitation, die im Vorfeld streng von Kardiolog:innen geprüft und
freigegeben werden. „Unser Wunsch war es, alle relevanten Informationen
rund um das Thema Herzmedizin an einem Ort zu bündeln und für alle
Betroffenen, seien sie Patient:innen oder Expert:innen, jeweils auf
Augenhöhe interessant, informativ und zugänglich zu gestalten,“ sagt PD
Dr. Stefan Perings, einer der beiden Herausgeber des Portals.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen zu den Volkskrankheiten Nummer eins.
Dennoch werden sie in der Öffentlichkeit meist nicht so wahrgenommen und
in ihrer Tragweite unterschätzt. Viele Menschen halten die Ursachen für
fast ausschließlich selbstverschuldet, etwa durch ungünstige
Lebensgewohnheiten wie Rauchen, schlechte Ernährung oder mangelnde
körperliche Aktivität. Diese klassischen Risikofaktoren erklären jedoch
nur knapp die Hälfte aller Erkrankungen an den Herzkranzgefäßen; Mit
bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzmuskelschwäche stehen sie
überhaupt nicht in Zusammenhang. „Zwar gibt es bereits vielfältige
Informationsangebote für Gesundheitsfragen im Netz, jedoch führen diese
teils widersprüchlichen Informationen vielmehr zu Verwirrung und schaffen
weniger Orientierung – besonders für Betroffene und deren Angehörige. Das
wollen wir mit Herzmedizin.de insbesondere im großen Bereich der Herz-
Kreislauf-Erkrankungen ändern“, so Prof. Stephan Baldus, Past-Präsident
der DGK.

Die Plattform Herzmedizin.de ging im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen
Gesellschaft für Kardiologie, die vom 12. bis 15. April in Mannheim
stattfand, erstmals online. Für die Konzeption und das Design des
Internetangebots sowie dessen technische Umsetzung konnte das Joint
Venture BAUERSERVICEPLAN als Partner gewonnen werden. Betrieben wird das
Portal durch die HKM – Herz-Kreislauf-Medizin gGmbh, einer
einhundertprozentigen Tochter der DGK.

  • Aufrufe: 84

Marsilius kontrovers: Pandemie beendet – Was haben wir gelernt?

Mit dem Auslaufen der letzten Corona-Vorschriften im April 2023 stellt
sich zunehmend die Frage, welche Schlüsse aus dem Umgang mit der Pandemie
gezogen werden können. Darüber diskutieren am 24. April 2023 drei
Heidelberger Wissenschaftler: der Virologe Prof. Dr. Hans-Georg
Kräusslich, die Psychologin Prof. Dr. Birgit Spinath sowie der
Politikwissenschaftler Prof. Dr. Reimut Zohlnhöfer. Die Veranstaltung ist
Teil der Reihe „Marsilius kontrovers“, zu der das Marsilius-Kolleg
einlädt. Die Podiumsdiskussion „Pandemie beendet – Was haben wir gelernt?“
findet im Hörsaal des Kollegs, Im Neuenheimer Feld 130.1, statt und
beginnt um 18.00 Uhr. Zusätzlich wird ein Livestream angeboten.

Marsilius kontrovers: Pandemie beendet – Was haben wir gelernt?
Wissenschaftler diskutieren aus medizinischer, psychologischer und
politikwissenschaftlicher Perspektive über die Corona-Krise und ihre
Folgen

Mit dem Auslaufen der letzten Corona-Vorschriften im April 2023 stellt
sich zunehmend die Frage, welche Schlüsse aus dem Umgang mit der Pandemie
gezogen werden können. Darüber diskutieren am 24. April 2023 drei
Heidelberger Wissenschaftler: der Virologe Prof. Dr. Hans-Georg
Kräusslich, die Psychologin Prof. Dr. Birgit Spinath sowie der
Politikwissenschaftler Prof. Dr. Reimut Zohlnhöfer. Die Veranstaltung ist
Teil der Reihe „Marsilius kontrovers“, zu der das Marsilius-Kolleg der
Universität Heidelberg in Kooperation mit der Rhein-Neckar-Zeitung
einlädt. Die Podiumsdiskussion „Pandemie beendet – Was haben wir gelernt?“
findet im Hörsaal des Kollegs, Im Neuenheimer Feld 130.1, statt und
beginnt um 18.00 Uhr. Zusätzlich wird ein Livestream angeboten – auch
erreichbar über heiONLINE, das zentrale Portal der Ruperto Carola mit
Vorträgen, Diskussionsrunden und Veranstaltungen in digitalen Formaten.

Die Corona-Pandemie und die zum Teil einschneidenden Maßnahmen zu ihrer
Bekämpfung wurden weltweit als umfassende Krisensituation und extremer
Stresstest wahrgenommen. Nicht nur in Deutschland offenbarten sich dabei
eklatante Schwächen in vielen gesellschaftlichen Bereichen. Gleichzeitig
hat sich aber auch gezeigt, wie anpassungsfähig und leistungsfähig
Gesellschaften sein können, wie die Veranstalter der Podiumsdiskussion
hervorheben. In der interdisziplinären Diskussionsrunde geht es um Fehler,
die benannt und analysiert werden müssen, aber auch um positive
Erfahrungen, die Potenziale für die Zukunft verdeutlichen. Ein Schwerpunkt
liegt auf dem Gesundheitswesen, dem Bildungssystem und dem Zustand der
Demokratie. Hans-Georg Kräusslich ist Sprecher des Zentrums für
Infektiologie am Universitätsklinikum Heidelberg und Direktor der dortigen
Abteilung Virologie. Birgit Spinath forscht am Psychologischen Institut
der Ruperto Carola. Reimut Zohlnhöfer untersucht politische Prozesse in
westlichen Demokratien am Institut für Politische Wissenschaft der
Universität Heidelberg. Moderiert wird die Veranstaltung von den beiden
Direktoren des Marsilius-Kollegs, der Theologin Prof. Dr. Friederike
Nüssel und dem Genomforscher Prof. Dr. Michael Boutros.

Das Marsilius-Kolleg ist darauf ausgerichtet, ausgewählte Forscherinnen
und Forscher aus verschiedenen Wissenschaftskulturen zusammenzuführen und
damit den forschungsbezogenen Dialog zwischen Geistes-, Rechts- und
Sozialwissenschaften einerseits und den Natur- und Lebenswissenschaften
andererseits zu fördern. Die in Zusammenarbeit mit der Rhein-Neckar-
Zeitung veranstaltete Reihe „Marsilius kontrovers“ verfolgt das Ziel,
gesellschaftlich relevante Fragen der interdisziplinären Forschung stärker
in das Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken.

  • Aufrufe: 103

SRH Hochschule für Gesundheit online und vor Ort kennenlernen

Die Gesundheitshochschule der SRH bietet Interessierten im Mai die
Möglichkeit, sich online oder in Präsenz am Campus Gera über das
vielfältige Studienangebot zu informieren.

„Um Interessierten unser umfangreiches Studienangebot vorzustellen, bieten
wir regelmäßig Online-Infonachmittage an, bei denen Professor:innen und
Dozent:innen Rede und Antwort stehen. Darüber hinaus möchten wir
Studieninteressierte aber auch einladen, uns vor Ort am Campus Gera
kennenzulernen und sich bei einem individuellen Campus-Rundgang ein Bild
von unserer Hochschule zu machen“, berichtet Diana Troll, Leiterin
Marketing und Vertrieb der SRH Hochschule für Gesundheit.

So lädt die Gesundheitshochschule der SRH am 13. Mai zu ihrer ersten Open-
House-Veranstaltung in diesem Jahr ein. Interessierte können sich dafür im
Vorfeld einen individuellen Beratungstermin zwischen 9 und 14 Uhr buchen.
Bei einer Tasse Tee oder Kaffee besteht dann die Möglichkeit, alle Fragen
rund um den Traumstudiengang, den Studienalltag und die Studieninhalte,
aber auch die anschließenden Karrieremöglichkeiten loszuwerden und die
Räumlichkeiten am Campus Gera bei einem Rundgang zu erkunden. Wer nicht in
Gera vor Ort sein kann oder möchte, kann sich alternativ am 16. Mai ab 16
Uhr beim nächsten Online-Infonachmittag über das Studienangebot
informieren.

Die SRH Hochschule für Gesundheit bietet in den vier Fachbereichen
Gesundheit und Soziales, Pädagogik, Psychologie und Therapiewissenschaften
Bachelor- und Masterstudiengänge an, in denen die Studierenden neben Fach-
und Methodenkompetenzen auch Sozial- und Selbstkompetenzen erlangen. Zudem
wurden die Studiengänge gemeinsam mit starken Partner:innen aus der
Gesundheitsbranche entwickelt, sodass von Anfang an die Verzahnung von
Theorie und Praxis im Fokus stand. Die SRH Hochschule für Gesundheit ist
jedoch nicht nur durch praxisnahe Vorlesungen geprägt, sondern auch durch
flexible Studienmodelle, die mit ihrer für die Hochschule typischen
Blockstruktur eine optimale Work-Life-Study-Balance bieten.

Interessierte können sich für die kostenfreien Infoveranstaltungen am 13.
und 16. Mai hier unverbindlich anmelden: https://eveeno.com/242722147

  • Aufrufe: 88

Herzchirurgie in den USA 2028 – eine Standortbestimmung

Auf der Jahrestagung der amerikanischen herz- und thoraxchirurgischen
Fachgesellschaft, der Society of Thoracic Surgeons (STS), vom 21. bis
23.1.23 in San Diego, USA, befasste sich eine Sitzung mit der zu
erwartenden Entwicklung der Herzchirurgie in den nächsten fünf Jahren.

Auch wenn der kathetergestützte Aortenklappenersatz (TAVI) inzwischen als
etablierte und empfohlene Technik für viele Patient:innen gilt, wird es
nach Meinung der Expert:innen auch künftig einen großen Bedarf an
Eingriffen unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine geben. Insbesondere bei
Jüngeren verspricht der offene Klappeneingriff noch immer bessere
Langzeitergebnisset. Auch rekonstruktive, also klappenerhaltende
Operationen finden eine immer breitere Anwendung. Dies gilt vor allem auch
für die Mitralklappenerkrankungen, bei denen eine minimal-invasive
chirurgische Klappenrekonstruktion künftig der Standard sein sollte.

Ein wichtiges Standbein der Herzchirurgie wird die Aortenchirurgie, also
die Behandlung der Körperhauptschlagader, bleiben. Auch in diesem
Zusammenhang werden klappenerhaltende Eingriffe an der sogenannten
Aortenwurzel vermutlich zunehmen. Die Behandlung der absteigenden Aorta,
bevorzugt mit von den Chirurg:innen über Katheter eingebrachten,
stentgestützten Prothesen, zeigt in den USA eine Wachstumsrate von 4,5%
jährlich.

Da sich die Datenlage beständig mehrt, die zeigt, dass eine koronare
Bypassoperation zur Behandlung der fortgeschrittenen koronaren
Herzkrankheit im längerfristigen Verlauf die besseren Ergebnisse und auch
eine Lebensverlängerung im Vergleich zur Stentbehandlung bringt, erwartet
man hier eine Steigerung in den nächsten Jahren.
Herzunterstützungssysteme sind bei der Zunahme der an schlechter
Herzleistung (Herzinsuffizienz) Erkrankten trotz aller Verbesserungen der
medikamentösen Behandlung gefragt. Auch in Zusammenarbeit mit der
Industrie wird hier viel investiert, um die Systeme weiter zu optimieren.
Insgesamt wurde der Herzchirurgie eine stabile Zukunft vorhergesagt. Die
hohen technischen Ansprüche stellen allerdings eine besondere
Herausforderung für die Ausbildung der heranwachsenden Generation junger
Herzchirurg*innen dar. Die stetige Anpassung der Curricula
(Ausbildungsziele) ist daher oberstes Gebot. In Deutschland kümmert sich
die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie mit ihrem
Jungen Forum ebenfalls um eine zukunftsweisende Weiterentwicklung der
Ausbildungsinhalte im Rahmen der Musterweiterbildungsordnung der
Bundesärztekammer.

2.555 Zeichen inkl. Leerzeichen

Die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie e.V.
(DGTHG) mit Sitz in Berlin ist eine gemeinnützige, wissenschaftliche,
medizinische Fachgesellschaft, deren Ziele u.a. der Förderung der
Wissenschaft und Weiterentwicklung von Therapien auf dem Gebiet der
Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie sind. Zu den weiteren Hauptaufgaben
zählen die Durchführung von Weiter- und Fortbildungsprogrammen, Erstellung
medizinischer Leitlinien, Förderung von Nachwuchskräften und die
Ausrichtung medizinischer Fachtagungen. Als Vertretung der über 1.000 in
Deutschland tätigen und in der DGTHG organisierten Thorax-, Herz- und
Kardiovaskularchirurg:innen stehen die Verantwortlichen der
Fachgesellschaft für einen Dialog mit der Öffentlichkeit, Politik und
Wirtschaft zur Verfügung.

  • Aufrufe: 118