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Gesundheit

E-Health-Workshop der Hochschule Stralsund  Steven Pohl / Hochschule Stralsund

Health Economics: Studierende in der Gesundheitsforschung von morgen

E-Health-Workshop der Hochschule Stralsund  Steven Pohl / Hochschule Stralsund
E-Health-Workshop der Hochschule Stralsund Steven Pohl / Hochschule Stralsund

Die Auswertung von Daten im Gesundheitswesen ist ein weltweit gefragtes
Thema. Bei einem Workshop der Hochschule Stralsund mit internationalen
Experten zur Anwendung biostatistischer Verfahren und
gesundheitsökonomischer Evaluationen erhielten Studierende praxisnah
Einblicke in relevante Themen und konnten die Autoren ihrer Lehrbücher
kennenlernen.

Professor*innen der Gesundheitsökonomie aus Norwegen, Dänemark und
Deutschland sowie Studierende der Hochschule Stralsund trafen sich am
20./21. September im Wulflam-Haus in Stralsund, um die
Gesundheitswirtschaft von morgen zu diskutieren. Themen des Workshops
waren unter anderem eine gerechtere Gestaltung des
Krankenversicherungssystems, inwieweit integrierte Versorgungsprojekte die
Anzahl an Notfällen reduzieren können und wie Verträge für Ärzte gestaltet
sein sollten, um eine optimale Versorgung von Patienten zu gewährleisten.
Auch Studierende der Hochschule nahmen teil, die sich vorstellen können,
später auf diesem Gebiet zu forschen. Alexander Buschner, Student des
Master-Studiengangs Gesundheitsökonomie: „Das war eine einmalige
Erfahrung. Zum einen war es sehr spannend, aktuelle Forschungsergebnisse
zu wichtigen gesundheitsökonomischen Fragestellungen zu sehen und die
Diskussionen zu diesen zu verfolgen. Zum anderen waren auch Professoren
anwesend, die einige der Standardlehrbücher geschrieben haben, welche wir
in den Vorlesungen verwenden. Die Möglichkeit, die Autoren hautnah
mitzuerleben und sich mit ihnen in den Pausen zu unterhalten, war wirklich
großartig“.

Der zweitägige Workshop wurde von Prof. Dr. Philipp C. Wichardt von der
Universität Rostock sowie von Prof. Dr. Thomas Mayrhofer von der
Hochschule Stralsund organisiert. „Wir waren sehr erfreut über die vielen
Zusagen der Teilnehmer und über die Qualität der Vorträge und
Diskussionen“, stellt Wichardt zufrieden fest.

Thomas Mayrhofer, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule
Stralsund und derzeit im Forschungssemester an der University of Portland
in den U.S.A., bewertet den Workshop als vollen Erfolg: „Gerne möchten wir
die Veranstaltung auch im nächsten Jahr wieder in Stralsund organisieren“.
Der Experte für Gesundheitsökonomie ist in verschiedenen
Forschungsprojekten in der statistischen Auswertung von Risikoneigungen
oder der Analyse medizinischer Entscheidungen insbesondere mit
Partnerinstitutionen in den Vereinigten Staaten aktiv. In Portland ist
Mayrhofer vor allem mit der Datenaufbereitung und Auswertung einer neuen
klinischen Studie beschäftigt, die den Zusammenhang zwischen Blutkrebs und
Herzerkrankungen näher beleuchtet. Erst kürzlich machte der
Wissenschaftler mit einer Studie auf sich aufmerksam, in der
Röntgenaufnahmen für die Vorhersage der Langzeit-Sterblichkeit genutzt
werden.

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Rund 20 internationale Minister beim World Health Summit

Rund 20 Minister aus aller Welt, der Chef der WHO, Top-Wissenschaftler,
CEOs aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft erklären ihre Strategien zur
Zukunft der Weltgesundheit vom 27. - 29. Oktober in Berlin beim World
Health Summit.

Wie kann die Welt gesünder werden? Um diese Frage geht es vom 27. - 29.
Oktober in Berlin beim World Health Summit mit führenden Experten aus
Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Erwartet werden
rund 2.500 Teilnehmer aus 100 Ländern.

Einer der Schwerpunkte in diesem Jahr: Die Auswirkung des Klimawandels auf
die Gesundheit. Für World Health Summit Präsident Detlev Ganten eine der
größten Bedrohungen unserer Zeit:

„Es ist eine der größten gesundheitspolitischen Herausforderungen des 21.
Jahrhunderts, aber auch eine Chance, unsere Umwelt endlich so zu
gestalten, dass sie uns nicht krank macht“, so Ganten.

Zu diesem Thema gibt es am Montag, den 28.10. um 11:00 Uhr eine
Pressekonferenz auf dem World Health Summit mit u.a. Arzt, TV-Entertainer
und Scientist for Future Eckart von Hirschhausen. Details:
http://www.worldhealthsummit.org/media/press-events.html

Außerdem im Programm des World Health Summit: unter anderem die
Verbesserung von Gesundheitssystemen in Afrika und weltweit, der Kampf
gegen Antibiotika-Resistenzen, die Digitalisierung der
Gesundheitsversorgung und die Umsetzung der Ziele für nachhaltige
Entwicklung der Vereinten Nationen, SDGs.

Programm: http://www.conference.worldhealthsummit.org/Program/WHS2019

Zugesagt haben rund 300 Sprecher:

Minister (u.a.)
Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister
Epsy Campbell Barr, Vizepräsidentin, Costa Rica
Jane Ruth Aceng, Gesundheitsministerin, Uganda
Diane Gashumba, Gesundheitsministerin, Ruanda
Kwaku Agyeman-Manu, Gesundheitsminister, Ghana
Luiz Henrique Mandetta, Gesundheitsminister, Brasilien

WHO (u.a.)
Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor, WHO

EU (u.a.)
Anne Bucher, Generaldirektorin Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, EU-
Kommission

Zivilgesellschaft (u.a.)
Pavan Sukhdev, Präsident, WWF
Seth Berkley, CEO, Gavi, the Vaccine Alliance
Jeremy Farrar, Direktor, Wellcome Trust
Peter Sands, Geschäftsführender Direktor, Global Fund

Wirtschaft (u.a.)
David Loew, Vizepräsident, Sanofi Pasteur
Bernd Montag, Präsident und CEO, Siemens Healthineers AG
Mark Britnell, Global Chairman und Senior Partner, KPMG International

Wissenschaft (u.a.):
Heyo Kroemer, Vorstandsvorsitzender, Charité
Eckart von Hirschhausen, Scientist for Future, Arzt, Kabarettist
Sabine Gabrysch, Professorin für Klimawandel und Gesundheit, Charité &
Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung
Randolph Nesse, Gründungsdirektor, Center for Evolution and Medicine,
Arizona State University
John Ioannidis, Direktor, Stanford Prevention Research Center
Vikram Patel, Pershing Square Professor of Global Health, Harvard Medical
School
Christof von Kalle, BIH Chair für Klinisch-Translationale Wissenschaften
Detlev Ganten, World Health Summit Präsident
Ali Jafarian, Internationaler Präsident World Health Summit 2019, Tehran
University of Medical Sciences

Weitere Sprecher: http://www.worldhealthsummit.org/summit/speakers.html

Der World Health Summit in Berlin ist eine der international bedeutendsten
Konferenzen für globale Gesundheitsfragen.

Er wurde 2009 an der Charité gegründet und steht unter der
Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel, des französischen
Präsidenten Emmanuel Macron, des Präsidenten der EU-Kommission, Jean-
Claude Juncker, sowie des Generaldirektors der Weltgesundheitsorganisation
WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Der gesamte World Health Summit ist presseöffentlich.
Interviewanfragen werden gerne vermittelt.

Akkreditierung: http://www.worldhealthsummit.org/media/accreditation.html
Presserelevante Informationen: http://www.worldhealthsummit.org/media.html
Livestream: http://www.worldhealthsummit.org

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Im Gesundheitswesen werden zunehmend Daten digital verarbeitet.  Luke Chesser; CC0

Wie man jetzt die Zukunft des Gesundheitswesens studiert

Im Gesundheitswesen werden zunehmend Daten digital verarbeitet.  Luke Chesser; CC0
Im Gesundheitswesen werden zunehmend Daten digital verarbeitet. Luke Chesser; CC0

Speziell für den Zukunftsbereich Gesundheitswirtschaft wurde an der
Hochschule Stralsund der wirtschaftswissenschaftliche Master-Studiengang
Gesundheitsökonomie entwickelt. Er ist für Fachpersonal an der
Schnittstelle von Gesundheit, Management und Digitalisierung konzipiert
und eröffnet beste Berufsaussichten in diesem Zukunftsfeld. Nun ermöglicht
eine offizielle Akkreditierung bis 2027, dass auch in Mecklenburg-
Vorpommern die Zukunft des Gesundheitswesens studiert werden kann.

Die zunehmende Digitalisierung stellt Krankenkassen und Pharmaunternehmen
ebenso wie Pflegeeinrichtungen und Patienten vor neue Herausforderungen.
Daher verändern sich derzeit die Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt. Neue
Wege der Kommunikation entstehen, wie Apps oder Tools für den Austausch
von Gesundheitsdaten zwischen verschiedenen Einrichtungen. Doch Daten
müssen vor fremden Zugriffen geschützt werden, ohne dass den Patienten
daraus Nachteile erwachsen. Auch müssen Daten gezielt einsetzbar sein,
ohne dass deren Fülle die Einrichtungen erstickt. Kenntnisse über
Statistik und Qualitätsmanagement sind daher genauso gefragt wie ein
Verständnis für medizinische und ethische Aspekte. Der demografische
Wandel erfordert nicht nur zukunftsgerichtete Lösungsansätze und Ideen,
sondern auch fachübergreifend ausgebildetes Personal. So benötigt das
moderne Gesundheitswesen Kenntnisse in Ökonomie und Management, aber auch
in IT-Sicherheit und Datenverarbeitung.

An dieser Schnittstelle bietet die Hochschule Stralsund seit
Sommersemester 2019 den Studiengang Gesundheitsökonomie an. Der
interdisziplinäre Studiengang steht Studierenden mit einem Bachelor in
Gesundheits- oder Wirtschaftswissenschaften offen und ist
fakultätsübergreifend angelegt. Darüber hinaus ermöglicht er individuelle
Schwerpunktsetzungen und praxisnahes Lernen. Mit interaktiven Lehrmethoden
wie Fallstudien, Simulationen und eigenständigen Projekten wird
wissenschaftliches Wissen praktisch angewandt und umgesetzt.

„Wir konnten einen modernen und praxisnahen Studiengang ins Leben rufen,
der die Anforderungen der Branche, insbesondere der Digitalisierung
bestens erfüllt. Wir liefern den Studierenden durch viele Praxisprojekte,
gemeinsame Forschungstreffen, Praxisvorträge und Besuche relevanter
Branchenkonferenzen einen realen und hautnahen Einblick in den wahren und
aktuellen Unternehmensablauf. Schon nach dieser kurzen Zeit haben wir
dafür ein sehr positives Feedback erhalten.“
- Lieven Kennes, Professor für Ökonometrie und Statistik an der Hochschule
Stralsund und Studiengangsleiter Gesundheitsökonomie -

Der Studiengang ist bereits erfolgreich angelaufen: Zum Start im
Sommersemester 2019 gab es deutlich mehr Bewerber als Studienplätze, so
dass alle Plätze sofort belegt waren. Der zulassungsbeschränkte Master-
Studiengang ist anspruchsvoll und erweitert mit seinem interdisziplinären
Ansatz das Angebot der Hochschule Stralsund in der Fakultät für
Wirtschaft. Mit diesem Zuschnitt stärkt er den Forschungsschwerpunkt
„Gesundheitstechnologien/E-Health und Gesundheitswirtschaft“ und zugleich
das Profil der Hochschule.
Nun bestätigte der Akkreditierungsrat mit einem Siegel, dass die Lehre
nach internationalen Standards erfolgt und der Studiengang ohne Auflagen
bis 2027 akkreditiert wird. Den Studierenden steht damit ein neuer und
zukunftsstarker Studiengang zur Verfügung, der die Transformation des
Gesundheitswesens voranführen möchte.

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Prof. Dr. Arjang Ruhparwar  UDE/Frank Preuß

Medizin des Herzens

Prof. Dr. Arjang Ruhparwar  UDE/Frank Preuß
Prof. Dr. Arjang Ruhparwar UDE/Frank Preuß

Er weiß, wie man kranke Herzen entlastet: Dr. Arjang Ruhparwar therapiert
ihre Schwäche u.a. mit Kunstherzen. Der neue Professor forscht in der
Klinik für Thorax- und Kardiovaskulärer Chirurgie des Westdeutschen Herz-
und Gefäßzentrums (WHGZ) am Universitätsklinikum Essen (UK Essen).
Zugleich hat er den Lehrstuhl für Herzchirurgie an der Medizinischen
Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) angenommen.

Kunstherzen sind mechanische Pumpen, die in und außerhalb des Körpers
eingesetzt werden. Ihre Aufgabe: sauerstoffgesättigtes Blut in die
Herzkammern transportieren. Bevor ein neues Organ transplantiert wird,
lässt sich damit das kranke Herz unterstützen. Erst wenn Prof. Dr. Arjang
Ruhparwar das nicht mehr hilft, wird an Transplantation gedacht. „Mir geht
es darum, die Herzchirurgie mit der Kardiologie zu verzahnen“, sagt
Ruhparwar. Der 51-Jährige möchte die Entwicklung neuer Herzmuskelzellen
durch Stammzellen vorantreiben, neues Gewebe künstlich herstellen (tissue
engineering) sowie die Gentherapie erforschen.

Ruhparwar kommt von der Universität Heidelberg, wo er sich 2009 über die
Transplantation von Stammzellen bei Herzinfarkten habilitierte. Dort
leitete er zudem die Bereiche Herztransplantation und Kreislauf-
Unterstützungssysteme, Aorten- und Koronarchirurgie der Klinik für
Herzchirurgie. Zuvor war er u.a. Arzt und Wissenschaftlicher Mitarbeiter
an der Medizinischen Hochschule Hannover (1994-2006) und forschte von 1997
bis 1999 an der Indiana University in den USA.

Das WHGZ ist ein überregionales Zentrum der kardiovaskulären
Maximalversorgung. Hier werden Erkrankungen des Herzens und der
Gefäßsysteme erforscht, diagnostiziert und therapiert.

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