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Gesundheit

Körperliche Aktivität hat während und nach einer Krebserkrankung positive Auswirkungen auf Körper und Psyche der Patienten.  NCT/UCC Dresden/Philip Benjamin

Motivationsprogramm für mehr Bewegung bei Krebs

Körperliche Aktivität hat während und nach einer Krebserkrankung positive Auswirkungen auf Körper und Psyche der Patienten.  NCT/UCC Dresden/Philip Benjamin
Körperliche Aktivität hat während und nach einer Krebserkrankung positive Auswirkungen auf Körper und Psyche der Patienten. NCT/UCC Dresden/Philip Benjamin

Körperliche Aktivität hat während und nach einer Krebserkrankung viele
positive Effekte auf Körper und Psyche. Betroffenen fällt es aber oft
schwer, dauerhaft mehr Bewegung und Sport in ihren Alltag zu integrieren.
Sportwissenschaftler, Psychologen und Physiotherapeuten am Nationalen
Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Dresden und Heidelberg haben daher
ein spezielles Motivationsprogramm entwickelt, das sich als zentraler
Baustein in Sport- und Bewegungsangebote integrieren lässt. Übungsleiter
können alle Materialien kostenfrei anfordern.

Früher galt die Devise, dass sich Patienten während und nach einer
Krebserkrankung körperlich schonen und ihre gesamte Energie auf ihre
Genesung verwenden sollen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben jedoch
gezeigt, dass körperliche Aktivität Nebenwirkungen lindert und deutlich
positive Auswirkungen auf Körper und Psyche der Patienten hat. „Dieses
Wissen zu vermitteln, genügt aber oft nicht. Besonders jenen Betroffenen,
die sich schon vor ihrer Krebsdiagnose wenig bewegt haben, fällt es
schwer, Sport und Bewegung langfristig in ihren Alltag zu integrieren.
Daher haben wir ein spezielles Motivationsprogramm entwickelt, das
bestehende Hürden überwinden soll“, sagen PD Dr. Joachim Wiskemann, Leiter
der Arbeitsgruppe Onkologische Sport- und Bewegungstherapie am NCT
Heidelberg und Dr. Nadine Ungar vom Psychologischen Institut der
Universität Heidelberg.

„MotivA – Meine Motivation für einen aktiven Alltag“ heißt das Programm,
das sich aus sieben Motivationseinheiten zusammensetzt. In leicht
verständlichen Audio-Sequenzen leiten sie Betroffene beispielsweise dazu
an, einen Bewegungsplan zu erstellen, Hindernisse für regelmäßige
körperliche Aktivität zu identifizieren und Gegenstrategien zu entwickeln.
Für Übungsleiter von Krebssportgruppen – etwa im Rehabilitationssport oder
in Selbsthilfegruppen – gibt es ein kostenfreies Handbuch mit CD sowie
Poster mit einer grafischen Übersicht über die wichtigsten Inhalte.
Teilnehmer finden in einem Begleitheft zahlreiche
Hintergrundinformationen, konkrete Übungen und viel Platz für individuelle
Eintragungen und Bewertungen. „Die Motivationseinheiten sind nach
Anmeldung auch online als Podcast abrufbar. Die Übungsleiter können
flexibel entscheiden, ob sie die Einheiten während des Kurses per CD
einspielen möchten oder ob die Teilnehmer diese im Nachgang zu Hause
anhören können“, berichten Melanie Glausch und Dr. Friederike Stölzel vom
Präventionszentrum am NCT/UCC Dresden.

Alle Inhalte des Programms sind wissenschaftlich fundiert und unterstützen
die Patienten dabei, sich realistische Ziele zu stecken, konkrete Pläne
aufzustellen und diese auch tatsächlich umzusetzen. „Bei Patienten mit
einer Krebserkrankung führen häufig auch Unwohlsein und Angst dazu, dass
sie körperliche Aktivität meiden. Dies mündet oft in eine Abwärtsspirale,
da mangelnde Bewegung den Zustand zumeist weiter verschlechtert. Das
Programm zielt darauf, eine Aufwärtsspirale in Gang zu setzen, denn
körperliche Bewegung kann in vielen Fällen Nebenwirkungen lindern und das
körperliche und seelische Wohlbefinden steigern“, erklärt Glausch.
Übungsleiter von Krebssportgruppen können das MotivA-Handbuch mit CD und
Postern sowie Begleithefte für die Teilnehmer kostenfrei bestellen unter
netzwerk-onkoaktiv.de/motiva oder www.krebscentrum.de/motiva. Hier stehen
die Motivationseinheiten auch als Audiodateien zum Download bereit. Bei
Interesse und weiteren Fragen zum Projekt:
praeventionszentrum@krebscentrum.de oder 0351 458-7447.

Ein Bild zur Pressemitteilung steht im Internet kostenfrei zur Verfügung
unter:
https://www.nct-dresden.de/fileadmin/media/nct-dresden/das-
nct/newsroom/Bild_PM_MotivA.jpg

BU: Körperliche Aktivität hat während und nach einer Krebserkrankung
positive Auswirkungen auf Körper und Psyche der Patienten.

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Früherkennung mittels Computertomographie: BfS kritisiert aktuelle Angebote

BfS kritisiert aktuelle Angebote

Die derzeit angebotenen Untersuchungen zur Früherkennung schwerer
Krankheiten mittels Computertomographie (CT) sind rechtlich nicht
zulässig. Darauf weist das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hin.
Erschwerend kommt hinzu, dass die im Internet bereitgestellten
Informationen der Anbieter mehrheitlich auf Qualitätsmängel schließen
lassen. Zu diesem Ergebnis kommt das BfS nach einer exemplarischen
Auswertung von 150 Websites radiologischer Praxen und Kliniken, die CT-
Früherkennungsuntersuchungen anbieten.

„Radiologische Verfahren können bei der Früherkennung von Krebs oder
Herzerkrankungen eine wichtige Rolle spielen“, betont BfS-Präsidentin Inge
Paulini. „Allerdings muss sorgsam bewertet werden, ob der Nutzen einer
solchen Untersuchung die damit verbundenen Risiken rechtfertigt und ob die
erforderlichen Qualitätsstandards eingehalten werden.“

Bisher ist das Mammographie-Screening zur Brustkrebs-Früherkennung das
einzige legale Angebot, das Röntgenstrahlung zur Früherkennung einsetzt.
Hierbei handelt es sich um ein Früherkennungsprogramm mit
bundeseinheitlichen Qualitätsvorgaben und einer klar abgegrenzten
Zielgruppe.

Das Ende 2018 in Kraft getretene Strahlenschutzgesetz ermöglicht dem
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU),
weitere Röntgenuntersuchungen für die Früherkennung von Krankheiten wie
Lungen- oder Darmkrebs, Verengung der Herzkranzgefäße oder Osteoporose
zuzulassen.

Als Grundlage hierfür erstellt das BfS für jedes in Frage kommende
Untersuchungsverfahren einen wissenschaftlichen Bericht, in dem Nutzen und
Risiken gegeneinander abgewogen sowie Mindeststandards für die
Durchführung der Untersuchungen festgelegt werden. Aktuell läuft die
Bewertung der Niedrigdosis-CT zur Früherkennung von Lungenkrebs bei
Rauchern.
Parallel dazu hat das BfS bestehende CT-Früherkennungsangebote
ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass die Anbieter auf ihren Websites nur
selten detaillierte, fachlich valide und ausgewogene Informationen zur
Verfügung stellen. Die Angaben über die Strahlenrisiken waren insgesamt
unzureichend. Informationen über das Alter der jeweiligen Zielgruppe,
Risikofaktoren, Anzahl und zeitlichen Abstand der Tests, Durchführung der
jeweiligen Untersuchung sowie zur Abklärungsdiagnostik variierten
erheblich und entbehrten oft der wissenschaftlichen Grundlage.

„Die aktuellen Angebote im Internet sind nicht nur rechtswidrig, sondern
auch irreführend“, betont Paulini. „Die Internet-Auswertung des BfS belegt
nachdrücklich die Notwendigkeit, bundeseinheitliche und rechtlich
verbindliche Regelungen für radiologische Früherkennungsuntersuchungen zu
treffen. Nur so lassen sich sowohl deren Nutzen und Qualität als auch die
informierte Entscheidungsbildung möglicher Teilnehmer sicherstellen.“

Weiterführende Informationen:
„Früherkennung von Krankheiten mittels radiologischer Bildgebung: Neue
Rechtslage und Bewertung von Leistungsangeboten am Beispiel von CT-
Untersuchungen“:
https://www.thieme-
connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-0989-2621?articleLanguage=de
sowie
https://www.thieme-
connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-0989-2621?articleLanguage=en

Bundesamt für Strahlenschutz:
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) arbeitet für den Schutz des
Menschen und der Umwelt vor Schäden durch Strahlung. Das BfS informiert
die Bevölkerung und berät die Bundesregierung in allen Fragen des
Strahlenschutzes. Die über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewerten
Strahlenrisiken, überwachen die Umweltradioaktivität, unterstützen aktiv
im radiologischen Notfallschutz und nehmen hoheitliche Aufgaben wahr,
darunter im medizinischen und beruflichen Strahlenschutz. Ultraviolette
Strahlung und strahlenrelevante Aspekte der Digitalisierung und
Energiewende sind weitere Arbeitsfelder. Als wissenschaftlich-technische
Bundesoberbehörde betreibt das BfS Forschung und ist mit nationalen und
internationalen Fachleuten vernetzt. Weitere Informationen unter
www.bfs.de.

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Weltweit findet am 17. September 2019 erstmals der Tag der Patientensicherheit statt: Die Sicherheitskultur in der Gesundheitsbranche steht im Fokus.

Hygiene-Kenntnisse auffrischen nicht nur am Tag der Patientensicherheit Weltweit findet am 17. September zum Welttag der Patientensicherheit zu ernennen. Die WHO will an diesem Aktionstag nicht nur Patientinnen und Patienten, sondern auch das Gesundheitspersonal sowie Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft und Forschung mobilisieren. Ziel ist es die Sicherheitskultur in der Gesundheitsbranche zu verbessern.

Zu den Errungenschaften der sicheren Gesundheitsversorgung zählen beispielsweise OP-Checklisten, Fehlermeldesysteme sowie ein verpflichtendes Qualitätsmanagement in deutschen Krankenhäusern. Die landesweite Hygiene-Initiative für Nordrhein-Westfalen „Gemeinsam Gesundheit schützen. Keine Keime. Keine Chance für multiresistente Erreger." ist beispielhaft für das wachsende Bewusstsein und das Engagement in der Gesundheitsbranche.

Die Hygiene-Kampagne sensibilisiert Patientinnen und Patienten, Besucherinnen und Besucher, aber auch die breite Öffentlichkeit für das Thema Keime und klärt über Hygiene-Maßnahmen auf. Denn Denn alle Bürgerinnen und Bürger können dazu beitragen, sich und andere zu schützen und eine mögliche Übertragung von Keimen zu unterbinden. Hygiene-Wissen spielt dabei eine wichtige Rolle. Eine verbesserte, gemeinschaftliche Prävention hilft, Keime unschädlich zu machen.

Weitere Informationen rund um das Thema Hygiene erhalten Sie auf der Website www.keine-keime.de, über das „Keine Keime"-Informationsbüro unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder telefonisch unter 030-30 88 11 49.

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Die landesweite Hygiene-Initiative „Gemeinsam Gesundheit schützen. Keine Keime. Keine Chance für multiresistente Erreger" wurde initiiert von der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen, dem Dachverband der 344 Krankenhäuser in NRW. Die Initiative hat das Ziel, die Öffentlichkeit über multiresistente Erreger, Krankenhaushygiene und Infektionsschutz aufzuklären.

 

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Krebsrisiko: Fakten statt Mythen

Telefonaktion anlässlich der 1. Nationalen Krebspräventionswoche

Neben dem Wissen über tatsächliche Krebsursachen kursieren in der Bevölkerung zahlreiche Gerüchte, Halbwahrheiten und Mythen – vor allem im Internet und in den sozialen Medien. Im Rahmen der 1. Nationalen Krebspräventionswoche bieten der Krebsinformationsdienst KID des Deutschen Krebsforschungszentrums und das INFONETZ KREBS der Stiftung Deutsche Krebshilfe eine gemeinsame Telefonaktion vom 10. bis 13. September 2019 an. Interessierte können sich kostenfrei zum Thema Krebsrisiken informieren: Was kann jeder tatsächlich selbst tun, um sich bestmöglich zu schützen? Der Krebsinformationsdienst ist täglich von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr unter 0800-420 30 40 erreichbar und klärt auch über Krebs-Mythen auf: Was ist Humbug, Weltanschauung oder einfach nur Geldschneiderei?

Wer im Internet nach "Krebs" sucht, findet neben seriösen Informationen auch Kurioses, Seltsames oder Erschreckendes: Selbst ernannte Experten warnen vor vermeintlichen Krebsrisiken oder erklären Krebs zur "Strafe". Manches kommt zunächst wissenschaftlich daher, entpuppt sich dann aber als Blendwerk. Besonders kritisch sind Gerüchte über Krebsursachen, die möglicherweise gezielt gestreut werden, um Angst zu schüren und daraus Profit zu schlagen. Neben Kosmetika sollen zum Beispiel zu enge BHs, Essen aus der Mikrowelle, Lebensmittelzusatzstoffe und Süßstoffe und sogar Blutergüsse krebserregend sein - alles nicht wissenschaftlich erwiesen, so die Experten. Viele Menschen halten Stress für die gefährlichste Krebsursache – was aus wissenschaftlicher Sicht so pauschal ebenfalls nicht bestätigt werden kann.

Ursachen für Krebs nicht immer bekannt
Angesichts der vielen „Fake News“, die im Umlauf sind – was sind erwiesene Krebsrisiken? Auch wenn die Krebsursachen noch weiter erforscht werden müssen, können einige Risikofaktoren als gesichert angesehen werden. Dazu gehören beispielsweise Rauchen und Alkohol, mangelnde Bewegung und Übergewicht, aber auch zu viel UV-Strahlung der Sonne oder aus Solarien sowie industriell verarbeitetes Fleisch, also zum Beispiel Wurst, Geräuchertes und Gepökeltes. Wer meint, das hätte sich inzwischen herumgesprochen, der sieht sich getäuscht. Denn eine Umfrage* mit 1.327 Teilnehmern aus Großbritannien aus dem Jahr 2016 hat gezeigt, dass das Wissen über Krebsursachen in der Bevölkerung eher gering ist. Nur ungefähr jeder zweite der Befragten war in der Lage, tatsächliche Risikofaktoren zu identifizieren, und als Beispiele vorgestellte Krebs-Mythen wurden nur von einem Drittel richtig zugeordnet. Offenbar kursieren viele falsche Vorstellungen, wenn es um Ursachen für Krebs geht.

Informationsangebot für alle
„Aus Gesprächen mit verunsicherten Anruferinnen und Anrufern bei uns im Krebsinformationsdienst wissen wir, dass sich viele Krebs-Mythen bereits über Jahre hartnäckig halten“, so Dr. med. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums. Auch die Einschätzung der Relationen von Risiken und das Abwägen von Nutzen und Risiko falle nicht immer leicht: Sicher zählt auch Röntgenstrahlung zu den Risikofaktoren, dennoch ist es wenig sinnvoll, aus diesem Grund etwa eine medizinisch notwendige Untersuchung abzulehnen. Rauchen beispielsweise ist hingegen mit einem deutlichen Risiko behaftet und lässt sich zudem vermeiden, ohne einen Nachteil zu erleiden. „Dagegen hilft nur Aufklärung über die Tatsachen – und das immer wieder. Rufen Sie an und machen Sie sich schlau. "Der Krebsinformationsdienst ist täglich von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr unter 0800-420 30 40 erreichbar. „Wenn jeder die tatsächlichen Risiken kennt und weiß, wie er sich aktiv schützen kann, führt dies langfristig vielleicht zu einer Verhaltensänderung, die sich in sinkenden Krebszahlen bemerkbar macht“, so Weg-Remers weiter.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum und die Stiftung Deutsche Krebshilfe haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen verstärkt auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen. Daher wird es ab sofort jedes Jahr im Herbst eine Nationale Krebspräventionswoche geben.

*Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6202672/

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