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Gesundheit

Deutsche Leberstiftung schreibt Stipendium für klinische Projekte im Bereich der Hepatologie aus

Mit ihrem Freistellungs-Stipendium fördert die Deutsche Leberstiftung
klinische Studien und Projekte im Bereich der Hepatologie. Bewerbungen
sind ab sofort bis zum 1. Oktober 2019 möglich.

Die Deutsche Leberstiftung schreibt auch in diesem Jahr ein Stipendium für
die Initiierung und Planung von klinischen Studien oder klinischen
Projekten im Bereich der Lebererkrankungen aus. Mit diesen Freistellungs-
Stipendien unterstützt die Deutsche Leberstiftung seit einigen Jahren
kontinuierlich die Planung und Vorbereitung von Investigator Initiated
Trials, Analysepläne von Kohortenstudien o. ä.

Durch das Stipendium kann sich der Arzt freistellen lassen, um eine
klinische Studie oder ein klinisches Projekt zu planen und vorzubereiten.
Idealerweise sollte diese Planung in Zusammenarbeit mit etablierten
Studieneinheiten/-strukturen geschehen. In dieser Vorbereitungszeit
übernimmt die Deutsche Leberstiftung die Personalkosten eines Arztes.

Der Stipendiat ist freigestellt und kann konzentriert die klinische Studie
oder das klinische Projekt vorbereiten. Eine Freistellung wird für bis zu
drei Monate (maximal 20.000,- Euro) gewährt. Aktuell kann ein Stipendium
vergeben werden.

Einsendeschluss für die Anträge auf ein Freistellungs-Stipendium ist der
1. Oktober 2019. Die Begutachtung erfolgt durch ein unabhängiges
Gutachterkomitee. Dessen Mitglieder sind Priv. Doz. Dr. Münevver Demir,
Köln/Berlin; Prof. Dr. Verena Keitel-Anselmino, Düsseldorf; Prof. Dr.
Christoph Sarrazin, Wiesbaden.

Der mit einer Freistellung geförderte Stipendiat wird auf der 36.
Jahrestagung der GASL in Mainz (14./15. Februar 2020) bekannt gegeben.

„Um die Versorgung von Patienten mit Lebererkrankungen zu verbessern, sind
klinische Studien und Projekte unverzichtbar. Deshalb fördert die Deutsche
Leberstiftung auch in diesem Bereich die hepatologische Forschung. Das
Freistellungs-Stipendium trägt ganz direkt zur Verbesserung der
Patientenversorgung bei“, erläutert Prof. Dr. Michael P. Manns,
Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung das Ziel der Förderung.

Weitere Informationen sowie das Bewerbungsformular sind auf der Website
der Deutschen Leberstiftung unter http://www.deutsche-
leberstiftung.de/foerderung abrufbar. Bei Fragen steht die Geschäftsstelle
der Deutschen Leberstiftung gern zur Verfügung.

Deutsche Leberstiftung
Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen
und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung zu
verbessern. Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit steigert die Stiftung
die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen, damit diese früher
erkannt und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet
außerdem Information und Beratung für Betroffene und Angehörige sowie für
Ärzte und Apotheker in medizinischen Fragen. Diese Aufgaben erfüllt die
Stiftung sehr erfolgreich.
Weitere Informationen: http://www.deutsche-leberstiftung.de.

JETZT NEU: Website-Relaunch der Deutschen Leberstiftung http://www
.deutsche-leberstiftung.de – wichtige Basisinformationen, umfangreicher
Service und Presseinformationen/-bilder im neu gestalteten Online-Portal
für Betroffene und Angehörige, Fachkreise sowie Medienvertreter.

BUCHTIPP: „Das Leber-Buch“ der Deutschen Leberstiftung informiert
umfassend und allgemeinverständlich über die Leber, Lebererkrankungen,
ihre Diagnosen und Therapien – inzwischen in dritter, aktualisierter und
erweiterter Auflage! „Das Leber-Buch“ ist im Buchhandel erhältlich: ISBN
978-3-89993-899-9, 16,99 Euro.
Weitere Informationen: http://www.deutsche-leberstiftung.de/Leber-Buch.

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DSG: Tag gegen den Schlaganfall: DSG-Experten sehen vorbildliche Versorgung als bedroht an

Jährlich erleiden rund 260.000 Menschen hierzulande einen Schlaganfall.
Aufgrund der qualitativ hochwertigen Versorgung in Deutschland haben sie
aber gute Chancen, keine oder nur geringe dauerhafte Schäden
davonzutragen. Anlässlich des Tages gegen den Schlaganfall am Freitag, den
10. Mai 2019, bekräftigt die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG), wie
wichtig für schwer betroffene Patienten eine zeitnahe Versorgung in
exzellenten Spezialkliniken – den sogenannten Stroke Units – ist.

Die Experten warnen jedoch davor, dass dieser hohe Qualitätsstandard nun
durch mögliche Veränderungen in der Vergütung gefährdet ist und Patienten
sich eventuell wieder auf Versorgungslücken einstellen müssen.

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Bei einem Schlaganfall heißt es „Time is brain“, denn schnelle und
qualifizierte Hilfe bewahrt Patienten vor Behinderung, Pflegebedürftigkeit
und dem Tod. „Die Versorgung von Schlaganfallpatienten hierzulande ist
international vorbildlich, da regionale Schlaganfallzentren (sogenannte
Stroke Units) eng mit überregionalen Stroke Units vernetzt sind“, erklärt
Professor Dr. med. Armin Grau, 1. Vorsitzender der DSG. Alle
Schlaganfallpatienten sollen in einer der 328 zertifizierten Stroke Units
in Deutschland behandelt werden, dann bestehen gute Behandlungschancen.

Meistens handelt es sich um einen ischämischen Schlaganfall, das heißt ein
Gefäß im Gehirn wird durch ein Gerinnsel verschlossen und Blut und
Sauerstoff können bestimmte Gehirnbereiche nicht mehr erreichen. In
leichteren Fällen lösen die Ärzte das Gerinnsel rein medikamentös auf.
Dieses Verfahren wird als Lysetherapie bezeichnet. Bei schweren Fällen
werden die Patienten in eine Stroke Unit mit Katheter-Option verlegt. „Für
den Therapieerfolg ist es hier entscheidend, dass Spezialisten aus
verschiedenen Disziplinen – also vor allem Neurologen und Neuroradiologen
– innerhalb kurzer Zeit die optimale Therapie einleiten“, sagt Professor
Dr. med. Wolf-Rüdiger Schäbitz, Pressesprecher der DSG. Bei schwer
betroffenen Patienten kann dann, in der Regel in einer der überregionalen
Stroke Units, von denen es in Deutschland aktuell 117 durch die DSG
zertifizierte gibt, eine sogenannte Thrombektomie durchgeführt werden: Die
Spezialisten führen dabei einen Katheter über ein Beingefäß bis in das
Gehirn und entfernen das Gerinnsel. Die Thrombektomie gilt seit einigen
Jahren als die bestwirksamste Therapie bei schwerem Hirninfarkt. „Bis zu
90 Prozent der verschlossenen Schlagadern können so wieder geöffnet
werden, was häufig zu einer deutlichen Verbesserung der
Schlaganfallsymptome führt. “, berichtet Schäbitz. Um der gestiegenen
Behandlungskomplexität Rechnung zu tragen, konstituieren sich gerade in
Deutschland überregionale Neurovaskuläre Netzwerke, von denen kürzlich
fünf durch die DSG zertifiziert wurden, weitere zehn befinden sich im
Zertifizierungsverfahren. Zu einem neurovaskulären Netzwerk schließen sich
große Einrichtungen mit Spezialabteilungen wie Neurochirurgie,
Neurointensivstation, Neuroradiologie und Gefäßchirurgie mit kleineren,
regionalen Zentren zusammen. „Auf diese Weise ist es möglich, komplizierte
und spezielle Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten täglich rund um die
Uhr stabil anzubieten“, erläutert Schäbitz. „Für eine gute Qualität
erscheint uns eine Bündelung der Kompetenzen geboten. Dies muss allerdings
auf die regionalen Bedürfnisse angepasst werden und erfordert daher
individuelle Lösungen“, erläutert Schäbitz.

Diagnose und Therapie in einer spezialisierten, multidisziplinären Stroke
Unit unterliegen höchsten Qualitätsstandards. Bislang zahlten die
Krankenkassen eine gesonderte Vergütung für diesen apparativen und
personellen Aufwand. Doch ein Urteil des Bundessozialgerichts vom Juni
2018 gefährdet die exzellente Versorgung in Deutschland: Zukünftig soll
eine gesonderte Vergütung nur noch an Krankenhäuser entrichtet werden, die
den Transport eines Patienten innerhalb von 30 Minuten ab der Entscheidung
für eine Verlegung in eine Spezialeinheit garantieren können; bisher galt
eine reine Transportzeit von 30 Minuten. Wenn diese Regelung umgesetzt
werden muss, ist die wirtschaftliche Existenz vieler entlegenerer Stroke
Units bedroht, weil sie dann für keinen ihrer Schlaganfallpatienten – auch
wenn sie ihn gar nicht verlegen müssen– die gesonderte Vergütung mehr
erhalten. Aufgrund des genannten Urteils ist weiterhin eine hohe Zahl an
Klagen von Krankenkassen gegen Krankenhäuser anhängig. „Die DSG erwartet,
dass die Krankenkassen auf Forderungen an die Krankenhäuser, die auf dem
Urteil beruhen, verzichten. Ansonsten können Versorgungslücken zum
Nachteil der Patienten entstehen“, so Professor Grau, 1. Vorsitzender der
DSG. „Weiterhin hoffen wir darauf, dass für das kommende Jahr neue
Regelungen für die Schlaganfallvergütung getroffen werden, die das Problem
der Transportzeit nicht mehr entstehen lassen.“.

Auch bei der Nachsorge nach einem Schlaganfall gibt es aus Sicht der DSG
Handlungsbedarf. Zahlreiche Risikofaktoren wie etwa Bluthochdruck,
Vorhofflimmern, Rauchen, Bewegungsmangel oder ungesunde Ernährung tragen
zum Risiko bei und werden nach einem Schlaganfall nicht immer ausreichend
behandelt oder abgestellt. Außerdem treten nach Schlaganfällen häufig
Komplikationen auf wie Depressionen oder Angstzustände, Stürze oder
Einschränkungen der geistigen Leistungsfähigkeit. Diese müssen rechtzeitig
erkannt und behandelt werden beziehungsweise muss ihnen vorgebeugt werden.
„Wir sollten einen Schlaganfall nicht nur als Notfall, sondern auch als
eine chronische Krankheit einstufen“, fordert Professor Schäbitz vom
Evangelischen Klinikum Bethel in Bielefeld. Eine engere Zusammenarbeit
zwischen Klinik- und Hausärzten ist in der Nachsorge von Schlaganfällen
sehr wichtig. „Die Betroffenen können aber auch selbst viel zur Vorbeugung
eines zweiten Schlaganfalls beitragen, indem sie die medikamentöse
Behandlung des Hausarztes konsequent befolgen und ihren Lebensstil
ändern“, so Schäbitz. Maßnahmen zur Verbesserung dieses Teils der
Schlaganfallbehandlung werden gesundheitspolitisch unterstützt und durch
den Innovationsfonds gefördert. Ein Projekt („Stroke-OWL“) kommt aus
Ostwestfalen-Lippe (OWL) in Nordrhein-Westfalen: Unter Schirmherrschaft
der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe kommen Schlaganfalllotsen zum
Einsatz , die Schlaganfall-Betroffene und Angehörige ein Jahr nach einem
Hirninfarkt betreuen, sie etwa zu Arztbesuchen begleiten, den
Hilfsmittelbedarf überprüfen und die sekundärprophylaktischen Maßnahmen
unterstützen. Ein zweites Projekt unter dem Titel „SANO“ (Strukturierte
ambulante Nachsorge nach einem Schlaganfall) steht unter der Leitung von
Herrn Professor Grau aus Ludwigshafen und Herrn Professor Heuschmann aus
Würzburg. In enger Zusammenarbeit zwischen Klinik und Hausärzten werden
die Risikofaktoren und mögliche Folgekrankheiten nach einem Schlaganfall
ein Jahr lang eng überwacht und die Patienten dazu motiviert, selbst dazu
beizutragen, ihr Erkrankungsrisiko zu verringern. „Es ist sehr wichtig,
jetzt auch die Nachsorge nach einem Schlaganfall in den Fokus zu nehmen
und die Patienten im ersten Jahr nach der Erkrankung intensiv zu
betreuen“, so Professor Grau abschließend.

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Der Experten-Ratgeber der Herzstiftung

Erhöhtes Cholesterin im Blut: Schaden Eier der Gesundheit?

Der Experten-Ratgeber der Herzstiftung
Der Experten-Ratgeber der Herzstiftung "Hohes Cholesterin: Was tun?".Cholteserin-Ratgeber Cover: DHS/Neuffer.

Neue US-Studie – Herzstiftungs-Experte vor Ostern: Nicht Ei alleine,
sondern gesamtes Ernährungskonzept entscheidend
Erhöhen Eier den Cholesterinspiegel und schaden so dem Herzen? Ab wie
vielen Eiern pro Woche wird es bedenklich? Immer wieder erreichen die
Deutsche Herzstiftung Fragen wie diese. „Erhöhte Cholesterinspiegel im
Blut sind ein wichtiger Risikofaktor für koronare Herzkrankheit (KHK),
Herzinfarkt und Schlaganfall. Das belegen Studien seit Jahrzehnten“,
untermauert der Herzspezialist Prof. Dr. med. Helmut Gohlke vom Vorstand
der Deutschen Herzstiftung. Zusätzlich konnte in vielen Studien gezeigt
werden, dass sich eine medikamentöse Senkung erhöhter Cholesterinwerte
insbesondere durch Statine oder seit kurzem auch durch PCSK9-Inhibitoren
günstig auf den Krankheitsverlauf auswirkt. (Infos: www.herzstiftung.de
/cholesterin-ratgeber.html)
„Aber weit weniger klar war, welche Bedeutung die Cholesterinzufuhr über
die Nahrung für den Cholesterinspiegel im Blut und für das Risiko für
Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat“, betont Gohlke. Die Cholesterin-Aufnahme
durch Konsum cholesterinhaltiger Lebensmittel auf etwa 300 mg Cholesterin
pro Tag zu begrenzen, war für Jahrzehnte die Empfehlung der Amerikanischen
Herzgesellschaft (AHA). Bis die AHA und das Beratungskomitee für die US-
amerikanischen Ernährungs-Leitlinien in Übereinstimmung mit dem American
College of Cardiology (ACC) im Jahr 2015 von dieser Position wegen der
unzureichenden Studienlage abrückten. Nach deren Ansicht fehlte der
Nachweis dafür, dass die Cholesterinzufuhr mit der Ernährung oder speziell
mit Eiern einen wesentlichen Einfluss auf die kardiovaskuläre Ereignisrate
habe.

US-Studie: Auch Eier können Herz-Kreislauf-Risiko erhöhen
Eine neue Übersichtsarbeit (Meta-Analyse) (1) zu sechs Studien mit über
29.600 Teilnehmern, die sorgfältig zu ihrem Ernährungsverhalten befragt
und im Schnitt für 17,7 Jahre nachbeobachtet wurden, kommt zu dem Schluss,
dass eine unbeschränkte Cholesterinzufuhr mit der Ernährung doch nicht
unbedenklich ist: „Denn bei erwachsenen US-Amerikanern war eine höhere
Cholesterinzufuhr deutlich mit einem höheren Erkrankungs- und
Sterblichkeitsrisiko durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden“, so
Gohlke. „Also je höher der Cholesterinverzehr in Lebensmitteln oder der
Eierkonsum war, umso höher war auch das kardiovaskuläre Risiko.“ (*).
Dabei spielte es keine Rolle, ob das Cholesterin vorwiegend über den
Verzehr von Eiern oder über sonstige Komponenten der Nahrung aufgenommen
wurde. Ein Ei enthält etwa 250-280 mg Cholesterin. Allerdings weisen die
Autoren der Studie darauf hin, dass sich ihre Auswertungen nicht ohne
Weiteres auf Menschen außerhalb der USA übertragen ließen. Gohlke folgt
diesem Standpunkt u. a. mit Blick auf Studien in Europa. „Vermutlich
spielt die gängige und beliebte Zubereitung der Eier in den USA,
beispielsweise mit Speck, eine größere Rolle als das Ei selbst.“

Erkenntnisse aus US-Studien nicht unbedingt auf Europa übertragbar
Die Europäischen Präventions-Leitlinien geben bezüglich des Cholesterin-
Konsums keine Empfehlungen mehr ab, auch weil gesättigte Fette eine
stärker cholesterinerhöhende Wirkung haben als das mit der Nahrung
zugeführte Cholesterin selbst. Eine spanische Beobachtungsstudie (2) an
einem Kollektiv von über 14.100 gesunden Universitätsabsolventen konnte
auch in der Gruppe der Personen, die mehr als vier Eier pro Woche
verzehrten, kein erhöhtes KHK-Risiko feststellen. „Der Blick beim Essen
sollte daher nicht nur auf die einzelne Nahrungskomponente Ei fallen.
Vielmehr kommt es auf das Gesamternährungskonzept an“, gibt Prof. Gohlke
zu bedenken. „Dennoch kann man die neuerlichen Bedenken der US-
amerikanischen Kollegen nicht völlig außer Acht lassen.“
In einer schwedischen Studie (3) waren bis zu sechs Eier pro Woche nicht
mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall verbunden, bei
höherem Konsum nahm das Risiko jedoch zu. Das würde einer täglichen
Cholesterinzufuhr nur durch Ei-Konsum von 240 mg pro Tag entsprechen und
damit die Bedenken der neueren US-amerikanischen Studien gegen einen
„ungebremsten“ Cholesterinkonsum unterstützen. In diesen Studien geht es
allerdings um einen dauerhaft hohen Cholesterin- bzw. Eierkonsum und nicht
um den über einen kurzen Zeitraum zu Ostern erhöhten Cholesterin- bzw-
Eierkonsum. „Deshalb sollte man sich die Freude am Osterfrühstück auch
nicht durch ein schlechtes Gewissen verderben lassen.“

Wichtig: Ungesunde gesättigte Fette in Wurst, Speck & Co. vermeiden!
Die Auswirkung der Cholesterinzufuhr durch die Nahrung auf den
Cholesterinspiegel im Blutserum ist außerdem stark von der übrigen
Ernährung abhängig. Ein hoher Anteil an mehrfach ungesättigten Fetten in
der Ernährung reduziert die Cholesterinaufnahme. „Je höher jedoch der
Anteil der gesättigten Fette in der Nahrung ist, umso stärker fällt die
Cholesterinerhöhung aus. Außerdem verstärken die gesättigten Fette die
Gerinnungsaktivität im Blut. Dadurch begünstigen sie die KHK, Herzinfarkt
und Schlaganfall“, erläutert Gohlke. Gesättigte Fette verstecken sich in
erheblichen Mengen z. B. in Fleisch, Speck, Wurst, Schinken und
Schweineschmalz. Gesättigte Fette finden sich zwar auch in Milchprodukten,
z. B. Käse, aber die gesättigten Fette aus der Milch von Kühen, Schafen
und Ziegen werden als eher günstig beurteilt. Die Erkenntnisse der US-
Studie im JAMA (1) unterstreichen die Bedeutung der von den
kardiologischen Gesellschaften und der Herzstiftung empfohlenen
Mittelmeerküche (www.herzstiftung.de/Rezept-Tipps-Mittelmeerkueche) für
die Verbesserung der Prognose von Patienten mit KHK. Wer sich daher
herzgesund ernähren möchte, legt am besten die Betonung seiner Ernährung
auf Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Geflügel, Fisch, Hülsenfrüchte, Raps-
und Olivenöl (kein Kokosnuss- oder Palmöl) und Nüsse. Beobachtungsstudien
zeigen: Bei 200 g Obst und Gemüse pro Tag sinkt das Risiko für die
Arteriosklerose. 30–45 g Ballaststoffe aus Vollkornprodukten, Obst und
Gemüse sind wünschenswert. Auch Fisch (ca. 2-mal pro Woche) wirkt sich
günstig aus. Industrielle Transfette sind möglichst ganz zu vermeiden.

(*) Pro 300 mg Cholesterinzufuhr in Lebensmitteln pro Tag nahm das Risiko
für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um relative 17% (absolut: 3,24 %), das
Sterberisiko um relative 18% (absolut 4,43%) zu.

(1) Zhong Victor W et al., Associations of Dietary Cholesterol or Egg
Consumption With Incident Cardiovascular Disease and Mortality. JAMA.
2019;321(11):1081-1095

(2) Zazpe I et al., Egg consumption and risk of cardiovascular disease in
the SUN Project. Eur J Clin Nutr. 2011 Jun;65(6):676-82. doi:
10.1038/ejcn.2011.30. Epub 2011 Mar 23.

(3) Larsson SC et al., Egg consumption and risk of heart failure,
myocardial infarction, and stroke: results from two prospective cohorts
The American Journal of Clinical Nutrition, 102:1007–1013; November 2015

Cholesterin-Ratgeber: Worauf bei ungünstigen Cholesterinwerten zu achten
ist, mit welchen Cholesterinsenkern zu hohe Werte behandelt werden und wie
wichtig eine gezielte Ernährung ist, darüber informiert der kostenfreie
Ratgeber „Hohes Cholesterin: Was tun?“ (32 S.), erhältlich unter
www.herzstiftung.de/cholesterin-ratgeber.html oder per Tel. 069
955128-400.

Der Sonderdruck „Länger leben durch Mittelmeerküche: Traum oder
Wirklichkeit?“ (16 Seiten) von Prof. Dr. Helmut Gohlke (inkl. 5 Rezepte)
kann kostenfrei angefordert werden unter Tel. 069 955128400 oder per
E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. (Stichwort: Mittelmeerküche-
Sonderdruck).

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PTHV: Gute Lehre, guter Ruf, gute Betreuung

78 Absolventinnen und Absolventen des wissenschaftlichen Master-
Studiengangs der Pflegewissenschaftlichen Fakultät beantworten
Absolventenbefragung

Eine aktuelle Befragung der Absolventinnen und Absolventen des
wissenschaftlichen Master-Studiengangs der Pflegewissenschaftlichen
Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV)
zeigte auf, dass die überwiegende Mehrheit der befragten Personen wieder
ein Studium an der Pflegewissenschaftlichen Fakultät aufnehmen würde“,
freut sich Prof. Dr. Albert Brühl, Lehrstuhl für Statistik und
standardisierte Verfahren der Pflegeforschung, der eine aktuelle
Absolventen-Befragung durchgeführt hat.

Von 138 angeschriebenen Absolventen antworteten 78, was einen guten
Rücklauf von knapp 57 Prozent darstellt.

Die Gründe für die Aufnahme eines Pflege-Studiums an der PTHV waren dabei
vielfältig: Als meist genannter Grund wurde wissenschaftliches Interesse
genannt gefolgt von fachlichem Interesse und der Mitwirkung an der
Weiterentwicklung der Pflege. Weitere Gründe für die Aufnahme eines
Studiums in diesem Fachbereich an der PTHV waren der Erwerb von höheren
Kompetenzen im Bereich der Pflege, das Einbringen von neuen Erkenntnissen
in den Beruf sowie der Wunsch nach persönlicher Entfaltung. Bessere
Chancen auf dem Arbeitsmarkt nannten etwas weniger als die Hälfte der
Befragten als Beweggrund.

Warum gerade in Vallendar Pflege studieren?

Der gute Ruf der PTHV war das meistgenannte Kriterium, weshalb sich für
ein Studium an der Universität in Vallendar entschieden wurde. Ebenso
spielte das Renommee der Dozierenden bei der Entscheidung eine sehr große
Rolle. Weiterhin als ausschlaggebend benannt wurde die Empfehlung durch
ehemalige Studierende sowie die Qualität der Lehrveranstaltungen. Fast
alle befragten Personen (69 von 78 beteiligten Personen) hielten das
Verhältnis von Präsenz- und Selbststudium für angemessen.

Betreuung und Lehre besonders zufriedenstellend

Während des Studiums wurden folgende Punkte als besonders positiv (sehr
gut und gut) hervorgehoben: Die Beratung und Betreuung während der
Masterarbeit sowie die Qualität bei der Vermittlung der Lehrinhalte. 57
Personen fanden den Aufbau des Studiums gut bzw. sehr gut. 62 von 78
Personen würden sich sofort wieder für ein Studium an der
Pflegewissenschaftlichen Fakultät der PTHV entscheiden.

„Blickt man auf die berufliche Situation der Studierenden, die während des
Studiums an der PTHV in ihren Berufen gearbeitet haben, so ließ sich
anhand der Befragung feststellen, dass die Mehrheit in 50 bzw. in 75
Prozent-Stellen, zehn (von insgesamt 78 auswertbaren Angaben) in einer
Vollzeit-Stelle beschäftigt waren“, stellt Prof. Brühl fest. „Im Anschluss
an das Studium an der PTHV gaben 50 Personen an in einer Arbeitsstelle zu
sein, die ihnen angemessen erscheint.“

Information zur PTHV:
Die Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar (PTHV) ist eine
kirchlich und staatlich anerkannte wissenschaftliche Hochschule (im Rang
einer Universität) in freier Trägerschaft. Die Gesellschafter der PTHV
gGmbH sind die Vinzenz Pallotti gGmbH und die Marienhaus Holding GmbH.
Rund 50 Professoren und Dozenten forschen und lehren an der PTHV und
betreuen etwa 450 Studierende beider Fakultäten.

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