Commerzbank-Chefvolkswirt kritisiert Nominierung von Janet Yellen für Fed-Chefposten
Der Chefvolkswirt der Commerzbank AG, Jörg Krämer, sieht die Nominierung von Janet Yellen für den Chefposten der US-Notenbank Federal Reserve mit gemischten Gefühlen. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte er: "Janet Yellen hat als Vize von Bernanke und in anderen Positionen ausreichend Erfahrungen gesammelt, um die US-Notenbank zu leiten. Aber sie vertritt wie kaum jemand anderes in der US-Notenbank eine Politik des billigen Geldes." Yellen glaube, die US-Arbeitslosigkeit mit einer Nullzinspolitik senken zu können. "Dabei hat die seit Jahren viel zu lockere Geldpolitik erst die Schuldenblase geschaffen, unter deren Platzen die US-Wirtschaft noch immer leidet", kritisierte Krämer.
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Die Euro-Krisenländer Griechenland und Portugal haben auch 2012 auf die Lohnbremse getreten und ihre Arbeitskosten reduziert. Dagegen wird in Deutschland Arbeit weiterhin teurer. Das geht aus einer soeben vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) vorgelegten internationalen Vergleichsstudie zu den industriellen Arbeitskosten hervor. Demnach zeigt sich für die Wettbewerbsfähigkeit der nach wie vor arg gebeutelten griechischen Wirtschaft ein Silberstreif am Horizont, weil die industriellen Arbeitskosten deutlich gesunken sind. In den Jahren 2011 und 2012 betrug der Rückgang 5 bzw. 7 Prozent. Ähnlich positiv verlief die Entwicklung in Portugal. Dort gingen die Arbeitskosten im Verarbeitenden Gewerbe allein 2012 um 4 Prozent zurück. Beide Länder belegen damit im internationalen Arbeitskostenranking einen mittleren Platz.