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Gesundheit

Deutsche Leberstiftung/Tag der gesunden Ernährung: Falsches Essverhalten kann Fettleber verursachen

Moderne Zeiten: Alles geht schnell, alles muss sofort und ständig
verfügbar sein. Auch die Ernährung ist mobil geworden: Fastfood an jeder
Ecke, der Cappuccino „to go“ ist Standard, der Automat wirft den
Schokoriegel aus und der Pizza-Bringdienst liefert in kürzester Zeit. Doch
mangelnde Bewegung und Übergewicht kennzeichnen das Leben vieler Menschen.
Diese Kombination aus ungesundem Essverhalten und Bewegungsmangel ist
verantwortlich für die häufigste Lebererkrankung in Deutschland: die
Fettleber. Die Deutsche Leberstiftung nimmt den „Tag der gesunden
Ernährung“ zum Anlass, auf den alarmierenden Anstieg und das hohe
Gefahrenpotential der Zivilisationskrankheit Fettleber hinzuweisen.

Bereits zum 20. Mal macht der Verband für Ernährung und Diätetik e. V.
(VFED) mit dem „Tag der gesunden Ernährung“ die Bevölkerung in Deutschland
auf die Wichtigkeit einer gesunden Ernährung aufmerksam. Der Aktionstag am
9. März 2017 fokussiert das Thema „Ernährung im Alter: gesund alt werden –
gesund bleiben!“ Die demografische Entwicklung in Deutschland erfordert
frühzeitige Maßnahmen, um ernährungsbedingte Krankheiten zu verhindern.

Fettleber ist die häufigste Lebererkrankung in Deutschland
Die Deutsche Leberstiftung weist im Rahmen des Tages der gesunden
Ernährung auf die alarmierende Entwicklung bei ernährungsbedingten
Lebererkrankungen hin: Die Fettleber ist die häufigste Lebererkrankung in
Deutschland. Zu den Ursachen zählen neben falscher Ernährung,
Bewegungsmangel und Übergewicht, starker Alkoholkonsum oder auch ein
bestehender Diabetes mellitus. Rund ein Drittel der Erwachsenen hat eine
durch Fetteinlagerung vergrößerte Leber – und die Zahl nimmt stetig zu.
Auch bereits jedes dritte übergewichtige Kind leidet an dieser Krankheit,
die in drei Stufen verläuft.

Der dreistufige Krankheitsverlauf
Im ersten Stadium handelt es sich um eine reine Fettleber, die keine
entzündlichen Reaktionen aufweist. In der zweiten Phase, die jeder zweite
Betroffene entwickelt, zeigt die Leber bereits entzündliche Reaktionen,
man spricht von einer „Steatohepatitis“. Diese sogenannte
Fettleberhepatitis wird unterschieden in eine „Nicht-alkoholische
Fettleberentzündung“ und eine durch Alkoholkonsum verursachte
„Alkoholische Fettleberentzündung“. In der dritten Stufe, die circa zehn
Prozent der Fälle umfasst, entwickelt sich aus beiden Fettleberhepatitis-
Varianten über eine Leberfibrose (Bindegewebsvermehrung) eine
Leberzirrhose (Vernarbung der Leber).

Fettleberhepatitis birgt erhöhtes Risiko für Leberzellkrebs
Jede Fettleberhepatitis beinhaltet ein erhöhtes Risiko, einen
Leberzellkrebs (HCC, HepatoCellularCarcinoma) zu entwickeln. Bei einer
Fettleberhepatitis, die bereits zu einer Fibrose geführt hat, liegt das
Risiko, an einem HCC zu erkranken, bei zwei bis drei Prozent pro Jahr. Ein
Leberzellkrebs aufgrund einer Fettleberhepatitis kann sich aber auch ohne
Vorliegen einer Zirrhose entwickeln. Und häufig verlaufen die krankhaften
Veränderungen des lebenswichtigen Stoffwechselorgans Leber ohne Symptome:
„Nur einige der Patienten mit einer Lebererkrankung leiden unter
unspezifischen Symptomen. Druck im Oberbauch, Appetitlosigkeit und
Abgeschlagenheit sind einige mögliche Anzeichen. Bei den meisten
Betroffenen ist die Lebererkrankung nicht spürbar“, erläutert Professor
Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung.
„Lässt man seine Leberwerte testen, ist häufig eine rechtzeitige Diagnose
und Behandlung von Lebererkrankungen möglich. Oftmals kann schon eine
Umstellung der Ernährungsgewohnheiten viel bewirken.“

Diagnostik und Fettleber-Index
Zur Bestätigung der Diagnose "Fettleber" gibt es mehrere Möglichkeiten:
Neben der Ultraschall-Untersuchung des Oberbauchs sollten die
Leberblutwerte ermittelt werden wie beispielsweise GPT, GOT und GGT. Aus
den Werten für GGT und Triglyceride kann der Arzt unter Berücksichtigung
von Body-Mass-Index (BMI) und Taillenumfang den sogenannten Fettleber-
Index (FLI) bestimmen. Ist dieser Wert größer als 60 und zeigt die
Ultraschall-Untersuchung eine vergrößerte Leber, kann das ein Hinweis auf
eine Fettleber sein. Die Diagnose einer Fettleberhepatitis kann allerdings
nur durch eine Gewebeprobe (Biopsie) gesichert erfolgen.

Gesunde Ernährung und Bewegung als Therapie
„Durch Veränderungen der Essgewohnheiten und des Lebensstils kann sich
eine Fettleber auch wieder zurückbilden. Einer Entzündung der Leber wird
vorgebeugt und in der Folge ein Leberzellkrebs vermieden“, sagt Professor
Manns. In vielen Fällen können die Fett-Einlagerungen in der Leberzelle
zurückgebildet werden. Gesunde Ernährung und ein Alkoholverzicht können
die krankhaften Leberveränderungen rückgängig machen. Besonders bewährt
ist reduzierter Kohlenhydratverzehr, auch "Low Carb" genannt. Hat der
Patient ein sehr hohes Übergewicht, ist eine kalorienreduzierte
Nahrungszufuhr hilfreich. Bei jeder Form einer Lebererkrankung ist die
Integration von viel Bewegung in den Lebensalltag wichtig. Experten
empfehlen, pro Tag 10.000 Schritte zu gehen, um die Gesundheit zu
erhalten.

Der Leberzellkrebs-

Früherkennungspass der Deutschen Leberstiftung
Für Patienten mit einer Leberzirrhose und mit einer fortgeschrittenen
chronischen Lebererkrankung bietet die Deutsche Leberstiftung den
„Leberzellkrebs-Früherkennungspass“. Er fasst die Ergebnisse der
Früherkennungsuntersuchungen zusammen. Damit ermöglicht er den Patienten
einen Überblick der durchgeführten Untersuchungen und den behandelnden
Ärzten einen raschen Zugriff auf deren Ergebnisse. Der „Leberzellkrebs-
Früherkennungspass“ kann kostenfrei in der Geschäftsstelle der Deutschen
Leberstiftung telefonisch unter 0511 532 6819 oder per E-Mail bestellt
werden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Deutsche Leberstiftung
Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen
und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung durch
Forschungsförderung und eigene wissenschaftliche Projekte zu verbessern.
Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit steigert die Stiftung die
öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen, damit diese früher erkannt
und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet außerdem
Information und Beratung für Betroffene und Angehörige sowie für Ärzte und
Apotheker in medizinischen Fragen. Diese Aufgaben erfüllt die Stiftung
sehr erfolgreich. Weitere Informationen: http://www.deutsche-
leberstiftung.de

BUCHTIPP: „Das Leber-Buch“ der Deutschen Leberstiftung informiert
umfassend und allgemeinverständlich über die Leber, Lebererkrankungen,
ihre Diagnosen und Therapien – jetzt in dritter, aktualisierter und
erweiterter Auflage! „Das Leber-Buch“ ist im Buchhandel erhältlich: ISBN
978-3-89993-899-9, € 16,99. Weitere Informationen: http://www.deutsche-
leberstiftung.de/Leber-Buch
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Sozialverband fordert Gerechtigkeitsdebatte

Ökonomen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) beziffern den Anteil der Menschen, die seit 1999 nicht vom Aufschwung profitieren und geringere Realeinkommen realisieren auf 40 Prozent. Aus dieser Entwicklung leite sich ein klarer politischer Handlungsauftrag ab, soziale Kurskorrekturen vorzunehmen, die die zentripetalen Kräfte der Gesellschaft stärkten, so Ilse Müller, Vorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation:

„Prekäre Beschäftigungsformen wie Leiharbeit und Minijobs sollten politisch eingeengt werden. Wir erwarten gerade von den Sozialdemokraten den Worten ihres Kanzlerkandidaten Martin Schulz Taten folgen zu lassen und die nötigen Änderungen der Agenda-Politik vorzunehmen. Eine spürbare Wende bei der Verteilung des gemeinsam Erwirtschafteten in Zeiten boomender Konjunktur ist der Kitt unserer Gesellschaft, der die Legitimität in unser Wirtschaftssystem stärkt. Martin Schulz fordert zu Recht eine Verlängerung des Arbeitslosengelds I und die Einführung einer Mindestrente. Die erfolgreiche Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zeigt, dass wirtschaftliche Vernunft und  Sozialpolitik keinen Widerspruch bedeuten, sondern zum Nutzen der Gesellschaft miteinander in  Einklang gebracht werden können. Lohndumping kann in jedem Falle nicht die Lösung für den Arbeitsmarkt sein, der im Wesentlichen das Spannungsfeld wohlstandbegründender Aufstiegschancen sein sollte und nicht Ort desillusionierender Marginalisierung für Millionen.“

Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende und Menschen mit Behinderungen trügen ein hohes Risiko im Alter auf Grundsicherungsleistungen angewiesen zu sein. Nach Ansicht der BDH-Vorsitzenden sei es zudem Gebot der Stunde, das Schlagwort der Lebensleistungsrente mit Leben zu füllen. Erziehungs- und Pflegezeiten bedürften unbedingt gesellschaftlicher Anerkennung und einer finanziellen Aufwertung, so Müller, die sich von einer echten Solidarrente auch finanzielle Verbesserungen für Teilzeitbeschäftigte erhofft. Dass unsere Gesellschaft nach wie vor auf die Leistung eines anonymen Heers privater Pflegekräfte setze, sei ethisch unhaltbar, warnte Müller.


www.bdh-reha.de

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation
Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten. Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Ortenau in Offenburg.

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Nebennierentumoren: Radioaktiv markierte Substanzen vermeiden unnötige Operationen

60. Deutscher Kongress für Endokrinologie der Deutschen Gesellschaft für
Endokrinologie (DGE), 15. bis 17. März 2017

Tumoren in der Nebenniere, einer kleinen, aber lebenswichtigen
Hormondrüse, könnten mit einem neuartigen nuklearmedizinischen Verfahren
mit radioaktiven Substanzen, die in winzigen Dosen eingesetzt werden,
besser diagnostiziert und zielgerichtet behandelt werden. Das könnte
helfen, zahlreiche unnötige Operationen zu vermeiden und Patienten mit
fortgeschrittenen Krebserkrankungen der Nebenniere wirksam zu behandeln,
wie Mediziner auf dem 60. Deutschen Kongress für Endokrinologie (15. bis
17. März 2017) in Würzburg im Rahmen eines Hauptsymposiums darstellen.

Die Nebennieren produzieren lebenswichtige Hormone, darunter das
körpereigene Kortison, das Stresshormon Adrenalin und Aldosteron zur
Blutdruckkontrolle. „Nebennierentumoren gehören zu den häufigsten Tumoren
des Menschen und sind meist harmlos“, sagt Professor Dr. med. Stefanie
Hahner, die sich am Universitätsklinikum Würzburg auf Erkrankungen der
Nebenniere spezialisiert hat. „Diese Tumoren bilden meistens keine Hormone
und bleiben auf die Drüse begrenzt“, so die DGE-Kongresspräsidentin.
Häufig werden sie zufällig bei einer Computer- oder Kernspintomographie
entdeckt. „Wir standen dann bislang vor der Frage, ob der Tumor bösartig
ist und entfernt werden muss oder nicht“, so Hahner. In mehr als der
Hälfte der Fälle stellte sich nämlich nachträglich heraus, dass der Tumor
gutartig und die Operation unnötig war, erklärt die Expertin.

Ein sogenannter SPECT-Tracer, den der Würzburger Radiochemiker Dr. Andreas
Schirbel hergestellt hat, soll dies in Zukunft verhindern. Dabei handelt
es sich um ein radioaktives mit Iod-123 markiertes Medikament.
„Iodmetomidat bindet an zwei nur in den Nebennieren vorhandenen Enzyme“,
erklärt Hahner: „Das Mittel reichert sich deshalb nur in den Zellen der
Nebenniere an.“ Mit der SPECT (Single-Photonen-Emissions-

Computer-
Tomographie)-Untersuchung machen die Mediziner dies sichtbar. In einem
weiteren nuklearmedizinischen Verfahren, der Positronen-Emissions-
Tomographie (PET) mit einem radioaktiven Blutzucker-Molekül, wird
zusätzlich der Energiestoffwechsel der Tumoren untersucht. „Die
Kombination der beiden Verfahren ermöglicht dabei eine für den Patienten
sehr schonende Charakterisierung des Tumors und könnte helfen unnötige
Operationen zu vermeiden“, erklärt Professor Dr. med. Matthias M. Weber,
Leiter des Endokrinen und Neuroendokrinen Tumorzentrums der Universität
Mainz. Ob die beiden Untersuchungen die Entscheidung über die Operation
weiter verbessern, wird nach Auskunft des DGE-Mediensprechers derzeit in
einer europaweiten Studie geklärt.

Eine weitere sehr wichtige Anwendung des neuentwickelten Iodmetomidat
könnte der Einsatz als Strahlentherapeutikum bei Patienten mit
fortgeschrittenem Krebs der Nebennieren sein. „Da Iodmetomidat
ausschließlich in der Nebenniere angereichert wird, erzielen wir mit
Iod-131 markiertem Iodmetomidat im Tumor eine sehr hohe Strahlendosis,
während der Rest des Körpers verschont wird“, so die Würzburger
Endokrinologin Hahner.
Diese „innere Bestrahlung“ des Tumors wäre als Behandlung für die
Patienten mit Nebennierenrindenkrebs sehr viel schonender als die bisher
notwendige Chemotherapie und könnte durch den Einsatz einer weiteren in
Würzburg entwickelten Substanz, das IMAZA, noch einmal deutlich verbessert
werden. Die Aufnahme dieses Radiopharmakons ist laut Hahner 10-fach höher
als die von Iodmetomidat. Die DGE-Experten Hahner und Weber hoffen daher,
dass diese neuen nuklearmedizinischen Entwicklungen die
Behandlungsmöglichkeiten von Patienten mit metastasiertem
Nebennierenkarzinom in der Zukunft deutlich verbessern werden.

Literatur:
Kreissl MC, Schirbel A, Fassnacht M, Haenscheid H, Verburg FA, Bock S, et
al.: [¹²³I]Iodometomidate imaging in adrenocortical carcinoma. J Clin
Endocrinol Metab. 2013 Jul;98(7):2755-64
Hahner S, Kreissl MC, Fassnacht M, Haenscheid H, Bock S, Verburg FA, et
al.: Functional characterization of adrenal lesions using [123I]IMTO-
SPECT/CT. J Clin Endocrinol Metab. 2013 Apr;98(4):1508-18.
Hahner S, Kreissl MC, Fassnacht M, Haenscheid H, Knoedler P, Lang K, et
al.: [131I]iodometomidate for targeted radionuclide therapy of advanced
adrenocortical carcinoma. J Clin Endocrinol Metab. 2012 Mar;97(3):914-22
Herrmann LJ, Heinze B, Fassnacht M, Willenberg HS, Quinkler M, Reisch N,
et al.: TP53 germline mutations in adult patients with adrenocortical
carcinoma. J Clin Endocrinol Metab. 2012 Mar;97(3):E476-85
Fassnacht M, Terzolo M, Allolio B, Baudin E, Haak H, Berruti A, et al.:
FIRM-ACT Study Group: Combination chemotherapy in advanced adrenocortical
carcinoma. N Engl J Med. 2012 Jun 7;366(23):2189-97
Hahner S, Stuermer A, Kreissl M, Reiners C, Fassnacht M, Haenscheid H, et
al.: [¹²³I]Iodometomidate for molecular imaging of adrenocortical
cytochrome P450 family 11B enzymes. J Clin Endocrinol Metab. 2008 Jun,
93(6):2358-65
Hahner S1, Caoili E2, Else T3.: 5th International ACC Symposium: Imaging
for Diagnosis and Surveillance of Adrenal Tumors--New Advances and Reviews
of Old Concepts. 2016 Feb;7(1):40-3. doi: 10.1007/s12672-015-0245-y. Epub
2015 Dec 18.

Terminhinweise:
Pressekonferenz anlässlich des 60. Deutschen Kongresses für Endokrinologie
der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE)
Termin: Mittwoch, 15.03.2017, 11:00 bis 12:00 Uhr
Ort: Congress Centrum Würzburg (CCW); Raum 7-9
Anschrift: Kranenkai, Eingang B, 97070 Würzburg

S11: Molecular imaging and theranostic approaches in endocrinology
Targeting adrenal enzymes and receptors for molecular imaging and therapy
of adrenal tumours, Stefanie Hahner, Würzburg
Termin: Freitag, 17.03.2017, 16:30 bis 18:00 Uhr

Endokrinologie für die Praxis – Update 2017
Was soll ich tun bzw. lassen bei einem zufällig entdeckten
Nebennierenknoten – die neuen Europäischen Leitlinien, Felix Beuschlein,
München
Termin: Mittwoch, 15.03.2017, 15:55 bis 17:20 Uhr

Endokrinologie ist die Lehre von den Hormonen, Stoffwechsel und den
Erkrankungen auf diesem Gebiet. Hormone werden von endokrinen Drüsen – zum
Beispiel Schilddrüse oder Hirnanhangdrüse, aber auch bestimmten Zellen in
Hoden und Eierstöcken – „endokrin“ ausgeschüttet, das heißt nach „innen“
in das Blut abgegeben. Im Unterschied dazu geben „exokrine“ Drüsen wie
Speichel- oder Schweißdrüsen ihre Sekrete nach „außen“ ab.
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Diagnose HLHS: Ein kleiner Kämpfer darf nach Hause

Oberärztin Dr. Ute Blanz hat Kilian seit seiner Geburt betreut und schließlich erfolgreich transplantiert  (Foto: Armin Kühn).Seine ersten 17 Lebensmonate hat Kilian im Kinderherzzentrum verbracht.
Jetzt darf er endlich bei seiner Familie wohnen.
Im Kinderherzzentrum des Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad
Oeynhausen, gibt es einige Kinder, die den Herzspezialisten immer wieder
Sorgen bereiten. Weil sie mit einem sehr komplexen angeborenen Herzfehler
auf die Welt kommen. Weil absehbar ist, dass sie schwierige Operationen
vor sich haben. Weil die Genesung in Höhen und Tiefen verläuft und die
Ärzte jederzeit mit Komplikationen rechnen müssen.

Kilian sollte eigentlich Daniel heissen. Als seine Eltern in der 23.
Schwangerschaftswoche erfahren, dass ihr drittes Kind aufgrund einer
schweren Herzfehlbildung womöglich nicht überleben wird, wissen beide,
dass nicht nur ihre junge Familie mit den Schwestern Leonie und Emily viel
Kraft brauchen wird, sondern auch ihr kleiner Sohn. „Deshalb sollte er
Kilian heissen. Das bedeutet ´Kämpfer´,“ sagt sein Papa Eduard.

Diagnose vor der Geburt

Dr. Johannes Steinhard ist Experte für die Herzdiagnostik vor der Geburt.
Im Ultraschall erkennt er ein sogenanntes hypoplastisches Linksherzsyndrom
(HLHS). Das bedeutet, dass Kilian mit nur einer funktionierenden
Herzkammer auf die Welt kommen wird. Nur eine komplizierte Operation,
bekannt als Norwood-Operationstechnik, kann sein Leben retten. Deshalb
wird Kilian in Bad Oeynhausen geboren und unmittelbar nach der Geburt in
das Kinderherzzentrum und Zentrum für angeborene Herzfehler unter der
Leitung von Prof. Dr. Deniz Kececioglu (Kinderkardiologie) und Dr. Eugen
Sandica (Kinderherzchirurgie/Chirurgie angeborener Herzfehler) verlegt.

Langzeitprognose für kleine Herzen

So klein Kilian ist, so sehr fordert er schon die volle Aufmerksamkeit,
das Wissen und Können der Herzspezialisten. Oberärztin Dr. Ute Blanz
begleitet ihn vom ersten Tag an und operiert Kilian fünf Tage nach seiner
Geburt. „Dieser erste Eingriff ist lebenswichtig, er stellt
Körper und Lungendurchblutung mit nur einer Herzkammer und einem
sogenannten Shunt sicher,“ sagt die erfahrene Herzchirurgin. „Kinder mit
schwerwiegenden Herzfehlbildungen wie dem hypoplastischen Linksherzsyndrom
haben aufgrund verbesserter Operationstechniken und genauerer
Untersuchungsmethoden heute deutlich bessere Prognosen als noch vor 20
Jahren.“

Aber die Therapie von Kilian bleibt kompliziert. Am 4. Januar muss er
erneut operiert werden. Am 11. Februar 2016 erhält er eine künstliche
Herzunterstützung. Das Bad Oeynhausener Kinderherzzentrum verfügt über
eine große Expertise im Einsatz der Kunstherzsysteme bei Kindern und
Jugendlichen. Das Berlin Heart System bei voroperierten Einkammerherzen
einzusetzen, ist eine besondere chirurgische Herausforderung. Bei Kilian
ist es notwendig und hilft, seinen Zustand einigermaßen zu stabilisieren.
Seine Eltern Inna und Eduard A. müssen sich darauf vorbereiten, dass wohl
nur eine Herztransplantation ihren Sohn retten kann.

Warten auf ein Herz

Es wird ein langes Jahr für Familie A. aus Lotte in Westfalen. Ein Jahr,
in dem die große Schwester Emily eingeschult wird, der Pumpenkopf des
Unterstützungssystems ausgetauscht werden muss, unzählige Fahrten nach Bad
Oeynhausen und das Warten auf ein neues Herz das Familienleben bestimmen.
Als am 23. Dezember dann morgens das Telefon klingelt, stecken alle in den
Weihnachtsvorbereitungen. Auch Dr. Ute Blanz ahnt zu diesem Zeitpunkt noch
nicht, dass sie erst am kommenden frühen Morgen höchst zufrieden nach
Hause gehen wird. Denn in der Nacht auf Heiligabend setzt sie Kilian in
einer zwölfstündigen Operation ein neues Herz ein. Der 24.12.2016 hat
gerade begonnen, als es in Kilians Brust zu schlagen beginnt. Für Familie
A. in Lotte ist es ein Weihnachtswunder.

Für die Ärzte und Pflegekräfte im Bad Oeynhausener Kinderherzzentrum sind
es immer die schönsten Tage, wenn ihre kleinen und großen Patienten nach
Hause entlassen werden können. Alle sind gekommen, um sich zu
verabschieden, und manche Freudenträne musste jetzt weggewischt werden.
Kilians Schwestern Leonie (2) und Emily (7) sollten zu Hause damit
überrascht werden, dass ihr kleiner Bruder zukünftig bei ihnen bleiben
darf. Und Papa Eduard war besonders stolz, dass der kleine Kämpfer jetzt
in das Mädelshaus aufgenommen wird. Kilian wird Zeit seines Lebens auf
Medikamente und eine sehr sorgfältige medizinische Nachbetreuung
angewiesen sein. „Wir stehen weiterhin zur Seite“, versichert sein Team im
HDZ NRW.

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Als Spezialklinik zur Behandlung von Herz-, Kreislauf- und
Diabeteserkrankungen zählt das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-
Westfalen (HDZ NRW), Bad Oeynhausen mit 37.000 Patienten pro Jahr, davon
14.400 in stationärer Behandlung, zu den größten und modernsten Zentren
seiner Art in Europa.

Das Kinderherzzentrum und Zentrum für angeborene Herzfehler des HDZ NRW
unter der Leitung von Prof. Dr. med. Deniz Kececioglu und Dr. Eugen
Sandica gehört zu den international führenden Kliniken bei der Behandlung
von Kindern und Jugendlichen mit angeborenem Herzfehler und ist
zertifiziertes Zentrum für die Behandlung von Erwachsenen mit angeborenen
Herzfehlern (EMAH). Im Zentrum werden alle Arten von angeborenen
Herzfehlern im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter mit modernsten
Methoden therapiert bei jährlich über 500 Operationen und über 400
Herzkathetereingriffen mit herausragenden Ergebnissen auch im
internationalen Vergleich.

Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.hdz-nrw.de

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